[BU] Wechseln, Behalten oder wichtige Rahmenbedingungen?

_killy_ schrieb:
Jede Art von Einnahmen wird auf die Harz IV Leistungen angerechnet. Somit auch Leistungen aus einer BU Versicherung.

Kann auch sein, dass ich das im Gespräch falsch aufgefasst hatte. Aber der Berater sprach glaube ich von einer Erwerbsminderungsrente oder etwas ähnlichem. Diese sollte nicht zu Harz vier zählen.

Bärenmarke schrieb:
Das was killy sagt stimmt schon, du bekommst kein Hartz IV, wenn du eine andere Einnahmequelle hast. Sprich es macht aus meiner Sicht eigentlich nur Sinn, wenn man sich für 2k€ absichert oder es bleiben lässt und dann halt im Notfall auf Sozialhilfe niveau abfällt. Du musst immer bedenken, es gibt wenige ehrliche Versicherungsmakler, die meisten wollen dir nur was andrehen und Provision kassieren! Am schlimmsten finde ich da immer die Kreissparkassen die den Jugendlichen in der Ausbildung eine BU für 500€ andrehen... Total für die Katz und sinnfrei für die Versicherungsnehmer, die einzigen die sich da freuen sind die Sparkassen

Mein Versicherungsmakler ist ein guter Freund von mir. Deswegen verlasse ich mich da eigentlich drauf was er sagt. Ich glaube ich kann 25% ohne Gesundheitsprüfung erhöhen und meinen alten Wert bekomme ich auch so problemlos wieder.

Ich werde aber definitiv wenn ich wieder arbeiten gehe einmal mehrere Angebote einholen auch für meine anderen Versicherungen.
 
..Für 1.000€ brauchst du keine BU. Sich auf Harz IV Niveau abzusichern macht kein Sinn ......
So ganz stimmt das nicht. Wer vorhat in seinem Leben Vermögen aufzubauen oder bereits Vermögen besitzt, für den macht das sehr wohl Sinn, denn er kann dann sein Vermögen behalten und braucht nur die 1000 € zum reinen Konsum. Besitzt man abbezahltes Wohneigentum, was z. Bsp. mit BU-Enddatum 60 Jahre gut zu schaffen ist, dann können 1.000€ neben den evtl. EU-Leistungen aus der gesetzlichen/privaten RV oder weiteren privaten Einnahmen (Vermietung/Kapitaleinkünfte) in den meisten Fällen völlig ausreichen.

Es ist mir unverständlich, warum ständig so getan wird, als ob die Menschen heutzutage sich vermögenstechnisch nichts aufbauen würden und ALG2 die einzige Alternative bei Verdienstausfall sein soll. Wohngeld/Lastenzuschuss gibt es zum Beispiel für Einkommensschwache auch mit kleinem Vermögen. In vielen tatsächlichen BU-Fällen ist es ja auch gesundheitstechnisch noch möglich, sich ein klein wenig hinzu zu verdienen, nur nicht mehr im Vollerwerb.

Ich habe von einem Finanzmathematiker einmal gelesen, dass man seine BU-Versicherung finanztheoretisch entweder sehr zeitig (um 20 Lebensjahre) oder ab 40 Jahre abschließen sollte. Bei frühzeitigem Abschluss bekommt man sehr niedrige Beitragstarife und ab 40 Lebensjahren steigen statistisch die anzugebenden Vorerkrankungen stark an, was die Beitragshöhen nach oben treibt.

Alles ist natürlich sehr abhängig von der persönlichen Situation (Gesundheit+Beruf+Vermögen) , weshalb eine gute Analyse der eigenen Situation vor Abschluss einer BU-Versicherung und kompetente Beratung unablässig sind. Im Regelfall hat man eine BU-Versicherung viele Jahre lang und ein Wechsel ist nach eingetretener Erkrankung meist nie mehr sinnvoll.
 
ThomasK_7 schrieb:
So ganz stimmt das nicht. Wer vorhat in seinem Leben Vermögen aufzubauen oder bereits Vermögen besitzt, für den macht das sehr wohl Sinn, denn er kann dann sein Vermögen behalten und braucht nur die 1000 € zum reinen Konsum. Besitzt man abbezahltes Wohneigentum, was z. Bsp. mit BU-Enddatum 60 Jahre gut zu schaffen ist, dann können 1.000€ neben den evtl. EU-Leistungen aus der gesetzlichen/privaten RV oder weiteren privaten Einnahmen (Vermietung/Kapitaleinkünfte) in den meisten Fällen völlig ausreichen.

Ich kann deinen Gedankengang nachvollziehen, aber für mich beist es sich ein wenig ehrlich gesagt. Wenn ich vermögend bin bzw. mir welches aufbaue, habe ich doch in der Regel auch das Geld mich höher abzusichern, so wie in meinem Fall mit 2k für 49,xx. Finde ich jetzt nicht die Welt und man kann es ja von der Steuer absetzen. Weil wenn du Mieteinkünfte etc hast wäre die Frage ob man das so dann zwingend braucht?
Aber ist wie mit allem natürlich ein Rechenbeispiel, was ich aufjedenfall auch wichtig finde ist eine Unfallversicherung zusätzlich zur BU.

@Smash32
Ich würde sowas immer trennen. Freundschaft und Geschäft und ist immer kritisch finde ich, ich möchte ihm da auch nichts unterstellen, aber vergleichen schadet da finde ich auch nicht. Ein Freund von mir ist auch bei einer Versicherung Regionalleiter, aber ich hab bei ihm trotzdem keine Versicherung, da andere Versicherungen mir einfach bessere Konditionen bieten.
 
Ja, das stimmt wohl @Bärenmarke. Darf ich fragen wo du deine Versicherung abgeschlossen hast und was für einen Beruf du ausübst? Preislich hört sich das schon sehr interessant an. Ich bekomme auch immer sehr günstige Angebote von der Hannoverschen direkt. Aber irgendwie kann ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, eine Versicherung bei einem Direktversicherer abzuschließen.
 
Selbstverständlich darfst du, bei der BU habe ich lange verglichen und mir Angebote eingeholt und hab diese dann bei der Allianz abgeschlossen. Allerdings nicht online, sondern über das nächstgelegene Büro von ihnen, hat mich genauso viel wie in meiner Recherche gekostet (also wie online) und die Leute dort waren sehr nett und wollten mir auch nichts andrehen. Sie haben mich zwar gefragt ob sie mir noch ein paar Fälle durchrechnen sollen, damit ich mehr zum vergleichen habe also ab 60, 63, 67. Habs mir dann auch nochmal angeschaut und mich dann für die 60 Jahre entschieden.
Bei so reinen Direktversicherungen bin ich immer etwas skeptisch, da muss man immer viel Google Arbeit leisten was die Schadensfälle betrifft, damit man an keinen schlechten gerät. Davon hat mir beispielsweise auch mein guter Freund abgeraten, da sie mit solchen Direktversicherungen immer viel Probleme haben. Z.B. manche Autowerkstätten nehmen dich nicht als Kunden an, wenn du einen Unfall hattest und sagst die Reperatur zahlt Versicherung XY, da die dann ewig auf ihr Geld warten müssen und kein Bock darauf haben (verständlich).

Beruflich hab ich einen Bürojob in einem Großkonzern, gab daher also keinen Malus bei der Versicherung. Die einzige körperliche "Schwerarbeit" ist, wenn man mal Baugruppen oder ähnliches tauschen/testen muss. Aber gerade deswegen finde ich es bei einer BU auch besser, wenn man die Versicherungsfragen mit einem Mitarbeiter vor Ort durchgeht, weil dann kann die Versicherung da im Nachgang ja nicht kommen bezüglich falsch Angaben, wenn man eventuell eine Frage nicht richtig verstanden hat.

Auch wenn es vielleicht etwas verpöhnt ist, aber ich finde check24 dafür gar nicht mal so schlecht, ich hab mir daraus immer die Anbieter mit den besten Leistungen rausgepickt und hab mir die dann genauer angeschaut.
 
Bärenmarke schrieb:
Wenn ich vermögend bin bzw. mir welches aufbaue, habe ich doch in der Regel auch das Geld mich höher abzusichern, so wie in meinem Fall mit 2k für 49,xx. Finde ich jetzt nicht die Welt und man kann es ja von der Steuer absetzen.

Die steuerliche Absetzbarkeit einer BU-Versicherung ist leider etwas komplexer wie hier dargestellt. Eine klassische BU-Versicherung fällt zwar unter Vorsorgeaufwand. Allerdings ist die absetzbare Summe für Vorsorgeaufwand nach oben beschränkt und in vielen Fällen bereits durch Krankenversicherung völlig ausgeschöpft, vgl. folgenden Link: https://www.finanzen.de/news/16317/berufsunfaehigkeitsversicherung-kaum-steuerlich-absetzbar
 
Stimmt das hatte ich ganz vergessen, der Staat ist ja leider ziemlich gierig und lässt einem da nicht so viel Spielraum... :(
 
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