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Blackout - Panikmache oder realistisches Szenario?
Es ist ein Problem, aber weit davon entfernt, dass AKWs im großen Stil abgeschaltet werden müssen.
Der französische AKW-Park liefert in der größten Hitze noch zuverlässig das X-fache an Leistung wie deutsche PV- und Windkraftanlagen bei Dunkelflaute.
Ach so einer bist du? Der sich von der Atomlobby aufs übelste verarschen lässt. XD Was interessiert denn ein Durchschnittswert aus den vergangenen 23 JAhren, wenn Dürren, die die Kühlung der AKWs gefährden, erst in den kommenden Jahren verstärkt auftreten. XD Wie kann man denn derartig verblendet sein, nicht zu erkennen, dass die VErgangenheit nicht hilft eine Zukunft zu beurteilen, wenn in der Vergangenheit die künftigen Probleme noch gar nicht existent waren....
Soll ich dir mal was sagen? IM Schnitt von 1900 bis 1961 gab es exakt 0 GAUs in Atomkraftwerken. Ich finde es daher absolut unsinnig, sich darüber GEdanken zu machen. Die VErgangenheit zeigt ja schließlich, dass es sowas wie GAUs gar nicht vorkommen.
Ja, ist es. Kernenergie ist unter Umständen eben kein sicherer Garant. Was bleibt also noch?
Ich fände ja ein Sondervermögen analog zur Bundeswehr ganz dufte. Einfach mal aus dem großen Pott schöpfen, Energiesicherheit als staatliche Aufgabe begreifen und machen. Wird natürlich nicht passieren, weil ein „ja, aber…“ kommt halt immer. Deswegen ist es wie es ist. 🤷🏼
Du hast gesschrieben: "AKWs sind bei Dürre, Hitze und Wassermangel nicht viel Wert. Egal wieviele irgendwo stehen."
Welche Erzeugungskapazitäten und -mengen sind in Frankreich im letzten Jahr ausgefallen, dass Du zu so einem Urteil kommst? Einfach die Mengen- und Prozentangaben liefern, damit ich verstehe was Du unter "nicht viel Wert" verstehst.
SE. schrieb:
Ich fände ja ein Sondervermögen analog zur Bundeswehr ganz dufte. Einfach mal aus dem großen Pott schöpfen, [...]
Der französische AKW-Park liefert in der größten Hitze noch zuverlässig das X-fache an Leistung wie deutsche PV- und Windkraftanlagen bei Dunkelflaute.
Jedes Balkonkraftwerk produziert zuverlässig ein Vielfaches des französischen AKW-Parks, wenn dieser keinen Brennstoff hat und oder aufgrund "größter Hitze" (ich definiere "größte Hitze" jetzt mal als diese durchschnittliche Umgebungstemperatur die dafür nötig ist, das 1. der Meeresspiegel aufgrund geschmolzener Polkappen und Gletscher [weitere mögliche Effekte sind explizit nicht ausgeschlossen, aber nicht erwähnt] soweit gestiegen ist, dass küstennahe AKWs nicht mehr betriebsfähig sind, und 2. die aufnehmbare Wärmekapazität der Flüsse, an denen AKWs liegen, durch gesunkenen Pegel und gestiegene Wassertemperatur nicht mehr ausreichend für einen sicheren Betrieb eben jener AKWs ist).
Mal davon abgesehen, dass Frankreich wohl oder übel auch aus Deutschland Strom kaufen wird, wenn es denn nötig ist, leuchtet mir nicht ein, was daran schlecht sein soll Strom zu kaufen - Erdgas, Steinkohle und Uran fallen ja auch nicht vom Himmel (aber irgendwas leuchtet da zuverlässig jeden Tag...).
[...]Wie kann man denn derartig verblendet sein, nicht zu erkennen, dass die VErgangenheit nicht hilft eine Zukunft zu beurteilen, wenn in der Vergangenheit die künftigen Probleme noch gar nicht existent waren....[...]
Das es Dürren wie letztes JAhr in den 00er Jahren nicht gab und künftig vermehrt auftreten werden. Daher ist ein Durchscnittswert aus der Vergangenheit relativ nichtssagend zur Beurteilung der Zukunft. Das ist ziemlich einleuchtend.
Energiewende:
Ein Grund mehr, sich Gedanken zu machen, wo und wie man Energie gewinnen will. Das haben nicht nur die Deutschen verpennt. Von stabilen Netzen zukünftig zu sprechen, nur um die eigene Industrie zu halten und auch neue anzusiedeln (Intel), ist mehr als gewagt.
Abseits davon, scheint der Ansatz von Intel auf einem guten Weg zu sein.
Der US-Konzern plant, mithilfe einer modernen Aufbereitungsanlage den (Wasser)Verbrauch deutlich zu senken,...
Die Fabrik soll "auf dem neuesten Stand der Technik" sein. In Sachsen-Anhalt hatte der zu erwartende Wasserverbrauch des Werks eine hitzige Debatte ausgelöst, vor allem die Grünen zeigten sich besorgt. Das Land leidet seit Jahren unter Dürren, große Unternehmen sollen nach dem Willen des Umweltministeriums künftig mit höheren Wasserpreisen zur Sparsamkeit gezwungen werden.
Intel setzt sich eigenen Angaben zufolge "hohe Nachhaltigkeitsziele". Man strebe etwa an, die Magdeburger Megafab ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien zu versorgen, so das Unternehmen.
Das es Dürren wie letztes JAhr in den 00er Jahren nicht gab und künftig vermehrt auftreten werden. Daher ist ein Durchscnittswert aus der Vergangenheit relativ nichtssagend zur Beurteilung der Zukunft. Das ist ziemlich einleuchtend.
Stimmt. Genauso nichtssagend ist es die derzeitige sichere Versorgung (weil noch genügend thermische Kraftwerke existieren) in die Zukunft zu übertragen, wenn diese Kraftwerke stillgelegt sind.
Du hast doch auch Internet, schau doch auch mal selbst. Ich denke du bist klug genug daraus dann selbst Schlüsse zu ziehen wie die Auswirkungen auf AKWs oder auch die Ökologie drumherum sind. Ich hab keinen Bock jetzt die Details zu deiner Belustigung aufzudrösseln. https://www.focus.de/klima/in-zehn-...-europa-leidet-unter-duerre_id_195938589.html
SW987 schrieb:
Das gelingt einer Industrienation nur mit sicherer und bezahlbarer Energie.
Du hast doch auch Internet, schau doch auch mal selbst. Ich denke du bist klug genug daraus dann selbst Schlüsse zu ziehen wie die Auswirkungen auf AKWs oder auch die Ökologie drumherum sind. Ich hab keinen Bock jetzt die Details zu deiner Belustigung aufzudrösseln.[...]
Es geht nicht um meine Belustigung, sondern um die Frage wie Du innerhalb einer Sachdiskussion zu Wertungen und Urteilen kommst. Oder Du nur einfach Zeug in den Raum wirfst um die Diskussion zu stören. Das könnte für die Mitdiskutanten schon interessant sein.
Ich weiß tatsächlich wieviel Erzeugungsleistung die französischen AKWs im schwächsten Monat des Jahres 2022 (es war der August) aufwiesen. Und ich kann Dir sagen, es war viel, viel mehr als "nicht viel Wert".
Hatten wir Jahrzehnte lang, bis man meinte auf Marktpreise aberwitzige politische Preise draufchlagen zu müssen und sich wettbewerbsmäßig selbst zu verzwergen.
SE. schrieb:
Dem gingen „Beschlüsse“ (😉) voraus. Hals über Kopf passiert in D sehr wenig.
Du kannst meinen Account ignorieren wenn dich „mein Zeug“ zu sehr stört. Wenn du zu anderen Einschätzungen oder Bewertungen kommst ist das doch völlig okay. Bisher ätzt du viel gegen dein Feindbild „Grüne“ – meiner Wahrnehmung nach.
SW987 schrieb:
An die die Grünen sich nicht halten wollen (Kohleausstieg 2030).
Nach wie vor liefert Deutschland mehr Strom nach Frankreich als umgekehrt, letztes Jahr war Frankreich z.B. der größte Stromimporteur Europas und aufgrund der maroden Atomkraftwerke ist Frankreich heute der energiepolitisch größte Unsicherheitsfaktor der EU. Wegen des überhitzten Kühlwassers konnten mehrere Atommeiler nur noch mit Ausnahmegenehmigungen weiterlaufen weil sonst die Versorgungssicherheit nicht mehr gewährleistet gewesen wäre.
SW987 schrieb:
Der französische AKW-Park liefert in der größten Hitze noch zuverlässig das X-fache an Leistung wie deutsche PV- und Windkraftanlagen bei Dunkelflaute.
Um genau zu sein ist es aktuell ziemlich egal was die Grünen beschließen, da SW987 ausschließlich auf das wollen eingeht.
Er erwähnt das ziemlich explizit, du bist aber iwie derjenige, der dann ständig "Ja aber das können die ja so nicht einfach beschließen".
Mal ne OT Frage: Wählst du Parteien danach, was sie im Wahlprogramm haben (=wollen) oder machst du im Vorfeld Modelle wer mögliche Koalitionspartner sind und darauf basierend Prognosen was dann bei einer Regierungsbeteiligung tatsächlich auch umgesetzt wird?
SW987 schrieb:
Ich weiß tatsächlich wieviel Erzeugungsleistung die französischen AKWs im schwächsten Monat des Jahres 2022 (es war der August) aufwiesen. Und ich kann Dir sagen, es war viel, viel mehr als "nicht viel Wert".
Aber analog zu den Dunkelflauten müssen AKWs ja eher nicht ganze Monate abgeschaltet werden? Das heißt es wäre ja eigtl nicht nur der schwächste Monat, sondern eher die schwächsten Tage interessant.
70% Auslastung über einen Monat (fiktive Zahlen) bringt mir doch nichts, wenn das realisiert wird, indem 9 Tage im Monat 0% laufen und die anderen 21 Tage 100%.
Ich gehe nicht davon aus, dass es so sein wird, aber dass es durch die Hitze zu keinen Problemen kommen kann, sehe ich nicht.
Und ähnliches gilt eben auch für die 0.3% Durchschnittsverlust in der Jahresproduktion(!) Seit 2000(!).
Solange ich keine besseren Zahlen habe, weiß ich eben nicht, ob seit 2000 jedes Jahr für 60 Tage die Produktionsverluste 1.5% betragen (klingt wenig dramatisch), oder ob 2000-2020 gar nichts passiert ist und 2021 und 2022 jeweils 10 Tage die Produktionsverluste 100% betragen (klingt schon dramatischer).
Wenn Dunkelflauten ein Problem darstellen (Laut Wikipedia: 2x jährlich 48h+ bzw. alle 10 Jahre 1x 8 Tage am Stück), dann sehe ich noch nicht, inwiefern Hitze für AKWs kein Problem darstellt.
Ergänzung ()
Buttkiss schrieb:
Da eine Dunkelflaute in Deutschland etwa alle zwei Jahre einmal vorkommt bin ich mir nicht sicher was Du damit aussagen möchtest.
Wikipedia - Dunkelflaute - Häufigkeit des Auftretens - Absatz 1 Satz 1. Hast du wohl überlesen?
Im Übrigen bin ich auch der Auffassung, dass steigende Temperaturen ein Problem für die Betriebsfähigkeit von AKWs darstellen. Zumal: wenn bsw. der Pegel eines betreffenden Flusses infolge steigender Umgebungstemperatur soweit gesunken ist, dass ein sicherer Betrieb des anliegenden AKWs nicht mehr gewährleistet ist, dann dauert es ja in der Regel ein bisschen länger, bis der Pegel wieder ausreichend hoch ist. Letztes Jahr zum Beispiel wurden in Frankreich über mehrere Wochen hinweg Sondergenehmigungen erteilt um AKWs an der Rhone am Netz zu halten: https://app.handelsblatt.com/politi...mkraftwerke-ueberhitzen-fluesse/28588994.html
Das solche Ereignisse erwartbar zunehmen werden gilt mittlerweile als gesichert, oder stellt das hier noch jemand in Frage?
Bei meinem Wahlverhalten spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Die Grünen habe ich zuletzt nicht gewählt, obwohl es einige inhaltliche Überschneidungen zu meinen Positionen und/oder Ansichten gibt.
Prognosen, Koalitionsoptionen oder (mögliche) Regierungsbeteiligung u.ä. sind keine wesentlichen Punkte die mich umtreiben.
"Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der monatelangen Dürre in Frankreich landesweit zum Wassersparen aufgerufen. "Wegen des Klimawandels werden wir bis 2050 etwa 30 bis 40 Prozent weniger Wasser zur Verfügung haben als heute. Deswegen müssen wir uns langfristig auf das Wassersparen einstellen", sagte Macron"
"Laut Macron wird gut die Hälfte des aus der Natur entnommenen Wassers in Frankreich für die Stromproduktion genutzt."
bedeutet auch das die Atommeiler nun teuer umgerüstet werden sollen um künftig mit geschlossenen Kühlwasserkreisläufen zu funktionieren. Dabei hat der (staatliche) Betreiber allein im letzten Jahr 18 Milliarden Verlust gemacht. Das wird den Steuerzahler freuen.
Ich sehe die Kernspaltung immer noch auf dem Abstellgleis. Auch die neusten Versprechen der Industrie haben sich als falsch herausgestellt. SMRs können nicht klein und billig sein ('kleiner' SMR mit 50 bis 77 MW wiegt auch eben 700t. Das ist alles, aber nicht klein und transportabel.
Kurzfazit aus dem Bericht: Aus versprochenen 600 MW zu 5,3Mrd US$ Dollar wurden 462 MW zu 9,3Mrd US$. Der Strompreis steigt damit aus diesem Kratwerk auf ~9 US-Cent, Wind oder Solar kosten in den USA nur 3,6 bis 3,8 US Cent.