News Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden

Ergo NIE.

Die Telekom hat doch vor 10 Jahren schon die Flatrates gegen Volumentarife tauschen wollen, und was ist passiert? Das Gegenteil... Alles da und stellenweise sogar günstiger.

Die Leerröhrchen für die GF Anschlüsse sind mittlerweile verlegt in unserem Dorf. Aber wann und wie es weiter geht... keine Ahnung.

br3adwhale schrieb:
Ist das ein zu dummes Gedankenexperiment oder ist an der Nummer was dran?

Durchaus legitimes Denken.

Die Digitalisierung hat nicht nur Vorteile.
Deswegen darf man auch Bargeld (als Alternative!) niemals abschaffen.

Der Stromausfall in Berlin hat gezeigt, wie das aktuelle Leben zum erliegen kommt. Früher war sicher nicht alles besser. Aber auch eben nicht alles schlecht.

Immerhin war Wegner zuerst wieder "am Netz". :D
 
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br3adwhale schrieb:
[...]
Früher™ mit den analogen Leitungen, kam die Energieversorgung für das Telefon von der Vermittlungsstelle, durch das Kupferkabel und über die TAE-Dose zum Telefon.

Notrufe? Nicht mehr möglich. Vielleicht hat das Handy noch Akku und der Funkmast Strom. [...]
Hast du dann als Backup noch ein kabelgebundenes Festnetztelefon in der Schublade liegen? Oder hast du vielleicht ein schnurloses DECT Telefon mit einer Basistation? Wenn diese Basisstation keinen Strom hat, dann ist dein Festnetzmobilteil auch nicht mehr benutzbar.

Davon abgesehen, ist bei den meisten Haushalten das Telefon vermutlich am Router angeschlossen und nicht mehr an der TAE Dose. Eine DSL Abschaltung oder ein Weiterbetrieb ändert nichts an der in der Praxis schlechten Verfügbarkeit von Festnetztelefonie im Falle eines Stromausfalls.
 
Monarch2 schrieb:
Die Vorschläge der Bundesnetzagentur hören sich doch recht vernünftig an. Vor allem Open Access, das ist sehr wichtig um neue Monopole zu verhindern.
Smart ist da jetzt, dass die Glasfaser-Anbieter nicht mehr unbedingt die Wettbewerber aus ihrem Netz raus halten wollen. Denn wenn sie die Wettbewerber auf ihre Leitungen lassen, geht alles über ihre Leitung und nichts mehr über Kupfer.
 
anexX schrieb:
Habe seit 8 Jahren Kabel und bin sehr zufrieden mit meinen 500 Mbit Down- und 30 Mbit Upstream :)
Ist extrem Segment-Abhängig. Wir hatten Kabel-Internet und Abends nur noch 1mbit/s. Dann DSL und als Vodafone dann Gbit-Internet angeboten hat, der Sache nochmal eine Chance gegeben: Seit dem stabile Leistung. Gibt sonst alle ~8 Wochen mal eine Störung.
 
FTTH FTW 🙌
 
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Bei uns ist die Glasfaser schon lange vor den Wohnhaus nur mein Vermieter hat probleme damit die in den Wohnungen zuverlegen zulassen , schade !

Meinen Tarifwechsel bei der Telekom von DSL zu Glasfaser ist schon vor Jahren bestellt,
ich habe eine AVM FRITZ!Box 7530 und dazu hier schon das Telekom Glasfasermodem 2 in der Schublade liegen
und zukünftig würde ich ehr zur FRITZ FRITZ!Box 4630 mit den Telekom Glasfasermodem 2 wechseln wenn ich Glasfaser doch noch bekommen würde.

Habe erst gut ein Vierteljahrhundert DSL mit glück bekomme ich vielleicht im nächsten Jahrzehnt Glasfaser ... ?

frankkl
 
anexX schrieb:
Habe seit 8 Jahren Kabel und bin sehr zufrieden mit meinen 500 Mbit Down- und 30 Mbit Upstream - zero problems at all. :)
30 Mbit Upload sind aber verdammt wenig. Backups machen damit sicher keinen Spaß :evillol:

Habe das 10fache davon (mehr ginge schon aber kostet mir zu viel) und das ist genau richtig.
 
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LikeHike schrieb:
Meinen Eltern wurde jetzt Glasfaser von e.on angeboten - die Preise sind absoluter Wucher und stehen in keinem Bezug zur Leistung.
Und erst die Stromgrundversorgung - 2 1/2 facher Preis im Vergleich zur Konkurrenz.
 
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In gesamt Ingolstadt hat quasi nur COMIn Glasfaser und die anderen dürfen nicht. Das ist ein fettes Monopol und niemanden juckts. Solang der Staat hier nicht endlich mal durchgreift und die Leitungen zwingend für alle anbindet, wird das eh nie was
 
Ich verstehe nicht warum hier schon über Entwicklungen diskutiert wird die frühestens im 41. Jahrtausend stattfinden werden.
Flächendeckende GF haben wir nur durch Definitionstrickserei. Tatsächlich versorgt ist damit auch in naher Zukunft keiner.
 
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Conqi schrieb:
Vermieter, die sich gegen Glasfaser stellen, sind mir ein Mysterium. Billiger kriegt man doch keine Wertsteigerung für seine Bude. In 10 Jahren wir das Ding ohne Glasfaser keiner mehr haben wollen.
Zumal da auch nicht irgendwelche "großen" Löcher gebohrt werden. Ist ja nicht so, dass die da mit nem 400er Kernbohrer anrücken. In der Regel kommt da nen etwa daumendickes Loch durch die Außenwand, das auch wieder feuchtigkeitsdicht versiegelt wird. Wenn das Gebäude nen Keller hat, liegt die Borung sogar unterirdisch, ist am Ende von Außen also gar nicht mehr sichtbar und innen sieht man auch nur ne Strippe aus der Wand kommen.
 
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Conqi schrieb:
Vermieter, die sich gegen Glasfaser stellen, sind mir ein Mysterium
Eigentümer (m/w/d) ist steinalt -> seit jahrzehnten nicht mehr Berufstätig -> kein "professioneller Bedarf"
Eigentümer (m/w/d) ist steinalt -> hält Fax und Verrechnungsschecks für Stand der Technik, obwohl beides kaum noch praktisch durchführbar ist
Eigentümer (m/w/d) ist steinalt -> lineares Fernsehen und Rundfunk- Radio sind die elektronischen Unterhaltungsmedien der Wahl

Wer bei so wenig extrinsischer Motivation schon in den 1990er Jahren nicht mehr ganz jung war und nicht zufällig eine gewisse intrinsische Motivation und entsprechendes persönliches Interesse an "modernen" Entwicklungen mitbringt, versteht in den 2020ern so ein Thema halt einfach nicht mehr. Und dann wird es schwer. Klar, Wertsteigerung versteht jeder, aber das müssen Dir die Leute auch erst einmal glauben. Da könnte ja jeder kommen und Dir was aufschwätzen...

Klar gibt es Eigentümer, die nicht mehr jung sind, aber jung geblieben - genauso wie den umgekehrten Fall. Aber in der Masse korreliert die Häufigkeit des Auftretens dieses Problems halt tatsächlich mit dem Alter desjenigen, der seine Zustimmung geben muss.

Und schau Dir die Anwenderseite an, wie viele Leute jeden Alters sitzen seit Jahren auf irgendeinem "lahmen" (<< 50 Mbit/s), aber billigen DSL- Tarif, sind überhaupt nicht dadurch eingeschränkt (man lebt alleine Webbrowsing geht, Netflix geht, Onlinespiel XYZ geht, telefonieren geht - was will ich mehr?) und natürlich nicht bereit, auch nur einen Cent mehr zu bezahlen. Menschlich sehr verständlich, wie ich finde. Und manche Menschen können tatsächlich auch nicht mehr bezahlen, obwohl sie gerne würden oder vielleicht sogar eine schnellere Leitung "bräuchten" (remote work etc.).

Solange die neuen Anbieter keine billigen Tarife anbieten, wird das halt nix.
 
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Monarch2 schrieb:
Vor allem Open Access, das ist sehr wichtig um neue Monopole zu verhindern.
Leider nicht den das was als "Open-Access" verstanden wird in Deutschland ist ein Netz Betriebs Monopol.
Es wird anderen nur Angeboten zu vorgegebenen Preisen und Leistungen als Wiederverkäufer aufzutreten.
Quasi das gleiche Produkt nur anderes Etikett und Verpackung.

Was Angeboten wird auf dem Netz bliebt rein beim Netzbetreiber.

Die Nachteile die du dabei als Endkunde hast sind z.b.

Du bekommst fast nie die volle technische Möglichkeiten des Glasfasernetzes.
Die Tarife sind nach Bandbreite gestaffelt und Teuer.
Es gibt wenig Flexibilität bei der Produktgestaltung.
Störungen dauern statistisch etwas länger da 2 Involviert sind.
Zukunftsentwicklungen (10/25G-PON, neue Dienste) kommen später oder gar nicht.
 
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Als ich damals den Eigentümer unseres Hauses bei der Besichtigung gefragt habe, welche Anbindungsarten es für das Internet gibt, war seine Antwort nach kurzer Pause: "WLAN".
Also ich habe so meine Bedenken, dass ich frühzeitig zu den 80% mit Glasfaser zählen werde.
 
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Warum das alles so schleppend geht:
1. Telekom hat mit VDSL Glasfaser verhindert hat und wollte Jahrzehnte lange noch schön auf das alte Kupferkabel Geld verdienen. Glasfaserausbau? War für die Telekom bis vor ein paar Jahren quasi ein Fremdwort.
2. VDSL ist mittlerweile für viele in Deutschland ausreichend und sogar oft günstiger als ein Glasfaseranschluss. Warum sollte dann der Bürger von reicht aus und günstig auf etwas Teurem wechseln?

Im Bekanntenkreis haben welche DSL für 19,99€ im Montag und können damit Netflix usw. alles ohne Probleme anschauen. Wieso sollen die dann in einem Glasfasertarif wechseln, welcher 39,99€ bei denen kosten würden. Ich hatte schon die Diskussion mit denen.

Wenn die Telekom damals direkt Glasfaserausbau betrieben hätte, und DSL nur mit 16k überall herumdümpeln würde, gäbe es diese Diskussion hier gar nicht. Denn fast jeder würde sofort von langsam in schnell dann wechseln wollen.

Die Telekom hat es verbockt und nun sollen die Bürger deswegen leiden, indem ihnen Neuverträge zu schlechteren Preisen aufgezwungen werden. Genauso wie verhält es sich mit den Anschlusskosten, welche je nach Wohnlage schnell einige tausend Euro kosten werden? Wer übernimmt diese denn, wenn für ein einzelnes Haus im Dorf nochmal alles aufgemacht werden muss.
Dann kommen noch die Kosten hinzu Internet dahin zu bekommen, wo es heute ist. Wenn in einem Mehrfamilienhaus die Telekomanlage im Keller ist, heißt das dann Elektroinstallation beauftragt Netzwerke erst einmal in die Wohnung zu bekommen. Da sind auch schnell ein paar hundert Euro weg.

Da kann ich die Menschen verstehen, die sagen, mein DSL reicht, keine Lust z.B. 5.000€ zu bezahlen, damit ich weiter Netflix usw. gucken kann, was eh schon läuft ohne Probleme.
 
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Bei mir wurde vor 4 Monaten geklingelt und dann noch mal vor 2 Monaten. Einmal Eon, einmal der lokale Versorger hier. Argumente natürlich, dass Kupfer abgeschaltet wird und das Haus 15% mehr wert sei. Insbesondere die Wertsteigerung ist völlig aus der Luft gegriffen.
Ich sehe aktuell den Bedarf nicht, die 2000€ - 5000€ möchte ich nicht ausgeben und das mit den teuren Verträgen ist mir auch zu risikoreich. Derzeit läuft ein Vertrag mit Vodafone mit 100 Mbit/s.
 
Ist bei mir schon längst passiert.

April 2020 hab ich die Telekom FTTH bekommen, im Sommer 2021 kam ein Telekom Bautrupp und hat die Überland Masten an dem meine Kupferleitung hing umgesäbelt.

Dieser langsamen (10 Mbit max.) fehleranfälligen Drecksleitung weine ich keine Träne nach :D
 
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Knecht_Ruprecht schrieb:
Hast du dann als Backup noch ein kabelgebundenes Festnetztelefon in der Schublade liegen? Oder hast du vielleicht ein schnurloses DECT Telefon mit einer Basistation? Wenn diese Basisstation keinen Strom hat, dann ist dein Festnetzmobilteil auch nicht mehr benutzbar.

Davon abgesehen, ist bei den meisten Haushalten das Telefon vermutlich am Router angeschlossen und nicht mehr an der TAE Dose. Eine DSL Abschaltung oder ein Weiterbetrieb ändert nichts an der in der Praxis schlechten Verfügbarkeit von Festnetztelefonie im Falle eines Stromausfalls.

Jo dann deswegen wie bisher schon vielleicht wenigstens Mobilfunkmasten besser auf Ausfälle vorbereiten. Was anderes wird nicht über bleiben.
 
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