News ChatGPT und Co auf dem Vormarsch: Generative KI in Deutschland vor allem ein Arbeitswerkzeug

Fighter1993 schrieb:
@Bullz ich denke Programmierer ist der Job der mit als erstes von der KI übernommen wird.
Die Leute kosten relativ viel, die KI ist aber um Welten schneller.
Kann nur von jemandem kommen der noch nie programmiert hat oder "Vibe Coder" ist.
 
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NoNameNoHonor schrieb:
Wieso dann überhaupt noch was lernen, wenn die KI Dir doch selbst alles vorkauen kann?
Kreatives Denken oder Dinge neu kombinieren, wie sie zuvor nicht kombiniert wurden, ist zu 100% etwas, was heutige LLMs eben nicht können. Ich unterstelle mal Lehrer, dass sie das auch können, und auch sicherlich einfühlsamer agieren können, als ein stochastischer Papagei.
So ganz stimmt das nicht wie so Tests nahelegen die NICHT auswendig gelernt werden können sondern die auf spontanter Kombinatorik etc basieren und nicht auf Wissen (ausser halt so allgemeinen Grundlagematheregeln)

Sowas wie die https://arcprize.org/arc-agi/2/
 
Blutschlumpf schrieb:
@Youngtimer
Was, KI ist bei euch in der Schule erlaubt?
Meine Tochter (Gymnasium, 5. Klasse) sagte mir die Tage, dass die Wikipedia für ihre Präsentation zu nem Them in Erdkunde nicht nutzen dürfen "weil da ja jeder reinschreiben kann was er möchte". :confused_alt:
Diese Aussage gab es von Lehrern 1:1 schon zu meiner Schulzeit vor über 15 Jahren.

Ist im Endeffekt auch richtig, gerade bei Unternehmensartikeln oder politischen Themen wird dort sehr viel zur Imagepflege editiert und als möglichst wissenschaftlich dargestellt, damit es nicht entfernt wird.

Ist aber bei Erdkunde in der 5. Klasse wirklich etwas drüber, explizit Primärquellen zu verlangen, das gehört eher in die Oberstufe.
 
Kazuya91 schrieb:
Kann nur von jemandem kommen der noch nie programmiert hat oder "Vibe Coder" ist.
Kann nur von jemandem kommen schlechte Laune hat….
 
isostar2 schrieb:
Es gibt ne große Zahl an „Bullshit“ Jobs [...]. Wie Nachrichten Sprecher oder Anwälte oder Lehrer
Du hast nicht den Hauch eines Schimmers was Graeber mit Bullshit Jobs gemeint hat.
Bitte... wenn Du von etwas eigentlich keine Ahnung hast, ist das wirklich nicht schlimm. Schlimm wird, wenn man sich mit einredet, etwas zu wissen, obwohl man es tatsächlich nicht weiß. Auch das passiert den meisten von uns mal.

Wirklich wichtig ist dann aber, wenn man darauf hingewiesen wird, sich nicht zu verrennen.
Du hättest z.B. einfach Wikipedia statt Deine KI fragen können.

Wiki #1 schrieb:
Ein Bullshit Job ist eine Form der bezahlten Beschäftigung, die so vollständig sinnlos, unnötig oder schädlich ist, dass sogar die Beschäftigten selbst die Existenz der Beschäftigung nicht rechtfertigen können, auch wenn die Beschäftigten sich durch ihre Arbeitsbedingungen gezwungen fühlen, dies nicht zuzugeben

Noch präziser:
Wiki #2 schrieb:
Graeber identifiziert jedoch fünf Jobtypen, die in Gänze als Bullshit Jobs klassifiziert werden können:

„Lakaien“ (flunkies) sind Jobs, deren eigentlicher Sinn darin besteht, ihre Vorgesetzten wichtig aussehen zu lassen; z. B. Rezeptionisten
„Schläger“ (goons) werden nur gebraucht, um Schläger anderer Unternehmen in Schach zu halten; z. B. Unternehmensanwälte, PR-Spezialisten.
„Flickschuster“ (duct tapers) lösen die Symptome von Problemen temporär, ohne die Wurzel der Probleme anzugehen; z. B. Programmierer, die fehlerhaften Code reparieren.
„Kästchenankreuzer“ (box tickers) sind mit der Dokumentation von Arbeit beschäftigt, ohne selbst nützliche Arbeit zu verrichten
„Aufgabenverteiler“ (taskmasters) kreieren und verteilen sinnlose Aufgaben; z. B. mittleres Management

Dass Du selber Deine ganz persönliche Ablehnung bestimmter Berufsgruppen verwendest um völlig aus der Luft gegriffenen Mist zu verzapfen, sollte wirklich nicht sein. Bitte... lern ein bisschen mehr Selbstkritik gegenüber Deinen Gedankenimpulsen. Nur weil sich was für Dich "irgendwie" richtig anhört, muss es das noch lange nicht sein.

Zum Artikel:.
Die Überschrift ist schon absurd falsch. Weder haben wir KI nicht erst recht keine generative!
Und nur weil eine Technik irgendwo eingesetzt wird, ist das noch lang nix Gutes oder gar produktives. Simple Umfragen von schlampigen Instituten zu nehmen, die nix soziologisch einbetten ... oder noch schlimmer von schlampig arbeiten anderen Journalisten abzuschreiben, ist wirklich nicht hilfreich.

Es wird Zeit, dass wir diese Technik KRITISCH sehen. Damit wird ne Menge qualitativ SCHLECHTER! Gerade im Medien-Bereich.
Neudeutsch Slop genannt.
KI sorgt dafür dass so mancher seinen Job NOCH schlampiger macht, OBWOHL vieler dieser Leute sehr viel Arbeiten. So ENTSTEHEN weitere Bullshit Jobs!
 
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KlaasKersting schrieb:
Wir bekommen auf Stellenanzeigen, die vor ein paar Jahren um die 10 Bewerber hatten, 150 Bewerbungen.
Kann ich so garnicht nachvollziehen. Wir suchen bei zu besetzenden Entwicklerstellen monatelang bis jahrelang. Qualifizierte Kandidaten bleiben nach erster Aussortierung maximal eine Hand voll übrig. Der Markt an qualifizierten Medior-/Senior-Entwicklern ist abgegrast. Zumindest in unserer Domäne (Cloud-Native). Deutschsprachige gibt es praktisch 0.
 
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Blutschlumpf schrieb:
@Youngtimer
Was, KI ist bei euch in der Schule erlaubt?
Meine Tochter (Gymnasium, 5. Klasse) sagte mir die Tage, dass die Wikipedia für ihre Präsentation zu nem Them in Erdkunde nicht nutzen dürfen "weil da ja jeder reinschreiben kann was er möchte". :confused_alt:
Das war bei mir vor 25 Jahren auch schon so dass Wikipedia als Quelle nicht erlaubt war, man musste immer die Originalquelle angeben. Find ich jetzt aber nicht schlimm.
 
isostar2 schrieb:
Es gibt ne große Zahl an „Bullshit“ Jobs die leicht durch eine KI ersetzbar sind. Wie Nachrichten Sprecher oder Anwälte oder Lehrer🙊 Lehrer Ausgebildet vor 30 Jahren, von Professoren die vor 60 Jahre ausgebildet worden sind und wer jetzt behauptet Lehrer braucht man unbedingt den sage ich Lehrer Kosten 100.000€ pro Jahr, Arbeiten mit Krankheit und Ferien und Feiertage 4 Monate nicht im Jahr und ChatGPT haben wir uns auch alle selbst beigebracht ohne Lehrer😉
Das kann jetzt nur ironisch gemeint sein, oder?
 
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Neodar schrieb:
Ja ja, "produktiver arbeiten"... Wohl eher "die eigentlich eigene Arbeit der KI überlassen".
Und genau deshalb werden noch viel mehr Menschen in den nächsten Jahren ihre Jobs an die KI verlieren. Sie sind offenbar selbst durch diese bisher nicht besonders gute KI ersetzbar.
Das ist absoluter und kompletter und riesengroßer Blödsinn vor dem Herrn, echt. Und obendrein eine absolute Frechheit von dir, solche Behauptungen aufzustellen.

Bei der Verarbeitung von Texten, Erstellen von Textmustern nach bestimmten Schemata - nur um mal zwei Beispiele zu nennen, einfach weil ich auch keinen Bock habe mit so Leuten wie dir darüber zu diskutieren - ist ChatGPT zum Beispiel extrem hilfreich und trägt zu einer stark erhöhten Produktivität in meinem persönlichen Fall bei.

Nicht jeder kann programmieren, und/oder sich dadurch eigene Tools schreiben um solche Aufgaben zu übernehmen. Das kann dann ein "lernfähiger" Algorithmus, wie ChatGPT (das hat mit KI nichts zu tun, sondern wird nur so genannt) viel besser und schneller.
 
KitKat::new() schrieb:
Man muss nichts schlecht reden, wenn es schlecht ist, sh. Leute, die zum Bäcker mit dem SUV Vorfahren und an Fettleibigkeit leiden und gleichzeitig die Luft verschmutzen und Städte unerträglich machen.
Dein SUV-Vergleich bestätigt eigentlich genau meinen Punkt: Dass jemand den SUV unnötig für den Weg zum Bäcker nutzt, ist ein Fehlverhalten des Nutzers, nicht ein Fehler des Autos.

Jede Technologie kann missbraucht werden. Das Internet hat Cybercrime gebracht, der Buchdruck Propaganda. Verbieten wir sie deshalb? Nein, weil der Nutzen im Regelfall größer ist.

Dasselbe gilt für KI. Natürlich gibt es Deepfakes und Missbrauch. Aber das ist nicht der Kern der Technologie, sondern menschliches Versagen in der Anwendung. KI ist mittlerweile so tief in unsere Strukturen integriert (oft unsichtbar im Hintergrund), dass sie nicht mehr verschwinden wird. Wir sollten also aufhören, die Technologie zu verteufeln, und anfangen, über den kompetenten Umgang damit zu sprechen.
 
Sombatezib schrieb:
Man nutzt doch quasi die Google KI Suche immer automatisch mit, da auf der Ergebnissseite einer Suche immer zuerst die "KI-Zusammenfassung" kommt, bevor alles andere gelistet wird. Und das ist immer zu 100% Unsinn, was da als Wahrheit verkauft wird.

Ich würde ja drauf verzichten, dass dafür Energie verschwendet wird, dann müsste ich aber wahrscheinlich eine andere Suchmaschine nutzen...

Ansonsten habe ich keinen der bekannten Dienste genutzt oder dies vor, denn ich weiß nicht, was ich damit machen sollte.
Probier mal die Erweiterung: Hide annoying Google AI Overviews.

Funktioniert. :schluck:
 
Fighter1993 schrieb:
ich denke Programmierer ist der Job

Programmieren ist eine Tätigkeit wie Schreiben, die sehr viele Menschen ausüben - vom Webentwickler über Ingenieure bis Physiker.

Und „KI“ ist hier je nach Fachdomäne (und Größe der Codebasis) unterschiedlich nützlich.
 
Ich habe noch ganz klassisch gelernt. Mit Dinge im Kopf behalten und so.
Letztens im Meeting ging es um mögliche Produktvereinfachung und ob wir nicht zwei Märkte zusammenfassen könnten. Ich: Nein, die haben in 2 Punkten unterschiedliche normative Anforderungen, die zulassungsrelevant sind und unvereinbar.

Ein anderer Kollege meint: Lass mich das nochmal prüfen.
Er schickt 2 Tage später eine Mail rum, mit der Aussage: Folgendes konnte ich mittels Copilot herausfinden...
Es stand inhaltlich genau das, was ich gesagt hatte. Und es hätte maximal eine Stunde gebraucht, um in den 2 Normen nachzulesen.

Unsere jungen Kollegen betreiben einkaufsrecherche für Bauteile auch mittels Copilot.
Bisher kam nur Schrott raus, der null zur firmeneigenen Einkaufsstrategie passte.
Irgendwelche seltsamen Materialien, irgendwas von ganz kleinen Buden, nicht global verfügbar, etwas was garnicht mehr aktuellen Normen entspricht usw.
Ich suche in Google oder schlage in den PDF-Katalogen nach und finde das Gesuchte das auch zur Einkaufsstrategie passt.
KI schön und gut, aber die Typen müssen auch mal lernen sie richtig zu bedienen, um die richtigen Ergebnisse zu bekommen.
 
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KlaasKersting schrieb:
Ist im Endeffekt auch richtig, ...
Im Umkehrschluss heißt das aber, dass ich ne beliebige, total unseriöse Quelle nehmen kann, denn Tante Friedas Tupperware-Blog ist im Gegensatz zu Wikipedia ja ok.
Das würde dann ja bedeuten, dass der Schüler die Seriösitiät einer Website zu einem Thema bewerten müsste von dem er noch keine oder nur wenig Wissen hat.

gartenriese schrieb:
Find ich jetzt aber nicht schlimm.
Nach der Logik dürftest du 95% des Netzes nicht als Quelle nehmen.
Selbst Spiegel, RP, die Welt usw. geben ja meist nur Infos von dritten (und sei es AP, Reuters, DPA usw.) weiter.

Ich bin Informatiker (Netzwerk), die Infos aus Wikipedia, Seiten wie Stackoverflow, Reddit und Netzwerkblogs hilft mir in der Praxis deutlich öfter als die Herstellerdoku.
Würde mich wundern wenns in anderen Bereichen dramatisch anders aussehen würde.


Stovi schrieb:
Und es hätte maximal eine Stunde gebraucht, um in den 2 Normen nachzulesen.
Vielleicht hat er nur 2 Minuten gebraucht, die Mail aber aus anderen Gründen nicht direkt nach dem Meeting geschrieben. ;)
 
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@Youngtimer

Vielen Dank für diesen tollen Einblick! Ich finde es beeindruckend, wie proaktiv ihr das an der Schule angeht.

Ich selbst bin zwar schon lange raus aus der Schule und habe leider erst später realisiert, wie viel Lehrer wirklich leisten, aber dieses Vorgehen halte ich für zukunftsweisend.

Für mich persönlich ist die KI ein Segen, und das meine ich wörtlich. Als Legastheniker fällt es mir oft schwer, grammatikalisch korrekte und gut verständliche Sätze zu formulieren. Deshalb bin ich froh, diese Aufgabe abgeben zu können. Ich füttere die KI mit meinen Stichpunkten, ganz nach dem Prinzip ‚Shit-in, Shit-out‘, und lasse sie die eigentliche Formulierung übernehmen. Oft kommen dabei Formulierungen heraus, die mir selbst im Leben nicht eingefallen wären. Mein Chef hat mir bestätigt, dass meine E-Mails klarer und weniger kompliziert klingen. Und ja: Auch für diesen Text hier lasse ich mich von der KI unterstützen, das ist der beste Beweis dafür, wie gut das Werkzeug funktioniert. (in diesem Fall Gemini)

Und dieser Punkt wird oft komplett übersehen: KI ist ein wichtiger Helfer bei der Inklusion und der gerechten Teilhabe. Wir sprechen hier nicht von einem netten Zusatz, sondern von der Möglichkeit, komplexe Texte in "Leichte Sprache" zu übersetzen und Inhalte damit für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen. Die Verpflichtung zur Barrierefreiheit ist wohlgemerkt ein gesetzlicher Anspruch, der durch die UN-Behindertenrechtskonvention und nationale Gesetze wie das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gestützt wird.

Dabei möchte ich betonen: Bloß weil jemand auf einfache Sprache angewiesen ist, bedeutet das keineswegs, dass er dumm ist. Die eigentliche Verblödung liegt in meinen Augen bei jenen, die das behaupten. Wer kann ernsthaft gegen eine Technologie argumentieren, die uns dabei hilft, unsere gesetzlichen und ethischen Verpflichtungen zur Gleichberechtigung aller Bürger zu erfüllen?

Stattdessen wird polemisch gegen die KI geschossen, als würde man damit verblöden. Dabei übersieht man, dass sie genau jenen hilft, die sonst täglich mit strukturellen Hürden und sprachlichen Barrieren kämpfen.
 
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isostar2 schrieb:
Es gibt ne große Zahl an „Bullshit“ Jobs die leicht durch eine KI ersetzbar sind. Wie Nachrichten Sprecher oder Anwälte oder Lehrer🙊 Lehrer Ausgebildet vor 30 Jahren, von Professoren die vor 60 Jahre ausgebildet worden sind und wer jetzt behauptet Lehrer braucht man unbedingt den sage ich Lehrer Kosten 100.000€ pro Jahr, Arbeiten mit Krankheit und Ferien und Feiertage 4 Monate nicht im Jahr ...
Der Beruf des Lehrers wird meiner Erfahrung nach primär von jenen verachtet, die nicht verstanden haben, was sein tatsächlicher Wert ist. Hinweis: Reine Wissensvermittlung ist es nicht.
Wer mal den Unterschied zwischen einem "Lehrer aus Verlegenheit" und einem echten Vollblutpädagogen erlebt hat - und das haben die meisten, die hierzulande eine Schullaufbahn durchlaufen haben - sollte es besser wissen.

Und das sage ich als klarer Gegner des Lehramts in seiner vielfach praktizierten Form. Lehrer sollten in meinen Augen durchgängig Angestellte sein (gerne des höheren öffentlichen Dienstes) und stärker nach ihrer Qualität beurteilt werden. Aber das ist ein anderes Thema und darf von anderen auch gerne anders gesehen werden.
Wie dem jedoch auch sei, selbst im aktuellen Status Quo bleibt es ein Fakt, dass ein guter Lehrer durch KI nicht einfach ersetzbar ist.

Übrigens gilt für Anwälte ähnliches. Wer Volljuristen für Subsumtionsautomaten hält (und nur als solche wären sie durch LLMs leicht ersetzbar), hat von Recht schlicht keine Ahnung. Nichts für ungut.
isostar2 schrieb:
... und ChatGPT haben wir uns auch alle selbst beigebracht ohne Lehrer😉
Uff ... ja, die grundlegende Nutzung eines Chatbots ist ja auch unglaublich kompliziert. Und 98% der Nutzer sind ja auch so unfassbar kompetent in dieser Nutzung. Die unfreiwillige Ironie trieft aus allen Poren dieser Aussage :D
 
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Corros1on schrieb:
Wir fahren ja auch Auto statt alles zu Fuß zu erledigen, komischerweise hat man da diesen Fortschritt nicht so schlecht geredet.
Da wäre ich mir nicht sicher, also Straßenlaternen z.b. sind überhaupt nicht gut angekommen. :D
 
Corros1on schrieb:
Stattdessen wird polemisch gegen die KI geschossen, als würde man damit verblöden.

Weil es so ist, wenn die Nutzung von „KI“ dafür sorgt, dass jemand weniger angestrengt denken muss - da gibt es auch bereits Studien zu, obwohl es offensichtlich ist, weil hier gilt: use it or loose it.

Die Natur, unser Körper ist da ständig am optimieren.

Deine Argumentation gilt übrigens auch ebenso für die Mobilität… für Menschen, die nicht Gehen können, ist ein elektrischer Rollstuhl eine Lebensverbesserung - für einen Menschen, der es kann, ist es schädlich.

Oder anders gesagt: alles hat einen Preis… jetzt oder später.

Wenn körperliche Arbeit durch Maschinen erledigt wird, dann muss es dafür einen Ausgleich geben, z.B. Sport.

Dasselbe gilt fürs Denken… wenn der Einsatz von „KI“ auf Arbeit dafür sorgt, dass jemand seine Arbeit schneller und effizienter erledigen kann - aber dabei weniger Denken muss als zuvor… dann muss es dafür einen Ausgleich geben, sonst bezahlt diese Person langfristig dafür.

Ich benutze LLMs auch jeden Tag - aber ich sorge für einen Ausgleich, indem ich zum einen bei bestimmten Tätigkeiten bewusst darauf verzichte und im Privaten fast komplett darauf verzichte.
 
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Corros1on schrieb:
Dein SUV-Vergleich bestätigt eigentlich genau meinen Punkt: Dass jemand den SUV unnötig für den Weg zum Bäcker nutzt, ist ein Fehlverhalten des Nutzers, nicht ein Fehler des Autos.

Jede Technologie kann missbraucht werden. Das Internet hat Cybercrime gebracht, der Buchdruck Propaganda. Verbieten wir sie deshalb? Nein, weil der Nutzen im Regelfall größer ist.

Dasselbe gilt für KI. Natürlich gibt es Deepfakes und Missbrauch. Aber das ist nicht der Kern der Technologie, sondern menschliches Versagen in der Anwendung. KI ist mittlerweile so tief in unsere Strukturen integriert (oft unsichtbar im Hintergrund), dass sie nicht mehr verschwinden wird. Wir sollten also aufhören, die Technologie zu verteufeln, und anfangen, über den kompetenten Umgang damit zu sprechen.
Das erinnert mich stark an den Spruch "guns don't kill people, people do". Pauschal kann man meiner Meinung nicht sagen, dass immer nur der Benutzer Schuld ist.
 
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