Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Andy4 schrieb:
Erkläre mir dieses entsprechend ausgelegt mal bitte?
1. Mein Zitat steht so auf Wikipedia. Wenn du dich daran störst kannst du dich als Autor gerne registrieren und den Artikel über Dunkelflaute überarbeiten.
2. Meine Aufgabe ist übrigens nicht DIR irgendwas zu erklären. Das wäre vergeudete Zeit.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nacho_Man, KitKat::new() und ThomasK_7
SW987 schrieb:
Und wie sehen die Minimalwerte aus (und zwar in den Wintermonaten)?
Du hast dir die verlinkten Grafiken doch offensichtlich angesehen - Wieso fragst du dann? Minimalwert in der Grafik dürfte bei etwa 32% im Dezember 2022 gewesen sein.


SW987 schrieb:
Das PV-Zubauziel ist übererfüllt und PV wird weiter auf die Spitze getrieben, die notwendigen Anpassungen auf der Lastseite lassen auf sich warten (zu teuer).

Das Problem ist, dass dieser "Plan" eine ausgeglichene Systembilanz vorsieht. PV hat aber deutlich weniger Vollbenutzungsstunden als Wind, d. h. dieses Bild wird in naher Zukunft noch extremer...
Da wir Mittags trotz strahlendem Sonnenschein scheinbar immer noch gehörige Mengen Erdgas zur Stromgewinnung verfeuern müssen sind wir mit dem Ausbau wohl noch nicht weit genug - da freue ich mich über jedes zusätzliche GW installierter Leistung (da die auch noch bei negativen Großhandelspreisen laufen Frage ich mich allerdings ob das primär ein Verteilungsproblem ist). Aber ja, wäre schön, wenns auch beim Wind schneller vorangehen würde.

Wieso hast du eigentlich so Angst vor dem Überschuss aus Solarenergie? Nichts lässt sich so leicht und so schnellrunterfahren wie ne Photovoltaikanlage.
Ergänzung ()

Weil immer wieder nach der Finanzierung von Speichern gefragt wird: Müssten die sich nicht umso schneller selbst refinanzieren, je größer die Preisschwankungen im Tagesverlauf ausfallen? Wenn ich mittags Geld dafür bekomme den Strom einzuspeichern und abends hohe Preise für die Einspeisung erzielen kann klingt das doch nach nem Recht guten Geschäftsmodell.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Nacho_Man, florian. und KitKat::new()
Miuwa schrieb:
der Finanzierung von Speichern gefragt wird: Müssten die sich nicht umso schneller selbst refinanzieren
Ja, müssten sie. Aber soweit ich weiß, ist es untersagt, einen PV Speicher mit Netzstrom zu laden. Und wenn du Professionell speicherst, musst du zweimal Netzentgeld entrichten, die Preisdifferenz müsste also bei deutlich 30 Cent oder mehr liegen. Damit das funktioniert, müssen also die Regeln angepasst werden. Aber ja, dann würde es sich lohnen, den PV Speicher bei Überangebot auch zu laden, wenn der noch Luft hat (Wintermonate).
 
So ein dynamischer Stromtarif für die wallbox zu Hause/auf Arbeit und man könnte sein E-Auto (auch Hybrid) tagsüber im Sommer auch ohne eigene PV-Anlage sehr preiswert laden und damit fahren. Es gibt also schon die technischen Möglichkeiten, solchen Überschussstrom sinnvoll wegzubekommen. :)

link schrieb:
Vor allem muss das Eigenheim über ein intelligentes Energiemanagement verfügen. Damit lässt sich erfassen, wann wie viel Strom im Haushalt verbraucht wird. Und, falls eine PV-Anlage vorhanden ist: Wie viel selbst erzeugter Strom gerade zur Verfügung steht.

Das System muss auch wissen, wie es um den Ladestand des E-Autos bestellt ist und wie viel Strom zu einem bestimmten Zeitpunkt aus dessen Batterie gesaugt werden sollte. Etwa weil gerade genug oder zu wenig Solarstrom vom eigenen Dach zur Verfügung steht oder die Batterieladung sonst nicht mehr für die nächste Fahrt reicht.

Die Norm dafür gibt es inzwischen: Im April 2023 veröffentlichte die Internationale Organisation für Normung die ISO 15118-20. Sie regelt die Kommunikation zwischen E-Auto und Ladeeinrichtung, beispielsweise einer Wallbox, zum bidirektionalen Laden.

Nun stehen die Hersteller von Wallboxen, E-Autos und Energiemanagementsystemen vor der Aufgabe, normkonforme und damit zueinander kompatible Produkte zu wirtschaftlichen Preisen auf den Markt zu bringen.
Der Endverbraucher sollte bei der Wahl seines zukünftigen E-Fahrzeuges mehr auf dieses Feature achten!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new() und Miuwa
Samurai76 schrieb:
Aber soweit ich weiß, ist es untersagt, einen PV Speicher mit Netzstrom zu laden.
Wieso sollte es? Aber nur um das klar zu stellen: Ich meinte damit nicht kleine Privatspeicher, sondern größere Systeme, die dann von Firmen betrieben werden, die auch direkt an der Strombörse handeln.

Samurai76 schrieb:
Und wenn du Professionell speicherst, musst du zweimal Netzentgeld entrichten, die Preisdifferenz müsste also bei deutlich 30 Cent oder mehr liegen.
Wie kommst du auf den Wert? Aber gut, davon sind wir im Alltag natürlich noch weit entfernt - das wäre ne Erklärung.
 
SW987 schrieb:
Stimmt, aber keiner erklärt wer die fianziert, baut und betreibt.
Bisher wurden kleine Speicher zur Selbstversorgung von Privatleuten und Großspeicher auf Ebene des Hochspannungsnetzes von Energieerzeugern, Netzbetreibern oder anderen unternehmerisch tätigen Gemeinschaften finanziert, gebaut und betrieben. Warum sollte das in Zukunft anders sein?
SW987 schrieb:
Das PV-Zubauziel ist übererfüllt und PV wird weiter auf die Spitze getrieben
Das ist das Ausbauziel für das Jahr 2023, die Gesamtmenge der PV-Anlagen ist nach wie vor viel zu niedrig. Der Ausbau der Windkraft hängt unter Anderem zurück da aktuell ca. 15k Anträge auf Schwertransporte unbearbeitet liegen.
SW987 schrieb:
Es wird zu massiven PV-Überschüssen kommen
Warum sollte es? Warum regelt man nicht stattdessen Gaskraftwerke herunter?
SW987 schrieb:
Jedoch kommt vorm technischen Blackout der finanzielle und gesellschaftspolitische.
Ich schätze keinen deiner Blackouts als realistisch ein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: marcodj, Nacho_Man und Miuwa
Buttkiss schrieb:
Warum sollte das in Zukunft anders sein?
Weil die rechtlichen Rahmenbedingungen endlich angepasst wurden und ein Netzdienlicher Speicher aus dem Netz geladen werden darf und dabei nicht doppelt Netzentgeld zahlt.
 
Ist da was in der Mache? Wenn der Strom zweimal durchs Netz fließen muss ist es doch absolut I.O., wenn dafür auch zweimal bezahlt werden muss.
Was das Laden via Netzstrom angeht: Wäre mir neu, dass das verboten ist. Das einzige was ich dazu gefunden habe ist, dass man dafür kein EEG-Geld bekommt - und daher nicht mit eingespeistem EEG-Strom über den selben zähler laufen darf - was ja imho auch Sinn macht.

Aber keiner hindert dich daran (bei entsprechendem Tarif) eine Akku mittags billig zu laden und dann den Strom Später selbst zu verbrauchen - Oder halt mit dem Strom an der Börse zu handeln (wobei das vermutlich nur bei wirklich großen Sichern realistisch ist).
 
Miuwa schrieb:
absolut I.O., wenn dafür auch zweimal bezahlt werden muss.
Ein Speicher, der Netzdienlich bei Überangebot läd und bei Unterangebot auspeichert, entlastet das Netz nicht unerheblich. Dafür sollten keine 2 Netzentgelte gezahlt werden müssen, denn dann macht es keiner (siehe jetzt).
Miuwa schrieb:
nicht mit eingespeistem EEG-Strom über den selben zähler laufen darf
Dann darf sich jeder entscheiden, entweder PV oder Netzdienlicher Speicher oder 2 Meßstellen. Wieder ein Grund mehr, warum es derzeit einfach keiner macht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: KitKat::new()
Ich sehe in absehbarer Zukunft keine Realisation für netzdienlichen Speicher mit Ein- und (!) Ausspeicherung im privaten Bereich, weil dafür einfach keine Steuerungs- und Abrechnungstechnik vorhanden ist bzw. wegen der sehr beschränkten Speicherkapazität, eine solche wohl kaum wirtschaftlich wäre. Allein die Abrechnungsproblematik (mehrmals am Tag für kurze Zeit rein und raus) ist bestimmt ein Killerkriterium.

Die Sache mit den zweimaligen Netzentgelten ist aber richtig und war schon bei den Pumpspeicherwerken ein Ko-Kriterium, weswegen vor wenigen Jahren die Betreiber dieser diese nicht zur Speicherung nutzten. Für mich ein Unding.
Ich erinnere mich noch an den Streit zwischen Ministerium und Betreibern wegen Berechnung der Wirtschaftlichkeit dieser Pumpspeicherwerke unter Beachtung der steuerlichen Belastung.
Es ging damals um die Befreiung von bestimmten Umlagen des EEG-Gesetzes für diese Pumpspeicherkraftwerke.
Ich habe es aber nicht weiter verfolgt, wie sich diese Sache entwickelt hat. Sollte/Müsste man einmal nachrecherchieren.
 
Miuwa schrieb:
Du hast dir die verlinkten Grafiken doch offensichtlich angesehen - Wieso fragst du dann? Minimalwert in der Grafik dürfte bei etwa 32% im Dezember 2022 gewesen sein.[...]
Ich weiß nicht wie Du für Dezember auf 32 % kommst...

1687884716010.png


16.12.22 15:15: EE-Erzeugung 2,26 GW, Last zum selben Zeitpunkt 72,5 GW (Erzeugungs-Anteil EE ca. 3,1 %)

Oder...

1687884902574.png


24.01.23 21:45h: EE-Erzeugung 1,18 GW, Last zum selben Zeitpunkt 61,3 GW (Erzeugungs-Anteil EE ca. 1,9 %)

Samurai76 schrieb:
Ja, müssten sie. Aber soweit ich weiß, ist es untersagt, einen PV Speicher mit Netzstrom zu laden. [...]
Das ist nicht richtig.
Samurai76 schrieb:
Und wenn du Professionell speicherst, musst du zweimal Netzentgeld entrichten, die Preisdifferenz müsste also bei deutlich 30 Cent oder mehr liegen. Damit das funktioniert, müssen also die Regeln angepasst werden. Aber ja, dann würde es sich lohnen, den PV Speicher bei Überangebot auch zu laden, wenn der noch Luft hat (Wintermonate).[...]
Ein saisonaler Speicher kommt auf wieviel Lade- und Entladezyklen? Wie soll der sich jemals rechnen?
Miuwa schrieb:
Wieso sollte es? Aber nur um das klar zu stellen: Ich meinte damit nicht kleine Privatspeicher, sondern größere Systeme, die dann von Firmen betrieben werden, die auch direkt an der Strombörse handeln.[...]
Die gibt es, aber wie gesagt nacht als saisonale Speicher. Mit einmal Laden und einmal Entladen pro Jahr wird sich das niemals rechnen.

Buttkiss schrieb:
Bisher wurden kleine Speicher zur Selbstversorgung von Privatleuten und Großspeicher auf Ebene des Hochspannungsnetzes von Energieerzeugern, Netzbetreibern oder anderen unternehmerisch tätigen Gemeinschaften finanziert, gebaut und betrieben. Warum sollte das in Zukunft anders sein?[...]
Das sind alles ausnahmslos Kurzeitspeicher, keine saisonalen Speicher.
Buttkiss schrieb:
Das ist das Ausbauziel für das Jahr 2023, die Gesamtmenge der PV-Anlagen ist nach wie vor viel zu niedrig. Der Ausbau der Windkraft hängt unter Anderem zurück da aktuell ca. 15k Anträge auf Schwertransporte unbearbeitet liegen.[...]
Das interessiert die Systembilanz (Gleichgewicht zwischen Last und Erzeugung zu jedem Zeitpunkt).
Buttkiss schrieb:
Warum sollte es? Warum regelt man nicht stattdessen Gaskraftwerke herunter?[...]
Weil die Spitzen viel größer sein werden (dreifacher GW-Wert), als alle Gas-Erzeugungskapazitäten zusammen.
Buttkiss schrieb:
Ich schätze keinen deiner Blackouts als realistisch ein.[...]
Du verdrängst die finanziellen und gesellschaftlichen Schieflasten, die jetzt schon bestehen und weiter zunehmen werden.

Samurai76 schrieb:
Ein Speicher, der Netzdienlich bei Überangebot läd und bei Unterangebot auspeichert, entlastet das Netz nicht unerheblich. Dafür sollten keine 2 Netzentgelte gezahlt werden müssen, denn dann macht es keiner (siehe jetzt).[...]
Ein Speicher, der bei Überangebot lädt entlastet das Netz nicht pauschal, sondern nur die Systembilanz. Im Gegenteil, niedrige Preissignale (alle wollen zum gleichen Zeitpunkt verbrauchen) werden zu lokalen Netzengpässen führen. "Marktdienlich/marktorientiert" ist nicht gleich "netzdienlich/netzorientiert". Es gibt einige Zielkonflikte.
ThomasK_7 schrieb:
[...]Die Sache mit den zweimaligen Netzentgelten ist aber richtig und war schon bei den Pumpspeicherwerken ein Ko-Kriterium, weswegen vor wenigen Jahren die Betreiber dieser diese nicht zur Speicherung nutzten. Für mich ein Unding.[...]
Die Frage ist halt wer am Schluss noch für das Netz bezahlen soll/will, denn gebraucht wird es in jedem Fall (insbesondere die Backup-Krfatwerke).

Quasi jede EE-Diskussion endet am Geldbeutel. Und das soll ein wirtschaftliches System sein?

Ist der Punkt wirklich noch niemanden aufgefallen?
 
Und dann haben wir da Intel, welches 20 Milliarden neu in den Standort Deutschland Investiert.
Wo bei einem Stromausfall einfach mal ein Schaden von ein paar Miliarden entsteht.

Ich glaube Intel geht von einer besseren Stromversorgung als SW987 aus.
Kann mich da aber auch täuschen...


Die Theorie ist halt auch einfach
Wind Solar ausbauen.
Sobald wir ein relevantes Überangebot haben, das für 1-2 Tage in Akkus Speichern.
Den rest in Wasserstoff Speichern. (Bzw. PowerToGas alternativen nutzen)
Bei einer Dunkelflaute nutzt man dann den Wasserstoff
Im Einklang dazu kann man dann pöapö die Konventionellen Kraftwerke abschalten.
Und neben Wind/Solar gibt es ja auch noch Wasser und Biomasse.

Und als I-Tüpfelchen wo es nur geht Regelkreise etablieren.
Heizung/E-Auto und mal nur zwei für privatverbraucher relevanten bereiche zu nennen.


Da kann man sich jetzt noch 20x darüber aufregen, dass am Tag X wenig Wind geweht hat.
vielleicht sollte man auch nicht im hier und jetzt argumentieren.
Die Frage ist doch wo wir in 20 Jahren stehen wollen und was man tun muss um da hin zu kommen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: marcodj, Skaiy, Samurai76 und eine weitere Person
Es fehlt für PV/Wind aktuell und zukünftig hauptsächlich am kurzfristigen und nicht am saisonalen Speicher.
Die Technologie ist da, nur im Moment angeblich noch zu teuer.
Wenn man die Kostenseite dieses ganz wichtigen zukünftigen Systembausteins durch steuerlichen Verzicht entlasten kann, dann nur immer zu! Vielleicht rechnet sich die steuerliche Entlastung dieser Speicher bereits durch dann nicht mehr fällige Vergütungen für abgeregelte entschädigungspflichtige PV-/Wind-Anlagen.

Das EE-Diskussion am Geldbeutel endet, kann man auch als gutes Zeichen sehen.
Die Technologie ist anscheinend akzeptiert.
Jetzt geht es nur noch ums Geld und da kann der Staat prima über Steuern steuern, wie beim Benzin/Heizöl ja auch.
 
florian. schrieb:
[...]Die Frage ist doch wo wir in 20 Jahren stehen wollen und was man dafür tun muss.
Da bin ich voll bei Dir.

Aber ich meine, dass dazu mehr als ein dogmatisches 1,5°-Ziel, Excel und Brechstangenpolitik gehört.
Ergänzung ()

ThomasK_7 schrieb:
[....]Das EE-Diskussion am Geldbeutel endet, kann man auch als gutes Zeichen sehen.
Die Technologie ist anscheinend akzeptiert.
Jetzt geht es nur noch ums Geld und da kann der Staat prima über Steuern steuern, wie beim Benzin/Heizöl ja auch.
Daran kann man glauben oder halt nicht.

Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass bei Sätzen wie "geht es nur noch ums Geld" sämtliche Alarmglocken läuten sollten, denn dann geht es in der Regel ans "Eingemachte".

Dass es für die jetzige Klimapolitik keine breite gesellschaftliche Akzeptanz gibt, sieht man doch am aktuellen Heizungsgesetz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kassenwart schrieb:
1. Mein Zitat steht so auf Wikipedia. Wenn du dich daran störst kannst du dich als Autor gerne registrieren und den Artikel über Dunkelflaute überarbeiten.
2. Meine Aufgabe ist übrigens nicht DIR irgendwas zu erklären. Das wäre vergeudete Zeit.
Und wie viel Wahrheit steckt noch in Wikipedia? Entschulde. Da steht dann so etwas. Das ist ganz toll und sehr vertrauenswürdig also insbesondere für den späteren Lese. Jetzt wirst du dann damit kommen. Aber das wird doch kontrolliert. Na und? VPNs kennt wohl jeder.

Du bist nicht angemeldet. Deine IP-Adresse wird bei Bearbeitungen öffentlich sichtbar. Lege ein Benutzerkonto an, damit stattdessen dein Benutzername angezeigt wird.
Zum Ausprobieren nutze bitte unsere Spielwiese.


Seit Corona ist das Herz dort für mich zerbrochen, tut mir Leid. Es gibt ganz viele gute Themen dort. Sobald es aber politisch wird, werde ich dieser Platform nicht mehr so trauen, wie früher. Das betrifft dann auch die Wissenschaft, die politisch hoch gehalten wird. Man beachte die Änderungen der Dunkelflaute.

Und wenn ein Herr Prof. Quaschning meint: "Wenn wir nur noch auf E-Autos setzen, brauchen wir nur 20% mehr Energie", da muss sich doch bitteschön jeder an den Kopf fassen! Probleme, die passieren könnten, werden einfach wegdiktiert. Die EU will, dass die Flüssigkeiten im Wärmepumpenkreislauf ausgetauscht werden. Scheint aber nicht ohne so weiteres zu funktionieren. Aber warten wir einfach mal ab.
 
Das aktuelle Heizungsgesetz, also das was jetzt nach Änderungen im Konsens beschlossen wurde/wird, wird Akzeptanz finden.
Spätestens, wenn man den Leuten vorrechnet, was laut Willen der EU ab 2027 noch an zusätzlichen CO2-Abgaben auf die fossilen Brennstoffe draufkommt.
 
Oder die Leute begreifen den kausalen Zusammenhang, der zwischen ihren Wahltentscheidungen und "dem Willen der EU" besteht. Der CO2-Preis ist ein rein politischer Preis, kein Marktpreis. Wer das das nicht begreift, kann ganz schnell im Abseits stehen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: whtjimbo und Andy4
Steuern sind immer politische Preise.
Damit steuert die Politik schon immer die Wirtschaft.

Oder erklär mir doch bitte, was eine Marktpreis Steuer sein soll?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Andy4
SW987 schrieb:
Oder die Leute begreifen den kausalen Zusammenhang, der zwischen ihren Wahltentscheidungen und "dem Willen der EU" besteht.
Auch außerhalb der EU gibt es CO2-Bepreisungen bzw. Bestrebungen, solche einzuführen. Das zeigt der jährlich erscheinende Weltbank-Bericht „State and Trends of Carbon Pricing“. Ihm zufolge waren 2020 weltweit 61 entsprechende Systeme in Kraft oder in Einführung begriffen, davon 31 Emissionshandelssysteme und 30 CO2-Steuer-Modelle. Abgedeckt wurden rund zwölf Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent, also etwa 22 Prozent der weltweiten Emissionen.

Carbon pricing can be an effective way to incorporate the costs of climate change into economic decision making, thereby incentivizing climate action.”
Carbon Pricing Dashboard

Lustig zu glauben das wäre "der Wille der EU".
 
florian. schrieb:
Steuern sind immer politische Preise.[...]
Exakt. Und wegen unbeliebter Steuerpolitik wurden schon viele Regierungen abgewählt.
florian. schrieb:
Damit steuert die Politik schon immer die Wirtschaft.[...]
Oder sie ruiniert sie.
Ergänzung ()

Kassenwart schrieb:
[...]Lustig zu glauben das wäre "der Wille der EU".
Wer ist denn zuständig für den Emissionshandel der EU?

Nicht lustig finde ich, dass man hierzulande argumentiert, dass Gasheizungen 2027 unbezahlbar(!) werden und das in Stein gemeißelt wäre.

Wenn sich die Wähler anders entscheiden (nächstes Jahr ist Europawahl) und noch ein paar Regierungen in der EU nach rechts wandern, dann ist mit dem jetzt angedachten CO2-Preis für 2027 Essig.

So einfach kann das in einer Demokratie manchmal sein.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Ähnliche Themen

Zurück
Oben