News Bundesnetzagentur: Wann DSL-Anschlüsse zugunsten von Glasfaser abgeschaltet werden

Einsteigerglasfasertarife mit wenig Bandbreite, die preislich mit den günstigen DSL Tarifen mithalten können, sind tatsächlich Mangelware. Ich habe das hier auf dem Dorf auch mitbekommen, einige brauchen halt kein schnelles Internet. Die fragen dann immer warum sie auf Glasfaser wechseln sollen, wenn DSL doch günstiger ist. Die bleiben auch trotz tatsächlich verfügbarem Glasfaser FTTH noch auf ihrer bis zu DSL 6000 Leitung.
 
Vollständig freier "Open Access" geht halt bei der üblicherweise verlegten PON-Topologie prinzipbedingt nicht. Da geht technisch nur Bitstream-Zugang bzw. Einspeisung in das PON-Signal durch den Netzbetreiber als Vorleistungsprodukt.

Dann müsste man es schon von Grund auf wie in der Schweiz machen, wo der Ausbau so erfolgen muss, dass für Mitbewerber der Zugang zu den passiven Netzebenen gewährleistet ist. Heißt also, dass praktisch Point-to-Point Topologie verlegt wird, wo dann die Mitbewerber entscheiden können, ob über eine Faser nachher PON oder AON fahren wollen.
 
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br3adwhale schrieb:
Früher™ mit den analogen Leitungen, kam die Energieversorgung für das Telefon von der Vermittlungsstelle, durch das Kupferkabel und über die TAE-Dose zum Telefon.

Notrufe? Nicht mehr möglich. Vielleicht hat das Handy noch Akku und der Funkmast Strom.

Zugegeben, wie so eine Vermittlungsstelle mit Strom versorgt wird - keine Ahnung, könnte vermutlich auch ausfallen. Aber pauschal quasi ein Backup abschalten? Hmm... ist dann wohl so.
Das ginge ja sowieso nicht mehr.

Ich weiss nicht wies in Deutschland ist, aber in der Schweiz hat man ja sowieso keinen eigenen Anschluss mehr fürs Telefon. Das Telefon wird ans Modem angeschlossen und damit ist eh alles Voice over IP, also Telefon übers Internet.
Damit hat man auch keinen Strom mehr direkt über das Kupferkabel für ein Telefon.
 
modena.ch schrieb:
Ich weiss nicht wies in Deutschland ist, aber in der Schweiz hat man ja sowieso keinen eigenen Anschluss mehr fürs Telefon
In Deutschland ist es in der Regel auch "All-IP", also der Telefonanschluss intern ebenfalls IP-basiert und kein POTS mehr.
 
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Conqi schrieb:
Vermieter, die sich gegen Glasfaser stellen, sind mir ein Mysterium. Billiger kriegt man doch keine Wertsteigerung für seine Bude. In 10 Jahren wir das Ding ohne Glasfaser keiner mehr haben wollen.
Da bist du aber sowas von aufm Holzweg.
Auch wenn man die Leier der Immobilienwertsteigerung immer wieder im Zusammenhang mit Glasfaser hört - so hat diese tatsächlich 0,0 Relevanz für die Vermieter.

Warum? Weil der Immobilienmarkt in Deutschland völlig kaputt ist.
Überspitzt gesagt, könnte man selbst Wohnungen ohne Heizung und fließend Wasser anbieten und die Mietverträge würden einem aus der Hand gerissen.

Ein besonders großes Problem für die Zusage-Quote sind vor allem Partnerschaften zwischen Hauseigentümer und Kabelbetreiber wie Vodafone/PYUR. In solchen Situationen wird der FTTH Ausbau durch fremde Anbieter abgelehnt.

Ich kenne das "Spiel" nur zu gut, da ich selbst Betroffener (Covivio + Vodafone) bin.


In manchen Gegenden wird man seit kurzem kreativ und lässt die Netzebene 4 von Vodafone oder PYUR ausbauen, eben weil nur diese ins Haus gelassen werden.

So zBsp. in Datteln. Auch dort besitzt die Covivio einige Häuser inkl. Vodafone NE4 Partnerschaft.
Die dort ausbauende Westconnect (E.ON), erhielt direkt eine Absage, als es um den Glasfaser HÜP ging.
Jahre später kam es schließlich zu einer Kooperation mit Vodafone - welche aktuell die NE4 für Westconnect aufbaut und dafür zu wahrscheinlich besten Konditionen als OpenAccess Anbieter auf deren Netz mitspielen darf.

https://newsroom.vodafone.de/vodafone-deutschland-und-westconnect-schliessen-glasfaser-kooperation

Ob es sowas bei mir geben wird, ist fraglich.... da hier (Dresden-Cotta) 2022 die Telekom FTTH großflächig verlegt hat und alle Covivio Immobilen (mehrere Hundert Wohneinheiten) bis heute leer ausgehen.

Mittlerweile bin ich selbst kreativ geworden und derzeit in der Planung einen FTTH Anschluss in einem der Nicht-Covivio Häuser zu buchen und diesen per 60GHz Richtfunk zu nutzen - quasi FTTA (Fiber To The Air). 😅

Man kommt sich hier vor wie im Entwicklungsland.

Selbst in der armen und völlig zerbombten Ukraine gibt es symmetrische 2GBit/s Glasfaser.

Am besten für alle wäre, wenn man jedweder Kupferleitung ein Ablaufdatum bis 2030 auferlegt.
Nur so gäbe es Anreiz für einen flächendeckenden Ausbau. Alles andere führt nur zu endlosen Debatten.
 
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Glasfaser ist ganz schön habe auch bei der Telekom den Glasfaser 300 bestellt
und die meisten Internetnutzer können sowieso (bei der Telekom) nur den 600er Tarif voll ausnutzen weil die Hardware oft sehr einschänkt.

Mit DSL bis 250 Tarif kommt man noch gut klar ein Glasfaser 300 Tarif mit guten Upload wäre schön sehe kaum Anwendungen für mehr !

frankkl
 
Knecht_Ruprecht schrieb:
Einsteigerglasfasertarife mit wenig Bandbreite, die preislich mit den günstigen DSL Tarifen mithalten können, sind tatsächlich Mangelware.
Man braucht nicht mal bandbriete zu beschränken nur um preislich unter DSL zu landen.
einfach 1Gbit als Standardprodukt 5-10€ billiger wie DSL.

In Frankreich z.b. bekommst du 1G symmetrisch zum gleichen Preis wie ein DSL Anschluss.
1G ist bei dem Anbieter auch der kleinste Tarif auf Glas.
 
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Ist ein Vertragswechsel zu einem anderen Glasfaser-Anbieter mittlerweile eigentlich problemlos möglich?

Oder sagt dann der neue Anbieter: "Das bisherige Glasfaserkabel gehört dem Anbieter X. Wir legen irgendwann ein eigenes Kabel... kann ein paar Jahre dauern und erzeugt natürlich auch weitere Kosten."
 
LEG Wohnen antwortet immer mit dieser Meldung.

Guten Tag,

wir haben Ihre Anfrage bezüglich eines Glasfaseranschlusses erneut umfassend unter Berücksichtigung der aktuellen Bestimmungen des neuen Telekommunikationsgesetzes geprüft.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass eine Realisierung aktuell nicht möglich ist.

Die besonderen Anforderungen, an diesen Ausbau der Kabelinfrastruktur entweder im Treppenhaus oder in anderen zu prüfenden Leitungsführungen, erfordern u.a hohe brandschutztechnische Standards, um sicherzustellen, dass die Installation funktionsfähig bleibt und baurechtlich zulässig ist.

Wir prüfen kontinuierlich die weitere Planung und den möglichen Ausbau, um unseren Mietern einen Zugang zu Glasfaser zu ermöglichen.

Nebenbei: Sie haben bereits heute in bestimmten Objekten Zugang zu Hybridfiber- und Kupferverkabelungsnetzen, die Ihnen Geschwindigkeiten von über 1000 Mbit/s bieten.

Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Telekom Glasfaser liegt hier vor der Tür, Stadt hat auch selber noch Glasfaser gelegt.
Und bei den Abfragen erhalte ich als Antw. der Ausbau dieser Immo wurde uns untersagt.
 
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Conqi schrieb:
Zumal der einzige nennenswerte Schadensfall das Durchtrennen der Glasfaser ist und die DSL-Kabel liegen oft genug direkt daneben und sind dann auch hin.
Nur flickst du ein durchtrenntes Kupferkabel deutlich einfacher wie eine durchtrennte Glasfaser. Beides zwar aufwendig, aber LWL >>>> Kupfer.
Ergänzung ()

br3adwhale schrieb:
Zugegeben, wie so eine Vermittlungsstelle mit Strom versorgt wird - keine Ahnung, könnte vermutlich auch ausfallen. Aber pauschal quasi ein Backup abschalten? Hmm... ist dann wohl so.
Die hatten früher(tm) Batterieräume.
 
Wird dann auch die Widerspruchsmöglichkeit für Vermieter auslaufen? Aktuell ist hier im Haus kein Glasfaser geplant, weil der Vermieter das nicht will. Allerdings ist Glasfaser auch (noch) nicht direkt am Haus verfügbar (kommt aber demnächst... glaube ich).

@myfan Schätze, bei mir hier im Haus mmüsste auch umfassend was gemacht werden, bevor die Glasfaserleitung gelegt und verlegt werden kann. Diese Kosten will der Vermieter natürlich nicht haben. Und solange man sich dem noch verweigern kann...
 
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ab 80% geplant...ja aber wenn bis dahin die restlichen 20% noch nicht mal geplant sind oder weil das einzelnstehende häuser am waldrand sind halt nicht wirtschaftlich war glaub ich auch nicht das die dann schnell die noch verlegen die sich nicht rechnen...und dann sitzt da und hast wenns dumm läuft nur edge vom handy?
bei mir gibts auser dem vdsl auch nix in der bude, und ich wohn in nem bereich der zählt als innenstadt...hab mit der älteren dame die mir hier die 2 zimmer vermietet noch nicht gesprochen aber glaub auch nicht das die da jetzt unbedingt ihrn garten einmal umgraben lassen will damit ich glasfaser einmal ums haus an den hintereingang bekomme...
 
Darüber mache ich mir Gedanken, wenn hier irgendwann Glasfaser anliegt. Die nächsten Jahre muss ich mir darüber keinen Kopf zerbrechen😀
 
coxon schrieb:
Es kann einfach nicht sein, dass eine Straßenseite mit GF versorgt wird, und die Andere nicht!
Doch kann es. Und das ist absolut richtig so. Es ist ein geförderter Ausbau.
Bitte ERST dort ausbauen wo Notstand ist und nicht aus Bequemlichkeit dort wo ohnehin schon 250Mbit/s und mehr anliegen. Erst recht nicht mit Fördermitteln.
Der Ausbau dort in der Straße ist ja nicht komplett auf ewig gesperrt. Da kann man gerne in 2-5 Jahren nochmal ran oder wenn jemand dort eigenwirtschaftlich ausbauen will.
Auch dann kann weiter gebaut werden unter Mitnutzung der bereits gebauten Infrastruktur.

Conqi schrieb:
In 10 Jahren wir das Ding ohne Glasfaser keiner mehr haben wollen.
Das hat man schon vor 10 Jahren gesagt (ich übrigens auch). Dann kam Putin, die Energiepreise sind rauf, die Immobilenpreise und Baukosten sind explodiert, die Bauzinsen richtig übel und der Glasfaseranschluss spielt kaum eine Rolle beim Hauskauf. Bei der Vermietung ebenfalls nicht, außer DINK-Pärchen suchen was neues.
 
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Monarch2 schrieb:
Im Grunde sollte alles getan werden, um den Stromfresser DSL endlich loszuwerden. Das Energie-Einsparpotential ist gigantisch.
Wenn man das wirklich wollte, dann müsste man die Kabelnetze als erstes abschalten, weil die pro Nutzer deutlich mehr Energie benötigen als DSL.

Ist aber politisch nicht gewollt, weil Kabel bietet bei hohem Energieverbrauch auch höhere Bandbreiten als DSL und trägt damit zum "Gigabit-Ziel" bei.
 
frankkl schrieb:
Bei uns ist die Glasfaser schon lange vor den Wohnhaus nur mein Vermieter hat probleme damit die in den Wohnungen zuverlegen zulassen , schade !

Meinen Tarifwechsel bei der Telekom von DSL zu Glasfaser ist schon vor Jahren bestellt,
ich habe eine AVM FRITZ!Box 7530 und dazu hier schon das Telekom Glasfasermodem 2 in der Schublade liegen
und zukünftig würde ich ehr zur FRITZ FRITZ!Box 4630 mit den Telekom Glasfasermodem 2 wechseln wenn ich Glasfaser doch noch bekommen würde.

Habe erst gut ein Vierteljahrhundert DSL mit glück bekomme ich vielleicht im nächsten Jahrzehnt Glasfaser ... ?

frankkl
Tscha bei mir schaut das Glasfaserkabel aus der Wand, nur vom Verteiler zu uns liegt noch Kupfer. Der Ausbau wurde für Herbst 2023 zugesagt und wird seitdem Jährlich verschoben. No Comment, bekomme regelmäßig Anfragen zu Bewertung der Telekom Zufriedenheit. Toll wenn der Anschluß im Haus vorhanden ist aber in der Staße fehlt. Schilda lässt Grüßen.
 
Man sollte meinen in Deutschland wären der Staat und die Anbieter dazu in der Lage ein Konsortium oder eine Kooperative zu bilden und dafür zu sorgen, dass jede Stadt, jedes kleine Kaff mit ana Glasfasernetz angeschlossen werden kann. Aber scheinbar ist das zu viel verlangt. Es braucht auch keine regionale Aufteilung zwischen den Anbietern wie beim Kabelnetz, so dass z.B. der Südwesten mit Vodafone vorlieb nehmen muss. Es muss doch möglich sein das Netz so auszubauen, dass alle Provider es nutzen können. Dann zahlt jeder gleichermaßen in einen Topf ein und es werden zentral Firmen mit der Verlegung und dem Anschluss beauftragt. Kein Gerangel um Kompetenzen oder Gebiete mehr.
 
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Bis 80% der Haushalte einen Glasfaser Anschluss bis in die Wohnung haben, ist ein kabelloser Neuralink ins Netz längst standard. :D
 
Spannend was die Telekom da so alles vorhat.. Nur an der Umsetzung wird es scheitern. Garantiert..

Die Telekom und ihre Tochergesellschaften haben es hier in 2 Jahren nicht geschafft, Glas zu legen, obwohl die hier ausgebaut haben und ich den Vertrag unterschrieben hatt.. Was habe ich telefoniert und Mails geschrieben.. Ich wurde immer wieder arrogant abgewatscht, es wird fertig, wenn es fertig ist.. Ein Ausbauhindernis blah blah blah..
Nach 2 Jahren hatte ich endlich die Chance aus dem Vertrag rauszukommen und den Versagern die Meinung zu sagen.
Habe mir Starlink vom bösen Elon geholt. Nach der Bestellung war die Hardware in 2 Tagen da. Aufgebaut in 1h und seitdem läuft das problemlos.. Teilweise bis zu 600 MBit und ein 23er Ping.. Selbst bei dem starken Schnee letztens lief das einwandfrei..
Das Beste ist, wenn hier der Strom ausfällt, bin ich trotzdem online, die Antenne braucht nur Strom und den habe ich..
Und das alles für 50€ im Monat.
 
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