Damien White schrieb:
Klar, damit soll erreicht werden, dass Menschen das Video anklicken, aber irgendwo sollte das Allgemeinwohl vor maximalen Profit gestellt werden.
Damit rennst du bei mir offene Türen ein ... leider tickt die digitale Comunity da eben etwas anders.
Daraus kann man nichtmal den uploadern einen Strick drehen ... wenn dein Unternehmen giftige Abfälle im Rahmen der geltenden Gesetze einfach in den Wald kippen darf, dann wird das auch gemacht ... einfach weil alles andere teurer wäre, also den Profit schmälert.
Das, was uns Titten-Thumbnails, Clickbait und den ganzen anderen Mist eingebracht hat, ist seit Jahrzehnten, wenn nicht seit Jahrhunderten sehr tief in unserer Gesellschaft verankert.
Natürlich hat das auch schädliche Auswirkungen ... aber die hatte der Verbrennungsmotor ebenfalls, und trotzdem ziehen auch Thumbnails eines 6800 ccm V8 oder eines 500.000 PS-Schffsdiesels eine ganze Menge Klicks.
Auch "heavy machinery at work" hat teilweise schädliche Auswirkungen ... und trotzdem ziehen diese Videos Millionen an Klicks, und davon profitieren eben nicht nur die Uploader, sondern auch Youtube, Hersteller und diverse Werber.
Ich befürchte, dass es etwas zu spät ist, um dieses Marketingmonster noch einzubremsen.
Deine Kritik ist verständlich, und ich würde sie auch ähnlich formulieren ... und sie z.B. auf deutsche (Waffen-)Exporte ausdehnen. Aber erlaubt (bzw. nur auf dem Papier verboten) ist bei uns eben, was reich macht und nebenbei Arbeitsplätze sichert.
Achtung Totschlagargument: Wenn man den Youtubern reißerische Thumbnails verbietet, dann muss man das auch der BILD verbieten und auch den ganzen Interessenverbänden, die mit teilweise echt harten Medienkampagnen agieren. Am ende könnte sogar Wahlwerbung ins Visier geraten ... das ist nämlich teilweise nichts anderes, als Clickbait (nur ohne Klicks).
Sonst beschweren sich die Youtuber mit der ganzen Rechtsabteilung von Google im Rücken.