Computer/Gaming als Hobby

Landknecht

Lieutenant
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Hallo zusammen

Ich würde gern mal ein Thema ansprechen, das mich schon länger und öfters beschäftigt.
Und zwar:

Wann werden wir (meine damit alle) soweit sein, dass man Computer und/oder Gamen ohne Bedenken als Hobby angeben bzw kundtun kann und es auch wie zB Fußballspielen (was ich auch mache) ansehen kann?

Ich meine, wenn ihr euer letztes Bewerbungsformular durchliest oder euer nächstes, schreibt ihr da bei Hobbys, neben dem Standardprogramm, auch Computerspielen hin ohne bedenken? (wenn man es überhaupt hinschreibt)
Wenn ihr mit einem Mädel redet, und ihr euch näher kommt und sie nach eueren Hobbys fragt, gebt ihr da Computerspielen mit an?

Mal jetzt ausgenommen davon, man hat das (relative) Glück, genau zu wissen das derjenige auch drauf steht zb, erzähle ich zB noch keinem davon. Zumindest nicht beim 1.mal
Später, wenn man sich besser kennt und evtl auch besser schätzt, komme auch ich eher mal dazu etwas in der Richtung zu äußern. Nicht direkt, aber doch in die Richtung.

Ich hab ganz ehrlich Probleme damit, ... und das mag ich gar nicht.
Mir wärs lieber ich könnte ohne Hemmungen und zum Teil ohne die noch vorhandene soziale Ausgrenzung (arg gesprochen) darüber reden.

Das erste was einem Otto-Normal-Nicht-Gamer in den Kopf schießt wenn er/sie hört das jmd gerne spielt, sind meißtens die gleichen Dinge: Kellerkind, Freak, Süchtler, kann nicht mit Menschen umgehen... und evtl auch noch potenzieller Amokläufer etc. :rolleyes:

Klar, sollte ich selber soviel sein und es sollte mir eigentlich egal sein, was andere über mich denken...tut es aber im Endeffekt doch nicht. Man lebt halt doch gerne mit anderen Menschen zusammen und möchte auch von denen gemocht und akzeptiert werden.

Es wird zwar immer besser in dieser Hinsicht, aber ich habe immer noch Hemmungen (Scham).
Traurig. Ich sag mir immer selber mir ist es egal was andere über mich denken (stimmt auch in diversen Punkten), aber hier schotte ich ab.

Wie geht ihr mit dem Thema: Computer/Gaming sind/ist mein Hobby um?

P.S Bitte das nicht als Psychologisches Outing missverstehen ;)
 
bei bewerbungen kannst hin schreiben, computer erfahren hard- & sotfware bla bla bla...
gamen als hobby angeben... näää

achja, ich sehe pc spielen nicht als hobby sondern zeitvertreib. spiele abends zwar 1-2hrs.. aber nur weil im tv scheiße läuft :D

UND man gibt ja bei der bewerbung ja auch nicht an dass tv schauen ein hobby ist
 
In Zeiten einer ESL / CPL / WCG etc sollte es möglich sein soetwas angeben zu können.
Was soll denn HeatoN, Spawn, Potti, Neo etc angeben ? Die sind schließlich von Beruf Progamer ;)
 
In Bewerbungen habe ich imho noch (fast) keine Erfahrung, da ich bis jetzt erst ein Praktikum hatte, das war bei einem Hardware-Shop. Da musste ich sogar meine Erfahrung in Sachen Computer hineinschreiben.

Zum Thema Computer als Hobby hatte ich genauso wie du negative Erfahrungen.
Den meisten Menschen kommt beim thema Computer wirklich nur eines in den Sinn : Freak
Ich versuche es zwar auch zu Ignorieren manchmal ist man dann aber einfach :( also betrübt, traurig usw. Natürlich gibt es auch Personen die es sogar toll finden doch haben die meisten eine regelrechte Abneigung gegenüber Menschen mit dem Computer bzw. dem Spielen als Hobby.

Vor zwei Jahren traf ich eine Psychologin (nein nicht weil ich psychisch labil bin ;)).
Als ich ihr dann erzählte was ich in meiner Freizeit mache hat sie gleich folgende Dinge gesagt : Willst du dein Leben wirklich für so etwas verschwenden ? Es ist doch nicht gesund den Computer als Hobby zu haben.

Durch dieses Erlebnis habe ich gemerkt das selbst die Personen die nicht so Handeln sollten eine Abneigung gegenüber uns haben.

Ich denke da sollte sich schnell was ändern !
 
Hi Landknecht,
ich kenne dein Problem und hab es selbst ein bisschen. Derzeit mach ich mit meinen 25 Jahren ne schulische Ausbildung und bin vom Alter her im oberen viertel.
Da ich einen Beruf im sozialen Bereich erlerne habe ich mich mal direkt am ersten Tag bei allen Anwesenden "geouted", einfach nur um die Reaktionen zu sehen.
Interessanterweise, waren die Reaktionen weniger negativ als eher belustigend für die meißten.

Allerdings habe ich auch schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Das geht hin von strikter Ablehnung bis hin zu Begeisterung, aber wirklich ernst genommen hat das bisher keiner.

Ich denke das rührt aber auch vom eigenen Selbstverständnis her, seit ich 8 bin habe ich mit Computern zu tun, das ging über meinen ersten Atari (1040ST) bis zum ersten PC (286er) bis heute. Und ich habe all diese Geräte fast ausschließlich zum spielen benutzt. Meine Mutter hat mein Hobby bis heute nicht akzeptiert und fragt immer noch (wenn mal wieder ein Amoklauf oder ein extrem subjektiver, kritischer Bericht über´s spielen im Fernsehen lief) wie ich nur Menschen in spielen töten kann.

Der e-Sport hat zwar einiges an Arbeit geleistet was die allg. Akzeptanz angeht aber bis wir Verhältnisse erreichen wie sie etwa in Korea herrschen (wo dies ein allg. Akzeptiertes Hobby, ja Beruf ist) haben wir meiner Meinung nach noch etwa 10 Jahre vor uns.

Zu sagen: "Ich spiele gern Computerspiele" hat sich immer noch nicht wirklich durchgesetzt, würde ich sagen: "Ich spiele gerne Schach" kommt das selbst unter gleichaltrigen bzw. jüngeren immer noch besser an, ja wird sogar mit Respekt belohnt.

Zum Thema Bewerbungen: Niemals reinschreiben! Jedenfalls noch nicht. Es sei denn du kennst denjenigen privat bei dem du dich bewirbst und weißt das er es akzeptieren wird.
 
Ich habe das schon immer mit angegeben und nicht verschiegen, ob bei einem Gespräch oder sonstwo. Warum sollte man sich da verstecken? Wer noch nicht erkannt hat, das Computer- und Videospiele ein Teil unserer Kultur sind, ist ein Idiot. Und wie auch überall anders: Nicht die Betätigung, sondern das Maß bestimmt schädlich oder nicht.
Wenns um Bewerbungen geht, kommt das natürlich auf die Branche an. Da ich mich bisher nur im Medienbereich rumgetrieben habe, war das dort nicht das Problem. Aber es wurde ja schon erwähnt: Fernsehen ist ja auch kein Hobby. Aber Lesen ist eines (was irgendwo auch seltsam ist, da es ja auch reine Unterhaltung sein kann). Naja, schräge Welt. Also: drauf geschissen, und tun was man möchte und zur richtigen Zeit das Richtige rauslassen. Carry on. ;)
 
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Es muss doch bei jedem irgendwas geben das er lieber macht als zu zocken, wenn nicht, dann sollte man sich vieleicht wirklich ein zusätzliches Hobby suchen...

Computerspiele haben nun mal einen negativen Ruf und in in einigen Fällen nicht umsonst...
Von da her würde ich es aus Bewerbungungen rauslassen (ausser man bewirbt sich bei einem Spieleentwickler ;)), oder zumindest als letztes erwähnen.

Ich zock bei Schlechtwetter und wenn sonst nichts läuft auch, darum habe ich kein Problem mit Kollegen ab und zu über ein Computerspiel zu reden.
Warum auch nicht, schliesslich ist diese Beschäftigung in den meisten Fällen nicht sinnloser als das Fernsehen.
Gewisse Leute die die ganze Zeit nur von Computerspielen reden, nerven mich aber auch...
 
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Naja, man kann es mit dem Zocken schon so weit treiben, das es als richtiges Hobby durchgeht. Ich denke da mal an meine Clanzeit in Q3 Arena. Da musst man schon gut dranbleiben und trainieren. Ich hab noch keinen "Pro-TV-gucker" gesehen. Ich denke das ist eher das Problem: Das Zocken reinem passiven Konsum gleichgesetzt wird, was es nicht ist (oder zumindest nicht generell ist).
 
ich weiß was ihr meint, kenn das auch das man da nicht so egrne drüber redet..

finde aber auch das wenn man das mal ganz rational betrachtet schlimm klingt, wenn man am Ende seines Lebens sagt ich habe 20 Jahre nur auf meinem Arsch gesessen und Pixel angeguckt :)

Das Problem ist das häufig alles über einen Haufen gescherrt wird, aber ich denke es gibt schon einen UNterscheid ob man sich gerne mit games/pcs beschäftigt oder ob man jeden tag 10h spielt und kein geld für irgendwas anders hat, weil wow die gebühren so hoch gesetzt hat :rolleyes:
 
Als ich ihr dann erzählte was ich in meiner Freizeit mache hat sie gleich folgende Dinge gesagt : Willst du dein Leben wirklich für so etwas verschwenden ? Es ist doch nicht gesund den Computer als Hobby zu haben.

Wenn ich Sie fragen würde und Sie mir Antworten würde das Sie gerne durch eine Galerie schlendert und sich Bilder anschaut würden in mir auch Gedanken an verschwendete Zeit aufkommen. Verschenkte Zeit ist wohl eher subjektiv.

Warum sollte eine LAN Party mehr verschenkte Zeit sein als ein Fußballspiel.

In bewerbungen würde ich eh nicht viel Hobbys (und schon gar nicht TV, und Computerspielen) angeben. Soll ja noch Zeit zum Arbeiten sein.
 
Hobby kann alels seinw as spaß macht was man halt gerne macht!

Das kann aber auch zur Scuht werden wie die ganzen WoW Gamer sehr gut beweisen. Was ich irgendwo verstehe weil bei diesem schlechten Spiel kann man einfach keine pause machen sonst hat man "verloren" und darf von vorne anfangen.

Aber Computer und LAN Gaming sind auch mein Hobby. Alleine zu Hause vor der Kiste hängen halte ich nicht länger als eine halbe stunde aus.
 
Nicht das hier missverstanden wird das ich nur Gamen als Hobby habe.
Ich bin auch noch in einer Musikgruppe (Fasching :D) die mir sehr viel (mehr) bedeutet und Spaß macht. Auch bin ich 'ehrenamtlich' *hust* bei unserem Fußballverein tätig und gehe eigentlich jedes WE mit meinen Freunden aus.

Nur spiele ich halt auch sehr gern. Aber ein "Pro" kann und will ich niemals werden. Ich spiele weils mir sehr viel Spass macht, aus keinem anderen Grund.

Denke auch das die Medien da eine Mitschuld tragen, dass so viele negativ über Gamer denken. Immerhin bewirkt ja das doch wachsene Gamer-Volk, dass weniger TV gekuckt wird und das denen nicht wirklich passen wird. Also verbreiten sie teils Horrorgeschichten von, wirklich, Ausnahmefällen und prägen so den Großteil der nicht-Gamer.
Aber das is mal wieder nur ne Theorie ;)

Naja werde trotz allem doch immer etwas "mutiger" sag ich mal, und mach auch mal den Mund auf was das Schubladisieren von Gamern betrifft.
 
@iceman:-)
Hobbys gehören durchaus in die Bewerbung (zumindest am Anfang des Berufslebens).
Sie geben dem Arbeitgeber einen Eindruck über die Freizeit-Gestaltung des Kandidaten und genau hier reduziert "Gamen" als Haupt-Hobby die Chance auf den Job.

Denn ein Fussball-, Tennisspieler, oder Snowboarder ist nun mal in 90% der Fälle öfters unter den Leuten als einer der (um es extrem auszudrücken) in seiner Freizeit nur virtuelle Menschen abschlachtet.
 
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naja also wenn du dich bei Freund/Freundin Freunden genierst dein Hobby Gaming anzugeben, hast du eindeutig die falschen Freunde ...:D

Im Lebenslauf naja da kommts drauf an, aber je nach Firma und Berufsbild geb ich da andre Hobbys auch nicht an ... negative Erfahrungen hab ich damit aber auch noch nicht gemacht ... wobei unsere Ausbildungschefs mittlerweilen auch schon sagen das die Jugend ach so toll Gamen kann aber von Office EDV etc. nicht den Schimmer haben ... also durchaus schon nen negativen Touch, was mich bei den jetztigen Azubis aber auch nicht wundert ... Gamen ist nen Tolles Hobby aber eben nicht alles ... und eben das gilt es dann auch rüberzubringen ... und als "Gamer" habe ich unseren EDV´ler mehr als einmal den Arsch gerettet ... ;)

und wenn nicht grad ins Berufsleben frisch startest, haben Hobbies im Lebenslauf eh nicht mehr viel zu suchen, die kommen dann eher mal im Vorstellungsgespräch zu Sprache ... im Lebenslauf zählen da dann eher die bisherigen Qualifikationen, den Namen von Vati & Mutti gibst du da ja auch nicht mehr an ... und wenn dann heisst das EDV Spezialist mit Teamfähigkeit, Auge Hand Koordinationsspezialist etc...

@Landknecht: geiler Avatar

ausserdem warts ab die Zeit regelt das, dann sind die Fossilien die den Computer als Werkzeug des Teufels ansehen nämlich alle unter der Erde ...
 
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Hey, das ist ein interessantes Thema.

Bei Bewerbungen würde ich mir auch ehr blöd vorkommen, meine Leidenschaft für Computerspiele zu erwähnen.
Schließlich erwähne ich auch nicht, daß ich eine Dauerkarte beim Fussball habe oder ähnliches.
Sowas interessiert den Arbeitgeber auch gar nicht. Für den sind nur Hobbies wichtig, die annähernd was mit dem beabsichtigten Berufsfeld zu tun haben.

Mal abgesehen von Bewerbungen habe ich aber ansonsten nur gute Erfahrungen gemacht, wenn ich Spiele als mein Hobby geäußert habe. Man glaubt gar nicht, wieviele Gesprächspartner dann von sich aus auch zugeben, sich mit Spielen zu beschäftigen. Vor allem gibt es auch immer mehr Mädchen, die Spiele spielen.

Und einer muss ja mal den Anfang es zuzugeben :D


Viele Grüße
 
Hobbys interessieren tatsächlich nur, wenn die einen Bezug zur beruflichen Tätigkeit haben. Ob sich der Personalchef darüber hinaus als neugierig erweist und wissen möchte, was man so in seiner Freizeit anstellt, ist eine andere Frage.

Im Grunde kann man sich ja denken, was in deutschen Wohnzimmern allabendlich passiert. Die einen besaufen sich, die anderen hocken stundenlang vor der Glotze. Wieder andere schaffen locker die Kombination von beidem. Wenn jemand gerne Computerspiele zockt, dann ist das zunächst einmal nichts Schlimmes oder Ungewöhnliches.

Doch wenn man es sozusagen unbedingt heraushängen möchte, dann spielt es schon eine Rolle, welches Image man damit transportiert. Da gibt es ja nicht nur den lichtscheuen Stubenhocker, der von Freitagabend bis Sonntagabend durchspielt. Es gibt ja auch Leute, die sich in Clans organisieren und dort vielleicht sogar so etwas wie ein soziales Leben aufweisen.

Aber wenn ich als Arbeitgeber z. B. einen Verkäufertyp suche, dann wäre es mir schon lieber, wenn der Bewerber einer wäre, der sich regelmäßig unter Menschen traut und dort "Referenzen" vorzuweisen hat (Verein oder so) statt nur vor dem PC zu sitzen.
 
Die Leute die mal darüber meckern, bzw. mit Vorurteilen um sich werfen sollen sich dochmal selbst anschauen. Ich z.Bsp. zocke lieber etwas, um mein Gehirn "mehr" sinnvoll zu beschäftigen als Schrott iM TV anzuschauen, vor der Glotze mit nem Bier zu sitzen und die schreienden und pöbelnden Fußballer anzuschauen (oder das ganze sogar live).

Das ist wie bei allem. Der einfache Mob auf der Straße hat gegen alles, was im nicht bekannt (also trieblich gefährlich im tierischen Sinne) eine Abneigung und tut sie dann kund...
 
wo ist eigentlich das problem was am pc zu zocken?
bin eben nach hause gekommen war mit den kumpels bowling spielen und was wäre daran "schlecht" noch mit denen was über das internet zu zocken?
ich unternehm doch recht viel vorausgesetzt die kumpels haben auch zeit und immer kann ich mich auch nicht im fitnessstudio aufhalten zB
also was mach ich in dieser zeit? PC spielen weil im tv doch meistens eh nur mist kommt aber das verstehen viele nicht.
 
Das Problem ist einfach das Computerspiele zwar in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, aber noch nicht im öffentlichen Bewusstsein als so verbreitet wahrgenommen werden.

Daher wird man als Spieler gerne mal mit dem Vorurteil des isolierten Einzelgängers konfrontiert, der nur die Maschine als Freund hat.



Gruß
 
easy.2ci schrieb:
Das Problem ist einfach das Computerspiele zwar in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, aber noch nicht im öffentlichen Bewusstsein als so verbreitet wahrgenommen werden.

Daher wird man als Spieler gerne mal mit dem Vorurteil des isolierten Einzelgängers konfrontiert, der nur die Maschine als Freund hat.
Gruß


Und selbst wenn es so sein sollte. Dann haben es die Menschen zu akzeptieren. Es gibt eiN Wort Toleranz, was die Meisten von ihnen noch nie gehört haben.
 
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