CrystalDiskInfo: Vorsicht [C5] Aktuell ausstehende Sektoren: 15

Laie22

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Hey Leute,

vor ein paar Tagen habe ich in CMD den Befehl CHKDSK /R hinsichtlich einer meiner alten WD RED Festplatten (3 TB) ausgeführt, zu dem Zeitpunkt waren auf der Festplatte ein paar hundert GB.

Meinem Verständnis nach hat die Ausführung des Befehls zu keinen Problemen geführt.

Danach habe ich die Festplatte formatiert (Schnellformatierung in der Datenträgerverwaltung).

Hinsichtlich der formatierte Festplatte wollte ich in CMD dann nochmal den Befehl CHKDSK /R ausführen, musste den Vorgang dann aber abbrechen, weil ich überraschenderweise das Haus verlassen musste.

Nach meiner Rückkehr habe ich in CMD den Befehl CHKDSK /R erneut ausgeführt. Dieses Mal aber mit dem Ergebnis, dass CrystalDiskInfo den Gesamtzustand der Festplatte als Vorsichtig einstuft.

Die Fehlermeldung die in CrystalDiskInfo angezeigt wird lautet folgendermaßen: Vorsicht [C5] Aktuell ausstehende Sektoren: 15.

Online habe ich ein paar Beiträge gefunden, in denen geschrieben wird, dass die Festplatte mit anderen Programmen repariert werden könnte.

Die Festplatte ist, wie gesagt, bereits alt. Sie wurde 5.496 Mal eingeschaltet, die Betriebsstunden belaufen sich auf 47.750 Std (auch homeofficebedingt).

Wie würdet Ihr an meiner Stelle verfahren?

Kann man die Festplatte wirklich mit einem Programm reparieren?

Würdet Ihr die Festplatte noch nutzen? Ggf. als Notfallfestplatte oder würdet Ihr sie kurzerhand entsorgen?

Vorab bereits vielen Dank an jeden der versucht mir zu helfen und LG
Ergänzung ()

Hier der 2. CHKDSK /R Durchlauf:

Microsoft Windows [Version 10.0.19045.6456]
(c) Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

C:\WINDOWS\system32>chkdsk g: /r
Der Typ des Dateisystems ist NTFS.
Die Volumebezeichnung lautet Lokaler Datenträger.

Phase 1: Die Basisdatei-Systemstruktur wird untersucht...
256 Datensätze verarbeitet.
Dateiüberprüfung beendet.
Phasendauer (Datei-Datensatz Überprüfung): 1.21 Millisekunden.
0 große Datensätze verarbeitet.
Phasendauer (Wiederherstellung für verwaisten Datei-Datensatz): 0.37 Millisekunden.
0 ungültige Datensätze verarbeitet.
Phasendauer (Prüfung auf falschen Datei-Datensatz): 0.17 Millisekunden.

Phase 2: Die Dateinamenverknüpfung wird untersucht...
1 Analysedatensätze verarbeitet.
282 Indexeinträge verarbeitet.
Indexüberprüfung beendet.
Phasendauer (Indexüberprüfung): 71.25 Millisekunden.
0 nicht indizierte Dateien überprüft.
Phasendauer (Wiederverbindung für verwaisten Datensatz): 0.22 Millisekunden.
0 nicht indizierte Dateien wiederhergestellt.
Phasendauer (Wiederherstellung für verwaiste Datensatz): 0.42 Millisekunden.
1 Analysedatensätze verarbeitet.
Phasendauer (Überprüfung von Analysepunkts und Objekt-ID): 0.43 Millisekunden.

Phase 3: Sicherheitsbeschreibungen werden untersucht...
Überprüfung der Sicherheitsbeschreibungen beendet.
Phasendauer (Überprüfung für Sicherheits-Deskriptor): 1.24 Millisekunden.
14 Datendateien verarbeitet.
Phasendauer (Datenattributüberprüfung): 0.43 Millisekunden.
CHKDSK überprüft USN-Journal...
2552 USN-Bytes verarbeitet.
Die Überprüfung von USN-Journal ist abgeschlossen.
Phasendauer (USN-Journalüberprüfung): 0.24 Millisekunden.

Phase 4: Es wird nach fehlerhaften Clustern in Benutzerdateidaten gesucht...
240 Dateien wurden verarbeitet.
Dateidatenüberprüfung beendet.
Phasendauer (Benutzerdateiwiederherstellung): 194.28 Millisekunden.

Phase 5: Es wird nach fehlerhaften, freien Clustern gesucht...
732485466 freie Cluster verarbeitet.
Verifizierung freien Speicherplatzes ist beendet.
Phasendauer (Wiederherstellung von freiem Speicherplatz): 0.00 Millisekunden.
15 fehlerhafte Cluster werden zur Datei der fehlerhaften Cluster hinzugefügt.

Es wurden Korrekturen am Dateisystem vorgenommen.
Es sind keine weiteren Aktionen erforderlich.

2861458 MB Speicherplatz auf dem Datenträger insgesamt.
35924 KB in 8 Dateien
84 KB in 15 Indizes
60 KB in fehlerhaften Sektoren
156139 KB vom System benutzt
65536 KB von der Protokolldatei belegt
2861271 MB auf dem Datenträger verfügbar.

4096 Bytes in jeder Zuordnungseinheit
732533503 Zuordnungseinheiten auf dem Datenträger insgesamt
732485452 Zuordnungseinheiten auf dem Datenträger verfügbar
Gesamtdauer: 270.86 Millisekunden (270 ms).

C:\WINDOWS\system32>
 

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Wenn nix wichtiges drauf ist und ein Backup vorhanden ist kann man es riskieren.
Ich persönlich würde die ja austauschen, weil absehbar ist das es nicht mehr ewig so weiter geht.
 
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Also knapp 50000 Betriebsstunden sind schon ne Menge, ich würde schnellstens Ersatz besorgen.
Nichts hält ewig, und grad alte HDD's mit doch viel Mechanik..wie gesagt, 50000 Betriebsstunden, ist eine Menge Holz
 
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Kurz und knapp: Entsorgen
 
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Laie22 schrieb:
Die Fehlermeldung die in CrystalDiskInfo angezeigt wird lautet folgendermaßen: Vorsicht [C5] Aktuell ausstehende Sektoren: 15.

Online habe ich ein paar Beiträge gefunden, in denen geschrieben wird, dass die Festplatte mit anderen Programmen repariert werden könnte.
Laienregel: Zeit CDI "Vorsicht!" an => Datenträger tauschen.

Reparieren kann man nix.
Im Augenblick gibt es 15 Sektoren, die vielleicht defekt sein könnten - sie müsse noch geprüft werden.
Wenn Du regelmäßig und zeitnahe Backups von den Daten machst könntest Du die Prüfung auch abwarten, ob sie tatsächlich defekt sind - da brauchst Du aber keine anderen Programme für - das macht die HDD automatisch.

Die Erfahrung zeigt aber, dass dies erste Anzeichen von Verschleiß ist, der einen Daten kosten kann - und selbst mit Backups wirst Du gerade bei größeren Datenmengen Datenfehler oder verlorene Daten nicht (sofort) mitbekommen.
 
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+1 für "Ausmustern / Entsorgen". Ist sorgenfreier.
 
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Danke für eure Antworten.

Ich werde über die HDD den Test laufen lassen und die HDD anschließend ausmustern.

@Luftgucker Hier schreibt jemand, dass für den Test WD Kitfox und nicht WD Drive Utilities das richtige Programm wäre.

https://www.computerbase.de/forum/t...e-sektoren-meldet-13-errors-konstant.2256091/

WD Drive Utilities erkennt auch keine meiner Festplatten im Gegensatz zu Kitfox, dort werden alle erkannt.

Bei Kitfox gibt es zwei Erase Optionen: Quick Overwrite und Full Overwrite.

Full Overwrite wäre dann der richtige Test vor der Ausmusterung, oder?

"The full overwrite operation erases data on the drive media by overwriting it. The data will be erased and unrecoverable. Depending on the size of the drive and the performance of your system, this operation may take several hours to complete."
 
Reicht nicht ein SMART Short Test, um die aktuell schwebenden Sektoren zu prüfen oder benötigte man einen Long Test? Dabei sollte die HDD selber entscheiden, ob defekt oder nicht. Wenn defekt, dann werden Reservesektoren benutzt (Wert Wiederzugewiesene Sektoren geht dann hoch). Bei 15 schwebenden Sektoren nach der Laufzeit würde ich mir erstmal keine großen Gedanken machen.
 
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Ich habe lange ausschließlich hdds die reallocated und pending sectors hatten im Nas genutzt. Einfach weil sie gratis waren..
Die sterben oft relativ schnell, manche haben aber auch noch Jahre geschafft
 
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Es gab früher Programme von Herstellern, die solch eine Festplatte sozusagen repariert haben. Aber im Grunde wurde die Festplatte nicht repariert, sondern auf fehlerhafte Sektoren abgesucht und diese wurden danach einfach ausgeschlossen und nicht mehr verwendet.

Ich würde in solch einem Fall auf Backups setzen und die Festplatte zeitnah austauschen.
 
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entsorgen
und du hast bekommen, was du wissen wolltest.
drum hast ja chkdsk /r gefahren.
is doch gut, draufzukommen, daß der platte die stunde schlägt, bevor du irgendwas draufspielst, daß du behalten willst.
 
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schwebende Sektoren \ pending sectors

Die können z.b bei einem Stromausfall oder Systemabsturz (BSOD) entstehen und haben erst einmal wenig zu bedeuten, oder wenn man einfach den Computer im laufenden Betrieb ausschaltet ohne ihn herunterzufahren.

Wenn so ein Sektor dann später einmal aktiv genutzt wird dann funktioniert das oder eben nicht (CRC-Fehler, gar nicht les- oder beschreibbar). Bei eben nicht ist er defekt und wird zu einem wieder zugewiesenen Sektor. Jede Festplatte hat dafür Reservesektoren die in so einem Fall genutzt werden können.

Da die Festplatte schon knapp 50.000 Betriebsstunden hat würde ich die weiter im Auge behalten und ab und zu mal die SMART Werte checken, was man eh machen sollte, also kein Grund zur Paranoia.

Solange 05 wieder zugewiesene Sektoren nicht in die Höhe schnellt ist meiner Meinung nach noch alles in Butter.
 
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Das Full Overwrite von Kitfox ist jetzt beendet.

Anschließend habe ich die Festplatte initialisiert und formatiert.

Laut CrystalDiskInfo ist der Gesamtzustand der Festplatte wieder "Gut".

Ich werde die Festplatte trotzdem, wie von den meisten von euch vorgeschlagen, ausmustern und nur noch als Notfallfestplatte verwenden.

Danke für Eure Hilfe und LG
 

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Laie22 schrieb:
Ich werde die Festplatte trotzdem, wie von den meisten von euch vorgeschlagen, ausmustern und nur noch als Notfallfestplatte verwenden.
Oh! In dem Fall wäre das jetzt nicht zwingend notwendig, wenn Du Backups anlegst - was ja generell notwendig ist.
Ich kann aber verstehen, dass Du das so handhabst - und würde es wohl selbst so machen.

Schließlich bekommt man beispielsweise bei Fotosammlungen nicht automatisch mit, ob und welche Dateien bei einem Datendefekt betroffen sind. Ich müsste demnach allein aus Vorsicht das komplette Backup zurückspielen.

Oder man lässt halt ein Programm zur Checksummen-Prüfung regelmäßig die Dateien prüfen.
Nur schlägt so was auch an, wenn man beispielsweise Änderungen an den Metadaten einer Datei durchführt.
 
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mchawk777 schrieb:
Oder man lässt halt ein Programm zur Checksummen-Prüfung regelmäßig die Dateien prüfen.
Nur schlägt so was auch an, wenn man beispielsweise Änderungen an den Metadaten einer Datei durchführt.

Metadaten sind nicht Bestandteil der Prüfsumme einer Datei. Somit führt eine Veränderung dieser auch nicht zur Änderung der Prüfsumme. Wäre das so, würde schon die Veränderung des letzten Zugriffsdatums oder die Veränderung der Rechte die Prüfsumme verändern - das ist aber natürlich nicht so und wäre auch maximal blöd. Metadaten befinden sich idR auch an einem anderem Ort als die Datei selbst. Der eigentliche Inhalt einer Datei (von dem dann die Prüfsumme gebildet wird) wird über ihre Metadaten referenziert.

Eine Ausnahme bilden hier glaube ich Kommentare etc., die man einer Datei hinzufügen kann.


@Laie22 Ich find's in dem Fall hier ein bisschen merkwürdig, dass die schwebenden Sektoren auftraten, nachdem du die Platte gerade formatiert hattest. Da war eigentlich alles noch frisch am Dateisystem. Das finde ich dann eher bedenklich und würde - da du die HDD meiner Erinnerung nach für Backups nutzen willst -, auch davon abraten, diese weiter zu verwenden (außer u.U. für eher unwichtiges Zeugs).
 
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@Banned Danke, genau so werde ich das handhaben. Ich möchte mein Glück auch nicht überstrapazieren.

Findet ihr es macht Sinn, CHKDSK /R über eine Platte laufen zu lassen, auf der noch ein paar hundert GB sind?

Und dann nochmal CHKDSK /R über die Platte laufen zu lassen, wenn sie leer bzw. formatiert ist?

Oder würdet ihr CHKDSK /R nur in einem der beiden Szenarien darüber laufen lassen?
 
Den Befehl würde ich nur nutzen, um nach einer Weile die Daten zu prüfen und Fehler korrigieren zu lassen, wenn möglich. Kurz nach dem Formatieren bzw. zum generellen Testen der Funktionalität ist das eher weniger geeignet. Dafür gibt es doch spezielle Oberflächentests, wie z.B. Scan mit HDTune. Aber sowas macht man dann maximal einmal am Anfang (ich persönlich bei ner neuen Platte gar nicht) oder wenn man die Platte irgendwann mal neu formatiert. chkdsk /r hingegen ist eher dazu da, um zu testen, ob die Daten nach längerer Zeit noch fehlerfrei ausgelesen werden können und etwaige einzelne Bitfehler über den ECC des jeweiligen Sektors korrigieren zu lassen.

Das ist einfach ein schlichter Weg, um die Integrität von Dateien (und dem Dateisystem) zu prüfen. Will man eine noch etwas bessere Erkennung und wissen, welche Dateien genau im Fall der Fälle betroffen sind, muss man ein Dateisystem mit Prüfsummen nutzen (gibt es leider für Windows [noch] nicht offiziell) oder ein Backupprogramm, das Prüfsummen anlegt. Man kann auch Dateien in RAR-Archive packen - auch hier wird automatisch eine Prüfsumme angelegt.
Der Durchschnittsnutzer ist mit chkdsk /r in regelmäßigem Abstand und vor allem einem Backup aber sicher ganz gut bedient. Problematisch wird es, wenn sich Bitfehler durch Bitrot mit der Zeit kumulieren und dann nicht mehr korrigiert oder im schlimmsten Fall nicht mal mehr erkannt werden können. Prüft man in regelmäßigem Abstand mit chkdsk /r, minimiert man diese Gefahren.
 
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