MountWalker
Fleet Admiral
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@ Wirtschaftsentwicklung Rot-Grüne Ära
Als Schröder 1998 antrat setzte er, und das nicht anders als, sondern genauso wie seine politischen Gegner darauf, dass das Internet mit seiner .com Wirtschaft extrem viele Arbeitsplätze schaffen würde. Und die Politiker aller Parteien, die darauf setzten, waren damit auch nicht allein, mein damaliger Geschichte-LK predigte das selbe, "Informationelle Revolution". Alle Politikkonzepte, auch die von CDU und FDP, beruhten damals auf dieser Entwicklung und ich hoffe doch, dass wir alle wissen, was 1999 auf allen Finanzmärkten der Erde passiert ist - das Wort ".com Blase" dürfte jeder hier kennen. 1999 hat es eine Weltfinanzkrise gegeben und die Wirtschaftsentwicklung unter Rot-Grün ohne diesen Fakt zu betrachten ist ungerecht. Dass England in der gleichen Zeit einen Aufschwung erlebte hat nur daran gelegen, das wissen wir ebenfalls ziemlich klar, dass die Londoner Finanzwirtschaft deshalb aufblühte, weil sie ihre Finanzmarktregulierung nicht verschärfte, während die US-Regierung für den Börsenhandel in den USA neue Regeln einführte.
P.S.
Anderes Thema, mal allgemein zur Gesellschaft, spielt ja bei der Wahl vielleicht auch eine Rolle:
Als Schröder 1998 antrat setzte er, und das nicht anders als, sondern genauso wie seine politischen Gegner darauf, dass das Internet mit seiner .com Wirtschaft extrem viele Arbeitsplätze schaffen würde. Und die Politiker aller Parteien, die darauf setzten, waren damit auch nicht allein, mein damaliger Geschichte-LK predigte das selbe, "Informationelle Revolution". Alle Politikkonzepte, auch die von CDU und FDP, beruhten damals auf dieser Entwicklung und ich hoffe doch, dass wir alle wissen, was 1999 auf allen Finanzmärkten der Erde passiert ist - das Wort ".com Blase" dürfte jeder hier kennen. 1999 hat es eine Weltfinanzkrise gegeben und die Wirtschaftsentwicklung unter Rot-Grün ohne diesen Fakt zu betrachten ist ungerecht. Dass England in der gleichen Zeit einen Aufschwung erlebte hat nur daran gelegen, das wissen wir ebenfalls ziemlich klar, dass die Londoner Finanzwirtschaft deshalb aufblühte, weil sie ihre Finanzmarktregulierung nicht verschärfte, während die US-Regierung für den Börsenhandel in den USA neue Regeln einführte.
P.S.
Anderes Thema, mal allgemein zur Gesellschaft, spielt ja bei der Wahl vielleicht auch eine Rolle:
Domenico Losurdo bei heise.de/tp/r4/artikel/31/31059/1.html schrieb:Bei Nietzsche können wir sowohl die Legitimation der Sklaverei als auch die Würdigung der Emanzipation des Individuums, sowohl die Forderung nach einem die Totalität berücksichtigenden kritischen Wissen als auch die Verurteilung der Bildung für diejenigen finden, die dazu bestimmt sind, Sklaven oder Arbeitsmaschinen zu sein. Ist das ein Widerspruch? Bei einem bedeutenden amerikanischen Autor, Calhoun, der auch Vizepräsident der USA gewesen ist, geht etwa zur gleichen Zeit die Theoretisierung der absoluten Unverletzbarkeit der Sphäre der individuellen Freiheit, Hand in Hand mit der intransigenten Verteidigung des "positiven Guts", das die Sklaverei ist. Calhoun beruft sich auf Locke und auch beim englischen Liberalen ist die entschiedene Verurteilung der absoluten Monarchie nur eine Seite der Medaille, während die Kehrseite die bedenkenlose Zustimmung zur absoluten Macht ist, die die Sklavenhalter in den Kolonien über ihre Sklaven ausüben. Die Grundtendenz der Geschichte des Westen findet bei Nietzsche ihren bewussten Ausdruck und kommt zu ihrer Vollendung: eine Verherrlichung des emanzipierten Individuums, das sich auf die Verknechtung derer stützt, die aus dem heiligen Raum der "Kultur" ausgeschlossen sind. Deutet man die liberale Tradition und deutet man Nietzsches Denken nur unter dem Vorzeichen der Emanzipation, so heißt das, die erschreckenden Ausschlussklauseln verdrängen, die sowohl die eine als auch das andere kennzeichnen. Ähnlich wie den heutigen Liberalen gelingt es den postmodernen Unschuldhermeneutikern nicht, den widersprüchlichen Zusammenhang von Einschluss/Ausschluss, Emanzipation/De-Emanzipation zu verstehen, der die sozialpolitische und philosophische Geschichte des Westens charakterisiert.
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