Blitzfotografie (Gewitter)

Zephyro

Ensign
Registriert
Juni 2011
Beiträge
138
Hallo,

ich beschäftige mich noch nicht so lange mit der Fotografie und möchte mich jetzt intensiv mit der Blitzfotografie beschäftigen.

Also nicht die Fotografie mit einem Blitzgerät, sondern ich meine die Gewitter-Blitze.

Wie kann man das professionell betreiben und was brauch ich alles dafür?
Mich interessiert das schon eine ganze weile, nur fehlt es an dem Wissen, wie ich das umsetzen kann.

Zusätzlich zur Kamera hab ich noch nen Stativ, aber mehr bisher nicht.

Ich möchte die Fotos bis zu 30 sek. belichten. Geht das nur wenn es stock dunkel ist oder gehts auch wenns noch heller ist? Tagsüber schaff ich max. 1 sek wenn überhaupt, sonst hab ich ein weißes Bild.

Ist ein Graufilter nötig, wenn ja welcher?


Bin gespannt auf eure Tipps ;)

Gruß
Zephyro
 
Toll, was hast du denn für eine Kamera? Schon mal dran gedacht uns das hier mitzuteilen?
 
Ich möchte die Fotos bis zu 30 sek. belichten. Geht das nur wenn es stock dunkel ist oder gehts auch wenns noch heller ist? Tagsüber schaff ich max. 1 sek wenn überhaupt, sonst hab ich ein weißes Bild.

Diese Frage hast du dir schon selbst beantwortet. Es muss wirklich sehr dunkel sein. Und außerdem sind 30 sek. mehr als 1 sek. :-)

Ein Stativ ist hier das wichtigste, da die Bilder sonst auf jeden Fall verwackeln.

Außerdem ist ein externer Auslöser bzw. ein Selbstauslöser auch von Nutzen. Durch dessen Benutzung verwackelt die Kamera nicht zusätzlich, wenn du den Auslöser drückst bzw. loslässt. Ein 2 sek Timer reicht hier allerdings.
 
Es gibt auch Graufilter für das Objektiv, die Langzeitbelichtung am Tage ermöglichen. Nachts ist finde ich einfacher, aber man hat vielleicht auch störende Laternen im Hintergrund.
 
Was für ein Fernauslöser könnt ihr mir empfehlen. Reicht da einer mit Kabel oder muss es Funk sein?

Welcher Graufilter ist bei 30 sek. belichtung empfehlenswert? Ideal wäre einer den ich auch schon so gegen 19 uhr verwenden kann und aber auch dann noch bei nacht 10 uhr oder später...
gibts da was?
 
Boah Leute.

ein paar Tips: Nikon D7000 ist ja schon eine nette DSLR. Wenn Du vorwiegend Nachts die Bilder schießen willst, dann ist das easy going. Am Besten Modus Manuell einstellen, 30s als Zeit und Blende iwas bei 18. Viel höher (kleiner vom Durchmesser) würde ich nicht gehen, weil Du iwann mal Beugungen an der Blende haben wirst, je kleiner Du gehst. Glaub mir, versuchs nicht. Danach noch ISO auf 400 und ab geht die Luzi.
Falls Du helle Gegenstände vor Dir hast dann würde ich eine Spiegel-Vorauslösung aktivieren und noch einen Selbstauslöser von 2s. Frag mich nicht wie das bei der Nikon geht, ich bin Canonier.

Tagsüber ungefähr gleiches Spiel. Eher die ISO Zahl geringer wählen, Blende womöglich höher. Aber ausprobieren. Hast dann auf jeden Fall iwas bei 1s. Wie kommt man zu schönen Fotos tagsüber? In einer Endlosschleife knipsen. Ohne Witz. Du sammelst 600 Bilder und schmeißt 599 für ein gutes weg. Und wehe jemand behauptet das Gegenteil!

Allgemein: ich würde jedesmal manuellen Zoom einstellen. In einen Bereich bei "unendlich" und gut ist. Das wars eigentlich. Wichtig halt sind meiner Meinung Spiegel-Vorauslösung (das die Kamera erst den Spiegel umklappt und danach erst den Chip freigibt da sonst die Verwacklungen sehr gut sichtbar sind) und die 2sekündige Selbstauslösung.

Aber Du hast auch mal deine Kamera ausprobiert und so? Bist nicht der DSLR-Käufer der only-automatic nutzt?

Im Anhang ein Blitzfoto das ich mal vor Jahren mit ner Panasonix Lumix FZ8 geschoßen habe. Stativ war ein billiges dreibein. Wohlgemerkt aus dem warmen Haus heraus!
Ergänzung ()

Wozu Fernauslöser wenn deine Kamera eine 10s und 2s Verzögerung hat??? Ich meine Du wirst doch nicht das halbe Stativ umwerfen im Versuch den blöden Auslöser durchzudrücken oder?
 

Anhänge

  • P1080415.jpg
    P1080415.jpg
    283,9 KB · Aufrufe: 719
@Darkslider

Na dass ist doch mal ein Tipp, danke ;)

Also würdest du nicht gleich einen Graufilter kaufen? - Wär mir auch lieber, die sind ja auch nicht gerade billig, wenn man entsprechende kauft.

Darkslider schrieb:
Aber Du hast auch mal deine Kamera ausprobiert und so? Bist nicht der DSLR-Käufer der only-automatic nutzt?

Nein, ich bin ja genau deshalb auf ne DSLR umgestiegen, weil mir meine Hosentaschen-Cam zu langweilig war.
Ich kenn zwar noch nicht jede Funktion der D7000 aber alles mit seiner Zeit :)

Darkslider schrieb:
Ergänzung ()

Wozu Fernauslöser wenn deine Kamera eine 10s und 2s Verzögerung hat??? Ich meine Du wirst doch nicht das halbe Stativ umwerfen im Versuch den blöden Auslöser durchzudrücken oder?

Ja stimmt, ich habs halt schon wo anders gelesen, wo Leute so ein Fernauslöser empfohlen haben.

EDIT: schönes Bild :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Kein Problem.
Ich meine, versuchs erstmal ohne. Ich finde auch, dass tagsüber das Gewitter nicht so schön rüber kommt da einfach der Kontrast stark minimiert ist aufgrund der sehr starken Hintergrundhelligkeit. Aber das ist jedem selbst überlassen. Es gibt ja genügend Motive tagsüber und falls der Fall eintreten sollte, dass tatsächlich ein Gewitter mal Nachts stattfindet dann versuch dein Bestes.
Im Übrigen habe ich damals glaube 220 Fotos gebraucht bis ich 2 vernünfige Exemplare hatte. Darauf solltest Du auch achten: ist das Intervall, in denen die Blitze runterkommen sehr gering, dann schalt auch ebenfalls die Zeit runter (zu kürzeren Belichtungszeiten). Zu lange führt zur Überbelichtung und ich hatte auch tatsächlich eins wo man schon nicht mehr die einzelnen Zweige erkennen konnte. Mir wars halt wichtig einen zu erwischen, nicht gleich einen Schwarm.
Kleiner Tip auch: versuch nicht den Blitzen nachzujagen. Das war mein erster Fehler. Habe iwo einen Blitz gesehen, Kamera dorthin ausgerichtet, fotografiert, neuer Blitz kam iwo anders runter und ich hab dann alles umgestellt. Such Dir einen Punkt/Richtung aus die Dir gefällt, hau drauf und lass die Kamera schießen.

Zephyro schrieb:
Nein, ich bin ja genau deshalb auf ne DSLR umgestiegen, weil mir meine Hosentaschen-Cam zu langweilig war.
Ich kenn zwar noch nicht jede Funktion der D7000 aber alles mit seiner Zeit

Hmmm, meine Empfehlung wäre immer zuerst Bridge-Kamera und dann DSLR. Dann ist das "rausgeschmissene" Geld nicht so schade. Aber gut. Vllt ist es genau deine Freizeitbeschäftigung.


Benutzt erstmal die internen Funktionen und mach dich mit deiner Kamera vertraut. Ich meine vor ein paar Jahren da wusste noch niemand dass es die verschiedensten Fernauslöser geben wird. Und iwie haben die Leute ja trotzdem es geschafft wunderbare Fotos zu schießen.


Und noch ein abschließender Tip: ich empfehle Dir die Seite www.dslr-forum.de . Da gibt es richtig viele Themen dazu, Du kannst interessantes dazulernen, lesen wie auch immer. Nichts gegen das Computerbase-Forum, aber das ist wie Elektronik bei Aldi. Hat mich bisher noch nie wirklich überzeugt. Ich möchte auch an dieser Stelle keine Diskussion darüber anfangen, es ist lediglich meine Meinung
 
Genau das Thema womit ich mich auch seit einigen Tagen beschäftige. Laut dieser Anleitung

http://dammert.net/fotografie/wie-fotografiert-man-gewitter-20060817

wird empfohlen eine Blendenzahl von 8 - 11, ISO so gering wie möglich, Belichtungszeit mehrere Minuten, Stativ, Fernauslöser, Fokus aus unendlich stellen. Denn Rest einfach selber lesen :).
 
Jop,
wie so häufig gibt es nicht DIE Einstellung. Je nach Umgebung, Lichtverhältnissen und anderen Parametern muss man versuchen gute Werte zu treffen.
Im Grunde heißt es: geh raus, probier und üb'!

Viel Spaß! Vllt sieht man ja demnächst einige Exemplare von euch ;)
 
@Darkslider

Danke für die Tipps, ich werde es demnächst mal einfach ausprobieren. Nur blöd das es bei Gewittern meist regnet^^

Wegen der Überbelichtung die du angesprochen hast...
angenommen ich möchte jetzt nachts doch mal mehrere Blitze einfangen, geht das denn überhaupt ohne das mir das Bild total überbelichtet wird?

@ekin06

Danke für die Seite, ich werds mir durchlesen ;)

Gruß
Zephyro
 
Zephyro schrieb:
Wegen der Überbelichtung die du angesprochen hast...
angenommen ich möchte jetzt nachts doch mal mehrere Blitze einfangen, geht das denn überhaupt ohne das mir das Bild total überbelichtet wird?
Auf der Seite bekommst du den Tipp, bei mehreren Minuten Belichtung in den Blitzpausen ein Tuch über das Objektiv zu hängen. So sollte das Problem keines mehr sein :p. Ansonsten, Blende etwas höher (also statt 10 z.b. 14) und falls möglich ISO runter.
 
ekin06 schrieb:
Auf der Seite bekommst du den Tipp, bei mehreren Minuten Belichtung in den Blitzpausen ein Tuch über das Objektiv zu hängen. So sollte das Problem keines mehr sein :p. Ansonsten, Blende etwas höher (also statt 10 z.b. 14) und falls möglich ISO runter.

Ok, danke.
Ich werde es bei Gelegenheit testen ;)
 
dsc004624dd6.jpg


unbenanntyeva.png


Ohne Stativ, ohne Fernauslöser.

Habe bisher immer Handtuch oder Pullover bisschen geknuddelt auf ne Fesnterbank gelegt und Kamera darauf so positioniert wie ich wollte.
Einmal mit Autofokus auf weit entfernte Lichtquelle fokussiert und sofort auf manuell umgeswitcht.
Dann nur noch auf die entsprechende Belichtungszeit und 2 Sekunden Verzögerung sodass ich an der Kamera auslösen konnte und noch Zeit hatte die Pfoten wieder wegzunehmen.

Allerdings würde ich ein Stativ und einen Fernauslöser empfehlen. Mit dem Fernauslöser kannst du auch nach belieben belichten und jederzeit wieder loslassen ohne die Kamera selbst zu berühren sodass diese nicht verwackelt.
 
Zephyro schrieb:
Welcher Graufilter ist bei 30 sek. belichtung empfehlenswert? Ideal wäre einer den ich auch schon so gegen 19 uhr verwenden kann und aber auch dann noch bei nacht 10 uhr oder später...
gibts da was?

Dann solltest du zwei Polfilter nehmen. Bei korrekter Handhabung hast du damit einen stufenlos einstellbaren Graufilter ;).
 
@Tito_2000

schönes Foto ;)
Ein Stativ hab ich schon, das mit dem Fernauslöser werd ich mir überlegen. Ich teste es erstmal mit dem Timer von der Kamera selbst.
Falls ich dann mal kein Stativ zur Hand habe, werde ich deinen Tipp mit dem Pullover ausprobieren - danke dafür.


@Unu

Das ist interessant, was du da schreibst.
Kannst du mir die korrekte Handhabung der Polfilter etwas genauer beschreiben, dass wäre echt super, denn ich weiß nicht, was du mit der korrekten Handhabung meinst, da ich mich noch nicht so wirklich lange mit der Fotografie mit einer DSLR beschäftige. ;)

Nochmal wegen dem Verständnis:
Wenn ich die korrekte Handhabung mal weiß.... heißt das, dass ich mir dann einen beliebigen Graufilter "basteln" kann?


Freue mich auf Deine Antwort.

PS: Es wär schön, wenn jetzt dann mal endlich wieder ein Gewitter käme, denn ich warte schon seit Tagen :(
 
@Unu:
Dann solltest du zwei Polfilter nehmen. Bei korrekter Handhabung hast du damit einen stufenlos einstellbaren Graufilter .

Und massig Vignettierung, es sei denn Du wählst die Polfilter 2 Einheiten größer, als den Objektivdurchmesser, nimmst einen Filterreduktionsring und kannst ihn somit an Deinem Objektiv einsetzen.
 
Versuch erstmal ohne Filter auszukommen.
das hält alles nur auf und macht die sache noch komplizierter.

du kannst auch mit einer Cam, nen Objektv und nem Stativ solche belichtungen machen.
Cam aufs Stativ.
Iso auf 100 runter, 30sek Belichtung.. mit der Blende muss du dann etwas rumprobieren.

Am besten passt du einen Moment ab, wo das Gewitter etwas weiter weg ist, stehst du im Gewitter und es regnet..
musste die Cam irgendwie schützen und bekommst Tropfen auf die Linsen.
 
naja auf blende über 8-10 würd ich jetzt nicht unbedingt gehn, weil da die meisten objektive schon wieder aus ihrem totalen schärfebereich rauslaufen...also sprich die bilder werden wieder bisschen weicher...des weiteren würd ich darauf achten, dass du ne spiegelvorauslösung benutzt. ( bietet nikon sowas? falls ja unbedingt rein :) )
und nen fernauslöser kannst du dir unter umständen sparen...es sei denn du willst mit "bulb" arbeiten....du kannst auch einfach den selbstauslöser benutzen, so als lowcost methode...einfach auf 10sek stellen, spiegelvorauslösung(sofern vorhanden) und dann einfach schöne bilder machen ;)

Edit: Timer wurde ja bereits erwähnt ( sorry )
 
Zurück
Oben