News „Chat is dead“: OpenAI plant größte Umgestal­tung von ChatGPT seit 2022

LikeHike schrieb:
Nein. Junior Devs bringen in der Regel nicht die notwendige Erfahrung mit um Code passend zu einer entsprechenden Architektur bewerten zu können. Zumindest ist das bei uns klassischerweise so.
Wie bewertest Du das ganze menschlich? Glaubst Du, dass es Dich später nicht auch erwischen könnte?
 
Penman schrieb:
Ich befasse mich mit der Thematik gerade auch etwas weiter und ich bin aktuell bei dem Stand, dass sich die höheren Gehälter nur so erreichen lassen.
Wer einfach nur seine Arbeit macht, wird mit Glück vielleicht ein durchschnittliches Gehalt erreichen. Wer in die höheren Sphären der Bänder und gar ins Außertarifliche will, muss einfach mehr Interesse mitbringen. Dazu gehört das vorantreiben von Verbesserungen und Innovation und nicht einfach nur das Informationsgeber zu sein. Mit dem Gedanken kann man durchaus darauf kommen, dass genau solche Jobs von KI Agents bedroht werden.
Die meisten (!) Leute, mit denen man wirklich etwas drehen konnte, hatten genau diese Mentalität, sich auch aus eigenem Antrieb zu informieren und weiterzudenken. Mir rollen jedes Mal die Augen, wenn aus der Security Abteilungen wieder Scanergebnisse von einem eingekauften Tool verteilt und fragt, ob wir davon betroffen sind bzw. um die Behebung bittet.
Ich kenne auch den Typen "Step by Step Klick Anleitung" und sobald etwas abweicht wird man panisch oder bockig.
Neu dazugekommen ist der Griff zum Chatbot. Einfach mal irgendetwas reinwerfen und dann durch den ganzen Slop an generischen "versuch doch mal" Vorschlägen arbeiten. Den Prompt richtig gestellt mit genügend Kontext, weil man selbst schon weiß, dass das wichtig ist, um eine Menge Unsinn auszusortieren, hilft ungemein eine bessere Antwort zu bekommen.

Aber auch dazu gehört, dass man sich mit Dingen mal befasst und statt geradeaus auch mal nach links und rechts schaut. Da muss man sich einfach die Zeit für nehmen. Wer immer noch geradeaus schaut, sieht eben nicht viel von der Welt.

Die düstere Vorstellung, dass alles in der KI versinkt, kennen wir aus reichlich Sci-Fi Filmen. Morgens die Assistenz, die das Morgenupdate gibt, "verschieb meinen Termin mit X auf 14 Uhr" - "ok, ich gebe X Bescheid." - das wird die gruselige Vorstellung. Wo sind eigentlich meine Daten? Kann ich da selbst noch drauf schauen? Bekomme ich sie strukturiert oder muss ich immer prompten?
Ich geb dir bei allen Punkten recht, bis auf das Prompting. Bei mir läuft ein kleines 20B Modell (Gemma4 26b), welches aktiv meine Promüts verbessert und noch auf meine Obisidan Notizen+RAG zugreift.

Aber ja, ich hatte dieses Jahr mehrere schlaflose Nächte, da ich mich nach einem 10-12h Arbeitstag noch aufraffen musste und mir "KI" beibringen musste. Und ja mit denen man wirklich etwas drehen kann, sind auch voll bei KI dabei.
 
LikeHike schrieb:
Die Junior Devs fallen komplett weg - hier übernehmen die entsprechenden Agenten. Die Produkqualität soll dabei genau gleich bleiben. D.h. das Geschäftsmodell sieht vor mit weniger Entwicklern die gleichen Ergebnisse in der gleichen Zeit - oder schneller zu liefern.
In andere Worten: man hat schon wieder nen Grund gefunden die Leute nicht mehr auszubilden und wird dann noch mehr rumheulen, dass man einen "Fachkräftemangel" hat?

(Und das die Produktqualität gleich bleibt sehe ich bisher bei keinem Unternehmen, dass LLM Code einsetzt)
 
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BxBender schrieb:
Anstatt durch News alles zu pushen, sollte man lieber endlich mal über Schaden, Mißbrauch und sonstige Gefahren durch KI sprechen. Was unternimmt man endlich dagegen? Wir brauchen eine weltweit starke Regulierung der Software udn vor allem der Firmen, die meinen, dass alles ihnen gehört und man machen dürfte, was man will. Sozusagen der Trump-Effekt. Machen ohne zu Fragen, und gegen die vorgehen, die etwas dagegen haben. Das Ziel ist es den Menschen eine Abhängigkeit aufzwingen, wo sie nicht wieder von loskommen können, wenn es bereits zu spät ist. Nur ein einfaches Beispiel, was wohl viele hier betrifft: Microsoft. Vor allem KI-Agenten sind auch ein Risiko für die Anwender. Der Mensch verlässt sich auf einen Computer, der aber zahllose Fehler macht, weil er nur auf das Material fehlerbehafteter Menschen zurückgreift und nicht zwischen Gut und Böse, Richtig oder Falsch unterscheiden kann. Wer das glaubt, der ist dumm und naiv. Wir töten bereits unschuldige Menschen mittels KI, und es wird noch schlimmer werden. Es wurde bereits bewiesen, dass man programmierbare Killermaschinen trotz Sicherheitssperren ganz leicht aushebeln und zum Töten anstiften kann, auch wenn die Maschinen wie Menschen aussehen und Sprechen und sogar Mimiken gestikulieren, es sind und bleiben emotionslose Roboter. Es gibt Leute, die Lachen noch immer über diese Untergangsszenarien aus Filmen wie Terminator. Dabei gibt es das alles sogar schon. Es gibt die Roboter, die Emotionen wie Menschen nachbilden und so aussehen, dazu muss man sich nur die Messevideos und Forschungsvideos dazu anschauen. Die Killermaschinen aus Terminator 3 sind sogar schon aktiv in Kriegsschauplätzen in der Ukraine im Einsatz und machen sehr erfolgreich Jagd auf russische Soldaten, teilweise mit selbstständiger KI, falls Abwehrmechanismen die Verbindung stören. Und Skynet gibt es nicht nur als lustigen Firmennamen, sondern Länder wie das faschistische und imperialistische Amerika nutzt nun sogar im Kriegsministerium KI(Agenten), die auf neueren Versionen basieren, als die, die für die normalen Anwender in teuren Abofallen verfügbar gemacht werden. Was da passieren kann, sehen wir, wenn im Iran plötzlich Mädchenschulen in die Luft gejagt werden, die seit 10 Jahren dort stehen, oder wenn Firmen einen KI-Agenten starten, der dann trotz Sicherheitsrichtlinien diese einfach umgeht und den gesamten Datenbestand samt Backups in nur 9 Sekunden nach dem Start löscht (hat das im Film länger gedauert?), natürlich aus Sicherheitsgründen, sich aber immerhin dafür entschuldigt es getan zu haben. Man muss ja nur mal sehen, was sich in den letzten 5 Jahren alles diesbezüglich getan hat, davor hat niemand darüber geredet, jetzt sind sogar ganze Computermessen nur noch zu gefühlt 99% voll und ganz auf das Thema eingeschossen. Das die Art und Weise, vor allem aber auch die wahnwitzige Geschwindigkeit dessen viel zu hoch ist, sehr beängstigend und verstörend ist, sollte jedem klar sein. Vor allem wird es und hat es starke Auswirkungen auf die Zukunftssicherheit der Menschen Einfluss. Es wird Millionen an Arbeitsplätze kosten, auch durch Nichtwiedereinstellungen. Die berufliche Zukunft jüngerer Menschen ist also äußerst bedenklich. Wer jetzt also noch zur Schule geht, wird sich mitunter der Realität stellen müssen, dass sein Job und seine Person gar nicht mehr (so) gefragt sein wird. Meine Berufsbezeichnung gibt es mittlerweile auch nicht mehr, und neuen Mitarbeitern merkt man es an, dass einige Grundlagen gar nicht mehr vermittelt werden.
Es dauert nicht mehr lange, bis auch Programmierer verschwinden, was macht man dann?
Sich komplett auf die KI-Agenten verlassen, die einem alles erstellen, was man sich wünscht?
Wann verliert man die Kontrolle? Innerhalb einer Generation Menschheit? Oder braucht man dazu 2?
Was unterscheidet das dann noch von den ganzen Filmen, wo genau solche Dinge thematisiert werden?
Wieviel Zeit verbleibt uns noch dagegen vorzugehen und entsprechend zu handeln?
Die Megakonzerne sehen nur die Macht und den Profit, die werden nehmen was können.
Korrupte und machtgierige Politiker und sonstige Lobbyisten ebenfalls.
Ohne gleich beledigend zu wirken, den Text durch eine KI zu lassen, hätte der Lesbarkeit sehr geholfen.

Das ist kein Problem, das erst mit KI entstanden ist. Machtkonzentration, Missbrauch von Technik, militärische Automatisierung, Abhängigkeit von Konzernen, Datenmonopole und fehlerhafte Software gibt es seit Jahrzehnten.

KI verschärft diese Probleme aber massiv, weil sie Geschwindigkeit, Skalierung und Intransparenz erhöht. Deshalb braucht es Regulierung, Haftung, Transparenz und Grenzen für Konzerne und staatliche Akteure. Nicht aus Technikfeindlichkeit, sondern weil Kontrolle, Verantwortung und demokratische Aufsicht sonst verloren gehen.
 
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Ichthys schrieb:
Wie bewertest Du das ganze menschlich? Glaubst Du, dass es Dich später nicht auch erwischen könnte?
Das ist der Lauf der Dinge - Jeder der in den letzten 5 Jahren eine Ausbildung / Studium in dem Bereich gemacht hat, konnte diese Entwicklung absehen. Ich habe auch wenig Mitleid mit Menschen die eine Ausbildung im Kohletagebau absolviert haben und sich jetzt wundern, dass ihre Ausbildung nach der Energiewende nicht mehr sonderlich gefragt sein wird.

Ich habe aktuell als SBA Glück, dass Europa extrem pingelig bezüglich Datenschutz ist, ansonsten wäre mein Job auch deutlich schneller in Gefahr.
Ich kann aktuell mit umfangreichem Spezialwissen in meinem Fachbereich punkten - da Unternehmen keine Integration von KI in deren Systeme erlauben bzw. ich die KI in der Regel nicht mit Unternehmensspezifischem Wissen füttern darf, ist der Anwendungsumfang in diesem Bereich NOCH stärker beschränkt als bei den Entwicklern.

Wenn sich diese Einstellung ändert - in Europa in den nächsten 5 Jahren, in D eher in den nächsten 15 Jahren, ist sicherlich auch mein Job nicht mehr sicher. Denn für eine fachliche Case-/Prozessanalyse braucht es in der Regel spezifischen Kontext den aktuell KI nicht verarbeiten darf. Das ist aber kein technisches Problem oder Einschränkung der KI selbst sondern aktuell nur noch der Anwendung in D.

Ich persönlich versuche gerade vor die Welle zu kommen - ich lasse mich in KI Fortbilden und zertifizieren, ich versuche bereits lokal bzw. außerhalb von Kundenkontext KI Anwendungsfälle, Automatisierungen zu bauen etc. welche mir über meine Fachlichkeit hinaus einen Mehrwert bieten. Denn wenn KI meinen Job ersetzen soll, gibt es trotzdem jemanden der die KI konfiguriert, steuert, kontrolliert - das wäre dann sehr gerne ich selbst.
Ergänzung ()

Heavynator schrieb:
dass LLM Code einsetzt
Nur das Codex eine spezialisierte KI ist, bzw. auch Claude. LLM Ist ja nur noch eine Schnittstelle um besser geeignete, spezialisierte KI zu verwenden.
 
LikeHike schrieb:
Das ist der Lauf der Dinge - Jeder der in den letzten 5 Jahren eine Ausbildung / Studium in dem Bereich gemacht hat, konnte diese Entwicklung absehen. Ich habe auch wenig Mitleid mit Menschen die eine Ausbildung im Kohletagebau absolviert haben und sich jetzt wundern, dass ihre Ausbildung nach der Energiewende nicht mehr sonderlich gefragt sein wird.
Das ist sicherlich richtig. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Allerdings haben wir "Glück", dass wir vor ChatGPT und Co angefangen. Ich kann mit meiner langjährigen Erfahrung da recht entspannt auf das Ganze schauen. Jemand, der gerade seinen Abschluss macht, aber eher nicht. Und wo soll dieser die Expertise bekommen, ob Claude gerade was vernünftiges zusammengestellt hat?
Ich sehe das sofort, ein Anfänger eher nicht.
LikeHike schrieb:
Ich persönlich versuche gerade vor die Welle zu kommen - ich lasse mich in KI Fortbilden und zertifizieren, ich versuche bereits lokal bzw. außerhalb von Kundenkontext KI Anwendungsfälle, Automatisierungen zu bauen etc. welche mir über meine Fachlichkeit hinaus einen Mehrwert bieten. Denn wenn KI meinen Job ersetzen soll, gibt es trotzdem jemanden der die KI konfiguriert, steuert, kontrolliert - das wäre dann sehr gerne ich selbst.
Das ist schon die richtige Einstellung. Aber es kommt Dir zugute, dass Du bereits Erfahrung in Deinem Beruf hast. Ein Anfänger hat das nicht.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Wette auf KI/LLM aufgehen wird. Noch sind da einige Fragezeichen.
 
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Heavynator schrieb:
In andere Worten: man hat schon wieder nen Grund gefunden die Leute nicht mehr auszubilden und wird dann noch mehr rumheulen, dass man einen "Fachkräftemangel" hat?

(Und das die Produktqualität gleich bleibt sehe ich bisher bei keinem Unternehmen, dass LLM Code einsetzt)
Ich sehe das bei einigen Lieferanten bereits: Die Anzahl Bugs sinkt, das Tempo steigt deutlich. Endlich.

Reine „Bugfix-Monkeys“ wird es auf Dauer vermutlich deutlich weniger brauchen, wenn sich agentische Softwareentwicklung wirklich durchsetzt. Der Wert liegt dann weniger im stumpfen Abarbeiten von Tickets, sondern im Verstehen von Systemen, Anforderungen, Architektur, Qualität und Verantwortung.

Gerade in der IT finde ich die Ausrede „Die Firma bildet mich nicht aus“ eher schwach. Natürlich sollten Firmen Weiterbildung ermöglichen. Aber das Wissen ist heute in riesigem Umfang frei oder günstig verfügbar. Wer in der IT bleiben will, muss selbst Zeit investieren, lernen, testen und sich weiterentwickeln.
 
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LikeHike schrieb:
Unser Anspruch ist die notwendige Manpower zu reduzieren. Wir haben aktuell einen Schnitt von einem Lead Dev, der bis zu 10 Senior Devs steuert, die jeweils 3-6 Junior Devs steuern.

Die Junior Devs fallen komplett weg.


Auf Deutsch:

Weniger Indianer, mehr Häuptlinge, die sich dann zur Produktivitätssteigerung kräftig auf gegenseitig auf die Schultern klopfen, die Gehälter erhöhen und sich in 10-15 Jahren wundern, warum man keinen Nachwuchs bekommt.... Und täglich grüßt das Murmeltier.
 
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Spriti schrieb:
Im Moment halte ich es eh für einen Mythos, dass KI sooooo viel Entwicklungsarbeit spart. Bei internen Tools
Ich tatsächlich auch. Ich stelle immer wieder fest, dass mir Dinge durch die Lappen gehen, wenn ich zu viel mit KI mache und dann hinterher nacharbeiten muss. Danach frage ich mich jeweils wieviel Zeit ich wirklich gespart habe.
 
Naja bei kleinen Projekten wie IOT daheim oder so ist AI eigentlich schon perfekt - sobald der Code auch nur ansatzweise nahe an die Context Länge rankommt sinkt halt noch Qualität - weil halt der Gesamtüberblick fehlt.

Aber bei definierten APIs ist das ja auch wieder egal.

Am Ende ist Software halt im Kern einfache Mathe in einem abgeschlossenen binären digitalen System mit endlichen Zuständen - das halt systembedingt perfekt für AI.

AI muss auch heute noch nicht perfekt sind die gibt es im breiten Einsatz erst seit 3-4 Jahren das ist doch gar nix - die Wahrscheinlichkeit dass sie sie in 4-5 deutlich besser ist ist gross. Dann kann man denke ich davon ausgehen sie ist besser als 95% oder 98% der menschlichen Programmierer und das reicht dann auch, dennw elches Unternehmen hat nur die 2% der weltweit besten?
 
nurmalsoamrande schrieb:
Weniger Indianer, mehr Häuptlinge
Den Spruch habe ich im Studium viel zu oft gehört als das ich darüber noch lachen könnte.

Es ist ein völlig normaler Vorgang - technischer Fortschritt führt zu automatisierbaren Tätigkeiten - also wird auf Neueinstellungen verzichtet.
 
LikeHike schrieb:
Nur das Codex eine spezialisierte KI ist, bzw. auch Claude. LLM Ist ja nur noch eine Schnittstelle um besser geeignete, spezialisierte KI zu verwenden.

Ist Codex nicht einfach nur ein Tool, welches ein LLM (bzw. genau genommen ein MultiModales Model) über eine API verwendet?

Deswegen kann ich ja die Tools von OpenAI und Claude auch mit einem anderen Modell verwenden, wie MiniMax M3, die entsprechend kompatible APIs für den Zugriff auf ihr Modell anbieten.

Ich habe, aus Spaß, auch selbst schon Reasoning und Agenten realisiert, weil ich mehr ein Erkenntnis- als Produktionsinteresse habe. Ich habe mit 12 Jahren angefangen zu Programmieren, weil ich das Lösen von komplexen Problemen mag - Softwareentwicklung mit KI langweilt mich.

Na jedenfalls sitze ich gerade im Zug und schaue mir heute das neue Produkt eines Zulieferers an… und da werde ich etwas provozierend Fragen, ob sich der Einsatz von KI, der so hohe Effizienzgewinne bringt, sich auch in den Kosten für Entwicklung von kundenspezifischen Anpassungen und Support niederschlägt.
 
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calluna schrieb:
Softwareentwicklung mit KI langweilt mich.
Dann solltest du dich um einen neuen Job bemühen.

KI wird mit jeder Version besser - nicht schlechter. Und ist jetzt auch schon sehr gut brauchbar.
 
LikeHike schrieb:
Nur das Codex eine spezialisierte KI ist, bzw. auch Claude. LLM Ist ja nur noch eine Schnittstelle um besser geeignete, spezialisierte KI zu verwenden.

Hm? LLMs orchestrieren und delegieren zwar. Aber das eigentliche Reasoning und das Erzeugen von Code werden bei allen Frontier-Modellen nach wie vor direkt vom Sprachmodell (also dem LLM) selbst übernommen
 
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LikeHike schrieb:
Dann solltest du dich um einen neuen Job bemühe

Ich bin kein Softwareentwickler mehr, das ist bei mir nur noch ein privates intellektuelles Vergnügen - ich mache jetzt die (finanziell) „höherwertigen“ Tätigkeiten.
 
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crvn075 schrieb:
Aber das eigentliche Reasoning und das Erzeugen von Code werden bei allen Frontier-Modellen nach wie vor direkt vom Sprachmodell (also dem LLM) selbst übernommen
Die aber explizit für einen Anwendungszweck trainiert sind und in diesem Bereich viel leistungsfähiger sind. Ein klassisches, allgemeines LLM liefert deutlich schlechtere Ergebnisse.
 
Die Entwicklung ist doch vorhersehbar.

Wie schon geschrieben wurde. Jetzt werden Junior Devs durch KI ersetzt. Irgendwann die Senior Devs usw.
Das wird sich in allen branchen mehr oder weniger so etablieren.

Natürlich geht uns der Nachwuchs dann aus. Das ist die logische Konsequenz.

Aber Elon Musk hat's auch in seiner letzten Keynote klipp und klar kommuniziert. AI wird arbeit ersetzen. ALLES was heute mit arbeit verbunden ist, wird automatisiert.

Ob man das in absehbarer Zeit wirklich schafft? Darüber kann man diskutieren. Fähigkeiten der KI sind noch stark ausbaufähig, entwickeln sich aber immer weiter. Es gibt Agentic AI, die dinge tatsächlich auch tut und somit agiert und es wird längst auch an physical AI gearbeitet, um nicht nur dinge in der digitalen Welt tun zu können, sondern mit Maschinen und Robotern auch in der echten Welt.

Das interessate ist dabei auch, dass die Forschritte bei KI nicht mehr so stark von irgendwelchen Ingenieuren abhängig sind, die nach Jahren der Arbeit irgend eine Kleinigkeit verbessern, sondern das ganze Skaliert mehr oder weniger mit Rechenkapazitäten. Dass KI besser wird, ist also fast schon eine selbsterfüllende Prophezeihung.

Und was soll das Ziel sein? Laut Musk kann in Zukunft jeder Mensch alles bekommen und nutzen, was er möchte. Sicherlich wird es limits geben, aber Geld wird abgeschafft, Arbeit existiert nicht mehr und jeder kann sich dank Automatisierung in planetarem Maßstab alles zu jeder Zeit beschaffen.

Das klingt nach übertreibung und absoluter Utopie. Ist es auch. Aber praktisch ist es auch nur die logische Konsequenz dessen, was passiert, wenn wir genau so weitermachen. Wenn der Mensch jede anfallende Arbeit automatisieren kann, gibts weder Arbeit noch Geld. Daran führt eigentlich kein Weg vorbei.
Wenn ich in der Steinzeit ein Feld bewirten kann und sich die Arbeit dafür von selbst erledigt, brauch ich nichts mehr tun und hab trotzdem Ertrag und bin versorgt. Es ist also auch keine unmögliche Utopie.
 
Ki ist genial um meinen achtstündigen Arbeitstag in unter einer Stunde zu erledigen.
 
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Halema schrieb:
Mir ist schon klar, warum man als Dev die neuen Tools spannend findet, aber man sägt doch am eigenen Stuhl.
Das so zu sehen, ist in meinen Augen sehr kontraproduktiv. KI kommt so oder so in die Unternehmen, das kann niemand verhindern, indem er sich diesen Tools verschließt. Die einzig sinnvolle Herangehensweise ist deshalb Offenheit, Interesse und Engagement im Umgang mit KI. Je kompetenter der Mitarbeiter dabei am Ende ist, desto weniger ersetzbar ist er, selbst wenn KI die ursprünglichen Aufgaben übernimmt. In aller Regel entstehen dann neue Aufgaben, von mir aus als "Agent Supervisor", der KI-geschriebenen Code gegenliest. Nur ein Beispiel.
 
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calluna schrieb:
Ist Codex nicht einfach nur ein Tool, welches ein LLM (bzw. genau genommen ein MultiModales Model) über eine API verwendet?
Claude Code und Codex sind grob gesagt nur die Harness (mit RAG usw natürlich).
 
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