Bausparvertrag, sonstige Möglichkeiten zur Sparanlage für ein Haus

O

Onkelhitman

Gast
Ich möchte das hier nicht unnötig ausbauen, ich möchte nur ein paar Tipps haben von euch.

Folgende Situation nehmen wir einmal theoretisch an:
Alleinstehender, ca. 30 Jahre alt, momentane Miete inkl. jeglicher Nebenkosten 300€.

Finanzielle Reserven: Nicht vorhanden.

Dieser jemand fängt nun an zu arbeiten und hat ca. 1000 Euro Sparvolumen jeden Monat zur Verfügung. Er möchte sich ein Eigenheim kaufen, mit Grundstück. Es kann ein "Bastlerhaus" sein, da er handwerklich geschickt ist, und außer das Anschließen von Wasserleitungen und Dachdecken alles selber machen kann. Er bleibt indes in seiner Mietwohnung drin.

Gehen wir von einem Grundstück + Haus bis maximal 100 000€ aus plus vielleicht noch einmal dieselbe Summe für Rennovierungsarbeiten. Ergo 200 000€.

Von Tagesgeldkonten hält dieser jemand nichts, da es ihm zu unsicher im Bezug auf Inflation und evtl. Arbeitslosigkeit ist.

Sollte dieser jemand einen Bausparvertrag abschließen? Wenn ja, wo? Wieviel Eigenkapital sollte er haben? Lohnt sich hier überhaupt ein solcher Vertrag?

Danke schon einmal für Vorschläge eurerseits.
 
Ab wann möchte die Person denn in das Eigenheim einziehen?
Ohne Eigenkapital ist schon schwierig.
Was ist mit einer Eigentumswohnung für 100k?

LG
 
Keine Eigentumswohnung, es soll ein Haus sein, damit die Kosten dort nicht unter Parteien aufgeteilt werden und nur eine Person zuständig ist.

Ab wann? Müsste ich nachfragen. Ich nehm an, nicht sofort, vielleicht in 5 Jahren maximal?
 
Puuuuhhhh...... ganz ehrlich, für ein Haus fängst du rel. spät an zu sparen.
Gehen wir mal von 200.000€ aus, die du insgesamt benötigst (Kauf+Renovieren).

In den 5 Jahren sparen, kriegst du 5*12*1.000€ maximal zusammen.
Das sind also 60.000€, aber wenn das dein maximales Sparvolumen ist, dann wird es erfahrungsgemäß nicht voll ausgeschöpft werden können, da zwischendurch auch mal so Investitionen durch Defekte/Ersatz (z.B. beim Auto) auftreten.

Das heißt man rechnet vllt. mit 55.000€, die du bis dahin ansparen könntest.
Das heißt du bräuchtest nochmal knapp 150.000€ von der Bank.
Das mit 35 Jahren (ergo noch 30-35 Jahren Arbeitsfähigkeit)..... puuuhhh das macht mit Sicherheit nicht jede Bank mit, bzw. drücken sie dir dann ordentliche Zinsen rein (wobei die aktuell sehr günstig sind).

Wie sieht es denn eig. mit den Renovierungsarbeiten aus ?
Allein nach Feierabend + Wochenende braucht das eine ganz schön lange Zeit, arbeiten müsstest du ja weiterhin gehen, damit du sparen bzw. die Raten bedienen kannst.

Daher würd ich mir das als Alleinverdiener vllt. nochmal überlegen mit dem Eigentum, auch eine Mietwohnung bzw. Miethaus sind bei einer derartigen Konstellation evtl. besser.
 
Ich bin das nicht, daher kann ich auch nicht alles zu sagen. Ich weiss wohl, die Person arbeitet ca. 40-50 Wochenstunden. Danach und ebenso am Wochenende rennovieren. Die 1000€ sind tatsächliches Sparvolumen.

Er sagt, 3 Jahre wären überschaubar. 5 wären schon zu lange.
 
Bezueglich des Alters sehe ich da eigentlich gar kein grosses Problem.

Nehmen wir mal an, in den 5 Jahren sind EUR 50.000,00 angespart worden.

Es besteht dann noch ein Kreditbedarf von TEUR 150,0. Wenn renoviert / saniert wird, bieten sich da z.B. zinsguenstige KfW Programme an (KfW Energieeffizient Sanieren als Beispiel), das mal nur am Rande.

Eine jetztige Sparleistung impliziert, dass spaeter fuer die Darlehen auch ungefaehr soviel Geld im Monat zur Verfuegung steht (wobei da halt zu klaeren ist, wie es so familiaer aussieht). Sagen wir einfach mal, die EUR 1.000,00 stehen dann immer noch zur Verfuegung.

Jetzt weiss natuerlich keiner, wie die Zinsen in 5 Jahren aussehen. Mal angenommen, die steigen jetzt nicht unglaublich hoch, gehen wir mal von einem Zinssatz von 3,5% p.a. aus (20 Jahre fester Zins). Wenn es ein Annuitaetendarlehen ist, nehmen wir einfach mal 1,5% Anfangstilgung.

Das wuerde dann, sofern es der Einfachheit halber nur ein Darlehen von TEUR 150,0 ist, eine monatlich Rate von:

(150.000,00 * 360 Tage * 5% (3,5% Zinsen + 1,5% Tilgung))/360 * 100 = EUR 7.500,00 / 12 (Monate) = EUR 625,00 pro Monat

Da sogar EUR 1.000,00 zur Verfuegung stehen koennten, kann man die Anfangstilgung sogar noch erhoehen, um die Laufzeit des Darlehens zu verringern.

Ist aber wie gesagt nur eine Beispielrechnung, wenn die Zinsen in die Hoehe schiessen, sieht es natuerlich anders aus. Mit einem Bausparvertrag kann man natuerlich Zinsen schon heute sichern (auf die Tilgungsleistung aber achten, da bei einem sehr grossen BSV diese sehr hoch sein kann).
 
dein kollege möchte einen kredit aufnehmen von 200.000 euro ?
für ein altes haus ?

omg . für 200.000 kannste neu bauen inkl. grndstück und notar kosten sowie anbindung an wasser und wenn du es geschickt machst , baust du eine gute effizientsklasse mit solar etc. und schwups bekommst auch noch vergünstigungen im ankauf ..

also für 200.000 ist das möglich . kommt natürlich an was er so braucht .


also nen flachbau würde mir persönlich reichen ( da im alter mit treppensteigen wird eh immer schwieriger)

wie groß soll das grundstück sein ? in guter lage usw. können die preise natürlich schonmal einen die haare vom kopf fresssen :D ..

sagen wir mal mit ein bisschen freiraum so ca. 1000m² und ein 130 m² haus drauf (Wohnfläche) würdest du mit 200.000 mit einem neubau hinkommen ..
 
1000m² mit Haus für 200k gibts aber auch nur am Arsch der Welt und nicht in einer begehrten Wohngegend.
 
Bei uns kostet der erschlossene m² Preis zw. 350-400€ Metropolregion aber ländlich gelegen und 600-650€ am Stadtrand der Metropole. So allgemeingültig ist deine Aussage also nicht. Nicht jeder wohnt oder kann/will in einer "günstigen" Region wohnen..
 
natürlich bin ich von meiner gegend ausgegangen .
ich weis ja nicht wo er wohnt oder ob er aufm land oder inner stadt wohnt etc . ^^ aber im normalfall sollte das machbar sein
 
1000 qm muessen es ja auch nicht unbedingt sein. Auf 500 qm kann man auch schon ein ordentliches Einfamilienhaus aufsetzen.

Bei uns liegen die EUR/qm Werte so ungefaehr bei EUR 120-180, Kleinstadt im laendlichen Bereich eben.

Nicht zu vergleichen mit Quadratmeterpreisen in Muenchen, aber das duerfte ja jedem klar sein!
 
bei uns ca. 30-50 euro pro quadratmeter ;)
im osten und ländlich ...

wenn die m² preise so hoch bei euch sind , dann kommt man damit natürlich nicht hin . 500 m² ? ne oder .. sorry , dann kann man in einer wohnung bleiben .

1000 sind mein minimum .

wer hat lust bei jeden aufn tellerrand zu schauen ?
 
Ist das nicht für die Berechnung unerheblich? Ich wollte nur auf Nummer sicher gehen mit den Zahlen.

Klar, wir könnten auch spekulieren was ich haben möchte: Ich persönlich möchte einen Altbau in Gelsenkirchen mit 400qm Grundstück und 200qm Wohnfläche für 60 000€ kaufen, 40 000€ investieren für rennovierung und Elektrik und für die Entrümplung ca. 5000€ berechnen wegen Entsorgung des Vorbesitzers.

Aber es geht hier nicht um mich, daher kann ich auch nur mit dem Arbeiten, was ich bekomme. Da ich aber von Bausparen etc. keinen Dunst habe, habe ich halt mal hier gefragt.

Ihr dürft auch nicht vergessen, dass man die GRZ, GFZ nicht außer acht lassen darf. Also 100qm Garten und 100qm Haus ist nicht drin. Von Grenzbebauung etc. will ich gar nicht erst anfangen.

Aber nochmal hier die Frage. Nehmen wir an, er würde das kaufen, wie ich oben beschrieben habe, beträgt ja erst einmal der Grundstücks- und Hauswert 100 000€. Wenn er jetzt nur die Summe sparen würde, müsste er ja ca. 10 Jahre abbezahlen, richtig? Dann besitzt er ein "marodes" Haus und Grundstück. Alles was jetzt kommt sind ja Ausgaben, die er nicht direkt hat. Es gehen ja nicht direkt die restlichen 100 000€ drauf für Modernisierung, Dämmung, Umbau. Sondern das sind ja auch nur teils, teils Lösungen. Er könnte ja in einem Jahr erstmal alles verputzen, im zweiten Jahr dämmen, im dritten die Heizung kaufen. Und dann irgendwann richtig. Ich habe keine Ahnung wie er es sich vorstellt, aber so würde ich mal denken läuft es dann ab. Man nimmt ja keinen Kredit für 200 000€ auf, kauft sich das Zeug, legt das dahin und fährt arbeiten....
 
natürlich kann man so rechnen das er wenn er 100.000 aufnimmt (ohne eigenkapital ) .. wird er das in ca. 10 jahren abbezahlt haben .

die frage ist nur wie sieht es dann aus ?
also wenn man einen kredit aufnimmt sollte es man gleich richtig machen , weil immer wieder neu verschulden sehe ich als unnötig .

sowie andere konditionen gelten bei einem höheren kredit .. daher würde ich mich das mal duirchrechnen lassen von der bank .

ich habe zb. :

auch nichts angespart .
habe für ein haus nun ein bausparer der sehr niedrig bemessen ist .

d.h. ich werde ca. 200.000 euro kredit aufnehmen .

in 5 jahren läuft der bausparer aus .
mit der ausgelösten summe werde ich zwischentilgen .. sagen wir einfach mal 70.000 euro .

von den 70.000 euro zahel ich das was ich als maximum kredit nehmen kann vom bausparer ( also die differenzsumme vom gespartem und vom maximalkredit) Zinsgünstig zurück.


somit verkürzt sich meine laufzeit des großen kredites oder man macht eben weniger raten etc.

dazu benötigt man aber auch ein Flexiblen kredit .

MFG

____________________________

was ich also sagen will . er soll ein beratungsgespräch machen .
daraus wird resultieren das er ein bausparer abschließt .
natürlich fragt er davor ob sein chef Vermögenswirksame leistungen zahlt .

dann nimmt er seinen wunschkredit auf und lässt den bausparer da mit reinwirken .

und schon schraubt sich die zeit oder die kosten des kredites nach unten . aber das kann dir jemand erklären der sich besser damit auskennt und das ist zb.

Sparkasse/LBS
und und und
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Aber bitte auch nicht vergessen, Haus ohne, oder nur mit geringem Eigenkapital, ist Grund für Insolvenz Nr. 1!

Und wenn Dein Kumpel / Kollege schon beim Tagesgeld (!) keiner Bank vertraut, wie denkt er das er das dann regeln kann?

Und jetzt sage nicht das er hofft das der € den Bach runter geht und deshalb mit viel Miesen glaubt ein Schnäppchen schlagen zu können!?!

Denn eins ist mal klar, selbst wenn der Euro verreckt, die Banken werden in jedem Fall Gewinn aus der Situation schlagen und nicht der kleine Kunde am Ende der Fahnenstange!
Oder mit anderen Worten, in dieser Zeit noch riskanter als in der Vergangenheit.......

edit: @ marcus261287
Gräten schreibt man mit ä
 
Ich hatte vor 2 Jahren dasselbe Thema, Kauf oder Miete...ich wohne derzeit in einer 106m Wohnung zur Miete.
Das mit dem Kauf hab ich schnell verworfen, denn 30 Jahre kannst du nicht voraussehen.

Ein Haus zu kaufen ohne dass man bereits an die 100.000 geschenkt bekommen hat, denn das zu sparen schafft man nicht mit normalem arbeiten unter 40, ist das Blödeste was man derzeit tun kann.
Mein Bruder hat das nur können weil seine Frau 150.000 geerbt hat und sie sich davon den Grund kaufen konnten.
Mit Weiteren 110.000 kam das Haus drauf und 80% der Arbeiten hat er selbst mit Freunden und unserem Vater gemacht.
DAS geht, was Anderes ohne Kohle nicht.
Die 50.000 die er sich sparen könnte (wird er sowieso niemals), gehen Grossteils schon beim Kauf von Haus für Anwalt und Nebenkosten drauf.

Wenn er 50.000 sparen und anzahlen kann, womit will er sich das haus dann einrichten?
Das kostet fast nochmal so viel.

Bei uns in Österreich rechnet man 20% des Kaufwertes als Nebenkosten (Anwalt, Grunderwerbssteuer) mit ein!
In Deutschland ist durch die einsetzende Landflucht der Verfall der Immobilienpreise und Grundstücke ja schon Tatsache, oder?
Ist seine Arbeit in der wie du angegeben hast, immens preisgünstigen Gegend wo er wohnen will, denn so felsensicher?
Um 200.000 bekomme ich hier nur den Grund und das 30-45min Autofahrt ausserhalb, was auch ein Thema ist, denn ein anderer Kollege der genau das getan hat, wohnt 60km entfernt und braucht im Monat 300.- an Benzin/Diesel im Monat noch dazu.

Wenn er jetzt 1000.- im Monat abdrücken kann, soll er sparen, sich dann ein Haus mieten und das Geld anlegen.
Spart viel Arbeit, Ärger und kostet im Falle einer Scheidung oder Arbeitslosigkeit nicht die komplette Existenz.

Mein Arbeitskollege war Banker, hat das Elternhaus und 2 weitere Wohnungen die in 10 Jahren die Kinder bekommen gekauft und weitervermietet, wohnt selbst mit Frau und 2 Kids in einer 90m Wohnung und ist mittlerweile soweit dass er nicht mehr arbeiten müsste weil er von den Mieten und den Zinsen seiner Aktien die er vor 10 Jahren gekauft hat, leben kann.
Des Weiteren wird er in 10 Jahren abhauen und sich eine Yacht kaufen.

Es kann aber funktionieren wenn er genug verdient und/oder er nicht alleine den ganzen Aufwand tragen muss, aber wie es oben schon geschrieben wurde, Immobilien sind Insolvenzgrund Nummer 1 weil man das Leben und vor allem Beziehungen nunmal nicht planen kann.

Ich will aber keinem etwas ausreden, wenn ein eigenes Haus als sein eigener Besitz sein Lebenstraum ist, soll er es versuchen, wenn nicht, soll er's besser bleiben lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier bei uns auf dem Land kostet ein kleiner Bauplatz schon 200.000 Euro, kommt noch 300.000 Euro für das Haus drauf, biste bei 500.000 Euro ;-). Also 200.000 Euro sind schon realistisch, für eine mittel-preisige Gegegend.

Einen Bausparer kann man allerdings keineswegs empfehlen, das wäre totaler Blödsinn. Die Zinsen sind aktuell günstig um sofort das Projekt zu starten und 15-20 Jahre Bindung einzugehen! TG Konto zum anspargen nutzen, da hier größerer Guthabenzins gezahlt wird als im Bausparer bei gleicher Sicherheit.

Bausparer wäre also die schlechteste Option!
 

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