Boxen ankoppeln, entkoppeln?! Altbau...

Mr.String

Lt. Junior Grade
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Hi Leute,

ich habe 2 Canton GLE 490, die stehen leider auf sehr "ungünstigem" Boden. Es ist zwar Linoleum, aber unter dem befindet sich ein uralter Holzdielenboden, das Haus ist Altbau. Dementsprechend schwingt alles mit, wenn ich mal etwas mehr aufdreh und der Sound "verwäscht" auch irgendwie, ich hoffe ihr wisst zumindest ein bisschen was ich meine. Mal ganz von den Nachbarn abgesehen, die sich auch schon beschwert haben, dass bei Ihnen alles wackeln würde (ist ein altes Doppelhaus und die Boxen stehen bei der Wand, die das haus quasi verbindet). :freak:

Naja gut jetzt habe ich gelesen, dass man bei alten Böden am besten die Boxen entkoppeln sollte. Ich hab aber auch gelesen, dass wohl die "ultimative" Lösung wäre, die Boxen auf eine Granitplatte anzukoppeln (mit Spikes o.ä.) und dann die Granitplatte wieder zu entkoppeln vom Boden.

Macht dass denn Sinn und ist besser als "nur" die Boxen vom Boden zu entkoppeln oder reicht das völlig aus?

Bringt die ganze Entkopplungssache wirklich was oder ist das nur "Aberglaube"?

Könnt ihr mir Produkte empfehlen, die was taugen, habe z.b. sauteure Sachen von Oehlbach bei Amazon gefunden, was von Tennisbällen habe ich auch gelesen, aber gut bisschen was für die Optik sollte es schon sein. ;) Wenn es wirklich was bringt, bin ich auch gern bereit mehr auszugeben, wollte aber erstmal hier nachfragen.

Hoffe wie immer auf euren fachkundigen Rat und Erfahrungen. :cool_alt:
 
ich hoffe es ist ok wenn ich hier reinschreibe, denn ich habe fast das gleiche problem wobei bei mir ein sub vorhanden ist der diese vibrationen erzeugt :)

ich habe einen canton as 125 mit dem ich zufrieden bin, allerdings stört es meine eltern unter mir, da sie den bass auch hören.

ich habe mir heute einen granitplatte gekauft und tennisbälle (diese in der hälfte geteilt)

also steht nun der subwoofer auf der granitplatte und die platte liegt auf den halben bällen

benötige ich nun noch unbedingt die spikes oder sollte jetztige konstruktion ausreichen

mfg
 
wie soll ich mir das denn mit dem verwaschen klingen vorstellen? klödern die boxen beim abspielen? stehn die boxen direkt aufn boden? kannst da nix drunter stelln? versuch doch mal nen dickes buch drunter zu legen oder ähnlich.

ich hab bei meinem logitech x230 die 2 speaker mit auf meinem glastisch rechts und links vom tft und den woofer hab ich links von mir im fenster stehn weil der sonst übers laminat springt und beim bc2@kriegsband modus meinen supernetten 85 jährigen nachbarn unter mir alte kriegserlebnisse zurück ins gedächnis bringt^^
 
Zu allererst ist es wichtig, dass die Lautsprecher einen festen Stand haben. Das geht am besten mit guten Spikes. Spikes übertragen allerdings die Schwinungen nahezu 1:1 würde ich behaupten.
Grade bei Altbauten mit Holz gehen so die Schwingungen durchs ganze Haus.
Da kommen die guten Granitplatten ins Spiel. Also Lautsprecher mit Spikes auf eine Granitplatte stellen um einen festen Stand der Lautsprecher zu gewährleisten. Unter die Platte kommen dann ein paar Absorberfüße, welche die Schwingungen deutlich reduzieren können.
Das wird in deinem Fall wohl das beste sein. Der Kostenaufwand ist allerdings auch hoch.
Versuchs erstmal nur mit hochwertigen Absorberfüßen. Die Schwingungen sollten so schon deutlich geringer sein. Wenn dir die klanglichen Einbuße zu groß sind, kannst du immer noch Spikes und Granitplatte dazukaufen.

Edit:
Unter vielen Subwoofer sind von vornherein Absorberfüße. Um die Schwingungen noch zu mindern, kann man sich bessere Absorberfüße kaufen oder das Eigengewicht des Subs erhöhen. Z.B. legt man eine Granitplatte drauf. Subwoofer regen aber auch alleine durch die bewegte Luftmasse zum Schwingen an. Deshalb sollte man sich vorher vergewissern, ob die Schwinungen auch wirklich durch das mitschwingende Gehäuse kommen. Zum Testen kann man den Sub einfach mal anheben und schauen inwiefern sich das verbessert.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ja die Boxen stehen direkt auf dem Boden. Kann da schon was drunter stellen, auch ein Buch drunter legen, falls das was helfen sollte. Werde das leider jetzt nicht mehr testen können, aber vll morgen. Ansonsten werde ich mir wohl wirklich mal absorber zulegen und schaun, ob sich das ganze ändert.
 
im Prinzip ist alles richtig was Cordoba geschrieben hat, aber speziell beim Preis bin ich nicht einverstanden ;)

Es geht ja einzig und allein darum ein Feder/Masse/Dämpfer System zu konstruieren, das einerseits einen stabilen Stand hat (der LS soll die Luft in Bewegung setzen und sich nicht an ihr "abstützen" und dann selber anfangen zu "Wackeln" (das sieht man natürlich nicht, führt aber zu schwammigen Bass, die Tipps mit Büchern usw. sind daher, naja...)) und andererseits die tiefen Frequenzen gut dämpft.
Die erste Faustformel ist: Masse hilft! größere Masse hilft noch mehr!
Was man da nimmt ist hautsächlich optisch relevant. "Richtige High-End Leute" schwören auf Schiefer, weil das eine hohe innere Dämpfung hat (im Vergleich). Marmor sieht gut aus und Wachbeton-Platten tun genauso den Job (Masse).
Auf der einen Seite sollen die LS möglichst gut mit der Masse verbunden sein, dafür nimmt man Spikes) auf der anderen Seite gegen den Boden entkoppelt werden. Hier kommen Feder/Dämpfer ins Spiel und es hängt davon ab, wie schwer das ganze ist und wie aufgebaut.
Halbierte Tennisbälle und (sündhaft teure) High-End Absorber wurde schon genannt. Man kann aber auch Schallschluckmatten für Waschmaschinen probieren (sehr hart -> hohe Masse) oder Gummi-Platten für Spielplatz Begrenzungen.

Also mit zwei Waschbetonplatten und der geeigneten Gummi-Matte / Tennisbällen bist du mit <10€ dabei und hast eine wirkungsvolle Entkopplung vom Boden!
 
Diese Anti-Rutschmatten die immer von den LKWs fallen funktionieren auch ganz gut.
 
grundsätzlich besteht schall aus wellen. diese übertragen sich auf alles was an um um die schallquelle ist. d.h. boden, decke, wände etc. je schwerer und massiver umgebende gegenstände sind umso weniger neigen sie zum mitschwingen.
gerade in altbauten sind die wände und decken oft eher leicht konstruiert, d.h. sie neigen dazu mitzuschwingen.
all diese schwingungen kommen letztendlich an deinem ohr als "klang" an. also sowohl die erwünschten (boxen/lautprecher) als auch die unerwünschte (raumschwingungen).
im schlimmsten fall bilden sich resonanzfrequenzen die durch´s ganze haus dröhnen.

ich würde zwei maßnahmen vorschlagen:
1.) die boxen vom boden entkoppeln (gute vorschläge stehen ja schon hier)
2.) die umgebenden wände und decken optimieren. d.h. die schallquelle nicht auf ein "hartes" ziel ausrichten. möglichst lange vorhänge vor oder an die fensterfronten, sofas, möbel etc.
letztendlich geht hierbei darum die schallquellen zu "brechen"
wenn es sich um bassreflexboxen mit einer öffnung nach hinten handelt: nicht zu nahe an die wand stellen.
 
Mr.String schrieb:
Naja gut jetzt habe ich gelesen, dass man bei alten Böden am besten die Boxen entkoppeln sollte. Ich hab aber auch gelesen, dass wohl die "ultimative" Lösung wäre, die Boxen auf eine Granitplatte anzukoppeln (mit Spikes o.ä.) und dann die Granitplatte wieder zu entkoppeln vom Boden.

Macht dass denn Sinn und ist besser als "nur" die Boxen vom Boden zu entkoppeln oder reicht das völlig aus?

Bringt die ganze Entkopplungssache wirklich was oder ist das nur "Aberglaube"?

Ja das macht Sinn und ist auch so richtig bei schwingenden Böden.

Faustregel:
Weiche/Schwingende Böden (Schwimmend verlegt, Linoleum, Parkett etc.) => Entkoppeln
Harte Böden (Fliesen, Beton) => Ankoppeln

Andy8891 schrieb:
benötige ich nun noch unbedingt die spikes oder sollte jetztige konstruktion ausreichen

Idealerweise ja. Siehe oben.
 
Okay da seid ihr euch ja alle ziemlich einig! Werde mich dann wohl mal umschauen in den nächsten Tagen, wie ich das umsetzen werde. Vielen dank für die hilfreichen Antworten. :)
 
Gudii schrieb:
grundsätzlich besteht schall aus wellen. diese übertragen sich auf alles was an um um die schallquelle ist. d.h. boden, decke, wände etc. je schwerer und massiver umgebende gegenstände sind umso weniger neigen sie zum mitschwingen.
gerade in altbauten sind die wände und decken oft eher leicht konstruiert, d.h. sie neigen dazu mitzuschwingen.
all diese schwingungen kommen letztendlich an deinem ohr als "klang" an. also sowohl die erwünschten (boxen/lautprecher) als auch die unerwünschte (raumschwingungen).
im schlimmsten fall bilden sich resonanzfrequenzen die durch´s ganze haus dröhnen.

ich würde zwei maßnahmen vorschlagen:
1.) die boxen vom boden entkoppeln (gute vorschläge stehen ja schon hier)
2.) die umgebenden wände und decken optimieren. d.h. die schallquelle nicht auf ein "hartes" ziel ausrichten. möglichst lange vorhänge vor oder an die fensterfronten, sofas, möbel etc.
letztendlich geht hierbei darum die schallquellen zu "brechen"
wenn es sich um bassreflexboxen mit einer öffnung nach hinten handelt: nicht zu nahe an die wand stellen.

eigentlich ist alles was du schreibst bis auf den ersten Absatz (daher das Vollzitat, sorry dafür) nur halb richtig bis falsch!

Wenn Gegenstände zum Schwingen angeregt werden, dann tragen sie eben nicht zum Schalldruck (und sauberen Klang) bei, sondern der Schall wird absorbiert (in Wärme und/oder mechanische Energie umgesetzt).
Wir reden hier aber über den "Körperschall", d.h. die direkten mechanischen Schwingungen, die von den LS in den das Gebäude übertragen werden.

Wenn wir über (Bass) Schallwellen reden, dann breiten die sich kugelförmig in alle Richtungen aus. Es ist also ziemlich egal, in welche Richtung der LS oder das BR Rohr "strahlt" es breitet sich eh in alle Richtungen aus!

"Brechen" kann man maximal den Mittelton aber selbst dafür muss man schon mit richtigen Möbeln auffahren. Mit Vorhängen kann man nur den Hochton etwas dämpfen. Für den Bass muss man wesentlich heftigere Geschütze auffahren!
 
Oder das richtige Equipment nutzen - wie hies dieser externe EQ für den Bass nochmal,der Raummoden bedämpft? Mickey ,das musst doch du wissen...
Edit -okay ,wohl aber zu teuer für den TE ?
http://www.ak-soundservices.de/seiten/am8033.html
 
Zuletzt bearbeitet:
ja das Teil wird ja anscheinend dem Subwoofer vorgeschaltet, ich hab aber gar keinen, sondern nur meine 2 GLE 490 und ich denke bzw hoffe, dass ich das Problem mit den oben genannten Dingen in den Griff bekommen werde, hört sich zumindest vielversprechend an. ;)

Edit: habe gerade das Teil hier gefunden, würde doch ausreichen oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Halte ich für etwas teuer... Geht sicherlich günstiger. Ich würde ja - rein der Optik wegen - die Marmor/Schieferplatten Variante nehmen :D
 
Ja war auch vorhin gleich mal unterwegs und hab mir zwei Platten im Baumarkt besorgt. ;)
Hab mir auch bei MM Spikes gekauft, muss die Sch***teile nur an die Boxen bekommen...:freak: Da sind zwar so Klebepads dabei nur leider halten die Teile gleich null, sind sofort abgefallen, naja muss jetzt mal schaun wie ich die Spikes an die Boxen bekomme, irgendwie hinkleben wird schon gehen, hab noch von Pattex so Superkleber da, weiß aber nicht wo, mal schaun...:D
 
Ordentliche Lautsprecher haben bereits Gewinde für Spikes :p

Aber ernsthaft, probiers mal mit Tesa PowerStrips. Die halten eigentlich in der Regel Bombe.
 
haha ;) dachte eigentlich auch, dass die Leute von Canton ordentliche Gewinde verbauen, aber die Füße waren einfach mit normalen Schrauben mit dem Gehäuse verschraubt, dachte ich dreh die Füße einfach ab und schraub die Spikes drauf. :rolleyes: hab die erste Box schon verarztet, steht auch schon. :)
 
Mal ehrlich - du kaufst dir Lautsprecher aus der Einsteigerserie und gibst dann so viel Geld fürs entkoppeln aus?
Ich habe in der Arbeit so Isoliermatten Reste gefunden und fand die Konsistenz ganz gut - die Matten wren 3 cm stark - mittlerweile stehen meine Frontspeaker und mein Subwoofer auf den DINGERN - das Ergebnis würde ich als sehr gut betrachten, beim SUB habe ich mir 4 Quadrate mit 5 cm zugeschnitten; musste gleich mal den Pegel erhöhen und die Boost Frequenz nach unten schrauben, so herb war das - meine Bude wurde 1950 gebaut und hat Holzboden.
 
Öhm anscheinend gehen unsere Definitionen von "viel Geld" etwas auseinander. Hab alles in allem für das Zeug heute 40 Euro bezahlt, also 20 pro Box. Find ich im Verhältnis zum Anschaffungspreis der Boxen angemessen, zumindest aus meiner Sicht. Der erste gewünschte Verbesserungseffekt ist zumindest nach kurzem Test gefühlt da, werde das aber noch ausgiebiger testen mit Titeln dich als Vergleich zu davor habe. Im täglichen Büroalltag ist es außerdem meistens eher schwer solche Reste wie du auf der Arbeit zu finden und die dann für die Entkopplung der Boxen zu verwenden. :p
 
es macht sicherlich Sinn bei der Dämpfung unter den schweren Platten etwas zu experimentieren. Da hat man ja viele Möglichkeiten, eine ganze Dämmplatte, nur an den Ecken, mehrere Lagen übereinander usw.
Da kannst du auch am meisten gewinnen!

Allerdings sind Spikes ohne Gewinde in den LS nicht so richtig wirksam. Normalerweise sollten die schon ordentlich fest sitzen und gekontert werden (machen viele Leute nicht). So zählt wieder das schwächste Glied in der Kette und wenn du die LS _ankoppeln_ möchtest, dann hast du halt schon die Powerstrips dazwischen. Im Prinzip kann die Lösung mit Spikes und Powerstrips nicht besser sein als die PS alleine...
 
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