beste Backup-Strategie (Aufwand / Sicherheit)

Nero Atreides

Lt. Commander Pro
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Hallo,

nach einem fast-Datencrash, den ich nur mit viel Glück ohne größere Tränen überstanden habe, werde ich in Zukunft dem Thema "Backup-Strategie" wesentlich mehr Priorität einräumen, als ich das bisher sowieso schon getan hatte.

Ziel: ich will mit möglichst wenig Aufwand bzw. mit maximaler Bequemlichkeit (=50% Gewicht) die bestmögliche bzw. sicherste Backup-Strategie (=50% Gewicht) anwenden.

Es geht hier um eine Datenplatte mit 2TB, davon 1,4TB belegt, komplett mit TC verschlüsselt. Ebenso die bisherigen Backup-Medien. Verhindert werden sollen insbesondere Probleme mit defekten Sektoren, so wie es bei mir aktuell der Fall ist (Platte wird zwar erkannt und die Partitionen von Reparatur-Tools noch erkannt, aber mounten kann ich die Volumes leider nicht mehr). Siehe auch mein Thread hier.

Die Optionen aus meiner Sicht (wenn ich was vergessen habe, gerne ergänzen!):


  1. Regelmäßiges Backup mit einem Programm wie AllSync oder Beyond Compare auf eine externe Festplatte (1:1 Kopie der Quelle).
  2. Regelmäßiges Backup mit einem Programm wie Backup Service Home 3 auf eine interne (zweite) HDD (stündliche inkrementelle Backups, wöchtentliche Vollsicherung).
  3. RAID 1 (Software oder Hardware?)
  4. NAS im LAN mit Backup-Funktion.
Ich hätte jetzt bei meiner Gewichtung gesagt: 1 ist zu aufwändig, 2 ist zwar vollautomatisch, aber jede Stunde liegt der Rechner für ein paar Minuten lahm. Blöd zum Zocken beispielsweise. Bleiben also 3 und 4.

Wie sieht es also mit einem RAID aus? Ist das tatsächlich so, dass wenn eine Platte ausfällt im RAID 1, man "einfach" mit der zweiten weitermacht, eine neue Platte reinhängt und die dann direkt wieder automatisch gespiegelt wird? > Wäre für mich ideal. Aber wie kompliziert ist da das Management bzw. die "Instandhaltung"? Ist das fehleranfällig?

NAS hätte den Charme, dass auch meine Frau ihre Daten dort backuppen kann, aber die Performance von NASen mit Verschlüsselung soll echt mies sein. Zudem muss das Teil dauerhaft laufen. Gäbe es besonders empfehlenswerte Modelle?

Zusatzfrage: sind 24/7-Platten zuverlässiger als "normale" Consumer Platten, auch wenn man sie nur im "normalen" Betrieb hat mit z.B. 6h/Tag?

Habe ich was vergessen? Erfahrungswerte jemand? Danke!
 
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Und nochmals ganz entschieden der Hinweis: Ein RAID *irgendwas* ist KEIN BACKUP!! Es schützt lediglich und absolut ausschließlich gegen den Fall, dass eine (oder mehrere, je nach RAID Level) der beteiligten Festplatten einen Hardware Defekt bekommt und ausfällt.

Es schützt nicht gegen versehentliches löschen, Viren usw. Es ist also kein Backup.
 
AW: Frage: beste Backup-Strategie (Aufwand / Sicherheit)

meine backupstrategie:

vorhanden:
1 hauptrechner
1 nas
1 externe festplatte

ich sichere jeden tag per StorageCraft ShadowProtect Desktop (wöchentliches vollbackup, unter der woche inkrementell, jede woche NEUES vollbackup) ein image meines C: auf mein NAS synology DS110j. ich sichere jede woche automatisiert per puresync die restlichen laufwerke auf mein NAS. ich hänge alle zwei wochen meine externe festplatte an das stromnetz und LAN und sichere das NAS auf die externe platte, danach wird die externe platte wieder abgehängt!
 
AW: Frage: beste Backup-Strategie (Aufwand / Sicherheit)

Meine Backup Strategie sieht auch so aus einmal ein Image von C (mit Acronis True Image erstellt) und meine komplette Datenplatte einmal aufs NAS zu sichern (habe hier auch ein Synology DS110j, sehr gutes Teil) und zusätzlich das ganze nochmal von Zeit zu Zeit auf eine externe Festplatte die abgezogen wird und in der Schublade liegt.

Zusätzlich dazu gibt es noch eine weitere Sicherung auf einer externen 2,5 Zoll Festplatte welche alle 1-2 Monate nur aktualisiert wird aber diese liegt an einem völlig anderen Ort und nicht im gleichen Gebäude. Für den Fall eines Einbruchs, Wasserschaden oder Feuer in der Wohnung.
 
AW: Frage: beste Backup-Strategie (Aufwand / Sicherheit)

3 komplett gleiche datensätze oder 2 datensätze mit checksums. Dadurch kann man durch regelmäßige überprüfung schleichende fehler entdecken und korrigieren. So ca. 1 mal die woche alle daten überprüfen sollte bei aktuellen festplatten ausreichend sein, ein relativ simples script sollte da ausreichen.
Wirklich saubere Backups kriegt man außerdem nur read-only gemountet hin. Das mag bei nur nutzdaten meistens egal sein, ein betriebssystem sollte man aber ohne snapshot-support nicht online sichern. Und selbst mit snapshots wäre das immer noch kein sauberer zustand sondern fast so wie das ziehen des stromsteckers, was aber bei schlauen betriebssystemen keine besonderen probleme bereiten sollte. Also empfehle ich es nicht für windows^^

Spannend ist nun die frage wie man das in die tat umsetzt, im prinzip wäre ein derart funktionierendes, aber automatisches system kein backup sondern "bloß" ein über-RAID. wenn man nun so ein daten-archiv an drei völlig verschiedenen orten der welt aufbaut wären die daten wirklich maximal sicher, ohne gleich zu übertreiben. Dafür kann man ja dann auch hoster wie S3 benutzen, aber natürlich zwei verschiedene, dann würden sich aber auch die checksums anbieten, denn ich glaube nicht dass hoster daten gegen schleichenden verfall schützen. Generell weiß kaum jemand von dem problem, man wundert sich aber warum der film plötzlich ein artefakt zeigt oder der PC abschmiert. BER in verschiedensten bauteilen ist das zauberwort.

Viel Spaß beim basteln!
 
@enteon

Jetzt mal für nicht-ITler: gibt es sowas auch als Programm zu kaufen / Open Source / Freeware etc.?
 
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