News Blau-violetter 100-Watt-Laser für mehr Speicher?

Mal gucken was der Laser so wirklich für fortschritte bringt, bin gespannt.
 
Ach, Quatsch! Die sind noch nicht mal in Rente! :D
 
Weshalb eigentlich Blau-violetter Laser?
Gibts hier keine optimierungs- Möglichkeit bei Roten oder Grünen?
Ja Bluray Bla Bla ^^, aber trotzdem gäbe es da keine optimierungs- Möglichkeiten mehr?

@impressive
Meine Meinung, lieber auf der Festplatte.

In den USA wurde der Kunde jetzt sogar da gestärkt.
http://www.golem.de/1007/76746.html
Heißt als Privat User, wenn du es gekauft hast darfst du den Kopierschutz um gehen.

@Weltenspinner
Was definierst du als Rente. :-)
Klar die wird es die ncoh die nexten 50 Jahre geben, nur die alternativen werden wachsen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Flup schrieb:
Naja, Laser ist im westlichen einfach eine Lichtquelle, die nur Licht einer Wellenlänge emittiert (sog. Kohärenz). Laserdioden zum Beispiel sind nicht maximal gebündelt, daher haben so Laserpointer immer ne Optik drann.
Aber grundlegend hast du natürlich recht, dass Laser ab 500mW sehr gefährlich sind. Allerdings heißt es in der News, dass damit gerade mal 3 Picosekunden "geleuchtet" wird.
Also:

W = P*t = 100W * 3*10^-12s = 3*10^-10 J = 30 nJ

Die übertragene Energie von 30nJ ist so winzig, dass da garantiert nichts brennt oder anderweitig was kaputt geht.

Flup

Kleine Richtigstellung:

In der News steht, dass der Laser eine Leistung von 100 Watt aufweist. Das heißt also, dass er insgesamt eine Energie von 100 Joule in einer Sekunde emittiert. Und das ist auch so ziemlich alles was man sagen kann. Denn ohne die Wiederholrate zu wissen, können wir nicht auf die Pulsenergie schießen. Drei Beispiele:

  • Wiederholrate von 1 Herz -> 1 Puls je Sekunde -> Pulsenergie = 100J
  • Wiederholrate von 1000 Herz -> 1000 Pulse je Sekunde -> Pulsenergie = 100mJ
  • Wiederholrate von 95 MHz -> 95 Millionen Pulse je Sekunde -> Pulsenergie = 1,05uJ

Bzgl. des Spotdurchmessers von 300nm denke ich schon, dass dies die Größe des Laserstrahls im Brennfleck ist. Denn dies sollte fast das Beugungslimit für eine Wellenlänge von 405nm darstellen.

Es ist richtig, dass Femtosekundenlaser kommerziell verfügbar sind. Gleiches gilt inzwischen, wenn auch in geringen Ausmaß, für Attosekundenlaser. Aber man kann nicht allgemein sagen, dass für alle Anwendungen gilt, je kürzer desto besser. Des weiteren muss man bedenken, dass es sich hierbei um einen Halbleiterlaser handelt, was durchaus beachtlich erscheint.

Nochmal kurz zur Rechnung von Flup:

3 x 10^-10 J = 0,3 x 10^-9 J = 0,3 nJ​
 
Zuletzt bearbeitet:
schicker laser ;) hoffentlich bringts der auch bei den immer besser werdenden flashzellen :)
 
Darkwonder schrieb:
Weshalb eigentlich Blau-violetter Laser?
Gibts hier keine optimierungs- Möglichkeit bei Roten oder Grünen?
Ja Bluray Bla Bla ^^, aber trotzdem gäbe es da keine optimierungs- Möglichkeiten mehr?

Naja viele Möglichkeiten gibt es da nicht mehr, je kleiner die Wellenlänge desto kleinere Strukturen kann man damit erschaffen, als vergleich kannst du ja mal probieren wieviel du mit einem Edding auf eine A4 seite schreiben kannst, dann versuch das ganze nochmal mit einem dünnen Kugelschreiber.
Klar gibt es noch andere Tricks/Techniken, die man aber dann aber auch bei kleinere Wellenlängen einsetzen kann.

Ähnliche herausforderungen gibt es auch in der Microchipfertigung, man braucht immer bessere Werkzeuge um die Strukturen der Chips herzustellen.

Letzendlich ein netter Schritt aber bis das wirklich nutzbar ist wirds wohl noch dauern, bzw. ob dieser Laser in der Art überhaupt genutzt werden wird, aber auf jeden Fall ein zugewinn an Wissen was zukünftige Laser und anderen Techniken zugute kommen kann,
 
@numenor
Ah ok :-)
Gut zu wissen.

Mal schauen was sich hier in den nexten Jahren überhaupt ncoh tun wird.
 
Flup schrieb:
W = P*t = 100W * 3*10^-12s = 3*10^-10 J = 30 nJ

Die übertragene Energie von 30nJ ist so winzig, dass da garantiert nichts brennt oder anderweitig was kaputt geht.

Flup

aber ich will doch kein player der mindestens 100watt verbraucht, so viel braucht ja mein fernseher allein
 
@ greenbuddah & Kallisto:

Da habt ihr natürlich recht, einfach die Energie eines Pulses aus zurechnen ist völliger Quark, die Summe machts.
Das die 100W allerdings Leistungsdurchschnitt ist kann ich mir kaum vorstellen, das würde erstens nicht in ein Laufwerk passen und zweitens die CD und alles drum rumm zerstören.
 
wenn ich die worte sony und nächste generation optischer datenträger mit noch kleineren strukturen im zusammenhang sehe wette ich nahezu jeden betrag darauf das das ganze nicht kommen wird bzw. fehlschlagen wird ;)

Ein 100W Laser ist zwar sehr beeindruckend, aber einen nachfolger der bluray dics wird er uns sicher nicht bescheren, da bin ich mir absolut sicher.
 
@Flup

So ist es aber allgemein üblich. Ich schreib meine Diplomarbeit an einem Laserinstitut #in Deckung geh# :)
 
wieso schaut denn keiner in die Quelle?
Der Laser hat eine Pulsleistung von 100 W (peak)! bei einer Repetittionsrate von 1GHz die aber erst (wie auch immer) durch einen optischen Verstärker zustande kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
In diesem Artikel geht es vor allem um Prozesse höherer Ordnung (Zwei-Photonenabsorption) die quadratisch von der Pulsenergie abhängen. Eine hohe mittlere Leistung stört dabei nur und wird vermieden.

Hier die genährte Rechnung zur durchschnittlichen Leistung;

Der Laser besitzt eine Spitzenleistung pro Puls von 100 W. In Energie ausgedrückt bedeutete das bestenfalls:

E = P*t = 100W * 3*10^-12s = 3*10^-10 J = 0.3 nJ

Mit der Repetitionsrate von 10^9 Pulsen pro Sekunde resultiert eine durchschnittliche Leistung von:

P = E*f = 3*10^-12 J * 10^9 Hz = 0.3 W

Diese Werte mögen euch niedrig erscheinen jedoch zählt die doch imposante Fluenz.
 
Ah ja, das sind dann aber Werte die vergleichsweise gering sind (in Bezug auf Materialbearbeitung ...)
 
Also unsere Beschriftungslaser in der Arbeit haben 20 Watt. Das reicht um auch sehr widerstandsfähige Metallsorten so zu bearbeiten, dass man mit geschlossenem Gehäuse noch aus 5 Meter die Funken sprühen hört. Da hat der Punkt jedoch eine Größe von ca. 30-50µm d.h. rund 100 mal so groß, wie bei dem Laser von für die DVDs. Würde ich die paar nm im Fokus halten können, dann ist eine massive Strahlplatte in Sekundenbruchteilen durch.

P.S.: Einen Lightscriber Rohling haben wir auch schon einmal probiert zu beschriften. Da war bereits bei 10% Leistung das Plastik auf der anderen Seite schon hin ;-)
 
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Das Einsatzgebiet dieses Lasers ist die Materialbearbeitung und zwar die Mikro- bzw. bereits Nanostrukturierung. Bei den 300 nm void marks handelt es sich wenn ihr so wollt um wohldefinierte 3D-Hohlräume in Plastik.

Aufgrund der Bergungsbegrenzung des Fokus-Durchmessers sind möglichst geringe Wellenlängen gewünscht und diesem Fall werden 405 nm bzw. 202.5 nm nach der Frequenzverdoppelung im Material erreicht. Die üblichen Materialbearbeitungslaser arbeiten bei sehr viel höheren Wellenlängen z.B. Nd:YAG 1064 nm, CO2 10.6 um. Natürlich ist auch hierbei eine Frequenzkonversion möglich aber kaum bis ~200 nm.

Des Weiteren besitzen die oben genannten Materiallaser Pulslängen bestenfalls im ns-Berreich und dann bei nur geringen Repetitionsraten ~100 Hz. Die kurzen Pulse werden zur kontrollierten Ablation also zur direkten Überführen des Festkörpers in Plasma benötigt. Nur dieses Verfahren erlaubt optimierte Strukturen und besonders die extrem hohe Repetionsrate von 1GHz ist der Clou bei der Geschichte.
 
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