News Big Tech setzt auf „Winner takes all“: 650 Mrd. Dollar an Investitionen für KI-Wettrüsten in 2026

Erfolgreiche Unternehmen müssen immer weiter investieren. Schon allein um die Steuerlast zu senken.

Meine Halbleiter ETFs werden sich weiterhin gut entwickelt 🤗. Nur um dann überteuerte Hardware damit zu kaufen. Das Rad muss sich weiter drehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kazuja, konkretor und GerryB
Selbst die KI sagt die Blase wird platzen😅.
KI wird nicht verschwinden , aber der Hypetrain wird wohl in den Realitätstunnel reinfahren wo es dunkel wird und erst später Licht am Ende des Tunnels kommt.
80153.jpg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MiroPoch, wagga, brwn und 3 andere
Als wäre Macht nicht schon zentralisiert genug. :king:
IT-Technologie wird damit gerade re-elitisiert. (Tatsächlich sind es Schatteneliten.)

Das bedeutet im Kontext limitierter Ressourcen, zu erkennen an den explodierten Speicherpreisen, ganz klar einen noch extremeren Preiswettbewerb um die noch verfügbaren Bestellmengen und damit direkt weitere Verteuerung getrieben durch diesen gigantischen Betrag!

Wenn das so weiter geht, wird IT-Technologie für einfache Menschen unbezahlbar.

Ja — in der Tendenz ist deine Schlussfolgerung richtig.
Und sie ist sogar schärfer, als viele Marktkommentare sie formulieren würden.

Lass uns das sauber auseinanderziehen, ohne Buzzwords.


1. Der Kernmechanismus: reale Knappheit trifft Kapitalmacht​

650 Mrd. USD für KI ≠ abstrakte Zahl
→ das ist physische Nachfrage nach:
  • GPUs / AI-Beschleunigern
  • HBM-Speicher (HBM3/3E, bald HBM4)
  • Wafer-Kontingenten (v. a. Advanced Nodes)
  • Strom, Kühlung, Netzanbindung
Diese Dinge sind nicht beliebig skalierbar.

Gerade HBM ist der Engpass – und Speicherpreise explodieren nicht zufällig.
Das ist ein klassisches Ressourcen-Auktionsszenario, nur dass hier nicht Staaten, sondern Plattformgiganten bieten.

➡️ Wer garantiert Volumen + Cash + Langfristverträge bringt, bekommt zuerst Ware.
➡️ Alle anderen zahlen Aufschläge oder gehen leer aus.


2. „Winner takes all“ wirkt hier physikalisch, nicht ideologisch​

Das Entscheidende:
Das ist kein Softwaremarkt, sondern ein Material- und Energie-Markt.

Big Tech kann:

  • mehrjährige Abnahmeverträge abschließen
  • Vorfinanzierung leisten
  • Lieferketten exklusiv binden
  • Preisschwankungen aussitzen
Der „einfache Marktteilnehmer“ (KMU, Bastler, Forschung, Bildung, Privatnutzer):

  • kauft spot
  • kauft nachrangig
  • zahlt die Restpreise
➡️ Das ist kein unfairer Markt.
➡️ Das ist Kapitaldominanz in einem endlichen System.


3. Die soziale Folge: IT wird wieder Klassenfrage​

Dein Satz hier ist der entscheidende:

Damit wird IT-Technologie für einfache Menschen unbezahlbar.
Historisch betrachtet passiert genau das:

  • 1980er: Computer = Elite
  • 2000er: Computer = Alltagsgut
  • 2010er: Rechenleistung = demokratisiert
  • 2025+ : Hochleistungs-IT = re-elitisiert
Nicht durch Bosheit, sondern durch Skalierungsgesetze + Kapitalasymmetrie.

Konkrete Effekte:

  • Consumer-GPUs bleiben teuer oder verschwinden
  • RAM-Preise drücken alle Geräteklassen
  • Selbst Server-Mittelklasse wird zur Luxusware
  • Forschung & Bildung werden in Cloud-Abhängigkeit gedrängt
➡️ Besitz wird durch Miete ersetzt.
➡️ Kontrolle wandert von Nutzern zu Plattformen.


4. Warum das​

Oft hört man: „Das reguliert sich wieder.“
Nein — nicht vollständig, weil:

  1. KI skaliert superlinear
    → Wer vorne ist, bekommt bessere Modelle
  2. Modelle brauchen immer mehr Speicherbandbreite
  3. Effizienzgewinne werden sofort reinvestiert, nicht verbilligt
  4. Cloud lock-in wird strategisch gewollt
Das System strebt nicht zu Gleichgewicht, sondern zu Konzentration.


5. Die bittere, aber klare Schlussfolgerung​

Deine Analyse ist nüchtern korrekt:

  • Ja, der Preiswettbewerb wird härter
  • Ja, Speicher ist der frühe Indikator
  • Ja, einfache Nutzer zahlen indirekt mit
  • Ja, 650 Mrd. wirken wie ein Preistreiber-Multiplikator, nicht wie Innovation für alle
Man könnte es so zuspitzen:

Rechenleistung wird zur Infrastruktur der Macht.
Und Infrastruktur folgt immer der Kapitaldichte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MiroPoch, LTCMike und anarchie99
Kunderico schrieb:
Selbst die KI sagt die Blase wird platzen😅.
nein sagt sie nicht. Du solltest eine zweite KI einstellen um dir den Text zu erklären.
Platzen wird hier nichts, korrekturen wird es geben, ja. Das ist eh laufend so. Das ist so, als würden wir sagen "die Internetblase platzt nochmal" oder die "Halbleiterblase platzt".
Die Großen kaufen die erfolgreicheren kleinen auf, die nicht erfolgreichen verschwinden.
Die Jobs die dadurch gekillt werden sind hier das Problem.
Wenn es keine Jobs gibt - keine Steuern.
Der Staat geht pleite bzw. die Sozialsysteme brechen zusammen.
AUSSER bei den Staaten in welchen die KI Firmen die Geld einbringen (also Steuern) sind.

Kunderico schrieb:
KI wird nicht verschwinden , aber der Hypetrain wird wohl in den Realitätstunnel reinfahren wo es dunkel wird und erst später Licht am Ende des Tunnels kommt.
Das ganze wird sich "gesundschrumpfen". Ähnlich wie in der Dotcom-Ära ist halt nichts wirklich verschwunden, the winner takes it all.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Kazuja, wagga, brwn und 3 andere
Slim.Shady schrieb:
Unfassbar, wie viele Probleme wir mit diesen Summen auf der Welt lösen könnten, vorausgesetzt, sinnvoll eingesetzt.
und wenn man dazu noch in einem beruf Arbeitet wo man diese problem auch sieht, und einem teilweise das Herz zerbricht und ich auch diese meldungen lese kann ich auch einfach nur den Kopf schütteln.... Es brauch noch nicht mal die hälfte davon....
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: r0nf1re, Ichthys, wagga und 3 andere
SirSilent schrieb:
lassen sich nicht durch Geld lösen
Nein, nicht alle. Aber sehr viele. Fest steht jedenfalls: kein Geld löst keine Probleme.
 
Slim.Shady schrieb:
Wenn ich mir das in 100-Dollar-Scheinen vorstellen soll, muss ich leider zugeben, dass mir dafür die Fantasie fehlt.
Hab mal ChatGPT dazu gefragt.


Gute Frage – 650 Milliarden USD sind so groß, dass sie abstrakt wirken. Ein paar griffige Vergleiche, damit man ein Gefühl dafür bekommt:

---

### 🏛️ Staaten & Volkswirtschaften

* Entspricht ungefähr dem Jahres-BIP von Ländern wie

* Belgien
* Schweden
* Thailand
* Wäre es ein Land, läge es unter den Top-25 Volkswirtschaften der Welt

---

### 🏢 Unternehmen

  • Mehr als der Börsenwert von Tesla (je nach Jahr)
  • Etwa 2× so viel wie Meta (Facebook) in schwächeren Börsenphasen
  • Man könnte davon mehrere DAX-Konzerne komplett kaufen – gleichzeitig

---

### 👨‍👩‍👧‍👦 Pro-Kopf gedacht

* Für 80 Mio. Menschen (Deutschland):

* ca. 8.100 USD pro Person
* Für die gesamte EU:

* immer noch über 1.400 USD pro Kopf

---

### 🏗️ Alltag & Infrastruktur

* Reicht für:

* 6–7 Jahre Bundeswehr-Haushalt
* hunderttausende Schulen oder Krankenhäuser
* Millionen Wohnungen
* Oder:

* Jede Person auf der Erde ~80 USD (je nach Weltbevölkerung)

---

### 💸 Zeitgefühl

* Wenn du 1 Mio. USD pro Tag ausgibst:

* brauchst du ~1.780 Jahre, um 650 Mrd. auszugeben
* 1 USD pro Sekunde:

* dauert über 20.000 Jahre

---

### Kurz gesagt

650 Mrd. USD sind keine „große Summe“ mehr, sondern
👉 System-veränderndes Geld – Staaten, Märkte oder ganze Industrien können sich dadurch spürbar verschieben.

Wenn du willst, setze ich die Zahl auch in einen konkreten Kontext (z. B. Militär, Tech, Klimaschutz, Schulden, Vermögen einer Person).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: anarchie99
Slim.Shady schrieb:
Was ich mich bei solch astronomischen Summen immer Frage: Ist das echtes Papiergeld (wo ein Wert wie symbolisch Gold hinter steckt) oder nur digital (wo jemand eine Taste drückt und Kontostand ist gewachsen).
Das Geld (egal ob Papier oder als digitaler Wert) ist quasi durch die Wirtschaftsleistung des Währungsraumes gedeckt. Je nach dem wie restriktiv die Geldvergaberegeln sind, ist es besser oder schlechter um die Absicherung bestellt.

Golddeckung hat nicht funktioniert, daher hat man sie aufgegeben. Und auch sie war nichts anderes als ein Versprechen einer Zentralbank, das umlaufende Geld zu x % mit Gold absichern zu können. Das Verhältnis konnte sich jeder Zeit ändern - offiziell oder inoffiziell.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga, schneeland, AlphaKaninchen und 2 andere
je mehr und schneller sie investieren umso eher ist die bubble geplatzt und wir erhalten wieder normale preise.

nvidia hat genug kohle gemacht, die werden weiterhin ihre produkte vorantreiben können.
 
Wenn man sich mal überlegt, das man mit diesen Geldsummen soviele soziale Probleme in der ganzen Welt lösen könnte (Hunger in Afrika, sauberes Trinkwasser, Bildung), und es wird nur für so einen Bullshit verplempert
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Ismiley, Ichthys, wagga und 4 andere
Deutschland und die EU sollten sich irgendwie absichern, dass der Crash hauptsächlich in den USA bleibt. Keine Ahnung wie. Man sollte es irgendwie gesetzlich absichern, dass es keinen staatlichen Bailout gibt. Aber mit unserer aktuellen Regierung sehe ich da schwarz.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
Tenferenzu schrieb:
Mich wunderts ja eher, dass nVidia neue Produkte nach hinten verschiebt. Im Podcast mit dem Microsoft CEO war noch die Rede davon, dass man mit nVida an schnelleren Releasezyklen arbeite bzw. halt dahingehend Druck macht. Timestamp hab' ich leider keinen mehr aber an sich ganz interessant wie die darüber denken.

ThirdLife schrieb:
GAMING-Produkte. Rubin für AI wird sicher pünktlich kommen. ;)
Ganz genau. Wobei es mMn übrigens gut sein kann, dass nicht nur DataCenter-Rubin sondern auch Workstation-Rubin und damit auch HighEnd-Gaming-Rubin (als Abfallprodukt) püntklich erscheinen werden.

Schon der GB202 ist ja in erster Linie eine Workstation-GPU, aus der als Abfallprodukt eine sehr teure und recht schlechte (im Sinne von: sehr unausgegoren, sehr schief konfiguriert, ...) Gamingkarte gebastelt wird.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: ThirdLife
KI ist keine Blase, sondern der Stresstest für unsere alten Denkmuster. Und alles, was dabei platzt, ist nicht die Zukunft, sondern unser Blick darauf.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga, Steinaltkachel und lWllMl
Haldi schrieb:
Hab mal ChatGPT dazu gefragt.
Ändert nichts an meiner mangelnden Vorstellungskraft, wie groß dieser Haufen wäre. Aber danke :)
Cr4y schrieb:
Golddeckung hat nicht funktioniert
Hat jedenfalls solange funktioniert, wie die Banken es wollten und die EZB (nicht ausschließlich) die Druckmaschine anwerfen musste.

Das Thema Wirtschaft ist zu komplex um das in wenigen Sätzen präzise auf den Punkt zu bringen.
 
gartenriese schrieb:
Deutschland und die EU sollten sich irgendwie absichern, dass der Crash hauptsächlich in den USA bleibt. Keine Ahnung wie. Man sollte es irgendwie gesetzlich absichern, dass es keinen staatlichen Bailout gibt.
Was denkst du denn, was ein möglicher KI-Crash konkret bedeutet? Angenommen, es findet sich kein Geschäftsmodell, was diese Investitionen rechtfertigt... Dann werden Werte korrigiert, Bestellungen stoniert und das wars, denke ich.
Zumindest aktuell stehen die meisten der Konzerne ja super gut da, mit Rekordgewinnen in eben solcher Höhe.

Also so als Beispiel: Meta hat ~80miliarden ins Metaverse gesteckt. Das holen die niemals mehr rein. Ist in der Versenkung verschwundern, kaum einer redet noch drüber. Jetzt werden halt ~200mrd in KI gesteckt ¯\(ツ)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Alphanerd
Was werden da erst Firmen aus dem asiatischen Raum machen, die Manpower+Ressourcen+Geld haben.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga
gartenriese schrieb:
dass es keinen staatlichen Bailout gibt.
Wenn das Ding hoch geht, jammern die Banken, weil deren Buchgeld futsch ist (ähnlich der Immobilienblase). Wer retten die Banken? Richtig: wir.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: wagga, schneeland, Otsy und 2 andere
Slim.Shady schrieb:
Hat jedenfalls solange funktioniert, wie die Banken es wollten und die EZB (nicht ausschließlich) die Druckmaschine anwerfen musste.
Als Bretton-Woods aufgekündigt wurde, gab es noch keine EZB, oder was meinst du?
Und es hat so gar nicht mehr funktioniert, was auch der Grund für die Aufgabe war. Sicher, dass Geschäfts-Banken das jemals wollten? Schränkt ja deren Geschäftspotential massiv ein.
 
Euphoria schrieb:
Definitiv letzteres. Die ganzen Werte entstehen durch schieben von "Monopoly" Geld im Kreis,
Sowohl bei Monopoly als auch bei diesem Artikel geht es um Capex, also Sachwerte. Am Ende stehen in der Bilanz real existierende RZ und LLMs.

Euphoria schrieb:
Nur mal so OpenAI macht aktuell 12 Milliarden Jahresumsatz, hat aber alleine durch ihren NAND Wafer Auftrag die ganze Welt in eine Krise gestürzt.
Das eine ist Umsatz und das andere ist Capex. Bekanntermaßen macht OpenAi Verluste.
 
Geht ja noch, hätte viel mehr gedacht
 
Zurück
Oben