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BF6 BF6 Redsec lässt PC crashen/ ausgehen

beckenrandschwi

Commander
Registriert
Aug. 2004
Beiträge
2.191
Hi Community, ich muss mich einmal mit einem Problem bei euch melden:

Hier erst einmal die Daten des PC:
  • Lenovo Thinkstation P520 mit 690W Netzteil
  • Xeon W-2265 (12c/24T, 165W)
  • 64GB DDR4-R 2933MHz (4x16GB, 4 Kanal Interface)
  • MSI RTX2080Ti 275W, mit Curve Optimizer (wobei das Problem auch @ Stock auftritt)
  • 1x32" 3440x1440 + 2x 24" 1920x1080
1767684403565.png


Der PC funktioniert seit Jahren in allen Programmen (Davinci, Handbrake, Inkscape, Bambu Studio,...) und in Spielen (CS:GO, World of Tanks,...) als auch in theoretischen Benchmarks und sogar unter extremen Stress (FurMark mit 115% Power Limit der grake - dann 316W + Prime95 auf 10/12 Kernen - sonst wird FurMark langsam, ist dann aber sowieso an der 165W Grenze) einwandfrei.

Nun dachte ich mir ich lade mir mal BF6 REDSEC runter. Nach all den Startproblemen wegen secure boot, Daemon Tools und den aktuellsten Treiber, habe ich es geschafft das Spiel zu starten. Aber es crashed nach kurzer (aber nie gleicher) Zeit. Nicht nur das Spiel, sondern der komplette PC! Heißt, es gibt entwerder einen harten Reset oder der Rechner geht komplett aus, lässt sich dann aber auch gleich weider einschalten.
Im Menü crashed es nicht, nur im Spiel, manchmal direkt beim Einstieg, manchmal erst nach 20min. Bisher aber immer - ich habe das Spiel noch nie "ordentlich" beendet.

Erst dachte ich es liegt an den 690W Netzteil. Mit 275W GPU und 165W CPU ist es schon gut ausgelastet. Da ich aber weder eine Warnung der Überlast bekomme (kann man im BIOS einstellen, PC soll dann piepsen, ist ein OEM System, kein standard ATX), die Crashes auch vorkommen, wenn ich das Power-Limit der RTX auf 70% stelle, und der Rechner auch mit Prime95 + FurMark bei 115% über 1h einwandfrei läuft, muss es etwas Anderes sein.

Mittlerweile habe ich auch die 7 Rails (Das Netzteil an Sich ist ein Monorail, das über 1mOhm Shunts 7 Rails zu je 18,5A absichert) hinter den Shunts gebrückt, sodass eine überlastete Rail - das hatte ich mal bei einem DELL System - das System nicht abstürzen lässt, bringt aber absolut nix.

Habt ihr eine Idee, wie ich dahinter komme, was es sein kann? Im Event Viewer kann ich nichts auffälliges vor einem Crash finden, außer irgendwas mit TPM-WMI beim Boot:
1767686220386.png

1767686297145.png


Einmal finde ich dei Meldung, dass das Systen unerwartet heruntergefahren wurde, aber in der angegeben Zeit ist nichts zu sehen...:
1767686408378.png


Kann es was mit dem TPM Modul zu tun haben?
 
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Nen Kumpel hatte ähnliche Probleme und behauptete, das würde nur bei BF6 passieren. Wir haben dann doch noch etwas herumgetestet mit anderen Spielen und Benchmarks und am Ende war es bei ihm offenbar ein altersschwaches Netzteil. Neues geholt, eingebaut und seither keine Probleme mehr.

Soll jetzt nicht heißen, dass es bei dir auch die Ursache ist, aber vielleicht mit in die Problemforschung einbeziehen.
 
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beckenrandschwi schrieb:
der Rechner auch mit Prime95 + FurMark bei 115% über 1h einwandfrei läuft, muss es etwas Anderes sein.
Dein Problem sind bestimmte Spannungsspitzen und Lastspitzen im Lastwechsel, die dein Netzteil nicht abfangen kann und bei denen es abschaltet. Mit Pime95 und Furmark kannst du dieses Verhalten nicht nachstellen. Denn das muss mit Trampolinspringen verglichen werden. Mit Prime95 und Furmark erzeugst du eine dauerhafte hohe Last und springst nicht wie mit dem Trampolin darauf herum. Hiermit setzt du eher 20 Leute darauf, die sich einfach auf das Trampolin hinsetzen und nicht darauf herumspringen.

Dasselbe hatte ich 2021 als ich mir eine neue RTX 3080 Grafikkarte kaufte. Damals hatte ich mir vorsorglich auch bereits ein 850 Watt Netzteil mit dazu bestellt, aber die Grafikkarte wurde zuvor geliefert. Ich baute daher die Grafikkarte bereits mit einem be quiet! Dark Power Pro 11 mit 550W ein.

Jedes Spiel hat früher oder später dafür gesorgt, dass mein Rechner ausging. Auch das Herunterstellen des Powerlimits hat nichts bewirkt, sondern nur, dass es etwas länger gedauert hat. Das Netzteil ließ sich auch von Multirails auf Singelrails umschalten. Aber auch das hat nichts gebracht und der Rechner ging trotzdem in Games aus.

Erst als das neue 850 Watt Netzteil eingebaut war, ging der Rechner nicht mehr aus.

BF6 ist auch dafür bekannt, dass ein System stark ausgelastet wird. Denn Spiele lasten nicht immer alle Kerne eines Prozessors aus und BF6 nutzt aber alle Kerne. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich gerne BF5 bzw. jetzt BF6 nutze, wenn ich mich mit UV oder OC beschäftige, da ich hier das System unter realen Bedingungen mit einer höheren Auslastung, austesten kann.

beckenrandschwi schrieb:
Da ich aber weder eine Warnung der Überlast bekomme
Es geht um die Schutzschaltung, was jedes Netzteil mit dabei hat. Das Netzteil muss sofort reagieren, sodass hier das System gar nicht mitbekommt, dass es notabgeschaltet wird. Das ist so, als wenn du mit einem dicken Vorschlaghammer einmal kräftig draufhaust und das System dies nicht kommen sieht. :D

Sorry, ist jetzt etwas übertrieben dargestellt, aber es geht um das bessere Verständnis. :)
 
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Danke erstmal für die Erklärungen. Heißt wohl Netzteil tauschen. Es gibt noch die 900W Variante, die kostet aber sehr viel.
Ich überlege mir gerade 2 Work-Arounds:

1. Aus 2x Verlängerung 8 Pin und einige Low ESR Kondensatoren 10...20 Stück 16V 2200microF einen kleinen Puffer für die Lastspitzen bauen, damit das Netzteil nicht wegen einem eventuellen Kurzschluss abschaltet.

2. Ein altes Servernetzteil (hab einige hier, bis 1400W) & Relais, welches anzieht und das zusatz-Netzteil anschaltet, wenn der PC angeschaltet wird, eine separate Versorgung für die Grafikkarte zu bauen.

Naja, es funktionier ja alles, bis auf BF6.

@KillerCow: mit welchem Benchmark hast du das Verhalten nachstellen können?
 
beckenrandschwi schrieb:
mit welchem Benchmark hast du das Verhalten nachstellen können
Weiß ich leider nicht mehr. Wir hatten einiges probiert, um die Hardware als Ursache ausschließen zu können. Mal ging die Kiste aus bei hoher CPU Last, mal bei hoher GPU Last und irgendwann hab ich dann gesagt, er soll mal nen neues Netzteil besorgen und das war es dann.
 
Ok, bin gerade am Bauteile für nen Test zusammenstellen. Dauert aber noch paar Tage, bis das zum Test fertig ist...
 
So, es sind wirklich die Lastspitzen/Stromspitzen der Graka, welche die Schutzfunktionen des Netzteiles triggern!
Work around: Einen C-L-C Tiefpassfilter für die Spannungsversorgung.

Q&D:
IMG_20260108_095503.jpg
vor der Spule: 4x 4700μF (hatte auf die Schnelle nicht mehr), dann eine Spule (von einem VRM eines alten Mainboards), danach noch 3x2200μF und 10x sehr alte 4700μF - Datumscode 04.88.
Bis auf die 4 neuen Kondensatoren alles irgendwo ausgebaut. Dann 2x 6 Pin Buchsen von ner alten Graka und 2x 6 Pin Stecker - habe keine 2 gleichen 8Pin Kabel über. An der Grafikkarte Pin 7 und 8 gebrückt, dass sie denkt, dass dort ein 8 Pin Kabel eingesteckt ist - mit dem Zusatzadapter von anderen 8 pin Kabeln.

Ran an den PC (Getto Style):
IMG_20260108_101911.jpg

Und was soll ich sagen! Es läuft!!!! Dieser (Hochstrom) Tiefpass filtert die Stromspitzen zuverlässig raus! Das Netzteil schaltet nicht mehr ab! Hab es nun ganze 20min laufen lassen.

Nur die Spule wird etwas warm, die hat 0,9 mOhm, Insgesamt hat der Loop 7 mOhm:
1767864160984_100.JPG

Jetzt baue ich das ein wenig handlicher auf mit ordentlichen 8 Pin Kabeln.

Danke für eure Einschätzung @LiniXXus und @KillerCow!
 
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Oha, wenn dir jetzt die Bude abbrennt, dann komme aber nicht zu mir wegen Schadenersatz :daumen:
 
Quatsch. Das wird noch orgendlich gemacht. Ist ja nur ein C-L-C Tiefpass/Filter. Bei 300W fleißen nur 25A, das ist alles handhabbar.
 
So, Teile sind da, schnell die Platine angepasst und isoliert:
IMG_20260109_111533.jpgIMG_20260109_111542.jpg

Eingebaut:
IMG_20260109_111959.jpgIMG_20260109_112006.jpg

und läuft wie vorher, nur dass BF6 nicht mehr zum Abschalten führt.

Setup: direkt an den 2 6-Pin PCIe Buchsen: 2x 3300µF + 4x 4700µF, dann eine 0,6µH Spule für 40A, dann 8x 3300µF + 14x 2200µF + 1x 1000µF

Laut meinen Berchnungen liegt die Grenzfrequenz bei 853Hz für 0,6µH und 58200µF, heißt diese kurzen Lastspitzen werden gut gedämpft. Unten sind die Kondensatoren mit 2,5mm² Kupferdraht verbunden. Insgesamt liegt der Widerstand bei 5mOhm. Bei 40A (480W Graka) hätte ich 8W Verluste, bei 300W 3,1W.

Ich habe nicht getestet, wie viel Kapazität es mindestens braucht, da der Übergang von "stürzt manchmal ab" zu "absolut stabil" wohl sehr fleißend ist.

Dem Netzteil scheint es auch nichts auszumachen diese Kondensatorbank am Start initial zu laden.

Bin zufrieden und ich finde die Lösung für die alte Workstation passend.
 
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