Bus/Bahnfahren

krong schrieb:
Wer immer über Bus und Bahn meckert, hat imo ein ernsthaftes Problem mit anderen Menschen und gegebenenfalls sogar irgendwelche Ängste gegenüber Fremden?

Also mich nerven Bus und Bahn nur dann, wenn sie so voll sind, dass man wirklich aneinandergepresst steht, es dann wirklich sehr, sehr warm und stickig ist und man sich an der Haltestelle durchkämpfen muss um rauszukomme (Kommt im Sommer hier oft vor).
Ansonsten hab ich nix gegen Fremde, rede auch gern mit fremden Leuten an der Uni, im Zug, auf Konzerten etc.

Aber dieses Gedränge in den Öffentlichen nervt echt sehr.
 
Ich muss zum Glück keine ÖPNV nutzen, für meinen Arbeitsweg sind in meinem Fall ungeeignet und die Fahrpläne sind auch zu schlecht, als dass man spontan mal irgendwohin kommen könnte. Planung im Voraus ist da schon nötig - und wenn man am Wochenende gerne mal abends ausgehen und nicht Autofahren möchte oder vielleicht spontan nicht mehr fahren kann - Wecker stellen, wenn der letzte Bus/Zug um 23:30 und der erste wieder um 4:30 fährt. Die Preise sind auch gesalzen, gerade für Gelegenheitsfahrer ein Einzelfahrschein.

Wenn wir zusammen Sightseeing/Urlaub machen, fahren wir aber öfter mal ÖPNV. U- und S-Bahn und Busse in München, Berlin, Düsseldorf, Luxembourg, Paris und auf Mallorca haben wir mittlerweile Erfahrungen gemacht und zwar durchweg positive oder unfreiwillig komische sogar. Straffe Taktung, gut strukturierte Fahrpläne und günstige Preise im Vergleich zum eigenen Auto. Würden wir in der Stadt leben, hätten wir bestimmt ein Auto weniger. So sind wir beide aber zwingend auf zwei angewiesen, wovon ein Fahrzeug aber ein Firmenwagen ist.

Es kommt also ganz auf die Umstände, die Wohn- und Arbeitssituation an. Mit einem Schulbus würde ich persönlich wohl auch nicht fahren wollen, vor allen Dingen jeden Tag.
 
krong schrieb:
Wer immer über Bus und Bahn meckert, hat imo ein ernsthaftes Problem mit anderen Menschen und gegebenenfalls sogar irgendwelche Ängste gegenüber Fremden? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Leute die meckern alle in irgendwelchen "Problemvierteln" wohnen.
...[snip]...
Leider muss ich seit einem Jahr für den Arbeitsweg auf ein Auto zurückgreifen, da ich zwar sehr zentral wohne, mein aktueller Einsatzort beim Kunden allerdings etwas außerhalb liegt und ich mit Öffis doppel so lange brauche.
Das Gegurke durch die Stadt und die Parkplatzsuche nerven aber enorm.

Ernsthaftes Problem mit anderen Menschen? Check, Menschenmassen sind der Teufel. Oder die Teufel, weil viele.
Ängste gegenüber Fremden? Nein. Hatte schon tolle Gespräche in Bus und Bahn.
Im Problemviertel wohnen? Nein, aber meine letzten Arbeitsstellen waren gegenüber vom Rotlichtbezirk. Wobei ich da auch tolle Gespräche mit nem Biker-Schläger, einer Prostituierten und einer Trans-Prostituierten (oder nur Transvestitin? Keine Ahnung ob vor/nach OP oder je OP geplant, aber Wayne) hatte, echt coole Leute.

Ändert nix an der Tatsache, dass ich die wenigsten Fahrten genossen habe da: Voll, verschwitzt, langweilig, und nach nem langen Arbeitstag im Laden hat man einfach die Schnauze voll von Leuten.

Außerhalb der Stoßzeiten und wenn ich frei hab kann das wieder ne ganz andere Geschichte sein.


Bei mir ist es auch so, dass ich mit Öffis 2-3x so lange brauchen würde. Aber mir macht Autofahren Spaß, also ist das für mich kein Beinbruch.
Zum Gegurke und Parkplatzsuchen: Volle Zustimmung, in die (Groß)Stadt fahr ich nur in Ausnahmefällen.


@matze313 Joa, stramme 30-35km plus 1-2km Höhenunterschied mitm Rad ... muss ich mal ausprobieren, aber das E-Bike wird kommen. Im Schwarzwald macht das bestimmt Laune bergab ;)
 
schon das wort öpnv öffentlicher personennahverkehr klingt wenig einladend! in südfrankreich habe ich, letztes jahr immer den fernbus benutzt. ich bin bin an den gare routiere geadelt und habe mein rad unten den kofferraum gelegt. das ist in deutschland komplizierter. die strecke ans meer ist teurer. die stadtbuse in aubagne sind kostenlos.
 
Bin letztes Wochenende das erste Mal mit dem Flixbus gefahren, find ich super. Erster Eindruck: Sehr gut!
Komfortabel, gleich schnell wie die Bahn aber deutlich günstiger. Hab für Hin- und Rückfahrt + Reservierungen insgesamt weniger bezahlt als für eine einfache Fahrt mit der Bahn.
Kann ich nur weiter empfehlen :)
 
Flixbus ist nur so lange gut, wie kein Junggesellenabschied oder anderes feierwütiges Volk darin befindet.

Austrokraftwerk schrieb:
Die Öffis sind bei mir so gut und günstig, dass sich ein Auto überhaupt nicht rechnet. Bei 199€ (bis 26) oder 365€ (regulär) für eine Jahreskarte braucht man echt nicht lange überlegen.
Stuttgart kostet 190€ im Monat (2210 p.A.) für's Netz bzw. 72€ (865 p.A.) nur für die Innenstadt. Viel zu viel.
Für 365 im Jahr wär das ein No-Brainer.
Wenn ich mir aber für mein Bahnticket ein Auto KAUFEN und unterhalten kann... naja...

Dazu kommt, dass man ja eigentlich nirgendwo Extrakosten hat (Parken abgesehen) wenn man mit dem Auto fährt.
Egal was für eins. Familienpanzer in der Altstadt: "Kein Problem. Fahren se rein, schauen 'sich um, machen se Lärm und Dreck wie sie wollen.. "
matze313 schrieb:
Also mich nerven Bus und Bahn nur dann, wenn sie so voll sind, dass man wirklich aneinandergepresst steht, es dann wirklich sehr, sehr warm und stickig ist und man sich an der Haltestelle durchkämpfen muss um rauszukomme (Kommt im Sommer hier oft vor).
Die klassischen Bahnprobleme: Heizung geht nur im Sommer, Klima nur im Winter. In neuen Zügen kann man keine Fenster mehr öffnen, also ist man im A*.
Die Pendlerstrecken sind zu Stoßzeiten überlastet und fahren abseits davon quasi leer und ganz sicher mit massivem Verlust.

Innerstädtisch fahr ich nur noch Rad. Ist gemütlich, ich steh nie im Stau, komm überall rein, raus und durch und finde immer einen Parkplatz "vor der Tür". Außerdem bewege ich mich, was mein Körper glaub ganz gut findet.

Auto fahr ich höchst ungern. Vllt bilde ich mir das nur ein, aber mir scheinen die meisten Verkehrsteilnehmer massiv gestresst zu sein. Da wird man angehupt, ausgebremst, rechts überholt und angepöbelt, einfach nur weil man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält (50 wo 50 steht. keine 60, keine 40 - 50).
Auf der Autobahn ist es noch schlimmer. Sicherheitsabstand wird als Lücke interpretiert, Raser wollen einen aus dem Weg lichthupen, gemäßigtes (normales!) Fahren ist mEn kaum noch möglich. Entweder man steht im Stau oder man fährt in den Krieg.

Dann doch lieber in der Bahn sitzen, Zeitung lesen und Musik hören.
Und bei bedarf kann ich da auch ein Bier trinken.
 
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Da ich generell nicht ohne meine KH/InEar rausgehe, sind mir die Menschen im Bus/Bahn um mich rum egal und Menschen mag ich sowieso nicht :D
60€/M bzw 380€/Jahr sind auch nicht die Welt, also ich hab mich damit abgefunden.
 
Affenzahn schrieb:
Stuttgart kostet 190€ im Monat (2210 p.A.) für's Netz bzw. 72€ (865 p.A.) nur für die Innenstadt. Viel zu viel.
Für 365 im Jahr wär das ein No-Brainer.
Wenn ich mir aber für mein Bahnticket ein Auto KAUFEN und unterhalten kann... naja...

Deine Rechnung würde ich gerne mal sehen.
Ich bin bei irgendwas um 300€ gelandet, was mein Auto damals mit allen Kosten (Inspektionen, Reparaturen, Reifen, Bremsen, etc.) ca. im Monat gekostet hat. Und das war ein relativ sparsamer Kleinwagen mit günstiger Steuer/Versicherung.
Ein eigenes Auto will ich ehrlich gesagt nicht mehr haben. Die ständige Sorge, dass mir jemand ne Schramme reinfährt oder ich auf der Autobahn liegen bleibe und die Zylinderkopfdichtung selber zahlen muss brauche ich nicht... :)
 
Für 2000€ bekomm ich (seit der Abwrackprämie nur noch mit Glück und suchen) ein Winterauto, das vllt gerade noch so durch den TÜV kommt. Alternativ gibt es inzwischen eine Vielzahl an Oldtimern, die man noch ohne Probleme fahren kann. Die haben dann halt keine automatische Heckklappe oder Spurhalteassistenten, aber ein BMW aus den 90ern ist kein schlechtes Auto.

Anschaffung: 500-700, rest Versicherung etc. Wenn's leicht mehr kostet als die Bahn - geschenkt, dafür bin ich deutlich mobiler und auch nicht von Fahrplänen abhängig. Fahr mal mit der Bahn nach Berlin und zurück. Da kann ich mit dem Auto 5 Mal fahren.
 
So eine Gurke ist doch mega unzuverlässig, ständig in der Werkstatt und kostet im Unterhalt deutlich mehr als ne neuere Karre?

Mir geht der Vergleich nur auf den Sacke. Ich höre auch ständig, dass die Leute meinen, ihr Auto wär billiger als ne Monatskarte. Ich halte das fast immer für groben Unfug... :D
 
Ein Auto ist nur dann billiger als ÖPNV, wenn man selbst Wartung und Reparaturen durchführt, und den Wertverlust bei einem neueren Fahrzeug nicht miteinbezieht.

Ansonsten kann schon ein platter Reifen schnell ein paar Monatstickets bedeuten.
 
krong schrieb:
Wer immer über Bus und Bahn meckert, hat imo ein ernsthaftes Problem mit anderen Menschen und gegebenenfalls sogar irgendwelche Ängste gegenüber Fremden?
Wenn diese anderen Menschen, wie viel zu oft der Fall, sichtlich krank die Öffis nutzen und mich dann direkt anhusten oder anniesen ohne auch nur den leichtesten Versuch zu unternehmen zumindest die Hand vorzuhalten habe ich tatsächlich ein ernsthaftes Problem mit ihnen.
Sicher, echte Kerle würden die Chance nutzen und den fremden Rotz als Hautcreme zur Abhärtung verwenden, schon klar.

Im Sommer erreichen die Körpergerüche einer beachtlichen Anzahl an weniger gepflegten Mitfahreren ungeahnte Intensitäten und verschmelzen im dicht gepackten Waggon unter Einwirkung von Hitze zu einem als B-Waffe tauglichen Ensemble.

Ebenfalls nicht ratsam ist es irgendwie 'anders' auszusehen. Eine einseitig abgeklebte Brille, aufgrund einer Augenentzüdung leider notwendig gewesen, reichte schon aus um verspottet, beschimpft und bespuckt zu werden. Einfach nur still sitzen und zum Fenster raus sehen, die Action kommt ganz von alleine.

Bin ca. ein Jahrzehnt in unserer Hauptstadt mit den Öffis gefahren. Das hat gereicht, war interessant aber genug. Inzwischen fahre ich mit Motorrad, Fahrrad oder, wenn notwendig, dem Auto. Öffis im Nahverkehr sicher nichtmehr. Eigentlich schade da sie in der Stadt an sich sehr praktisch und unschlagbar kostengünstig waren. Das Ganze ist aber dank teilweisem Umzug "aufs Land" für mich allerdings immer weniger ein Thema da öffentlicher Verkehr dort praktisch nicht existiert.
 
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zum pendeln auf die arbeit geht sich doch auch ein ebike oder scooter gut aus, um nicht im stau zu stehen.
 
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