cruse schrieb:
schutzleiter einfach weglassen. brauch kein mensch!
Sechs, setzen. Der Schutzleiter dient (in der Hauselektrik) primär dem Personenschutz und soll vermeiden, daß an Gehäusekörpern gefährliche Berührungsspannungen anliegen können.
Brummschleifen können auf mehrlei Arten entstehen. Die wohl häufigste Art liegt in der (unsymmetrischen) Verbindung zweier Geräte der Schutzklasse II (Schutz durch Isolation) oder einem Gerät der Schutzklasse II und einem Gerät der Schutzklasse I (Schutz durch "Erdung"), die mit unterschiedlichen Referenzpotentialen arbeiten. Da bei Schutzklasse II kein eindeutig bestimmtes Referenzpotential versorgungsseitig "mitgeliefert" wird, arbeiten einige Geräte mit dem Neutralleiter als Referenz, andere wiederum "definieren" ein eigenes Referenzpotential hinter dem Netzteil. Wenn hier keine galvanische Trennung von der Versorgungsspannung (und keine Entkopplung der Geräte) stattfindet, kommt es zwangsläufig zu Ausgleichsströmen, die sich als das bekannte Brummen bemerkbar machen können.
Teilbelastete Schutzleiter können ein anderes Problem sein, wenn es sich primär um Verbindungen von Geräten der Schutzklasse I, ebenso wie ein "schwebender" Schutzleiter, der nicht eindeutig auf das Referenzpotential ("Erde") gezogen wird oder aber eine schlechte Verbindung (hohe Übergangswiderstände, z.B. durch gealterte, verkettete Mehrfachsteckdosen) hat.
Die einfachste, fachrichtige und auch gebräuchlichste Lösung der obigen Probleme ist (abgesehen von einer Überprüfung der Hauselektrik durch eine qualifizierte und kompetente Elektrofachkraft) die galvanische Trennung der Geräte voneinander, durch z.B. eben passive Übertrager. Die Bäh(!)ringer HD400 ist sicherlich nicht die beste Empfehlung, die darin verbauten OT-1 sind meist auch ohne Zusatzbeschaltung und eher von mittelprächtiger Qualität, erfüllen aber ihren Zweck. Gute Übertrager sind deutlich teurer.
Eine andere Möglichkeit wäre die Trennung durch Signalwandler und eine Ausführung der Verbindung in LWL. Hat nur den Nachteil, das man damit weitere Geräte in den Signalkreis einbringt und ggf. das Problem auch in der Teilstrecke Gerät -> Wandler auftritt. Hier ist eine technisch einwandfreie Versorgung wie auch die richtige Auswahl (Abstimmung der Geräte aufeinander) wichtig (was man auch schon bereits beim Kauf der beiden Endgeräte hätte beachten können und sich somit die ganzen Sorgen hätte ebenfalls sparen können).
Skyy223 schrieb:
Ich hätte in physik besser aufpassen sollen
Allerdings. denn das hier:
Skyy223 schrieb:
Zu einer solchen Schleife kommt ea durch meinen Bildschirm aber nicht weil die Verbindung zwischen LED und PC digital ist (hdmi) richtig? Also spielen nur alle diejenigen Geräte eine Rolle die analog in Verbindung zueinander stehen.
ist sinnfrei. Ob das Signal nun analog oder digital übertragen wird, ist hinfällig. Entscheidend ist, daß zwischen beiden Geräten eine leitfähige Verbindung besteht (die Geräte also weder galvanisch voneinander noch vom Netz getrennt sind). Wenn nun beide Geräte mit unterschiedlichen Referenzpotentialen arbeiten, werden zwischen beiden Geräten Ausgleichsströme fließen -> "Brummschleife".