CentOS 6.x auf älterer Hardware?

websurferin83

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Hallo zusammen,

ich möchte nur mal vorsichtig vorfühlen, ob mein Vorhaben machbar wäre.

Da im Sommer 2015 der Support für Windows Server 2003 eingestellt wird, denke ich gerade über eine Migration zu CentOS nach. Ich bin mir aber alles andere als sicher, ob die Hardware, die teilweise schon über 10 Jahre alt ist, noch dafür geeignet ist.

Konkret geht es um folgendes System:
Board: Fujitsu Siemens D1325
Prozessor: Intel Pentium 4 mit 1,5 GHz (habe aber auch noch einen mit 2 GHz liegen, den das Board unterstützt)
Speicher: 1,5 GB RAM
HDD: 2 x 40 GB IDE + 2 x 1 TB SATA als RAID 1
Controller: Silicom Image SATA PCI
Grafikkarte: nVidia GeForce FX 5500 AGP
LAN: Intel 1 Gbit/s PCI

Andere Distributionen wie Fedora, Ubuntu, Mint, und dergleichen scheiden aus, da CentOS wesentlich längere Produktlebenszyklen bietet als alle anderen.

Über Tipps und Hinweise wäre ich dankbar.

Gruß
websurfer83.
 
Zuletzt bearbeitet: (HW-Ausstattung angepasst)
Sollte eigentlich kein Problemsein.
Wir haben auch ein paar alte P4 Workstations mit RHEL6 als Terminals im Datercenter.

Geh auch davon aus, dass die Datenmigration ggf. etwas aufwendig werden kann. Ich würde keine NTFS Platten nativ an ein Linux hängen um dann Samba zu mache...
 
websurfer83 schrieb:
Da im Sommer 2015 der Support für Windows Server 2003 eingestellt wird, denke ich gerade über eine Migration zu CentOS nach. Ich bin mir aber alles andere als sicher, ob die Hardware, die teilweise schon über 10 Jahre alt ist, noch dafür geeignet ist.
CentOS sind Stabilitätsnazis, da würd ich mir wegen ALTER Hardware nie Sorgen machen, eher wegen neuer. Sollte klappen.

Andere Distributionen wie Fedora, Ubuntu, Mint, und dergleichen scheiden aus, da CentOS wesentlich längere Produktlebenszyklen bietet als alle anderen.
Ubuntu LTS hat 5 Jahre, was zwar weniger als die 7 von CentOS sind, aber durchaus ansprechend dimensioniert ist. Außerdem heißt das ja nur: Man muss innerhlab von 5 Jahren ein Upgrade auf die nächste (oder übernächste) LTS machen.


Wirklich kritisch wird weniger die Installation auf der alten Hardware als vielmehr die Migration der Daten und Dienste.
 
Danke erst einmal.

Bezüglich der Migration der Daten würde ich diese vorher auf ein NAS rüber schieben, dann CentOS installieren und die Platten mit ext3 oder ext4 formatieren und anschließend die Daten wieder vom NAS her ziehen.

Besondere Dienste laufen auf der Maschine eigentlich nicht, früher schon, aber heute nicht mehr, weil die heutigen NAS-Boxen eigentlich fast alles können... Im Grunde genommen dient er nur noch als flexibler Datenspeicher, als Test- und Kopiercenter für alle möglichen Festplatten und als Arbeitsstation um andere Geräte im Netzwerk per HTTP, Telnet oder was auch immer anzusprechen und zu verwalten.

Für all diese Aufgaben sollte CentOS nach meiner Einschätzung geeignet sein.

Mein Virenscanner (F-Secure Protection Service für Server) ist so wie ich es gesehen habe auch mit CentOS kompatibel, wie die meisten Anwendungen, die für RHEL gemacht wurden.

Kann man eigentlich auf CentOS bestimmte proprietäre Software nachinstallieren, falls gewünscht? Bei Fedora ist das ja meines Wissens grundsätzlich möglich, jedoch nur über Umwege...
 
websurfer83 schrieb:
Bezüglich der Migration der Daten würde ich diese vorher auf ein NAS rüber schieben, dann CentOS installieren und die Platten mit ext3 oder ext4 formatieren und anschließend die Daten wieder vom NAS her ziehen.
Du solltest dich mal umgucken, ob es nichts besseres als ext4 gibt. Klar, ext4 ist schon besser als NTFS, aber da ist in der Nicht-Windows-Welt noch viel Luft nach oben. ZFS wäre z.B. nett, geht aber glaub ich nicht unter Linux sondern nur unter BSD. Du könntest mal neugierig sein, wie stabil BTRFS bei CentOS ist. Wenn das Ding stabil ist, isses ein absoluter Traum.

Mein Virenscanner (F-Secure Protection Service für Server) ist so wie ich es gesehen habe auch mit CentOS kompatibel, wie die meisten Anwendungen, die für RHEL gemacht wurden.
CentOS ist binär-kompatibel zu RHEL, das ist eigentlich die einzige Daseinsberechtigung von CentOS... es ist quasi RHEL als Community-Version (Community ENTerprise OS)

Kann man eigentlich auf CentOS bestimmte proprietäre Software nachinstallieren, falls gewünscht?
Kommt immer drauf an...
Wie gesagt, wenns unter RHEL läuft, sollte es unter CentOS auch laufen.
 
Nochmal eine kurze Rückfrage:
Welche Version soll ich für mein System nehmen? Auf der Webseite gibt es eine "i386" und eine x86_x64". Sehe ich das richtig, dass die erste für mich richtig wäre? Die zweite scheint dagegen für neuere Server gemacht zu sein, ist aber abwärtskompatibel zu 32-bit-Systemen? Oder bin ich da total falsch?
 
x86-64 läuft nur auf x86-64 - CPUs... im Sprachgebrauch auch "64Bit-CPUs" genannt. Also: Core2, Athlon64 und neuer.
 
Daaron schrieb:
x86-64 läuft nur auf x86-64 - CPUs... im Sprachgebrauch auch "64Bit-CPUs" genannt. Also: Core2, Athlon64 und neuer.

Okay, danke, dann hätte ich die richtige Version im Auge gehabt.

Wenn man aus der MS-Welt kommt heißen die Versionen entweder x86 oder x64, wenn nun bei CentOS beides miteinander erwähnt wird, kommt man erst einmal durcheinander...
 
Die korrekte Bezeichnung ist aber tatsächlich x86-64, denn anders als reine 64Bit-CPUs (alte Intel Itanium zum Beispiel, lagen in den Regalen wie Backsteine) können die modernen CPUs mit AMDs x86-64 - Ansatz (das schließt Intel x64 mit ein, die habens von AMD lizenziert) eben sowohl 32Bit (-> klassisches x86-Zeugs) als auch 64Bit betreiben.
 
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