Bewirkt eine SSD als Cache eine Beschleunigung?

kralex68

Lieutenant
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Ich habe 4 Fragen bezüglich dieser SSD

1. Die im Titel genannte Frage. Einer der 1 Sterne Bewerter schreibt:
"Meine bisherigen Erfahrungen sind, dass die Sandisk ReadyCache - zumindest in meinem System - völlig unbrauchbar ist und mit Sicherheit meine unnützeste Ausgabe im Computerbereich in den letzten Jahren darstellt. Installation erfolgte zwar problemlos, und der Cache-Vorgang läuft auch an, aber von einer Systembeschleunigung beim Start trotzdem keine Spur. Der Grund ist, dass der Cache offenbar bei jedem Neustart gelöscht wird und erst wieder frisch aufgebaut wird. Das Resultat ist, dass der Systemstart nicht beschleunigt, sondern im Gegenteil deutlich(!) verzögert stattfindet."

2. Wie ist SanDisk unter den SSD Herstellern?

3. Wie sieht es mit Produkterneuerungen aus? In welchem Intervall bringen die Hersteller neuere Versionen raus?

4. Und wie sieht es mit der Lebensdauer aus?

Dank im voraus. Bin neu in diesem Bereich :)
 
das ist grober Unfug. für 80€ kriegst du bereits gute ssds mit der 4fachen Kapazität. das ist für alte gurken PCs mit lahmer systemplatte, um auf die schnelle da noch ein wenig zu beschleunigen, mehr aber auch nicht.

2. sandisk hat zwar keinen großen namen bei ssds bisher, aber bei speicherkarten sind sie dick im Geschäft. hab im htpc selbst ne ssd von sandisk mittlerweile (Ultra plus), macht nen sehr guten eindruck bis jetzt

3. Firmware updates nur bei fehlern, ssd bei neuen chipgenerationen. marvell Controller ist glaub ich jährlich ein update, Samsung auch, sandforce/indilinx ist momentan relativ ruhig.. aber das is doch eigentlich egal.

4. rein von der Qualität her kriegt man bei normaler Nutzung keine ssd tot, fehler können immer passieren. das kann dir keiner sagen. Samsung, crucial und derzeit auch Plextor m5s genießen einen ganz guten ruf, ocz bzw. die sandforce basierten ssds eher weniger, auch wenn die problemlos funktionieren können, da liest man nur öfters mal von defekten.
 
1. Nein, der Speicher der SSD ist nicht flüchtig und wird nicht bei jedem Neustart gelöscht.

2. Ganz ok, es kommt aber mehr auf das genaue Modell als den Hersteller an.

4. Kommt wieder auf das jeweilige Modell an. Bei empfohlenen SSDs ist sie besser als der Durchschnitt bei mechanischen Festplatten.

Insgesamt ist SSD-Caching weniger empfehlenswert. Besser eine SSD ohne Tricks als Systemplatte und gut ist.
 
64 GB SSD = 50 Euro
128GB SSD = 80 Euro

zu empfehlen: Kingston, Plextor, Samsung

* Ich rate dringend davon ab, den ReadyBoost von Windows zu nutzen - grober Unfug!
 
Ich rate dringend davon ab, ReadyBoost unter Windows abzuschalten. Grober Unfug, besonders bei langsameren Systemen!

Prinzipiell ist SSD-Caching eher schlecht als recht. Der Gewinn ist verglichen mit einer echten SSD lächerlich. Lieber ne richtige SSD, bringt wesentlich mehr ;)
 
@SoDaTierchen

wenn man ne SSD als Systemplatte einbaut, dann is ReadyBoost sinnfrei und kann mit guten Gewissen deaktiviert werden.

und einzig auf Systemen wo nur eine Festplatte vorhanden ist oder wo die Auslagerungsdatei sich noch auf der Systemplatte befindet, hat diese Readyboost eine Daseinsberechtiung. Ansonsten wenn Windows ungestört beim Start von der HDD lesen kann bringt Readyboost nur recht wenig.
 
Naja, das ist die Theorie. In der Praxis betreibe ich nen Laptop mit NUR einer HDD, und da hat das aktivieren von Readyboost den Systemstart enorm beschleunigt. Hatte das mal deaktiviert, weil ich auch dachte, das bringt nichts, aber in der Tat tut Readyboost wohl noch mehr als nur die Datenträger "mischen".
 
In der Praxis betreibe ich nen Laptop mit NUR einer HDD

Dazu sagte ich ja was ->
und einzig auf Systemen wo nur eine Festplatte vorhanden ist oder wo die Auslagerungsdatei sich noch auf der Systemplatte befindet, hat diese Readyboost eine Daseinsberechtiung
 
ich betreibe hier einen PC mit Intel SSD Cache (2TB HDD und 64GB Cache (von einer 80GB SSD) und einen Mac mini mit selbstgebautem Fusion-Drive (1TB HDD und 250GB SSD Cache) und mehrere andere Rechner (PC und Mac) mit "echter" SSD.
Wobei man ja schon sagen muss, dass manche "billig" SSD nicht viel schneller sind als eine gute HDD und nicht viel gemeinsam haben mit z.B. der 500GB SSD aus dem MacBook Pro Retina.

Wenn man 150€ über hat und mit 250GB aus kommt, dann ist natürlich eine reine SSD das Maß der Dinge.

Kommt man mit dem Speicher aber hinten und vorne nicht zurecht und ist (wie ich) der Meinung, über die sinnvolle Verwaltung sollte sich lieber der Rechner Gedanken machen (warum soll ICH mir darüber den Kopf zerbrechen?) dann ist so eine Caching Lösung eine extrem gute Sache!

Ich habe allerdings halt nur Erfahrungen mit dem Intel und Mac Cache, absolut keine mit der Sandisk Geschichte. Wobei auch hier schon die Mac Lösung wesentlich besser ist. SSD und HDD ergeben zusammen die Gesamtkapazität (im o.g. Fall habe ich 1,25TB im Mac mini) und die häufig verwendeten Blöcke (müssen nichtmal ganze Files sein) werden "in einer ruhigen Minute" von der HDD auf die SSD geschoben. Genauso erfolgen auch alle Schreibzugriffe erstmal auf die SSD (solange da noch etwas Platz ist). Erst später (wenn auf diese Daten nie wieder zugegriffen wurde) wird der Kram "nebenbei" auf die HDD geschoben.

Man hat also wirklich "gefühlt" ein System mit SSD Geschwindigkeit aber halt >1TB für unter 250€ (bei 2,5" Geräten) und braucht sich keine Gedanken machen: speichere ich das jetzt auf die SSD? Oder die HDD? Wo liegt mein Internet Cache? usw. usf.
 
Das Problem was ich in diesen Hybridlösungen seh ist das die SSD so mehr Schreib und Löschzyklen mitmachen, als wenn die Daten dauerhaft auf der SSD liegen.

Wenn man 2 Festplatten verbauen kann (ist ja in einen Labtop nicht immer möglich), dann eine schnelle 128 GB SSD fürs System rein und ein großes Datengrab je nach belieben. Groß Verwalten brauch man da ja auch nix weiter, nur einmal muss man die "Eigenen Dateien" auf die normale HDD verlinken, schon kann man schreiben was man will in den Ordner "Eigene Dateien" und das landet automatisch auf der HDD und die SystemSSD bleibt schön sauber.
 
naja, und wenn du eine Zip-Datei aus dem I-Net lädst, wo landet das erstmal? Und wenn du die entpackst, wo landen die temporären Files?
Um diesen ganzen Kram will ich mir eigentlich gar keine Gedanken machen müssen, diese Arbeit kann doch gefälligst der Rechner für mich erledigen! ICH will nur meine Arbeit erledigen, der Rechner soll automatisch das machen was ich will und mich unterstützen und auf keinen Fall anders herum (ich hege und pflege meinen Rechner, damit er bzw. die SSD möglichst wenig Schreibzyklen abbekommt, soweit kommt es noch. Ich schiebe auch nicht mein Auto um den Motor zu schonen ;) ).
 
Eine große ist die bessere Lösung. Die Cache Lösungen haben sich mit den aktuellen Preisen in meinen Augen überholt.
Die Schreibzyklen stellen bei aktuellen SSDs für normal User auch keine ernsthaften Probleme dar.
 
Mickey Mouse schrieb:
naja, und wenn du eine Zip-Datei aus dem I-Net lädst, wo landet das erstmal? Und wenn du die entpackst, wo landen die temporären Files?

bei mir weil ich es umgelegt habe auf einer meiner HDDs :P Wie gesagt einmalige Sache, danach muss ich mich nicht mehr kümmern :P
 
Das ist so eine Frage des Geschmacks, glaube ich. Manche mögen das Konzept des SSD Caches total, ich entscheide auch lieber selbst, was wo liegt (wie gesagt, einfach einmal entscheiden, mehr ist das auch nicht).

Allerdings läuft das Fusion Drive bei Mac schon sehr gut, ich konnte das an einem iMac schon mal begutachten, die Arbeitsgeschwindigkeit war durchweg auf SSD Niveau, obwohl glaube ich nur 128GB SSD Cache drin war. In unser neues Arbeits-Macbook Pro hab ich trotzdem eine 512GB SSD bauen lassen mit zusätzlicher Festplatte aber ohne Fusion Drive. Mir ist es einfach lieber so (und geht bei 512GB SSD ja auch mehr als locker)
 
Alternate 4
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