Bundestagswahl 2009

Was werdet ihr wählen

  • CDU/CSU

    Stimmen: 114 11,0%
  • SPD

    Stimmen: 98 9,5%
  • FDP

    Stimmen: 200 19,3%
  • Bündnis '90/Die Grünen

    Stimmen: 98 9,5%
  • Die Linke

    Stimmen: 114 11,0%
  • NPD

    Stimmen: 53 5,1%
  • andere

    Stimmen: 225 21,7%
  • Ich gehe nicht zur Wahl.

    Stimmen: 85 8,2%
  • Ich wähle absichtlich ungültig.

    Stimmen: 50 4,8%

  • Umfrageteilnehmer
    1.037
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
@ Wirtschaftsentwicklung Rot-Grüne Ära

Als Schröder 1998 antrat setzte er, und das nicht anders als, sondern genauso wie seine politischen Gegner darauf, dass das Internet mit seiner .com Wirtschaft extrem viele Arbeitsplätze schaffen würde. Und die Politiker aller Parteien, die darauf setzten, waren damit auch nicht allein, mein damaliger Geschichte-LK predigte das selbe, "Informationelle Revolution". Alle Politikkonzepte, auch die von CDU und FDP, beruhten damals auf dieser Entwicklung und ich hoffe doch, dass wir alle wissen, was 1999 auf allen Finanzmärkten der Erde passiert ist - das Wort ".com Blase" dürfte jeder hier kennen. 1999 hat es eine Weltfinanzkrise gegeben und die Wirtschaftsentwicklung unter Rot-Grün ohne diesen Fakt zu betrachten ist ungerecht. Dass England in der gleichen Zeit einen Aufschwung erlebte hat nur daran gelegen, das wissen wir ebenfalls ziemlich klar, dass die Londoner Finanzwirtschaft deshalb aufblühte, weil sie ihre Finanzmarktregulierung nicht verschärfte, während die US-Regierung für den Börsenhandel in den USA neue Regeln einführte.

P.S.
Anderes Thema, mal allgemein zur Gesellschaft, spielt ja bei der Wahl vielleicht auch eine Rolle:
Domenico Losurdo bei heise.de/tp/r4/artikel/31/31059/1.html schrieb:
Bei Nietzsche können wir sowohl die Legitimation der Sklaverei als auch die Würdigung der Emanzipation des Individuums, sowohl die Forderung nach einem die Totalität berücksichtigenden kritischen Wissen als auch die Verurteilung der Bildung für diejenigen finden, die dazu bestimmt sind, Sklaven oder Arbeitsmaschinen zu sein. Ist das ein Widerspruch? Bei einem bedeutenden amerikanischen Autor, Calhoun, der auch Vizepräsident der USA gewesen ist, geht etwa zur gleichen Zeit die Theoretisierung der absoluten Unverletzbarkeit der Sphäre der individuellen Freiheit, Hand in Hand mit der intransigenten Verteidigung des "positiven Guts", das die Sklaverei ist. Calhoun beruft sich auf Locke und auch beim englischen Liberalen ist die entschiedene Verurteilung der absoluten Monarchie nur eine Seite der Medaille, während die Kehrseite die bedenkenlose Zustimmung zur absoluten Macht ist, die die Sklavenhalter in den Kolonien über ihre Sklaven ausüben. Die Grundtendenz der Geschichte des Westen findet bei Nietzsche ihren bewussten Ausdruck und kommt zu ihrer Vollendung: eine Verherrlichung des emanzipierten Individuums, das sich auf die Verknechtung derer stützt, die aus dem heiligen Raum der "Kultur" ausgeschlossen sind. Deutet man die liberale Tradition und deutet man Nietzsches Denken nur unter dem Vorzeichen der Emanzipation, so heißt das, die erschreckenden Ausschlussklauseln verdrängen, die sowohl die eine als auch das andere kennzeichnen. Ähnlich wie den heutigen Liberalen gelingt es den postmodernen Unschuldhermeneutikern nicht, den widersprüchlichen Zusammenhang von Einschluss/Ausschluss, Emanzipation/De-Emanzipation zu verstehen, der die sozialpolitische und philosophische Geschichte des Westens charakterisiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
MountWalker schrieb:
@ Wirtschaftsentwicklung Rot-Grüne Ära

Als Schröder 1998 antrat setzte er, und das nicht anders als, sondern genauso wie seine politischen Gegner darauf, dass das Internet mit seiner .com Wirtschaft extrem viele Arbeitsplätze schaffen würde.

WAS ?

Aber das hat es doch auch getan. Nur hilft uns das doch nichts wenn die Hauptbereiche der deutschen Wirtschaft aus anderen Gründen absacken etc..

Und eines ist auch klar, wo Arbeitsplätze im Internet geschaffen werden, kann es halt des Öfteren auch passieren das diese in der realen Welt wegfallen und somit es sich aufhebt. :freaky:
Ergänzung ()

GrambleX schrieb:
PS: Fachliche Idioten sitzen da nirgendwo an der Spitze (glaube ich). Es liegt aber am Volk (das im Durchschnitt auf jeden Fall um einiges weniger Ahnung von den Themen hat und am wenigsten durchblickt) zu sagen wer die besten Ideen hat, bzw. am meisten Ahnung hat und das Land regieren soll.

Man darf aber nicht vergessen, dass NUR das Volk weiß, was in Deutschland wirklich passiert und woran es fehlt. Die Politiker leben ein anderes Leben und kennen die meisten Probleme nicht am eigenen Leib.

Somit hat das Volk in vielen Punkten mehr Ahnung an was es mangelt. Woran nun gedreht werden muss weiß das Volk meistens nicht, dafür sind die Politiker mit dem nötigen Fachwissen dar.
 
Das Wirtschafts- und Arbeitsmarktwachstum im Internet ist meilenweit hinter den Erwartungen zurück geblieben - O.K., scheinbar sagt doch nicht jedem hier das Wort ".com Blase" etwas.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich kenne ich die ".com Blase" allerdings hat das ja wenig mit Arbeitsplätzen zu tun, als viel mehr Spekulation an der Börse und viel zu hohe Gewinnerwartungen etc.

Das man aus der ".com Blase" eine Revolutionierung des Arbeitsmarktes erwartet hat, ist mir neu. Gibts dafür Belege, ich lasse mich da gerne belehren.
 
Wen interessiert eigentlich die Bundestagswahl. Richtungsentscheidungen werden heute in Brüssel getroffen. Über 2/3 der gesamten deutschen Handelsbeziehungen spielt sich zwischen den EU-Staaten ab.

Die Wirtschaft der Bundesrepublik hängt maßgeblich von der Wirtschaft Europas ab.
 
ich bleib mal beim beispiel usa: dort wurden strukturen geschaffen, wo leute mit geringem einkommen in hauseigtum gedrängt wurden. mietwohnungen werden da kaum angeboten. es sind also strukturen, kein "freier markt"

alternativ hätte die regierung/kommunen ja auch staatlichen wohnraum bauen können, und den an die geringverdiener vermieten, so wie in europa. nun, dafür braucht der staat natürlich geld, müsste also steuern erheben bei den wohlhabenderen. die hätten geflucht usw. aaaaber: wir hätten heut keine finanzkrise

auf deutschland übertragen sehe ich ähnliches im bereich der rente
 
h@mster schrieb:
Man darf aber nicht vergessen, dass NUR das Volk weiß, was in Deutschland wirklich passiert und woran es fehlt. Die Politiker leben ein anderes Leben und kennen die meisten Probleme nicht am eigenen Leib.
Das halte ich für mehr als übertrieben. Dass Frau Merkel der Kontakt zum Volk durch die vielseitigen Verpflichtungen etwas fehlt ist klar. Aber wenn ich zum Beispiel den Bundestagsabgeordneten in unserem Wahlbezirk als Beispiel nehme: Durch die ganzen politischen Veranstaltungen hier und durch seine Position bekommt der Mann sooo viele Erfahrungsberichte wie die wenigsten. Ein besseres Bild kann der Wähler nur von sich selbst und seiner direkten Umgebung bekommen. Wie schon gesagt, ihr dürft nicht vergessen, dass nicht gilt: Guido Westerwelle = FDP = euer FDP-Bundestagskandidat (als Beispiel für eine Partei)
Die Abgeordneten leben nicht mehr in ihrer eigenen Welt als andere soziale Schichten und Berufsgruppen auch.

Und das Volk hat doch schonmal gar keinen besseren Durchblick. Wenn ich hier mal die letzten paar Kommentare als Beispiel nehme: Wer ist für den Schuldenberg verantwortlich, hätte eine CDU-Regierung etwas besser gemacht als Schröder usw. usw. lässt sich doch von niemandem sachlich beantworten. Es gibt auf allen Seiten sachliche Argumente, jedoch kann hier doch niemand ernsthaft behaupten er allein könne sie korrekt abwägen um zu dem richtigen Schluss zu kommen. Dass das Volk weiß, dass wir zu viele Arbeitsplätze haben oder zu viele Schulden ist zwar richtig, aber das kann dir wohl der letzte Dorftrottel sagen und bis zur Politik ist dies offensichtlich auch schon vorgedrungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
GrambleX schrieb:
Leider hat man nur eine Stimme. Ich kann also nicht alle wählen, alle mal probieren lassen usw. (vorallem, weil sich bei jeder Wahl was ändert - neue Rahmenbedingungen, neue Ideen)
Also muss ich gucken, wem ich zutraue nicht zu versagen und welche Ideen ich für am tauglichsten halte.

Tja der eine wählt nach "Das ist leicht die wähl ich"

Der andere wählt nach "Was die vertreten das vertrete ich auch so eine Welt will ich"

Tja so iss das.

Aber hab leider auch nur 2x1 Stimme muss mich also auch für eine Entscheiden dabei kommen bei mir mindestens 4 in Frage :D
 
die wahl wird noch was werden:

- es könnte verdamt knapp werden, und dann werden evtl die überhangmandate entscheiden sein bei der wahl des kanzlers. das bedeutet, das die demokratie ausgehebelt wird, weil nicht mehr gelten würde das jede stimme gleich zählt

- die nicht zur wahl zugelassen parteieen werden klagen, und falls z.b. die pauli partei glaubhaft machen kann, das sie der csu wahlentscheidende anteile hätte abnehmen können, wird die wahl wiederholt werden müssen
 
Hätte mir noch die Antwortmöglichkeit "Die Piraten" gewünscht, vor allem weil ich denke, dass diese Partei die Meinung vieler CB-User vertritt (zum Teil wenigstens).
Und knapp 6% für die NPD, bin echt erschrocken! Hoffen wir dass es sich nur um ein paar Vorpupertierende Kinder handelt, die es lustig fanden, diese Partei anzuklicken.
 
Elmex23 schrieb:
Hätte mir noch die Antwortmöglichkeit "Die Piraten" gewünscht, vor allem weil ich denke, dass diese Partei die Meinung vieler CB-User vertritt (zum Teil wenigstens).
Und knapp 6% für die NPD, bin echt erschrocken! Hoffen wir dass es sich nur um ein paar Vorpupertierende Kinder handelt, die es lustig fanden, diese Partei anzuklicken.

Naja mindestens genauso schockierend fast !! 12 % !! für die Linke. :mad:

Piraten hätten bestimmt viele hier gewählt, aber die Umfrage ist zu alt und kann jetzt nicht mehr geändert werden.
 
Oh, hab den link von nem Freund über Skype geschickt bekommen. Habt recht, der Thread ist schon uralt ;-)

Dass so viele Linke wählen (würden) wundert mich eh immer wieder... Naja, einfach mal nächste Woche abwarten
 
22% für FDP.

Man muss abrechnen, dass manche ungültig wählen (tut das nicht! Wer nicht/falsch wählt, wählt die Regierung die gewählt wird. Das ist glaube ich nicht im Sinn der Nichtwähler, die etwas ändern wollen), und manche hier nicht wählen.
--> 87% aller Stimmen sind die 100% bei der Parteienverteilung.


Das macht aus 19% die 22% der FDP momentan.
Das hat mich sehr erschrocken, da die FDP meiner Meinung nach unwählbar ist.
Wenn man mal dazuzählt, dass es hier viele Menschen gibt, die unter 25 sind, kann ich es nicht verstehen, dass diese die FDP wählen, obwohl diese zB den Kündigungsschutz lockern wollen. Man muss einfach ein Gesamtpaket einer Partei betrachten und da fällt die FDP bei mir einfach durch.

Die NPD... pff.. ja dumm bleibt dumm.. die kommen sowieso nicht weit und in den Bundestag erst recht nicht. Das kümmert einen garnicht erst.

Was mich auch überrascht hat, ist, dass die Piraten so wenig bekommen haben.
Zwar nicht direkt hier gewählt, also ein TEIL der "Anderen" Parteien.
Schade eigentlich. Hatte mir hier mehr erschwünscht.
 
IlDuce88 schrieb:
Das hat mich sehr erschrocken, da die FDP meiner Meinung nach unwählbar ist.
zB den Kündigungsschutz lockern wollen.

Das ist zum Beispiel etwas, was ich auch befürworte bis zu einem gewissen Punkt. Lockern heißt nicht abschaffen!

Und bei einer nicht radikalen Partei von unwählbar zu sprechen ist Blödsinn. Wenn du das Programm der FDP nicht gut findest, dann ist das deine Sache. Macht Sie aber noch lange nicht unwählbar.

Die NPD, REP und Linke sind radikal und somit unwählbar. Naja leider stehen Sie doch auf dem Wahlzettel ;)
 
Naja wie man Radikal definiert wa

http://de.wikipedia.org/wiki/Linksextremismus
Kurzfassung
"Seit den 1970er Jahren wird „Linksextremismus“ von deutschen Medien und Staatsbehörden verwendet. In den Sozialwissenschaften, vor allem der Politikwissenschaft, ist der Begriff umstritten"

So das erstmal als Grundlage.

Hinzu kommt
"„Unter die Sammelbezeichnung Linksextremismus fallen Anarchisten, für die zentrale Organisationsformen generell von Übel sind, 'autonome' Gruppierungen, die sich nicht an Autoritäten ausrichten und ein hohes Maß an Subjektivismus predigen"

Ich zweifel irgendwie daran das Die.Linke jegliche Organisationsform (Regierung) abschaffen will ;)

Hat sie jedenfalls nochnie behauptet und viele ihrer Mitglieder wollen das auch nicht.
Lustigerweise werfen manche Ihrer Gegner denen doch genau das gegenteil vor...

Nichtmal die Gegner sind sich einig LACH

LOL apropo FDP (Rechts) hab gerade nen Beitrag gefunden aber noch nicht durchgelesen der Titel :D

"Wie ich Rechts Radikal wurde. Vom FDP anhänger und weinkenner zumn Neo."
http://www.politik.de/forum/showthread.php?p=8626209#post8626209
 
hat einer von euch gestern und heut die runden im ZDFinfo kanal verfolgt?

war sehr spannend, am sachlisten und besten erklärt hat der trittin wie ich fand.
fuer alle die das verpasst haben: heute um23:30 aufm ZDF, gibts zusammenfassungen

Dabei waren: Gisy, trittin, steinmeier, westerwelle, (dercsu mann den ich hier eh nicht wählen kann) und merkel kam nicht.

war sehr aufschlussreich. wobei auch wieder klar wurde, piraten brauch man nicht, andere parteien haben deren ziele teilweise schon im programm, vorallem links, nur das sich die piraten nur fuer das eine und sich null fuer anderes interessiern, meines erachten nix wählenswertes. . .
 
Nein leider nicht.

Ja die Piraten haben vieles im Programm was einige Linke auch haben allerdings sind sie erst ein paar Jahre alt und werden deswegen noch nicht so schlecht geredet von Rechts und sie sind auch sehr Bürgernah da viel durch die Mitglieder selber gemacht wird und es noch keine wirklichen Spitzenpolitiker oder so in Deutschland bei denen gibt.

Frisch, Jung und knackig zieht halt an... ich kanns auch verstehen die sind viel Kommunikativer als andere Linke und viel aktiver... naja ok von den Grünen mal abgesehen die sind auch extrem aktiv derzeit (da greift die Türkische Mentalität wohl rein :D).
Ausserdem zielen sie auch auf ein bestimmtes Thema direkt an was eher einer Volksabstimmung ähnelt ;) und wegen genau diesem Thema werden sie auch etwas "gemobbt"

Besonders heutzutage wird ja nicht nur das reine Programm gewählt, viele schauen sich die Programme nichtmal an (verständlich bei 40-150 Seiten pro Partei mit viel Blabla und was wirklich gemacht wird darf man sich dann zusammenreimen).. siehe auch SPD "im klartext" Wahlwerbespot bzgl. FDP.
 
also n kumpel von mir hängt sich auch schon piraten kram und so ins auto. naja, ich denke deutschland hat sich derzeit um wichtigeres zu kümmern. die haben ja vorallem ne grosser anhängerschaft ( ich nehme an grossanteilig von leuten die den janzen tag vor tauschbörsen hängen und sich eh um sonst die politik nicht besonders scheren ). whatever. man darf gespannt sein, hoffe die schneiden nicht gut ab.

dann schau die mal die zusammfassung an um halb 12
 
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