Broadwell-E und Adobe - Erfahrungen?

dersuperpro1337

Lieutenant
Registriert
Jan. 2015
Beiträge
1.007
Hallöchen in die Runde,

es ist nicht das erste Mal, dass ich mich monatelang vor einer Entscheidung drücke die eigentlich schon längst hätte fallen müssen. So auch hier und in diesem Thread wünsche ich mir, dass ihr mir mit Erfahrungsberichten weiter helft.
Ich bin nebenberuflicher Fotograf und Filmer und arbeite vor allem bei der Begleitung von Events: Hochzeiten, Konzerte, Feiern etc. Ich nutze Nikon Kleinbildkameras und Filme mit bis zu drei 1080p Kameras in AVCHD, ProRes und H.264. Am PC arbeite ich mit Premiere Pro und Lightroom.
Mein Setup ist momentan wenig spezialisiert, recht langsam und es soll in naher Zukunft Abhilfe mit einem neuen System geschaffen werden. Nur fehlen mir Erfahrungsberichte zu den oben genannten Programmen, die mir dabei Helfen, mich für eine CPU zu entscheiden.

Zur Auswahl stehen der 6800k und der 6900k mit einer beachtlichen Preisdifferenz. Die einzigen einigermaßen verlässlichen Quellen für meine Nachforschungen waren die Artikel von Pugetsystems, welche generell davon sprechen, dass die Skalierung nach 6 Kernen drastisch abfällt.

Wer von euch hat Erfahrungen mit dem Umstieg von 4 auf 6 und/oder 8 Kerne im Bereich Fotografie und Film? Was würdet ihr mir raten?
Es geht mir generell weniger um Renderzeiten als um das flüssige arbeiten mit den Programmen, was momentan nicht immer gewährleistet ist.
 
Flüssiges Arbeiten: i7-6700k mit vieeeeel RAM und schnellen SSDs.
Ausser du willst übertakten, aber dann ist Broadwell-E wiederum die falsche Wahl.
Je mehr Kerne desto niedriger der Takt, je niedriger Tak desto unflüssiger das Arbeiten. Viele Kerne sind nur sinnvoll für lange Beabeitungsschritte wie RAW Konvertierung vieler Bilder oder das encoding eines längeren Films.
 
HominiLupus schrieb:
Viele Kerne sind nur sinnvoll für lange Beabeitungsschritte wie RAW Konvertierung vieler Bilder oder das encoding eines längeren Films.

Vielleicht ist es hilfreich, wenn ich sage, dass ich momentan einen 3770k auf 4,3GHz habe zusammen mit 32GB 1600er RAM, also so weit ist der 6700k nicht entfernt. Somit scheidet dieser meiner Ansicht nach aus.
In Lightroom ist mit mehreren tausend 24 MP Raws momentan nicht an angenehm schnelles Arbeiten zu denken. Hier muss ich ungefähr jede Stunde ein Mal neu starten, da das nächste Bild ca 4 Sekunden lädt oder eine 1:2 Vorschau mehrere Sekunden braucht.
Und in Premiere hängt und lädt auch alles nur, wenn ich mit Multicam Timelines von >1h arbeite.
 
Da du ein Übertakter bist: i7-5820k und den dann eben übertakten.
Das mit dem neu starten, hängen, etc.: da hilft imho keine neue Hardware.
 
HominiLupus schrieb:
Da du ein Übertakter bist: i7-5820k und den dann eben übertakten.
Das mit dem neu starten, hängen, etc.: da hilft imho keine neue Hardware.

Ich weiß, dass Adobe Produkte trotz ihres unmöglichen Preises relativ schlecht optimiert sind. Ich erhoffe mir durch die Neuanschaffung eine leichte Verbesserung, die mir zumindest nicht täglich die Nerven raubt.
Ist der 5820k nicht ein wenig hinter dem 6800k bei ähnlichen Taktraten um die 4.2-4.5 GHz? (Unabhängig vom Stromverbrauch und der Temperatur) Oder ist das wirklich unerheblich?

Hat jemand zusätzlich noch Praxiserfahrungen?
 
Was bei mir viel gebracht hat ist den LR Katalog auf eine SSD zu verschieben.
Erstellst Du beim import in LR gleich die 100% Ansicht?
Solltest Du tun, der Import dauert dann zwar länger, dafür hast Du dann aber ein schnelleres arbeiten.
In den Einstellungen soltest Du noch das löschen der 100% Ansicht nach 30 Tagen ausschalten.
 
marco500 schrieb:
Was bei mir viel gebracht hat ist den LR Katalog auf eine SSD zu verschieben.
Erstellst Du beim import in LR gleich die 100% Ansicht?
Solltest Du tun, der Import dauert dann zwar länger, dafür hast Du dann aber ein schnelleres arbeiten.
In den Einstellungen soltest Du noch das löschen der 100% Ansicht nach 30 Tagen ausschalten.

Habe die Library mal auf die SSD geschoben und erstelle momentan mal die 1:1 Ansichten für die aktuell relevanten Fotos.
Das hatte ich auch schon mal als Standardeinstellung ausgewählt, nur hilft mir das meist wenig, da ich nach dem Import gerne schon mit dem Bearbeiten der Bilder beginnen möchte und nicht 4 oder 5 Stunden auf die 1:1 vorschauen warten will.
Die Bilder selbst kann ich leider nicht auf die SSD schieben, da diese bei weitem zu klein ist.

Arbeitet jemand momentan mit LR / PP mit einem 6 oder 8 Kerner und kommt von einem 4 Kerner? Mir fehlen leider momentan immer noch ein wenig die Erfahrungsberichte.
 
Hallo,

ich habe zwar mit Photoshop hobbymessig zu tun gehabt und die Erfahrung insofert gemacht, dass eine schnelle Platte Abhilfe schafft.
Falls die Programme die nutzt, ähnlich gestrickt sind wie das PS und du eine normale SSD, also über SATA anbindung benutzt, versuch doch mal eine M.2 über einen PCIx4 Adapter zu nehmen. Die ist zwar nicht günstig, im vergleich zur Anschaffung eines komplett neuen Systems wesentlich günstiger.

Eine Samsung 960 Pro mit 1TB soll demnächst kommen, wobei ich weiß nicht ob für dich eine mit 512GB auch ausreichen kann.
Eine etwas günstigere Alternative, könnte die Samsung 950 Pro sein, oder die ebenfalls bald erscheinende M.2 860 Evo oder so.
Es gibt Artickel auf CB zu den Spezifikationen und einigen Benchmarks.

Jedenfalls falls die Programm IO lastig sind, was meinem Verständniss nach ein Videoschnittprogramm ist, wäre eine solche SSD sinnvoll.

Sag bescheid, falls du das austesten konntest und viel Erfolg.
 
Zurück
Oben