Chrome - Open Source und Datenschutz?

smoke-air

Lt. Junior Grade
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Apr. 2005
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Huhu!

Ich hoffe die Admins genehmigen diesen Thread, da ich das Thema Datenschutz für sehr wichtig halte und ich deswegen ungern in einem Sammel- bzw. Newsthread darüber diskutiere oder vielmehr mich informiere.

Mein Aliegen ist das folgende: Ich misstraue Google. Google bietet viele Services die sehr nützlich für mich wären, welche ich aber aus Vorsicht nicht nutze. Zum Beispiel der Onlinekalender, den ich unkompliziert mit meinen PDA synchronisieren könnte. Woher dieses Misstrauen kommt, weiß ich nicht. Vielleicht, weil Google derart groß geworden ist und inzwischen Satelliten ins All schießt. Das bekannte Datensammlervorurteil kann ich nicht belegen. Ihr?

Daher ergibt sich für mich die Frage: Wo gibt es den Quellcode für den neuen Browser Chrome? Ich hätte Interesse diesen Browser in Zukunft standardmäßig zu nutzen, jedoch keine Lust, dass er Daten von mir (wenn auch nur mein Surfverhalten) an Google sendet. Zudem: Was haltet ihr davon? Seid ihr misstrauisch oder ist es offensichtlich, dass die eigenen Daten sicher bei der Nutzung von Chrome sind?

Freue mich über jeden Beitrag!

Viele Grüße, Flo
 
Wie man in den Kommentaren zur News lesen kann, scheint der tatsächliche Quellcode des Browsers nicht offen zu liegen, sondern nur Teile davon. Weiterhin macht Google selbst ja kein Geheimnis daraus, dass fleißig Daten nach Hause gesendet werden: http://gears.google.com/chrome/intl/de/privacy.html
Zusätzlich soll noch ein Update-Tool als Windows-Dienst im Hintergrund laufen und bei der Deinstallation bestehen bleiben, wie ich das aus den Kommentaren gelesen habe.
 
Webkit (so wie Gecko im FF und Flock usw) ist Open Source. Webkit ist von KDE entwickelt worden für den Browser Konquerer der unter Linux läuft. Das hat Apple nun für ihren Safari genommen und google für ihren Browser. Webkit kann man sich im Sourcecode schon angucken aber den Google Browser net.
Ich Mißtraue Google. Zum suchen ist Google das beste, schnellste und schönste aber den Rest der Google Angebote und Produkte nutze ich nicht.
 
Ja hab Chrome deinstalliert, der Google Update-Dienst bleibt... tststs...

@Kartoffel200: KDE,KDE-Projekt bzw KDE-Programmierer sind unterschiedliche Dinge... ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
CPat schrieb:
Wie man in den Kommentaren zur News lesen kann,...
Genau das ist der Punkt: Man liest von Leuten, die sich selbst nicht sicher sind und gibt dieses weiter. Es entstehen Gerüchte und Vorurteile. Deswegen auch dieser Thread. Jeder soll sagen was er weiß und denkt. Wenn sich jemand seiner Behauptung nicht sicher ist, soll er das dazusagen.

Wie ich sehe, ist das erste Feedback negativ. Hatte gerade auch ein ein Gespräch mit der firmeninternen IT-Servicehotline. Der junge Mann am Telefon hat ebenfalls berichtet, wie umfangreich im Chrome geloggt wird.

Wenn ich immerwieder lese, wie geil Google auf Benutzerdaten sein muss, dann stellt sich mir die Frage: Wozu?
Ist der Weiterverkauf solcher Daten nicht illegal?
 
Die Sache mit Nutzerdaten ist doch ein alter Hut. Im Werbegeschäft kann man einfach besser verdienen, wenn man sehr genaue Statistiken zu allem möglichen hat. Wer mag was, warum, wie oft etc. Google ist nun mal ein großes Werbeunternehmen, da sind solche Daten Gold wert. Der Verkauf/das Veröffentlichen von Statistiken ist sicher nicht illegal aber Google wird seinen Schatz hüten. Der Verkauf der Datenbestände wäre für Google eher nachteilig.

Hier gibt es noch einen netten Artikel zur nach Hause Funktion, der einzigartigen ID, einem Google Account und der möglichen Gefahren aus der Kombination: Google-Chrome - die Intention liegt auf der Hand
 
Für mich ist klar: Finger weg von Google Chrome, sowie anderen Diensten. Danke Leute! ;)
 
Mist ich hab ihn schon installiert und wollte ihn sogar behalten, weil der wirklich spürbar schneller als Firefox 3 ist.

Gibts ne Möglichkeit die Spionagesoftware von Google zu deaktivieren oder deinstallieren und Chrome trotzdem zu behalten?

Edit: Aha was gefunden um das Senden der URL's zu Google zu unterbinden einfach dem hier folgen:
http://www.google.com/support/chrome/bin/answer.py?answer=95656&hl=de
 
Zuletzt bearbeitet:
das lustige sind dann ja echt die leute, die zu firefox zurückkehren, obwohl mozilla von google mit 67 (?) mio $ jährlich unterstützt wird. dort müsstet ihr dann genau die gleichen ängste hegen und beim internet explorer von microsoft erst recht.
alternativ könnte man es einfach einsehen, dass es auf der welt nunmal nichts geschenkt ist und ich meine "bewegungsprofile" bei google für sicherer aufgehoben halte als bei vielen anderen. denn für google sind diese von extrem hohem wert, weswegen sie die daten vermutlich nur intern benutzen werden.

was hingegen mit anbietern von gewinnspielen usw ist haben die "datenskandale" der letzten tage und wochen ja gezeigt. wer angst hat, dass seine daten missbraucht werden, der muss sich von der außenwelt abschotten....
 
Mozilla ist nen Non-Profit-Organisation, da mach ich mir weniger Sorgen. Das Geld gibts dafür, das google Standardsuche ist.
 
jaja... die non-profit organisationen. sowas nenne ich wirklich gutgläubigkeit ich war schon bei vorstandssitzungen von sportvereinen und ähnlichem dabei - auch alles non-profit organisationen. trotzdem wird nur darüber diskutiert wie man geld machen kann ;)
dann kann ich google halt auch genau so gut glauben, dass sie meine daten nie benutzen die sie speichern oder so...

aber gut, das sind jetzt meine erfahrungen die ich gemacht habe...
 
Mozilla: "Wir speichern nix, schaut halt nach wenn ihr's nicht glaubt!"
Google: "Wir speichern eure besuchten Webseiten, Cookies, Suchanfragen, aber wir kämen nie auf die Idee diese Daten zu verwenden!"

mMn schon ein Unterschied.
 
Wie Ich schon in den News gepostet hatte (und nicht aus Halbwissen ;) ), finde Ich es sehr bedenklich, das die Chrome-ID mit einer evtl vorhandenen Google-ID verknüpft werden kann und so einen gläsernen User erschafft, dessen Vorlieben dann bei Google landen.

Und das auch wenn man gar nicht an einem Google Account angemeldet ist! siehe auch hier (thnx für den link an trabifant).

Wie man ja auch schöb an den aktuellen Pannen in Sachen Datenschutz zb in England und in DE (Daten-CDs erworben) sehen kann, erzeugen solche Datensammlungen immer Begehrlichkeiten von Leuten / Firmen, die sich diese zunutze machen wollen und alles daran setzen, diese Daten zu bekommen.

Ich hatte mal ein Gespräch mit einem Datawarehouse-Profi, der mir dann aufgezeigt hat, wie sich auch kleinste Info-Häppchen von jemandem zu einem sehr detaillierten Profil "zusammenfinden" und diese Datensätze dann verhökert werden! Ich hatte danach echt keine Fragen mehr, vor allem als ich hörte, das es einen schwungvollen Handel mit diesen Daten gibt und diese an zig oder hunderte weitere Firmen gehen!

Ich unterstelle Google erstmal keinen bösen Absichten, aber allein die tatsache, das es möglich ist, mit diesen Daten Schindluder zu treiben oder fette (Werbe-)Kohle zu machen, ist für mich ein abolutes Ausschluß-Kriterium!!

Ich stimme Flup zu, das es einen Unterschied macht, ob "jemand" gar nichts speichert und seine Türen zur Kontrolle öffnet oder einer Firma, die nur sagt, das sie es nicht tut!

Vertrauen? hm Lieber erstmal nicht! *Holzauge sei wachsam!* ;)

PCB
 
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