Miuwa schrieb:
Du hast dir die verlinkten Grafiken doch offensichtlich angesehen - Wieso fragst du dann? Minimalwert in der Grafik dürfte bei etwa 32% im Dezember 2022 gewesen sein.[...]
Ich weiß nicht wie Du für Dezember auf 32 % kommst...
16.12.22 15:15: EE-Erzeugung 2,26 GW, Last zum selben Zeitpunkt 72,5 GW (Erzeugungs-Anteil EE ca. 3,1 %)
Oder...
24.01.23 21:45h: EE-Erzeugung 1,18 GW, Last zum selben Zeitpunkt 61,3 GW (Erzeugungs-Anteil EE ca. 1,9 %)
Samurai76 schrieb:
Ja, müssten sie. Aber soweit ich weiß, ist es untersagt, einen PV Speicher mit Netzstrom zu laden. [...]
Das ist nicht richtig.
Samurai76 schrieb:
Und wenn du Professionell speicherst, musst du zweimal Netzentgeld entrichten, die Preisdifferenz müsste also bei deutlich 30 Cent oder mehr liegen. Damit das funktioniert, müssen also die Regeln angepasst werden. Aber ja, dann würde es sich lohnen, den PV Speicher bei Überangebot auch zu laden, wenn der noch Luft hat (Wintermonate).[...]
Ein saisonaler Speicher kommt auf wieviel Lade- und Entladezyklen? Wie soll der sich jemals rechnen?
Miuwa schrieb:
Wieso sollte es? Aber nur um das klar zu stellen: Ich meinte damit nicht kleine Privatspeicher, sondern größere Systeme, die dann von Firmen betrieben werden, die auch direkt an der Strombörse handeln.[...]
Die gibt es, aber wie gesagt nacht als saisonale Speicher. Mit einmal Laden und einmal Entladen pro Jahr wird sich das niemals rechnen.
Buttkiss schrieb:
Bisher wurden kleine Speicher zur Selbstversorgung von Privatleuten und Großspeicher auf Ebene des Hochspannungsnetzes von Energieerzeugern, Netzbetreibern oder anderen unternehmerisch tätigen Gemeinschaften finanziert, gebaut und betrieben. Warum sollte das in Zukunft anders sein?[...]
Das sind alles ausnahmslos Kurzeitspeicher, keine saisonalen Speicher.
Buttkiss schrieb:
Das ist das Ausbauziel für das Jahr 2023, die Gesamtmenge der PV-Anlagen ist nach wie vor viel zu niedrig. Der Ausbau der Windkraft hängt unter Anderem zurück da aktuell ca. 15k Anträge auf Schwertransporte unbearbeitet liegen.[...]
Das interessiert die Systembilanz (Gleichgewicht zwischen Last und Erzeugung zu jedem Zeitpunkt).
Buttkiss schrieb:
Warum sollte es? Warum regelt man nicht stattdessen Gaskraftwerke herunter?[...]
Weil die Spitzen viel größer sein werden (dreifacher GW-Wert), als alle Gas-Erzeugungskapazitäten zusammen.
Buttkiss schrieb:
Ich schätze keinen deiner Blackouts als realistisch ein.[...]
Du verdrängst die finanziellen und gesellschaftlichen Schieflasten, die jetzt schon bestehen und weiter zunehmen werden.
Samurai76 schrieb:
Ein Speicher, der Netzdienlich bei Überangebot läd und bei Unterangebot auspeichert, entlastet das Netz nicht unerheblich. Dafür sollten keine 2 Netzentgelte gezahlt werden müssen, denn dann macht es keiner (siehe jetzt).[...]
Ein Speicher, der bei Überangebot lädt entlastet das Netz nicht pauschal, sondern nur die Systembilanz. Im Gegenteil, niedrige Preissignale (alle wollen zum gleichen Zeitpunkt verbrauchen) werden zu lokalen Netzengpässen führen. "Marktdienlich/marktorientiert" ist nicht gleich "netzdienlich/netzorientiert". Es gibt einige Zielkonflikte.
ThomasK_7 schrieb:
[...]Die Sache mit den zweimaligen Netzentgelten ist aber richtig und war schon bei den Pumpspeicherwerken ein Ko-Kriterium, weswegen vor wenigen Jahren die Betreiber dieser diese nicht zur Speicherung nutzten. Für mich ein Unding.[...]
Die Frage ist halt wer am Schluss noch für das Netz bezahlen soll/will, denn gebraucht wird es in jedem Fall (insbesondere die Backup-Krfatwerke).
Quasi jede EE-Diskussion endet am Geldbeutel. Und das soll ein wirtschaftliches System sein?
Ist der Punkt wirklich noch niemanden aufgefallen?