News Bessere RAM-Ausnutzung: Microsoft will Windows performanter machen

@mibbio
Es ging lediglich um die Frage, ob man verhindern kann, dass das BIOS/UEFI sämtliche angeschlossenen Datenträger auf Startfähigkeit prüft. Übrigens geht das sogar noch einfacher, nämlich indem man den Datenträgern selbst die Startfähigkeit nimmt, soweit es sich bei ihnen um reine Datenplatten handelt. Dadurch lässt sich das nämlich auch schon deutlich verkürzen.

Und ganz aus dem UEFI aussperren kann man sich auch nicht, denn man muss nur den Systemdatenträger abstöpseln, schon bekommt man auch in diesem Fall Zugriff aufs UEFI.
 
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modena.ch schrieb:
Jetzt nicht komplett jungfräulich, hier nach erzwungenem Update nach Neustart.
Dann startet natürlich auch Teams, Outlook, Unify Telefonsoftware, One Drive, Cisco VPN Client,
Epos Headset Software, eine Ticketing Software der Firma mit wenigen hundert MB Ram und einem Iron Brower mit dem Chat hier.
Teams, Outlook, OneDrive und Cisco SecureClient hab ich hier auch. Da lande ich bei leicht unter 8GB, sogar noch mit Edge offen und ~30 Tabs. Ohne Edge sind es 5,5GB.
modena.ch schrieb:
Könnte Storage Cache sein, aber meine SSDs sollten eigenen Cache On Board haben, der ist doch sicher schneller, weil näher als Ram an der SSD.
Das ist halt der Cache - der hat aber von der Prio eine niedrigere als andere Prozesse, sprich wenn dort ein Prozess Speicher belegt, dann weicht der Storage Cache.
Ich denke aber mal eher, dass das Problem bei dir einfach dahingehend eine allgemein hohe RAM Belastung aufgrund vieler Tools und Prozesse ist - und dazu noch eine VM. Du kommst mit ~16GB + 12GB auf 28 von 32GB. Egal welches OS, bei RAM Auslastung >80-90% wird es überall relativ hässlich, weil das RAM Management dann versucht, Speicherbereiche frei zu machen und das führt letztlich dazu, dass Daten eben nicht mehr schnell verfügbar sind und erst nachgeladen werden müssen. Bspw. von der SSD. -> wenn du merkst dass es zäh wird -> exakt das ist das Resultat von zu wenig RAM. Das Nachladen von Daten aus viel viel viel langsameren Quellen.

Man muss das halt in Relation sehen. Daten im RAM sind quasi erstmal perse nicht viel wert. Diese Daten müssen/werden vom Prozessor verarbeitet. Sprich die fließen durch den Prozessor. Wenn der Prozessor aber auf Daten warten muss, die latenzschwach von irgendwelchen langsamen Quellen kommen müssen, dann kann er auch nicht "rechnen" und wartet. Das ist übel langsam.

Klar kannst du in deinem Fall bspw. dann den Cache Pool leeren und dafür sorgen, dass erstmal wieder Platz im RAM ist. Aber in deinem Fall würde sich einfach mehr RAM wahrscheinlich anbieten.
 
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Bub1968 schrieb:
Strom - Wenn Du mein Rechnung übernimmst gerne ;-)
Es kommen für mich nur Gehäuse in frage, die runterfahren unterstützen.
Staggered Spin-Up - guck ich mir mal an. Kannte ich noch nicht - Danke
Das die PC Plattform generell hier Nachholbedarf hat steht ausser Frage:

PC bootet: Alleine das Bios fragt alle externen Platten ab - lässt sich nicht verhindern! Bootreihenfolge ist eingestellt und wird befolgt. Wenn dann vo der eingestellten Platte gebootet wird: wieder 45 Sekunden dazuaddieren. Also schon 3 Minuten vor dem Desktop... Wenn ich die Platten nicht am PC habe dann ist der nach 30 Sekunden "da" - Nervt tierisch.

Das Verhalten des Explorers im Betrieb ist da auch nur eine Facette der Medallie - evtl. Hilft ja in Win die von Dir vorgestellte Funktion.
Vorsicht bei vielen Platten + deaktiviertem Staggered Spin-Up !

wenn das Netzteil die Last-Spitzen nicht ab kann, schaltet sich der Rechner aus, Instabilitäten, und und und
 
fdsonne schrieb:
Klar kannst du in deinem Fall bspw. dann den Cache Pool leeren und dafür sorgen, dass erstmal wieder Platz im RAM ist. Aber in deinem Fall würde sich einfach mehr RAM wahrscheinlich anbieten.

Ja wir rüsten alle nach und nach den Ram auf 64GB auf. Das Problem ist, das hier ist ein Precision 7680 bei mir.
Der kam mit CAMM(1) Speichermodulen und die waren damals schon teuer und sind jetzt unbezahlbar (So 1300€ für 64 GB) da gäbe es auch nen Adapter auf normale SODIMM, ja aber nein.

Das warte ich lieber n Jahr oder so, da sollte ich eh mal wieder n neues Notebook bekommen.

Ist ja auch nicht schlimm, habe ja nen Workaround und wenn MS den Ram Verbrauch bei W11 optimiert, ist das ja eh die richtige Richtung.

War eher geschockt dass seit W11 der Ram-Verbrauch so brutal angestiegen ist.
 
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Das mit der RAM-Anstieg habe ich seit Windows 10 gemerkt. Von da aus fing es an.

Windows XP und 7 war sehr schnell und sehr effizient, auch in den zukünftigen Rechnern... nur Microsoft wollte es nicht. Wir waren teils gezwungen zu neueren Windows Version (10/11) mit DirectX12 zu verwenden.
 
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RMS_der_Zweite schrieb:
Aha. Hier diskutieren nicht nur Endanwender.
Dann ist der RAM "Verbrauch" auch egal.
Viel hilft viel.
Im professionellen Bereich wird doch sowas nichtmal diskutiert...
Drückt der IT-Bube halt paar grössere Riegel rein. 🤷

Wobei... ok... es geht um Windows...
 
Habe nur Linuxplattformen betreut, aber das wird da schon diskutiert, auch bei Rechnern mit tausenden CPUs und TBs an RAM.
Zum Glück ist das Zeitalter der Speicherlecks direkt im Kernel vorbei, Leaks im GUI sind für solche Headless-Maschinen irrelevant.
 
mibbio schrieb:
Bei WPF (mit XAML) ist genauso ein natives Programm mit nativen GUI-Elementen, wie ein WinForms-Programm. Der Unterschied existiert praktisch nur im Quellcode, aber nicht mehr im übersetzten Programm, das vom Nutzer ausgeführt wird.

das Parsen von dem XAML ist etwas aufwendiger als bei WinForms. Deshalb gab es bei WPF damals BAML (Binary Application Markup Language)
Ergänzung ()

modena.ch schrieb:
Jetzt nicht komplett jungfräulich, hier nach erzwungenem Update nach Neustart.
Dann startet natürlich auch Teams, Outlook, Unify Telefonsoftware, One Drive, Cisco VPN Client,
Epos Headset Software, eine Ticketing Software der Firma mit wenigen hundert MB Ram und einem Iron Brower mit dem Chat hier.

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das meiste kommt halt von den gestarteten Programmen (7,6GB), dann Dateien die in den RAM geladen wurden (DLLs, sys, andere Dateien die benutzt werden) und auch mit anderen geteilt werden (viele Programme laden die gleichen Windows DLLs, da teilen die sich die im RAM).

(Non)Paged Pool Nutzung ist kombiniert mit 2GB auch etwas hoch. Das kommt von Treibern auf dem System. PTE ist das Mapping der virtuellen Adressen zum eigentlichen RAM, da sind die 590MB ok. DriverLocked mit 430MB kann von Vmware oder HyperV kommen. MetaFile sind NTFS (Master File Table (MFT)) Metadaten.

Du kannst wirklich nur Programme ausm Autostart löschen und on demand starten und mit dem Windows Performance Toolkit die Poolnutzung analysieren.
 
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Ja, aber die Hauptlast des Parsens erfolgt ja zur Compiletime beim erstellen den BAML. Zur Laufzeit liegt ja kein XAML mehr im Klartext vor, sondern dort wird dann das zuvor generierte und effizientere BAML ausgewertet und auf der Basis native Controls gerendert.

Das ist also bzgl. "nativ" näher an einer WinForms-Anwendung als an einer Electron-Anwendung. Letzteres ist ja quasi ein abgespeckter Webbrowser, wo im Hintergrund ein HTML-Renderer und eine JS-Runtime läuft. Da wurde beim Bauen der Anwendung nichts in eine performante Zwischensprache übersetzt, sondern permanent HTML-Dokumente geparsed und JS-Code interpretiert.

Eine WPF-Anwendung ist, trotz XAML "Quelltext", weiterhin eine klassische Desktopanwendung und kann man nicht zusammen mit den webbasierten Anwendungen (bspw. Electron-basiert) über einen Kamm scheren.
 
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IDontWantAName schrieb:
das macht der Defender, weil er alles in einem Emulator ausführt. kA warum du dein System so ausbremsen willst.
Defender ?!?
Der ist kein Problem... Sophos ist die Pest. Und auf Arbeit hab ich keine Wahl.
 
@IDontWantAName Ähm... Nein?
Ich hatte vorher den Defender drauf, keine Performance-Einschränkung die man bemerkt hätte.
Defender wurde durch Sophos ausgetauscht und jetzt fühlt sich der Rechner 15 Jahre ältr an, ständig Lag und unresponsive UI.
 
UrlaubMitStalin schrieb:

doch. Einfach mal ein Programm via winget installieren, dass das Setup in einer Zip hat, dann rödelt Defender zu 100% auf einem Core für eine Eweigkeit. Im Explorer Scrollen führt auch zu 100% Last weil der Explorer die Dateien öffnet um das Icon zu laden und das scannt der Defender auch und lässt das im Emulator laufen. Auf Buildservern runiniert dir der Defender auch alles. IDE Entwickler warnen dich schon vorm Defender, weil er dich soooooooo ausbremst.

Der Defender macht aus deiner Kiste wieder einen 486er.
 
IDontWantAName schrieb:
Der Defender macht aus deiner Kiste wieder einen 486er.
Nein.
Das stimmt einfach nicht.

Ich bin Entwickler und auch bei uns in der Firma hatten früher alle den MS Defender. Die Maschinen waren und sind immer High End. Der Defender hat definitiv kaum Einfluß auf die Performance. Er ist der Virenscanner mit dem geringsten Performance-Malus.
Wo der Defender vielleicht 5% Leistung frisst, da gönnt sich Sophos locker mal 50-70%.
Kannst jeden in meiner Firma fragen, seit der Umstellung sind alle nur noch am kotzen.

Wenn du es nicht glaubst, installier es Dir mal und berichte.
 
Johnjoker schrieb:
...
Drückt der IT-Bube halt paar grössere Riegel rein. 🤷...
Seit Oktober 2025 ist das aber aus der Zeit gefallen. Ich z.B. habe mir letzten Sommer einen 16 GiB Riegel von Crucial gekauft, in dem Wohlwissen, dass ich mir den 2. bestimmt ein Jahr später kaufen kann und die SC-Performance erstmal besser ist, als die DC-Performance meines alten Rechners. Das Modul, das ich im Sommer für 45 Euro gekauft hatte, kostete im Dezember 230 Euro. Auch im professionellen Umfeld sind solche Preissteigerungen nicht egal.
 
also wenn man ehrlich ist, will man doch einfach nur, dass sein rechner so schnell wie möglich läuft, ohne dass man ständig neue teile kaufen muss. ich denke, es ist ganz okay, dass microsoft versucht, windows performanter zu machen, solange sie dabei nicht die sicherheit vernachlässigen. aber ehrlich gesagt, ich bezweifle, dass ein update von windows wirklich einen großen unterschied macht, wenn man nicht auch die hardware entsprechend anpasst.
 
UrlaubMitStalin schrieb:
Nein.
Das stimmt einfach nicht.

doch, nochmal für dich. Der Defender führt alle neuen Dateien die er nie gesehen hat in einen Emulator aus und das schon bei Dingen wie dem Icon aus Exe laden um das im Explorer anzuzeigen. Auf Dev Systemen erzeugt man immer neue Dateien die der nicht kennt und das ruiniert die Performance. Deshalb nutzen wir ESET und der volle Scan wird nur bei Open+Execute ausgeführt, nicht nur beim Open wie Defender.

Und MS kennt das Problem und nutzt bei dem DevDrive (ReFS Formatierung) in Win11 einen Leistungsmodus des Defenders um die Performance bei Projekten nicht so stark zu töten.

Der Leistungsmodus ist jetzt auf Windows 11 als neue Microsoft Defender Antivirus-Funktion verfügbar. Der Leistungsmodus reduziert die Auswirkungen von Microsoft Defender Antivirus-Scans auf Dateien, die auf dem angegebenen Dev Drive gespeichert sind. Das Ziel des Leistungsmodus besteht darin, die funktionale Leistung für Entwickler zu verbessern, die Windows 11 Geräte verwenden.

Aber gut, du weißt halt alles besser (auch als Microsoft), dann lass ich ich halt in deiner Welt, ich analysiere halt mitdem Windows Performance Toolkit/ETW was auf dem System passiert und wie es die Performance beeinflusst.

Ich klinke mich hier aus, es ist alles gesagt.
 
mibbio schrieb:
Das ist also bzgl. "nativ" näher an einer WinForms-Anwendung als an einer Electron-Anwendung.
Ich denke du hast mit nativ womöglich die Lösung selbst angesprochen. Seit einigen Jahren steigen im .Net die Angebote der native AOT Kompilierung. Ein Vorteil ist der geringere RAM Verbauch des Kompilats. Meines Wissens unterstützt WinUI 3, das in neueren Windows Module eingesetzt wird, AOT noch nicht. Ich lese die News daher wie den Plan, WinUi3 AOT kompatibel zu machen und mehr Windows Module damit zu erstellen.
 
mhmm. "It isn't perfect, and there are still issues where generated code isn't marked as AoT compatible, but it is here." klingt uneindeutig, ob der build durchläuft ^^. Aber sagen wir es kompiliert, dann würde dies stützen, dass das die Basis für die Verbesserung sein soll. Wenn sogar auch ältere UWP, nocheinmal.
 
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