Chef gesagt, dass ich kündige - Büroschlüssel entzogen

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hendr1k1

Ensign
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Hallo,

ich habe gestern ein Gespräch mit meinem Chef gehabt und dabei ihm gesagt, dass ich kündige. Ich weiß, dass es mündlich nicht rechtskräftig ist, deshalb will ich am Montag zuerst zum Amt und ihm dann die Kündigung zufaxen und zusätzlich per Einschreiben nochmal nachsenden. (Bevor ich das mache, will ich nochmal mit den Leuten vom Amt reden)

Nachdem Gespräch musste ich ihm die alle Zugangsdaten zu den Servern geben und auch den Büroschlüssel, sodass ich nicht mehr zu meiner Arbeitsstelle gelangen kann.

Da es noch die Probezeit ist, habe ich ja noch die 2 Wochen Frist...Als was kann man den Entzug des Büroschlüssels werten? Er verwehrt mir ja die Möglichkeit zu arbeiten...Was mache ich nun am besten?

Cheers

P.S. zum Schluss habe ich gefragt, wie es nun weitergeht und gefragt, ob ich gehen soll. Er meinte daraufhin, dass ich gehen soll, da es ja sinnlos ist, wenn ich da rumsitze und nichts tu.

Hinweis:
Eine Kündigung per Fax ist NICHT rechtskräftig. Am Besten immer per Einschreiben mit Rückschein!
 
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phil.

Just for a visit
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Du bist frei gestellt und fertig. Eventueller Resturlaub und Überstunden werden verrechnet. Bis Ende der Probezeit / Kündigungszeit läuft dein Gehalt weiter.
 

Kappoggo

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Ganz genau. Du hast hoffentlich bereits einen neuen Job?
Bei einer eigenen Kündigung bekommst du drei Monate kein ALG I.
 

hendr1k1

Ensign
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Also ganz so einfach wie ihr das meint, ist es nicht. Ich war heute morgen beim Amt und habe auch mit der Rechtsberatung vom Bund telefoniert.

Erstmal die Sache mit der Sperre...Man wird nicht automatisch gesperrt, sondern muss dazu auch Stellung beziehen und am besten den Antrag persönlich beim zuständigen Mitarbeiter abgeben (Termin geben lassen). Der entscheidet dann, ob man gesperrt wird oder nicht. Ich habe keine neuen Job, kann aber auch darlegen, dass er eine falsche Stelle ausgeschrieben hat. Also die Sperre ist nicht in Stein gemeißelt!

Nun zu der Freistellung. Eine Freistellung muss schriftlich erfolgen! und ist nicht automatisch damit abgegolten, dass er mich nach Hause schickt. Als Arbeitnehmer hat man die Pflicht seine Arbeitsleistung bereitzustellen auch wenn einen der Arbeitgeber nicht lässt. Aus diesem Grund habe ich meinem Arbeitgeber ein Schreiben zugefaxt, indem ich ausdrücklich sage, dass ich meine Arbeitsleistung anbiete und hier ist es ganz wichtig einen Sendebericht aufzuheben. Durch diesen Schritt hat man als Arbeitnehmer seine Pflichten erfüllt und der Arbeitgeber ist in der Pflicht, da er jetzt im Annahmeverzug ist. Das sollte man immer machen, wenn einen der Arbeitgeber nicht arbeiten lässt, da sonst gilt "Es wird nur gezahlt wofür auch gearbeitet wurde".

Meine Kündigung habe ich heute als Einschreiben losgeschickt und gar nicht als Fax, da eine Kündigung per Fax NICHT rechtskräftig ist.
 
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Kappoggo

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Geh mal lieber davon aus das dich das Arbeitsamt sperren wird wenn sie die Möglichkeit haben.
Und die haben sie bei einer eigenen Kündigung nunmal.

Was meinst du mit er hat eine falsche Stelle ausgeschrieben?
Du hast doch den Arbeitsvertrag unterschrieben und auch dort gearbeitet.
Es war deine freie Entscheidung und nun ist es deine freie Entscheidung selbst zu kündigen.

Dabei wird nix anderes als eine Sperre rauskommen.


Das mit der Freistellung ist natürlich richtig. So gehst du auf Nummer sicher.
Sonst hätte dir dein Chef, wenn er dir was reindrücken wollte nen Strick draus drehen können und ihr wärt deswegen vllt vorm Arbeitsgericht gelandet.
 

Carlton Banks

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Gib Attest ab, der bescheinigt, dass Du diese Arbeit zudem nicht mehr ausführen kannst. Ruhe...

Edit: Es muss schon eine Krankheit sein... Nicht ein Husten oder dergleichen... Denk Dir eine aus...
 
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Kappoggo

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Selbst wenn er irgendeine Erkrankung aus dem Phantasialand bescheinigt bekommt und damit die Sperre umgehen kann,
so kann er dann keinen ähnlichen Job mehr annehmen.

Ich bezweifle das der TE das möchte.
 

hendr1k1

Ensign
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Ja klar habe ich den Arbeitsvertrag unterschrieben. Die Stelle war als Softwareentwickler ausgeschrieben, es hat sich aber herausgestellt, dass ein Administrator mit Branchenkenntnissen(Nicht die IT-Branche) benötigt wird um eine Software zu kaufen, einzurichten und so weiter. Die Branchenkenntnisse habe ich nun nicht.

Im Vorstellungsgespräch ging es um die Erweiterung einer Software und im Arbeitsvertrag steht auch Entwicklung einer Software.

Ich kann es verkraften, wenn ich gesperrt werde, da ich wohl ab dem 1.10 ein neue Anstellung habe. Ein Versuch beim Amt ist es trotzdem Wert.

@Kappoggo: Wieso sollte ich keinen ähnlichen Job mehr annehmen können, wenn ich ein Attest vom Arzt hätte?

Was mit sehr wichtig ist, ist dass ich auf Nummer sicher gehe und mich korrekt verhalte, damit mir der Chef nicht noch einen Strick draus dreht. Außerdem will ich einfach nur, dass die ganze Sache endet ohne dass es mein weiteres Berufsleben negativ beeinflusst.
 
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Kappoggo

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Gut wenn du als Entwickler eingestellt wurdest und die Tätigkeiten dann letztendlich einem Admin entsprachen und zudem Kenntnisse verlangt wurden die du nicht hast und auch nicht auf die schnelle erwerben kannst ist das wirklich ein guter Grund. Das sollte normalerweiße auch das Arbeitsamt so sehen. Vorausgesetzt natürlich du kannst das nachweisen bzw. dein Chef bestätigt dir das.

Gemeint war, nur als Beispiel, das wenn du zb. als Admin eingestellt wirst und dir dann ein Attest vom Arzt holst du kannst wegen der Erkrankung XY nicht mehr in dem Beruf arbeiten, wirst du nur schwerlich begründen können warum du zwei Wochen später wieder als Admin einen Job anfängst.
In dem Fall würde das Amt sicherlich versuchen eventuell gezahltes ALG I zurück zu bekommen.
Ist ja bei dir aber nicht der Fall.

Dein Chef ist aber auch ne ganz schöne Flachzange wenn er dich eingestellt hat und du als Entwickler schlussendlich nicht der richtige Mann bist.
 

phil.

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Worum geht es dem TE eigentlich?
Er berichtet, daß er gekündigt hat. Okay, so etwas passiert.
Er berichtet, daß er mit sofortiger Wirkung nicht mehr für die Firma tätig sein sollte. - Auch ein ganz normaler Vorgang. Die schriftliche Freistellung kann / sollte natürlich folgen. Was erwartet der TE wenn er kündigt? Eine Umarmung? Weiterhin uneingeschränkten Zugang zum Server und womöglich allen Firmendaten?
Bei uns wurden schon Leute zum Auto geleitet und persönliche Sachen per Post geschickt.

Dann erfahren wir:
Der TE kündigt ohne eine neue Stelle zu haben. (- m. E. ganz schön dumm)
Weiter hat der TE ein anderes Aufgabengebiet bekommen, als im Anstellungsvertrag. - Ist natürlich blöde.

Aber hat der TE auf irgendeine Weise mit dem AG über die unterschiedliche Auffassung der Aufgabe gesprochen?
Wurde der TE vom AG wegen seiner nicht vorhandene Kenntnisse gerügt, abgemahnt?

Sorry, aber dieser halbe Informationsfluß trägt nicht dazu bei, ein positives weiteres Berufsleben zu beschreiten.
 

hendr1k1

Ensign
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Meine erste frage habe ich am Wochenende gestellt und danach kamen solche Antworten, dass ich freigestellt bin - Stimmt aber nicht so genau. Ich wollte nur wissen, wie es nun rechtlich aussieht und habe später dann meine Informationen, die ich erhalten habe gepostet, damit hier keine Halbwahrheiten stehen.

Dass eine Kündigung nicht gerade Freudensprünge verursacht ist mir schon klar.

Solche Sachen wie ALG Sperre und so sollten eigentlich gar nicht Thema des Threads werden.

Der Thread kann aber eigentlich geschlossen werden.
 
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Daaron

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Ich kann es verkraften, wenn ich gesperrt werde, da ich wohl ab dem 1.10 ein neue Anstellung habe. Ein Versuch beim Amt ist es trotzdem Wert.
Ich kann mich düster daran erinnern, dass eine Sperre gleichzeitig auch eine Lücke in Renten- und Krankenversicherung bedeutet. Das erste wird später mal ziemlich kacke, das 2. kann dir finanziell sofort das Genick brechen.
 

Feuerferkel

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