CAD Rechner

Mini-Mi

Lieutenant
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Juli 2017
Beiträge
536
Ich suche ein paar Ideen für einen CAD Rechner. Das Ding soll einzig und allein dafür genutzt werden. Kein Gaming o.ä.

Allenfalls mal ein Youtube-Video schauen.

Preisspanne
Da ich keinerlei Ahnung habe was man für sowas einplanen muss gebe ich einfach mal 500 Euro vor. Lasse mich aber, falls ich damit daneben liege, gerne eines besseren belehren.

Verwendungszweck
CAD-Anwendungen

Auflösung
Das System soll, dem bestehenden Monitor geschuldet, auf 1440p bei 144 Hz laufen

Bild-/Musik-/Videobearbeitung + CAD-Anwendungen
Solidworks, DesignSpark, Rhinoceros, Autodesk

Was ist bereits vorhanden?
Monitor, Keyboard, Maus, Lautsprecher

Geplante Nutzungszeit/Aufrüstungsvorhaben?
So lange wie möglich. Wenn der Rechner eines Tages nicht mehr zufriedenstellend läuft wird neu gekauft.

Besondere Anforderungen und Wünsche?
Der gesamte Build soll silent sein. Das gilt für CPU Kühler und Netzteil. Dies sollte beim Gehäuse beachtet werden. Das System wird auf Win10 laufen (Lizenz bereits vorhanden)

Grafikkarte
Hier bin ich mir am wenigsten sicher. Aufgrund der Anwendungen würde ich gerne eine P400 oder P600 haben (natürlich auch silent). Die Frage ist nur ob das nötig ist oder ich auf eine APU setzen kann. Hier muss ich ehrlicherweise anmerken, dass ich schon ein kleiner Techniknerd bin und es schlicht und ergreifend geil finde sowas zu haben. :D

Zusammenbau/PC-Kauf?
Selbstbau
 
Hallo! Das wird eine interessante Kaufberatung ;)

Mini-Mi schrieb:
Solidworks, DesignSpark, Rhinoceros, Autodesk

Schwerpunkt scheint für Dich CAD zu sein. Hast Du bereits Erfahrung damit oder willst Du hier neu einsteigen? Letztlich musst Du entscheiden, welche Grafikkarte dann auch zum Einsatz kommen soll. Ich sehe hier zwei Entscheidungen:

- Reicht eine normale Geforce-Grafikkarte oder muss es eine Quadro sein? Bei Quadros kannst Du sicher sein, dass die Treiber speziell für CAD-Anwendungen optimiert (und zertifiziert) sind.

- Größe des Ram-Speichers auf der Karte: Das hängt letztlich von der Komplexität Deiner CAD-Modelle ab. Hast Du selbst gemachte Erfahrungswerte dazu?

Mini-Mi schrieb:
gebe ich einfach mal 500 Euro vor. Lasse mich aber, falls ich damit daneben liege, gerne eines besseren belehren.

Da bin ich selbst gespannt, wie sich der Thread hier entwickelt und was genau Deine Anforderungen sind und welches System letztlich am besten dazu passt.

Mini-Mi schrieb:
Aufgrund der Anwendungen würde ich gerne eine P400 oder P600 haben (natürlich auch silent). Die Frage ist nur ob das nötig ist oder ich auf eine APU setzen kann.

Das sind beides günstige Einsteigerkarten mit relativ wenig RAM. Reicht das? Das musst Du beurteilen (siehe meinen Punkt oben).
 
2-D oder 3-D?
Soll/muss gerendert werden?
BIM?

Zwischen ja und nein liegen ganz schnell mal mehrere Tausend Euro.
 
Für CAD sollte es eine Quadro Karte sein .
Eine vernünftige sprengt da alleine dein Budget.
Man kann es mit normalen machen ,aber es ruckelt in de Regel.
Mit 500 Euro bekommst keinen normalen Pc zusammen.
CPU Einsteiger 100 Euro ,16 Gb RAM min 160 Euro,Mb knapp 100 Euro ,
Also ohne gross eine Quadro Karte reinzubauen ,wirst schon 800 Euro los sein
 
Faust2011 schrieb:
Schwerpunkt scheint für Dich CAD zu sein. Hast Du bereits Erfahrung damit oder willst Du hier neu einsteigen?

Erfahrung habe ich ca. 1 Jahr. Seit dem fummle ich mit CAD rum. Und da ich daran immer noch Spaß habe möchte ich nun ein dediziertes System.


Faust2011 schrieb:
- Größe des Ram-Speichers auf der Karte: Das hängt letztlich von der Komplexität Deiner CAD-Modelle ab. Hast Du selbst gemachte Erfahrungswerte dazu?

Für meine Belange reichen erfahrungsgemäß 2GB


CPU-Bastler schrieb:
2-D oder 3-D?
Soll/muss gerendert werden?
BIM?

Zwischen ja und nein liegen ganz schnell mal mehrere Tausend Euro.

-primär 2D; 3D natürlich mal zum kontrollieren
-kein rendering
-kein BIM
 
500 Euro ist kein CAD Rechner! Wenn es wirklich low Budget sein soll würde ich auf möglichst hohe single thread Leistung achten, i3? Ansonsten kleine SSD möglichst viel RAM und eine kleine gaming Grafikkarte.

Bei dem Budget hat man kaum Spielraum...

@annafest: zumindest bei Solidworks und Siemens NX braucht man bei dem Budget definitiv keine quadro. Erst bei richtig großen Modellen geht hier die FPS herunter.
 
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Um die Grafikkarte im CAD-Bereich festzulegen, wäre auch wichtig, mit wie vielen Bauteilen/Baugruppen du arbeitest. Das ist meiner Erfahrung nach (jetzt 8 Jahre Autocad/Inventor/SolidWorks) ebenfalls ausschlaggebend zur Erstellung eines Rechners. Gerade in Solidworks wird die Grafikdarstellung über eine Softwaresperre geregelt. Hier wird geprüft, was für eine Grafikkarte du verbaut hast und sollte es nicht die richtige sein, dann werden einige Optionen gar nicht angezeigt. Umgeht man diese Sperre in dem man dem System eine andere Grafikkarte vorgaukelt, so sind die Optionen auf einmal vorhanden und funktionieren sogar mit einer Intel HD 630 ohne Probleme.
 
@Shark. Die Optionen die zumindest vor 5 Jahren gesperrt waren waren allerdings Kiddi Bling Bling Optionen wie echte Schatten und Oberflächentexturen. Solche Dinge braucht doch sowieso niemand.

Edit. Natürlich könnte man sich auch eine alter überholte Workstation kaufen. Da hier aber meist langsam taktende Xeons verbaut sind wäre die i3 Lösung meiner Meinung nach schneller.
 
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@homepower

Man kann nie wissen, was wer braucht. Einer braucht es, einer möchte es gerne, einer findet es den größten Mist den es gibt. Es wird einen Grund geben, weshalb diese Option eingebaut waren und dann gesperrt worden sind.

Bevor hier nicht geklärt ist, was denn wirklich in CAD bearbeitet wird, ist alles andere Kaffeesatz lesen. Warum soll jemand einen Xeon einsetzen, wenn es der i3 genauso tut. Fakten auf den Tisch und dann kann man auch etwas empfehlen. Alles andere bringt nichts. Autodesk empfiehlt für Inventor mehr als 20 GB Ram und es läuft auch ohne Probleme mit weniger. Man hat es inzwischen geändert, da man früher nur im kleingedruckten gefunden hat, dass es bei mehr als 500 Bauteilen zählt. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass wir uns hier in diesem Bereich bewegen.
 
So, dann mal etwas Erläuterung meinerseits. ;)

Ich habe nicht vor für den nächsten Pixar-Film irgendwelche Charaktere zu entwerfen oder einen Prozessor zu designen. Ich suche CAD für den "Heimgebrauch". Also z.B. die Tür eines Modellautos nachbilden, in 3D Druck geben und diese dann als Ersatz für die defekte einbauen. Sowas in der Größenordnung.

Mein persönlicher Rekord waren 394 Bauteile. Aber da habe ich auch ganz gehörig wilde Sau gespielt. Normalerweise deutlich darunter.
 
Ja also dann würde ich schauen, ob man irgendwo ein gebrauchtes System mit einer SSD, i5, 8-16 GB Ram herbekommt. Die SSD sollte schon Pflicht sein, da ansonsten Materialbibliotheken zum Graus werden können. Ich persönlich sträube mich immer davor, jemanden in diesem Bereich (Hobby, nicht produktiv eingesetzt) eine Workstation zu empfehlen, da es meistens mit Kanonen auf Spatzen geschossen ist. Wenn man merkt, dass die Darstellung ruckelt, kann man immer noch eine Grafikkarte nachrüsten.

Den Prozessor selber merke ich nur, wenn ich Bauteile/-gruppe render. Wenn dies nicht zum täglichen Aufgabengebiet gehört, warum soll man dann darin Geld investieren? Klar kann man auf der anderen Seite 2000 € für eine Workstation investieren, aber wenn diese dann nur brach liegt? Und wenn man sie dann doch vielleicht mal braucht, dann ist sie veraltet.
 
Dann rechnen wir mal grob zusammen:

Intel System:
i3 oder i5: 100-170€
Board: 100€
SSD: 100€
8GB RAM: 80€
Netzteil+Gehäuse: 100€
---
480-550€ (+-50€, je nach SSD, Gehäuse, Netzteil)

Reicht die onBoard Karte? Sonst müsste man wohl noch 70 (GT1030) bis 130€ (GTX 1050) dazu rechnen.
 
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Ich würde es erst einmal ohne Grafikkarte versuchen. Wenn es nicht reicht kann man die immer noch nachkaufen. Es gibt ja eh keinen Rabatt wenn man alles auf einmal nimmt.
 
Ich habe bisher auf meiner GTX980Ti Inventor 3D und AutoCAD 2D konstruiert.

Keine Abstürze der Programme, keine Slowdowns, keine Grafikbugs. War alles top. Man braucht keine Quadro ! Das ist für Unternehmen, die explizit schnellen Treiber Support brauchen (und wenn die Existenz davon abhängt).

Mit der R9 290 davor waren die CAD Programme hingegen gar nicht stabil.


Für reines 2D würde ich erstmal onboard verwenden und dann ne schwache aus der 10er Serie ala GTX 1050 nehmen.

https://knowledge.autodesk.com/supp...les/System-requirements-for-AutoCAD-2018.html
 
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Würde ganz gerne noch Meinungen zur CPU hören.

In meine Auswahl kamen der i3 7350K und i3 8350K. Ich frage mich nur was für meine Zwecke sinnvoller ist: Die 0,2 GHz mehr Geschwindigkeit beim 7350 oder die 2 extra Kerne beim 8350. Wovon profitieren die CAD Programme mehr? Preislich nehmen die beiden sich ja nichts. Allerdings finde ich die 30 Extrawatt beim 8350 nicht so prall.

Natürlich könnte man auch gleich einen 7700K nehmen aber das wäre dann wohl doch ziemlich überdimensioniert und mir offen gesagt auch zu teuer.
 
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Die 7xxx CPUs ganz schnell wieder vergessen. Die sind viel zu teuer im Vergleich zu den 8xxx CPUs. (Ausnahme: der Pentium)
i5 7xxx = i3 8xxx

Eine K-CPU muss es auch nicht sein. Oder hast du vor zu übertakten?
 
Multicore Optimierung ist nicht wirklich gegeben , skaliert sehr schlecht.
Somit Takt > Cores.
 
Hol dir eine gebrauchte HD7970 (am besten mit Accelero Extreme) dazu. Die Karte wird vom Fleck weg als Gute Pro erkannt und die Treiber akzeptiert. Meine ist damals irgendwann beim oc verstorben und danach bin ich auf eine GTX980 gewechselt die beim rendering, oder Belastungssims. fast schon regelmäßig Fehler produziert hat wenn man nebenher noch andere Programme offen hatte. Die Fiji danach lief ebenfalls tadellos. Bei Catia V4/V5 war es genau umgekehrt, da liefen die geforce bedeutend besser. Bei V6 war hingegen kein Unterschied zwischen den AMD und Nvidia festzustellen.

Solidworks ist meist unkompliziert. Dem Programm reicht bei kleineren Baugruppen schon eine geforce GT520, oder AMDs APUs. Hier wäre eine aktuelle Ryzen APU eine Überlegung wert. Allein schon weil die verbaute Vega recht gut compute kann.
 
i3 8350K vs. i3 8100:
Das wären dann 11% mehr Takt für 55% Aufpreis? Lohnt sich also eigentlich überhaupt nicht, wenn man nicht übertaktet.

Wenn du schon bereit bist so viel Geld in die Hand zu nehmen, dann solltest du dir den i5 8400 genauer ansehen. Der hat zwar einen sehr niedrigen Basistakt, aber der ist beim i5 (speziell bei Desktop Geräten durch die gute Kühlung) quasi nichtssagend, weil die CPU diverse Turbostufen mitbringt.

Der i5 8400 taktet bei voller Auslastung (und natürlich ausreichender Kühlung) durch den Turbo irgendwo zwischen 3,8 und 4,0GHz.

Heißt: 50% mehr Kerne als der i3 8350K. Fast identischer Preis. 1MB mehr L3 Cache. Standardmäßige Unterstützung von DDR4-2666 statt DDR4-2400. Bei Belastung von 1 Kern gleich schnell (4,0GHz). Bei Belastung von 2,3,4 Kernen 100MHz langsamer (3,9GHz). In jedem Fall schneller als der i3 8100.

EDIT:
Hier gibt's ein paar Benchmarks: http://www.tomshardware.co.uk/intel-coffee-lake-core-i5-8400-cpu,review-34073-8.html
http://www.tomshardware.co.uk/intel-coffee-lake-core-i5-8400-cpu,review-34073-9.html
(Der dort angegebene i5 7400 und i5 7600K entsprechen quasi dem i3 8100 und i3 8350K. Die neuen Varianten sind 3-5% schneller, aber das ändert nichts am Ergebnis.)
Bei den Diagrammen bitte jeweils drauf achten, ob eine GPU die Berechnung übernimmt, oder nicht.
 
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