News BarraCuda: Seagate nutzt etablierte HDD-Marke für SSD-Comeback

Der Nachbar

Commodore
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Zitat von Holt:
Nein, niemals hätte man damals damit eine NAND Produktions aufbauen können, um Fabs zu bauen braucht man viele Milliarden und ebenso für die Forschung und Entwicklung der NANDs selbst.
Mir ging es auch um die eigene, bessere Festplattenfertigung bei Seagate. Mit nur 1 Milliarde $ kann man Unsinn treiben oder seine vorhandenen Produkte verbessern.
 

Holt

Fleet Admiral
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Eine eigne Festplattenproduktion hatte Seagate doch schon lange vorher, die haben 1980 die ersten 5¼" HDDs gefertigt und brauchten sicher keine weitere Fertigung aufzubauen und was in an deren Festplattenfertigung oder HDDs schlecht? Die einfachen, am stärksten kostenoptimierten Modelle wie damals die ST3000DM001 waren lange die am Abstand günstigsten HDDs und dazu schnell, auch weil Seagate meistens vor den anderen Herstellern Modelle mit hoher Datendichte auf den Markt gebracht hat, ebenso wie es Seagate offenbar geschafft hat sehr effizient Kosten zu optimieren. Die ST3000DM001 hält nämlich auch die 5 Jahre geplanter Nutzungsdauer durch, wenn man sie so nutzt wie es vorgesehen ist, nämlich als einzige HDD im Gehäuse und mit maximal 2400 Power-On-Hours pro Jahr.

Das Problem ist, dass dies nicht breit kommuniziert wurde und viele Leute denken die HDDs würde sich technisch nicht unterscheiden und die zunehmende Vielfalt an Modellreihen wäre nur ein Marketingsgag. Das ist es aber nicht, sondern eben das Ergebnis der Kostenoptimierung, denn jeder voll möglichst wenig Geld für seine HDDs ausgeben, es kostet aber eben auch viel mehr die HDDs so zu bauen sie optimale Eigenschaften haben. Man schaue sich die Preise der Enterprise Nearline HDDs mal an, die kosten locker doppelt so viel wie die einfachsten Desktopmodelle und wenn man nur so aufwendig gebaute HDDs anbieten würde, könnte man davon nur viel weniger absetzen. Hitachi hat damals alle HDDs sehr gut ausgestattet, die hatten alle eine Zulassung zum Dauerbetrieb und eine aufwendige Technik die sich Rotational Vibration Safeguard (RVS) nennt gegen Vibrationen, aber Geld ließ sich damit offenbar nicht genug verdienen, sonst hätte Hitachi seine Festplattensparte ja nicht an WD verkauft und die haben dann sofort die einfachen Deskstar Destopplatten aus dem Programm genommen (bzw. zur Deskstar NAS "promoviert"), denn diese Eigenschaften entsprechen eben denen einer NAS Platte.

Enterprise Nearline HDDs haben auch noch auf mehr Workload, die sind nämlich auf Dauerlast ausgelegt, daher sind die eben auch teurer. Wenn man die zum Einsatzzweck passende HDD nimmt, dann gibt es auch bei den Seagate HDDs keine Probleme mit Ausfällen oder mangelnder Haltbarkeit, nur kommen dann eben die Typen die von den Unterschieden keine Ahnung haben oder einfach leugnen das es diese gibt und einfach die billigsten Platten für einen Einsatz nehmen für den sie gar nicht gemacht sind, nur um dann zu meckern das diese nichts taugen.
 
M

Mirk0

Gast
Meine bisherigen Erfahrungen mit Samsung SSD sind derart überragend, dass ich mich mit einem anderen Hersteller fast gar nicht ernsthaft beschäftigen möchte.
Das meine letzte HDD von Seagate über 20 Jahre alt ist und ich aufgrund schlechter Erfahrungen nie wieder eine eingesetzt habe, hilft da nicht weiter.
 

Holt

Fleet Admiral
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Erfahrungen mit gänzlich anderen Produkte, sollte man nicht auf die SSDs übertragen, weder im positiven noch im negativen Sinne, da eben die Qualität der HDDs von Seagate oder WD rein gar nichts über die von deren SSDs aussagt. Ebenso sagt es nichts über die Samsung SSDs aus wie zufrieden man mit seiner Samsung Waschmaschine dem dem Fernsehr von Samsung ist. Dies sind eben komplett unterschiedliche Produkte die von ganz anderen Abteilungen entwickelt und in unterschiedlichen Fabriken gebaut werden.
 

m.Kobold

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Dann waren es wohl 2 Jahre Dauerbetrieb was keine der einen einfachen Desktopplatten lange übersteht, denn die sind nur für 2400 Power-On-Hours pro Jahr ausgelegt und haben daher nach 2 Jahren Dauerbetrieb mehr Power-On-Hours runter als in über 7 Jahren bei der vorgesehen Nutzung anfallen würden. Für den Dauerbetrieb nimmt man HDDs die dafür geeignet sind, denn die Unterschiede der Produktlinien geht weit über das Marketing hinaus, auch wenn manche dies behaupten, sondern sind auch technischer Natur. Die billigsten Platten sind eben auch extrem kostenoptimiert!
Ich weiß jetzt nicht was du genau unter dauerbetrieb verstehst... ich hab den PC ca. 10-14std am Tag angeschaltet.

Ich hatte damals HDD Maxtor festplatte im Raid 0 genutzt, die liefen auch sauber. Okay von 4 stück ist mir mal eine nach 6 Jahren benutzung abgeraucht aber Seagate würde ich keinen vertrauen schenken, zumindest nicht im HDD bereich.
 

Holt

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Unter Dauerbetrieb würde ich alles mit mehr 2400 Power-On-Hours pro Jahr verstehen und die werden bei 10 bis 14 Stunden pro Tag locker überschritten. Für so eine Nutzung und erst recht wenn die 4 in einem Gehäuse stecken, ist dann eine NAS Platte die beste Option, also die IronWolf und nicht die einfachen Barracuda die sogar noch billiger als die IronWolf sind, nur die Barracuda Pro wäre auch noch dafür brauchbar, die sind ja für den Dauerbetrieb zugelassen und haben mit 300TB/Jahr auch ein sehr hohes Workload Rating (die einfach Barracuda haben nur 55TB/Jahr). Bei HDDs ist es wichtiger auf das Modell als auf den Hersteller zu achten, zumal es ja sowieso nur noch drei echte HDD Hersteller gibt: Seagate, Toshiba und WD (mit der Tochter HGST, die aber keine einfachen 3.5" Desktopplatten anbietet).
 

anexX

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70€ sind für so gut wie niemanden "nichts", von wenigen wirklich reichen Leuten mal abgesehen
Oh vertu dich da mal nicht - grad die Reichen die sich ihr Geld selbst erwirtschaften mussten achten auf Heller und Cent, denn die sind ja nicht dadurch Reich geworden indem sie ihr Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geschmissen haben. Soll nicht heissen das die sich nichts leisten, aber die achten halt drauf das sie es zum günstigsten Preis kriegen.

Anders siehts bei der Kategorie "In den Reichtum reingeboren" aus - da sind die Chancen schon grösser nen TV-Prahlhansel mit Lebenseinstellung "Ich hab keine Zeit zu arbeiten denn ich muss zur nächsten Party" als Nachwuchs zu bekommen. ^^
 

Justuz

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Hill Ridge

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Ich komme darauf weil man doch wohl kaum jemanden der nur 400 oder 600 euro für ein PC system zur verfügung hat, hardware vorschlägt die früher das zeitliche segnet als andere.
Sollte vielleicht so sein, ist aber nicht so, leider.

Das wär doch kontraproduktiv wenn man wenig geld hat und dann zwei mal bezahlen muss, oder findest du nicht?
Was ich finde ist doch egal, darum geht es nicht!
 

tmkoeln

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70€ sind 14 Prozent mehr bzw. weniger alleine bei einem Bauteil (manch einer würde das in RGB investieren, habe ich gehört)...

Und ach ja, das wäre in Ordnung, wenn man wüsste was Seagate da verbaut... Wenn da etwa ähnlich "Gutes" wie der legendäre Sandforce oder der Indillix Controller mit all seinen Tricks verbaut ist, ist die ein besser 500€ Briefbeschwerer...
 

Holt

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Wo gibt es denn 500GB SSDs für 70€? Die billigsten im Preisvergleich liegen immer noch um die 75€ und die sind von Intenso, bei denen weiß man nie was man bekommt, außer das es das billigste war was deren Einkäufer in China gefunden haben. Die billigste die von einem NAND Hersteller ist, kostet schon um die 85€, hat aber keinen DRAM Cache und SSDs ohne würde ich nicht verbauen wollen, die billigste mit 500GB die empfehlenswert ist, wäre derzeit die MX500 und die kostet noch mal 10€ mehr, nämlich rund 95€.
 

Audi2000

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Hier kann man sehen, was im Gehäuse der Barracuda verbaut ist und dazu gibt es einige Daten und Testwerte: Review
 
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