News Bundeswehr-Cloud: BWI und Google wollen Cloud-Souveränität erhöhen

Man kann nur noch ungläubig mit dem Kopf schütteln! Ja du (Kanwulf), hast recht: es gibt keinen politischen Willen zur wirklichen Veränderung. Oder sie* können es einfach nicht und sind zu sehr in allen möglichen Lobbyorganisationen verstrickt (*die, die politisch Entscheidungen für die Zukunft treffen könnten - und sollten!)...
Wo gehen eigentlich die 100 Milliarden Euro "Sondervermögen", die für die Bundeswehr vorgesehen sind hin? Man schafft sich nicht einmal eigene IT-Infrastruktur an und denkt mal etwas weiter als die 4 Jahre? Nein, man macht sich noch abhängiger von amerikanischen IT-Konzernen und das Geld fließt zu Google. (Nebenbei werden die Mittel für freie Software-Projekte immer weiter gekürzt)

PS: Ok... doch, die BW hat auch was eigenes: die „pCloudBW“! (seit Jan. 2025)
 
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Bis Ende 2027 sollen zwei neue, vollständig von anderen Google-Systemen oder Netzwerken isolierte Cloud-Instanzen entstehen, die ein hohes Maß an Datensicherheit gewährleisten sollen.
Ab dem Satz braucht man den Artikel eigentlich nicht mehr weiterlesen. Jeder weiß, dass laut Patriot Act und Cloud Act US-Unternehmen uneingeschränkt mit amerikanischen Behörden zusammenarbeiten müssen. Daten sind bei US-Unternehmen per Definition nicht sicher.
 
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textract schrieb:
Ab dem Satz braucht man den Artikel eigentlich nicht mehr weiterlesen
Doch lohnt sich, denn im Artikel steht:
Die Cloud-Lösung kann dabei vollständig vom Internet sowie von anderen Google-Systemen getrennt betrieben werden („air-gapped“)
Ich glaube hier ist nicht jedem bewusst was eine private Cloud bedeutet. "Internet" ist nur für den Laien eine Wolke, für einen geschulten Netzwerkadministrator sind das "kostengünstige Kabel über sehr weite Strecken". Jetzt bleibt halt am Ende die Frage, wie viel Kompetenz beim BWI vorhanden ist, aber hier möchte ich nichts unterstellen was ich nicht belegen kann.

Private Cloud kann eine wirklich sichere Geschichte sein, selbst wenn die Technologie innerhalb der private Cloud von unsicheren Unternehmen kommt. Deshalb ist es ja eine private Cloud - Der Zugriff rein UND raus lässt sich zu 100% regulieren.
 
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So wird es auch für andere Bereiche kommen.

Durch lokale Infrastruktur bleibt der Datenschutz gewahrt, so dass Behörden etc. künftig cloudbasierte Lösungen von MS und Co. anwenden können.

Und das ist mangels Alternative auch dringend nötig, will man nicht vollends den Anschluss verlieren.
 
Die BWI GmbH ist eine hundertprozentige Bundesgesellschaft, sie fungiert als IT-Dienstleister der Bundeswehr und beschäftigt dafür mehr als 7.700 Mitarbeiter.
180.000 bis 185.000 Frauen und Männer bei der Truppe aktuell und dann noch mal knapp 8.000 nur für die IT? Da stimmt das Verhältnis vorne und hinten nicht.
 
Sherman789 schrieb:
Durch lokale Infrastruktur bleibt der Datenschutz gewahrt, so dass Behörden etc. künftig cloudbasierte Lösungen von MS und Co. anwenden können.

1. Datenschutz ist gerade bei Anwendungen von Behörden (Bundeswehr) bei militärischen Aufgaben niederrangig bis nicht relevant.
2. Durch separat aufgestellte Hardware hat man nahezu nichts für Datenschutz bewirkt, da alle Prozesse zur Datenverarbeitung über Software definiert wird. Wenn man Hardware kauft, die Software jedoch von Dritten stammt, ohne dass man weitere Kontrolle hat, ist für Datenschutz, Datensicherheit, Opsec, IT-Sec nahezu nichts erreicht.
3. Du verschmeißt wahrscheinlich Datenschutz mit Datensicherheit, Opsec, IT-Sec..
 
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Weyoun schrieb:
Da stimmt das Verhältnis vorne und hinten nicht.
Plus ca 3000 im BMVg. Und dazu werden sicher noch Kapazitäten der NATO vorgehalten.
 
Weyoun schrieb:
180.000 bis 185.000 Frauen und Männer bei der Truppe aktuell und dann noch mal knapp 8.000 nur für die IT? Da stimmt das Verhältnis vorne und hinten nicht.
Inwiefern? Ist dir das zu viel oder zu wenig?
 
8k von 185k sind halt 4,3%. Das ist das Sprichwörtliche "Geld mit der Gießkanne verteilen". In Konzernen gilt ein max von 2%
 
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Piktogramm schrieb:
Inwiefern? Ist dir das zu viel oder zu wenig?
Viel zu viel pro Nase. Das sind mehr als 4 Prozent nur IT-ler aus dieser speziellen Abteilung (die Gesamt-IT der Bundeswehr ist da noch nicht mal berücksichtigt, siehe Beitrag von @knoxxi ).
 
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Wo liegen denn diese Googleinstanzen genau?

Bestimmt nicht in einem eigenen, digital souverän aufgebauten Bundeswehrnetz, dass wirklich physisch bzw. leitungstechnisch isoliert vom restlichen Internet ist? Aber dann bräuchte man ja auch keine US-Cloud. Könnte man ja alles mit Linux machen.

Schon sehr merkwürdig für Jemanden, der Souverän erwähnt, Google im Militärbereich einzusetzen.

Ich glaub ja eher Deutschland küsst den König.
 
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Xood schrieb:
Was ich nicht verstehe, warum ließt man immer Amazon, Google und auch mal Microsoft für Datenzentren, aber nie IONOS, OVH, Hetzern und alle anderen?
Selbst wenn die irgendwas noch nicht erfüllen, wäre es doch sinniger "unseren" Firmen Geld zum Ausbau zu geben.
Nein wäre es nicht, die Großen haben so eine große Expertise in dem Gebiet, dass die kleinen auch mit viel Geld & Liebe in absehbarer Zeit nicht rankommen. Das schaffen ja nicht mal unsere lokalen Größen von der TSI oder StackIT mit ihrer lokalen Cloud und die haben andere Budgets.

Und solange bei unseren lokalen 'Alternativen' Cisco, Intel & Dell Hardware verbaut wird, solange haben zumindest die Amerikaner ihre Finger drin. Und sogar wenn wir plötzlich alles mit China Hardware bauen würden, dann hätte der BND garantiert Sonderrechte und damit auch wieder die USA.
Immer diese Träumerei, als ob die lokale Cloud sicherer wäre... der Zugriff ist lediglich aufwendiger, aber das wars.
 
einige der Antworten hier im Thread können doch nicht ernst gemeint sein...

Es geht um die BW, die mit den US-Streitkräften in einer Verteigungsallianz kämpfen. Nicht nur haben die USA die BW nach dem Krieg aufgebaut sondern die Kooperation ist so eng, da muss über die BW Cloud wirklich nichts abgegriffen werden.
 
Weyoun schrieb:
die Gesamt-IT der Bundeswehr ist da noch nicht mal berücksichtigt, siehe Beitrag von @knoxxi ).
Du hast mich falsch verstanden, oder ich mich blöd ausgedrückt 😁

Das gesamte BMVg hat 3000 Mitarbeiter in Gänze. Von Onkel Boris über alle Stäbe bis zur Reinigungsfachkraft.
 
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Grzly schrieb:
Es geht um die BW, die mit den US-Streitkräften in einer Verteigungsallianz kämpfen. Nicht nur haben die USA die BW nach dem Krieg aufgebaut sondern die Kooperation ist so eng, da muss über die BW Cloud wirklich nichts abgegriffen werden.
Zum einen strengt sich die aktuelle Regierung der USA gerade an nicht als vertrauenswürdiger Partner aufzutreten und zum Anderen geht es da auch um Kompetenzen.
 
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Man wird einfach überall dreist belogen. Die Politiker reden immer wieder von digitaler Souveränität Deutschlands, um die Leute zu belügen und Sicherheit vorzutäuschen.

Im Grunde sind wir nämlich nichts weiter als ein Spielball der Amis. Und aktuell geben wir alle unsere Rechte auch genau dort ab. Eigentlich bräuchte ich noch einen zweiten Ausweis. Das wäre wenigstens ehrlich und ich wäre dann wirklich teilweise souverän.
 
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Grzly schrieb:
Souverän sind halt ganz ganz wenige Staaten und das auch nicht 100%.
Sicher das es nicht umgekehrt ist?
Grzly schrieb:
Die USA zb sind auch nicht Suverän wenn es um Absatzmärkte geht. Da haben sie ein großes Interesse dass US Produkte in der EU gekauft werden
Sie können ihre Produkte überall verkaufen. Die Frage ist ob diese Konkurrenzfähig sind.

Wieso sollte die BRD Ihre Cloud mit Google machen wenn wir in Europa genug Firmen haben die in dem Bereich kompetent sind? Wie viel von den SAP Produkten ist an die Cloud angebunden?
 
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Piktogramm schrieb:
Zum einen strengt sich die aktuelle Regierung der USA gerade an nicht als vertrauenswürdiger Partner aufzutreten und zum Anderen geht es da auch um Kompetenzen.
bitte belegen. das "Joint Chiefs of Staff" sind langjährige gediente und sehr hoch qualifzierte Kommandanten. Auch ist im Verteidiugngsausschuss (Senate Armed Services Committee) nie unvertrausenswürdig aufgefallen. Bevor es kommt, nein der US Präsident ist kein Alleinherscher.

NameHere schrieb:
Wie viel von den SAP Produkten ist an die Cloud angebunden?
Alles was nicht legacy ist und damit OnPrem läuft bei SAP in der AWS-Cloud.
 
Grzly schrieb:
Alles was nicht legacy ist und damit OnPrem läuft bei SAP in der AWS-Cloud.
Der einfache Weg. Das kann auch wo anders laufen, aber AWS ist einfach brutal günstig auf den Markt gegangen.
Das gleiche könnte Hetzner machen, nur wäre das teurer.
 
Ich muss wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. SAP (damit AWS) ist Okay aber Google nicht?
 
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