Bundestagswahl 2009

Was werdet ihr wählen

  • CDU/CSU

    Stimmen: 114 11,0%
  • SPD

    Stimmen: 98 9,5%
  • FDP

    Stimmen: 200 19,3%
  • Bündnis '90/Die Grünen

    Stimmen: 98 9,5%
  • Die Linke

    Stimmen: 114 11,0%
  • NPD

    Stimmen: 53 5,1%
  • andere

    Stimmen: 225 21,7%
  • Ich gehe nicht zur Wahl.

    Stimmen: 85 8,2%
  • Ich wähle absichtlich ungültig.

    Stimmen: 50 4,8%

  • Umfrageteilnehmer
    1.037
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Was ist denn das für ein Beitrag? :freak:
Der ist inhaltlich schon falsch.
1. das Zitat.
Zitiere bitte den richtigen Autor.
2. SED
Diese gibt es seit dem 4. Februar 1990 nicht mehr. So ist es populistisch und nicht sachlich.
 
SheepShaver schrieb:
Die Linke will noch mehr umverteilen wohingegen das eigentliche Problem die Effizienz der Umverteilung ist. Deutschland hat einen aufgeblasenen Wohlfahrtsstaat, bei dem Einsatz und Wirkung in keinerlei Relation stehen.
Aber nicht, weil die Betroffenen soviel bekommen. Der ganze Verwaltungsapparat, die Maßnahmen, die Fördergelder, die 1-Euro-Jobs etc. wollen alle bezahlt werden.
Die Leute wolllen doch teuer beschissen werden mit der niedrigen offiziellen AL-Quote. Offiziell 3,45 Millionen - in Wirklichkeit sind 7,9 Millionen von ALG, ALG2 oder der Sozialhilfe abhängig.
Man hat weiterhin mit Hartz-IV einen Drangsalierungsapparat aufgestellt, um die Löhne drücken zu können und willige Arbeitnehmer zu haben. Hat uns, bzw. den im DAX vertretenen Unternehmen, von Mitte 2006 bis Anfang 2008 glänzende Gewinne beschert.
So ein Drangsalierungsapparat kostet halt.


SheepShaver schrieb:
Dabei wäre alles so einfach: radikale Vereinfachung des Steuerrechts, am besten Flattax, keine Entlastungen und sonstige Schlupflöcher mehr, Sozialstaat gesund schrumpfen, Familien entlasten, so dass Karriere und Familie sich nicht mehr gegenseitig ausschließen. Leistung muss sich wieder lohnen in Deutschland, derzeit ist das eher nicht der Fall. Gehälter für Akademiker sind auf einem Rekordtief, Akademikerabwanderung auf einem Rekordhoch.
Vereinfache das Steuerrecht und du hast jede Menge neue Arbeitslose, die vormals ihre Kohle dort verdient haben. Da die auch eine nicht zu kleine Lobby haben, wird da auch nix passieren.
Mit der Akademikerabwanderung sind auch die deutschen Unternehmen und ihre verbohrte Personalpolitik nicht ganz unschuldig. Im Ausland wurde man herzlicher empfangen. Und dass die Löhne bei den Akademikern stagnieren, liegt auch daran, dass wir keinen Fachkräftemangel haben. Im Gegenteil, wir haben einen Überhang. Um diesen Überhang zu erreichen, ist lange die Trommel von den Arbeitgebern nach dem Fachkräftemangel, speziell Ingenieurmangel :evillol:, gerührt worden. Man will einen Überhang, um in der gestärkten Position zu sein. Jetzt kommt nebem dem Schweinezyklus noch durch die Krise der Arbeitsplatzabbau hinzu. Da bekommen Absolventen weder in Deutschland noch im Ausland einen studiumsgerechten Job. Wir haben aktuell ein Nachfrageproblem an Gütern aber kein Angebotsproblem. Die breite Masse braucht mehr Geld zur freien Verfügung, egal wie das realisiert wird, ansonsten gibt's noch mehr Arbeitslose (global betrachtet).
 
Einhörnchen schrieb:
Die Linke hat IMO aufgrund ihrer radikalen Anhängerschaft kein Problem mit den Stammwählern und kann höchstens noch ein paar SPD-Abweichler für sich gewinnnen - wenn überhaupt.
Soso, also die 10 Prozent, die die Linke momentan wohl auf Bundesebene erhalten würde, sind Radikale, genauso wie die über 20 % in allen neuen Bundesländern. Wo steht das denn? Da dürfte es doch sicher Wahlanalysen geben, die deine Aussagen belegen.

Ansonsten eine ziemlich haltlose Behauptung, die schlicht die Wähler der Linken diffamiert.
 
Apollons Axle schrieb:
in Wirklichkeit sind 7,9 Millionen von ALG, ALG2 oder der Sozialhilfe abhängig.

Also alleine bei ALGII sind es schon ca. 8 Mio!

Verwaltungsapparat und co. stimmt das frisst alles zusammen sicher 1/2 von dem Geld...

Das Problem ist auch das ALGII recht niedrig ist für das heutige Leben, insbesondere da es ein fester Bestandteil bei vielen (ca. 10% der Deutschen Bürger) geworden ist.

Man muss dazu noch bedenken das Haftinsassen locker das 2-3 fache kosten.... also Leistung kürzen das die Leute mehr Klauen und vielleicht noch mehr Rauben könnte stark nach hinten losgehen.

Finanziell ist ja genug Geld da, sonst hätten manche nicht mehrere Häuser, Autos und ganze Yachten ;)

Das Problem ist wirklich die art der Verteilung, damit meine ich nicht nur das diejenigen die schon viel haben immer mehr und mehr bekommen während die welche wenig haben immer weniger haben sondern vorallem auch das viel Leistung im nichts verpufft durch den gigantischen Verwaltungsapparat den wir hierzulande haben der aber nur wenig bringt.

Darum bin ich ja für ein BGE/BG in ausreichender höhe, das würde der Wirtschaft helfen, Selbständigkeit fördern, den Arbeitsmarkt auffrischen, sogenannte Brotlose Künste unterstützen usw. Aber ein Bürgergeld ist aktuell in keinem Wahlprogramm vorhanden (nicht mehr, FDP hatte mal das unsoziale Althaus Modell drin).


Wer aber denkt man könnte die Finanzielle Situation verbessern indem man sich tiefer hineingräbt da kann ich nur sagen :eek:

Aber soll jeder machen wie er denkt, ist ja Demokratie. Und am ende ernten sie ja oft was sie sähen (wie die eine Politikerin die ich mal erwähnte :D)
 
Zum Thema Steuerreform:

Ich halte eine Vereinfachung für richtig; incl. das Streichen aller Außnahmetatbestände und damit sinkenden Steuersätzen.
Die FDP hat das meiner Meinung nach offen Propagiert. Sicher kann der Normalverdiener dann nichts mehr absetzen, er wird aber insgesamt schwächer besteuert, wodurch ein Ausgleich stattfindet.
Schade dass die FDP eine Steuerreform nicht schon vor 20 Jahren durchsetzen konnte, heute ist sie umso wichtiger.

Zum Thema Lohnzuschüsse:

Die Ausgangslage:

Die Anforderungen an die Arbeitnehmer steigt, was die Bildungsvoraussetzungen angeht.
Die einfachen Arbeiten wie früher sterben nach und nach aus; technischer Fortschritt usw...
Wenn man die Entsprechenden Qualifikationen mitbringt, wird man auf dem Arbeitsmarkt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausreichend entlohnt.
Aufgrund von strukturellen Problemen im Bildungsbereich und im legeren Umgang in Familien mit dem Thema "Schule" bringt nicht jeder hohe Qualifikationen mit sich.
Früher wäre das kein Problem gewesen, heute ist es eins.

- Bis dahin nenne ich das eine Bestandsaufnahme, ich weiß nicht so recht ob mir diese Entwicklung gefällt, eher nicht, aber man muss es erst mal so hinnehmen-

Ziel sollte es sein durch Familien und Sozialpolitik, den Bildungsstand insgesamt zu Erhöhen.

In der Gegenwart gibt es nun mehrere Lösungsvorschläge für diese Problem:

- Mindestlohn
- Kombi Lohn

usw....
 
DugDanger schrieb:
Sicher kann der Normalverdiener dann nichts mehr absetzen, er wird aber insgesamt schwächer besteuert, wodurch ein Ausgleich stattfindet.

Allerdings zahlt jemand der 400-1000eur Brutto bekommt ja nun nicht wirklich soviel steuern ;)

Helfen tut es also doch eher wieder anderen...

Und wenn man dann noch das hier liest....

http://www.zeit.de/online/2009/36/fdp-mehrwertsteuer

http://www.gegen-hartz.de/nachrichte...zungen5478.php

dann glaubt doch nen normaler Mensch nicht daran das die FDP was für den normalen kleinen Bürger tun will oder?! ;)

(abgesehen das ich das generell nicht glauben würde aufgrund ihrer Art&Weise.)

Aber wenn Du das glaubst... na dann viel Erfolg :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Jemand der 1000 € brutto!! verdient, der bekommt mehr wenn er Arbeitlosengeld beantragt; was übrigens eine Art Mindestlohn darstellt.
 
Kann ja wohl nicht der Sinn der sache sein das jemand der 40-60h/Woche Arbeitet auch noch ALGII beantragen muss und sich vom Amt Terrorisieren muss und der Staat die Kosten für den Arbeitgeber trägt und dazu noch die ganzen Verwaltungskosten die dann nötig sind...

Ausserdem Demotiviert es den Angestellten er behält effektiv ca. 260.-EUR von seinen 1000.-
Also im Prinzip kann er auch nen Job annehmen wo er nur 800eur bekommt.. dann hat er effektiv zwar 20eur weniger aber vielleicht auch nur 40% der Arbeitszeit....

Finanziell = nicht gut

Und Psychologisch schonmal garnicht...

Das Was Du dir da vorstellst... Grundlage + Zuverdienst ist eher ein Fall für ein BGE/BG. Da greit auch das Belohnungszentrum im Gehirn wenn man was dazu bekommt weils nicht gleich wieder abgezogen wird.


PS: Arbeit muss sich wieder lohnen sagen doch einige Politiker... lohnt sich arbeit denn wenn man länger arbeitet und genausoviel hat wie vorher oder nur geringfügig mehr? Wohl eher nicht.. ergo.. bessere Löhne müssten her oder eine alternative. Gerginge Besteuerung bringt jedenfalls einem Normalverdiener nicht viel, darum erhöhen sie ja auch lieber beim kleinen Mann... weil se sich denken... ach die 20eur weniger im Monat stören den nicht (kauft er halt weniger... ok schadet der Wirtschaft.. aber soweit denken die nicht) Aber bei 80% gering bis normalverdiener ist das dann doch in Summe nen netter Betrag...
 
Zuletzt bearbeitet:
DugDanger schrieb:
...
Die FDP hat das meiner Meinung nach offen Propagiert. Sicher kann der Normalverdiener dann nichts mehr absetzen, er wird aber insgesamt schwächer besteuert, wodurch ein Ausgleich stattfindet....
Wenn die FDP das so offen propagieren würde, wäre es schön, macht sie aber nicht. Sie sagt, wie Herr Kubicky, Ausnahmetatbestände, die Großkonzerne begünstigen und die Mittelschicht benachteiligen, seien abzuschaffen. Von den alltäglichen Ausnahmetatbeständen, die 90% der Mittelschicht in QuickSteuer anklicken, redet die FDP offiziell nie - höchstens irgendweche JuLis in irgendwelchen Kleinveranstaltungen, die selbst noch glauben, ihre Partei wäre die Bürgerrechtfreiheitspartei schechthin und hätte sich ja sowas von vom Lauschangriffskandal verabschiedet und sowas von daraus gelernt, während sie die mehr oder weniger pauschale Ausspitzelung von Linkemitgliedern durch einen Inlandsgeheimdienst gutheißen würden. Ich möchte Herrn Solms, Niebel oder Westerwelle sowas ganz klar und deutlichn in TV-Kameras sagen sehen und das ganze dann noch ohne, dass am nächsten Tag dementiert wird.

P.S.
Wenn man alles ernst nehmen könnte, was unge parteimitglieder sagen, wäre es bspw. entsprechend dem einige Seiten zurück verlinkten Video vom C3D2 zum Thema Datenschutz auch vernünftig gegen Vorratsdatenspeicherung im Internet SPD zu wählen, weil die juge dresdner Abgeordnete ja wow Datenschützerin ist, aber wir ale wissen sicherlich, dass mit der SPD derzeit eine Hinarbeitung zu einer Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung nicht zu machen ist. Wenn einem ein JuLi Dinge sagt, die Westerwelle, Niebel, Solms nie sagen, ist das vergleichbr zu werten. (wenn man als einziges politisches Ziel die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung hat, muss man derzeit Piraten wählen, weil sich andere Parteien nicht trauen ein seit langem vom EU-Rat beschlossenes Gesetz jetzt nachträglich nochmal im EU-Rat zur Verhandlung zu stellen - sowas trauen sich auch FDP und Bü90 erst, wenn da eine Piratenfraktion im Bundestag sitzt die gerade den links- und rechtsliberalen Stimmen abzapft)
 
Zuletzt bearbeitet:
@ MountWalker

Ich habe schon einige Interviews aus der Führungsreihe der FDP gehört in denen sie es so sagten wie ich es wiedergegeben habe.

Das Mietglieder der Linken (zurecht) vom Bundesverfassungsgericht beobachtet werden, dafür kann die FDP wohl nix.

Du bist übrigens sehr kleinlich was die Aussagen von Parteien im Wahlkampf angeht.
Bist du bei der Linken genauso Konsequent?

Wahlplakat mit Gysi "Reichtum für Alle!"
 
DugDanger schrieb:
@ MountWalker
Wahlplakat mit Gysi "Reichtum für Alle!"

Bitte Foto! :)

Also da würde ich ihn aber auch gerne ansprechen und sagen das es Blödsinn ist... es kann nicht jeder Reich sein... jeder kann vielleicht Finanziell recht zufrieden sein, aber net Reich... ok kommt darauf an welche art Reichtum er meint ;)

Geld geht natürlich net ohne Arm kein Reich... wer weis welcher Marketingexperte sich diesen Spruch ausgedacht hat. Aber Werbung ist ja generell übertrieben, sonst würden sich 80% der Beobachter angeödet abwenden und sich das nicht merken... hat doch geklappt, hastes dir gemerkt :D


PS: Mein Kumpel kennt nen Millionär, und hat trotzdem kaum Kohle ;) Reiche bleiben meistens halt auch nur Reich wenn sie ihr Geld bei sich behalten hehe.
 
Gysi hat doch auch erklärt, wie "Reichtum für alle" gemeint ist. Dabei ist nicht nur an materiellen Reichtum gedacht, sondern auch an Reichtum an Bildung oder Kultur. (usw.)
 
Ja so macht das schon eher sinn.. das ist auch Reichtum. Genau wie Soziale Sicherheit, Kinder, Friede, Freunde usw. ;) Das macht eher Sinn bei dem.
 
Natürlich bin ich überall genauso konsequent, nur, ich wiederhole es mal, wenn ich die Linke wähle, wähle ich sie für Dinge, die sie tatsächlich tut, nicht für ihre Wahllügen - das, wofür ich die wähle, tun die, was sie verspechen aber nicht halten ist nichts, wofür ich die wählen würde. Wenn ich die FDP wählen würde, würde ich das gerade für den Punkt tun, er auch in meiner Signatur steht - Abschaffung aller Steuerausnahmen - nur wird gerade dieser Punkt nicht umgesetzt werden, deswegen fällt der einzige Wahlgrund für mich die FDP zu wählen eben weg. Ich wähle die Linke, wenn ich sie denn überhaupt wählen sollte, nicht für 10 Euro Mindestlohn, die im Wahlrprogramm stehen.

P.S.
10 Euro Mindestlohn sind die gleiche Verhandlungsbasis, die nur gefordert werden, damit man etwas hat, ums in Koalitionsverhandlungen aufgeben zu können, wie 35% Spitzensteuersatz bei der FDP oder Steuersystementschlackung - solche Wahlprogrammphrasen werden bei allen Parteien, selbst bei der CDU, dafür geschaffen, damit man so tun kann, als würde man in Koalitionsverhandlungen irgendwas aufgeben.

Ariel Sharon hat das mit seiner Siedlungspolitik der Welt vorgemacht - jahrzehntelange Ausweitung israelischer Siedlungen in Palästinensergebiet um bei Verhandlungen sagen zu können: "Wir bieten euch an, dass ihr die Hälfte davon bekommt" - die Siedlungspolitik von Sharon ist ein Extrembeispiel dafür, zeigt aber das, was jede Partei mit verschiedenen Themen spielt. Bei der FDP sind auch Bürgerrechtsforderungen häufig extra dafür geschaffen, in Koalitionsverhandlungen aufgegeben zu werden, bei der Linken gibts einige kommunistische Forderungen, die extra zu solchen Zwecken geschaffen werden - nur die SPD scheint sich derzeit freiwillig den Grünen in der Umweltpolitik anzugleichen, aber die haben bestimmt noch irgendwo eine Braunkohleförderung stehen, die sie in Koalitionsverhandlungen mit den Grünen dann aufgeben können oder ähnliches. Das Wahlprogramm der CDU habe ich nicht gelesen, würde mich aber nicht wundern, wenn da bewusst auf die Überwachungsstaatpauke gehauen werden sollte, um der FDP in Koalitionsverhandlungen beweisen zu können, dass man bereit ist, etwas weniger Überwachungsstaat umzusetzen, als geplant.

Bei einem hypothetischen Rot-Rot-Grün würde bspw. au 10 Euro Mindestlohn und 7,60 Mindestlohn vielleicht 8 Euro Mindestlohn verkompromissiert werden - stünden bei der Linken heute 8 Euro im Programm, könnten die in Koalitionsverhandlungen nicht gehalten werden - Problem ist nur, dass Rot-Rot-Grün auf Bundesebene ausgeschlossen ist, weil die Linke ihre Totalablehnung des Afghanistankrieges aus traditioneller Verwurzelung bitterernst meint und die Ablehnung des aktuellen EU-Vertrags auch nicht aufheben kann, um sichs nicht mit den anderen Linken in der Linksfraktion des EU-Paramentes zu verscherzen. Die Bundesregierung kann sich ja nicht zum Vertrag enthalten, wie das einzelne Bundesländer können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß wie Koalitionsverhandlungen laufen.

Ich weiß auch was Parteien versprechen und was sie umsetzen; und was eben dazwischen liegt.

Ich finde es ehrlich gesagt etwas amüsant, wie du hier versucht darzustellen, dass du alle Parteien gleich und fair bewertest und dann eben die Linke wählst und die FDP eben nicht.

Ich Tippe eher darauf, dass du die FDP gar nie wählen würdest weils halt die FDP ist; die Linke schon - weil für dich eben immer DIE soziale Partei ist.

Daran ist im übrigen auch nix zu bemängeln, nur das "drum rum" reden ist wenig überzeugend.
 
Nein, nochmal: Ich wähle die Linke nicht für Dinge, die sie Versprechen, sondern für Dinge, die sie tun, die FDP würde ich für die Dinge, die sie tun nicht wählen, sondern nur für die Dinge, die sie versprechen und nicht halten. Die Linke hat genauso Wahllügen im Programm, aber diese interessieren mich eben nicht, weil die nichts mit meinen Wünschen zu tun haben.

Wer "Die" soziale Partei ist, ist mir übrigens scheiß egal - ich kenne einen ehemaligen NDPD-Mitstreiter, der heute häufig Linke wählt, NDPD ist seit 1990/91 FDP. Also trenne dich bitte von deinen Schubladen.
 
Na da musst du schon fast hellseherische Fähigkeiten haben, um zu wissen, welche Partei, genau was, nach einer Wahl, nach Koalitionsverhandlungen usw.. von ihrem Programm umsetzt.
 
Erfahrung reicht - das wird auch in Talkshows mit Politikern deutlich, die zu alt geworden sind, um nochmal politische Verantwortung zu übernehmen, die dann genau die gleichen "hellseherischen" Fähigkeiten haben. Diese "hellseherische" Fähigkeit habe ich mir bereits vor zehn Jahren im Geschichte-LK erworben. :p

P.S.
Nur weil die FDP in diesem Wahlkampf mit ihrem Außenminister der Deutschen Einheit Hans-Dietrich Genscher wirbt mal als historische Randnotiz: Das Fraktionsbündnis von LDPD und NDPD war im Programm zur ersten und wie sich herausstellen sollte einzigen demokratischen Wahl der DDR-Volkskammer gegen eine Vereinigung von BRD und DDR, mehr als die konföderative Partnerschaft, die Helmut Kohl in seiner ersten Bundestagsrede nach der Maueröffnung nannte, sollte nicht umgesetzt werden, weil der Zusammenbruch der DDR-Wirtschaft verhindert werden sollte - ich find das im Nachhinein gesehen auch ziemlich vernünftig (es gibt glaube ich in Tscheschien, das als Einzelstaat den langen Weg zur EU gegangen ist, keine Region, die so strukturschwach ist, wie die NPD-Hochburg Ostvorpommern), wollts nur mal in Anbetracht des Genscher-Hypes anmerken - die westdeutsche FDP ließ sich von Kohl zur Komplettaufnahme der DDR in die BRD überreden, die "Ost-FDP" war, wie die meisten anderen Parteien, dagegen.

P.P.S.
Wenn sich Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vor die Bundes-FDP stellen würde und mir sagen würde "Meine Partei hat sich auch auf Bundesebene beim Thema Datenschutz wieder um 180° hin zu echtem Datenschutz gewandelt" würde die FDP vielleicht wieder in mein Wahlspektrum fallen, aber meine Lieblingsbundesjustizministerin wird schon ihre Gründe haben, warum sie nichtmal eingreifft, wenn sich ihr Koalitionspartner in Bayern der Bundes-FDP gegenüber im Ton vergreift. Die Frau nehme ich ernst. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Mustis: Stimme dir volkommen zu!

@Shader: Der Spiegel ist relativ links!

Eigentlich frage ich mich, wieso die linken so erfolgreich sind.
Z.b. die Mindestsicherung anstatt Harz IV:

Natürlich ist Harz IV wenig, aber der Kommunsismus ist auch nicht besser.
Wenn es eine Mindestsicherung gibt, haben noch mehr Menschen keinen Bock auf Arbeit.
Was Passiert, wenn viel Geld im Umlauf ist, das Angebot, der Waren jedoch klein ist (weil ja immer weniger arbeiten): Genau, eine Inflation!
Dann erhöhen die wieder mindesteinkommen, usw., das ist ein Teufelskreis!

Da nützen auch die tollen Rechnungen von Lafontaine und Guisy nichts, die ganz Teichen wandern aus, die anderen Reichen haben auf immer weniger Bock zu arbeiten!

Wollt ihr DDR reladed?
Geschichte wiederholt sich...
 
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