spacepilot11
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Wer hätte es vor 20 Jahren für möglich gehalten, dass der Grundwehrdienst tatsächlich ausgesetzt
Er ist nich ausgesetzt, soviel Zeit muss schon sein.
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Wer hätte es vor 20 Jahren für möglich gehalten, dass der Grundwehrdienst tatsächlich ausgesetzt
Welchen Einfluss hat denn die Bevölkerung auf die Bundeswehr? Wurden wir dazu befragt, ob die Wehrpflicht abgeschafft werden soll? Wurden wir gefragt, ob der Eurofighter mit entwickelt wird? Werden wir gefragt, wenn es darum geht, dass die Bundeswehr in Auslandseinsätzen genutzt wird, um Deutschland zu verteidigen?Auch gehst Du m.E. fehl, wenn Du meinst, dass ein Wandel in der (gesamtgesellschaftlichen) Einstellung zu einer konkreten Institution nichts bewirkt. Man muss sich nur von konkreten zeitlichen Bezugseinheiten wie einer Legislaturperiode o.ä. lösen und langfristiger denken. Wer hätte es vor 20 Jahren für möglich gehalten, dass der Grundwehrdienst tatsächlich ausgesetzt wird und die Bundeswehr in derart vielen Ländern aktiv ist (mal ganz egal wie man persönlich zu den Auslandseinsätzen steht)?
Es ist müßig über etwas zu sprechen, was einen ansich im Alltag nie betrifft. Ich sehe die Bundeswehr nicht, die Bundeswehr kämpft für uns? Wo denn? Gegen wen denn? Was wäre, wenn sie es nicht täten? Wenn ich dann die Frage mit: "Wenn sie es nicht täten hätten wir Krieg" beantworten würde, dann sähe ich es ein. Aber ich als Bürger kann dies gar nicht. Ich sehe daher überhaupt keine Funktion in der Bundeswehr.Die allgemeine Lustlosigkeit der Bevölkerung sich mit der Bundeswehr zu beschäftigten, hat wohl tatsächlich hausgemachte Gründe.
Also Frieden durch Gewalt erzwingen. Dann bitte, wieso marschiert die gesamte Bundeswehr nicht endlich mal in Afrika und vernichtet dort die militanten Machthaber die die Bevölkerung und Menschen dort unterdrücken und deren Menschenrechte mit Füßen treten? Achja, UNSEREN Frieden woanders. Wenn dort jetzt ein Deutscher leben würde.... Aber die Afrikaner? Na....heutzutage sowohl Konfliktverhütung als auch friedenserzwingende Maßnahmen beinhaltet lässt sich der Auftrage geografisch nicht mehr klar eingrenzen.
Stell dir vor, die USA, China oder Russland würde Dland den Krieg erklären. Da hilft uns die Bundeswehr viel weiter? Nichts hilft die. Da gehts einfach sang und klanglos den Bach runter. Auch unsere "Bündnispartner", wenn sie denn nicht zu eingeschüchtert werden, helfen uns da kein bisschen.Stell' Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin, dann kommt der Krieg zu Dir.
Noxiel schrieb:Wenn ich mir also vorstellen soll, dass die besagten Länder Deutschland angreifen, muß ich mir im selben Moment auch die Frage stellen, WIESO sie das tun.
Das bedeutet: Ich muss hinnehmen, dass die Bundeswehr einen Zweck hat. Dieser Zweck ist die, ich zitiere:Die Frage nach dem Nutzen bzw. der Funktion der Bundeswehr ist daher nicht so einfach zu beantworten wie Du es dir wünschst. Konkreter als Noxiels Antwort wird es dabei wohl nicht werden.
durch militärische Macht unsere Interessen durchzusetzen. Das nicht nur im eigenen Land, sondern auch in anderen Ländern. Als Verteidigung der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land hier.In erster Linie ist der Auftrag der Bundeswehr in die gesamtstaatliche Vorsorgepflicht eingebettet für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, unseres Landes und unseres Wertesystems sowie für die Wahrung unserer Interessen im europäischen und transatlantischen Zusammenhang zu sorgen. Und weil Verteidigung, losgelöst vom klassischen Begriff der Landesgrenzen, heutzutage sowohl Konfliktverhütung als auch friedenserzwingende Maßnahmen beinhaltet lässt sich der Auftrage geografisch nicht mehr klar eingrenzen.Und das Versäumnis der Politik der Bevölkerung über die Einsätze der Bundeswehr keinen reinen Wein eingeschenkt zu haben, dass nämlich der Bau von Brunnen und Schulen nicht Hauptzweck deutscher ISAF Beteiligung war, führt im Jahr 2014 dann zu Fragen wie deinen.
Nein. Es geht darum, dass nicht das Denken der Bürger dazu geführt hat, solche Veränderungen durchzuführen. Sondern einzig und allein die Tatsache, dass die hiesige Politik sich, um wiedergewählt zu werden, dazu entschieden hat aus taktischen Gründen Menschen gleiche Rechte zu geben. Das heißt, ja, es hat sich was getan für diejenigen, die bisher weniger Rechte haben, aber aus ganz anderen Gründen. Würde die Politik hierin kein Instrument sehen, würde sie es auch nicht machen. Siehe Merkel. Diese hat die Atomkraftwerksverlängerung unterschrieben, da war es völlig egal, was die Bürger denken. Und dann geht so ein Ding in Japan hoch. Auf einmal sah das Medieninteresse viel größer aus, die Leute wurden "wachgerüttelt" bzw. haben wenigstens nen Funken Verstand genutzt. Mit einem Schlag war es dann auf einmal wichtig, dass man das zurücknimmt, und Atomkraft war auf einmal doch nicht so sicher.Durch eine derartig Veranschaulichung wird nämlich deutlich, dass ein Wandel des Kollektivbewusstseins doch schlussendlich zu Veränderungen mit gesellschaftlicher Tragweite führen kann. Unter dieser Prämisse finde ich es dann doch amüsant eine solche Argumentation als lächerlich abzuqualifizieren, wo sie doch par excellence aufzeigt, dass es eben das Verharren in heutigen Denkmustern ist, was man lächerlich naiv und engstirnig bezeichnen kann. Veränderung "von unten" ist eben doch möglich, nur braucht sie ihre Zeit.
Es kann nur wirtschaftliche Gründe haben. Ein Krieg rein aus Jux und Dollerei wird keiner anfangen. Wirklich gefährlich werden kann uns aber nur eine Großmacht mit einer großen Armee. Und grundmäßig wäre nur der Terror zu nennen, der aber in allen Ländern gefährlich sein kann, oder wirtschaftliche Gründe. Die Schweiz wird uns nicht überrennen können. Daher gingen ansich nur Großmächte. Und gegen die könnten wir im Falle des Falles eh nichts reißen.Wenn ich mir also vorstellen soll, dass die besagten Länder Deutschland angreifen, muß ich mir im selben Moment auch die Frage stellen, WIESO sie das tun.
Wie Du dich in deinem persönlichen Umfeld verhälst ehrt dich zwar, löst aber das Probleme des absoluten Gewaltverzichts einerseits und einer "streitbaren Demokratie" andererseits nicht auf. Und diese "streitbare Demokratie", die freiheitlich demokratische Grundordnung, unsere Verfassung, schlichtweg die Grundfeste unserer derzeitigen Gesellschaftsform, ist die gemeinsame Basis, die Du als Widerspruch zur Gewalt beschreibst.Ausgehend von deinem Standpunkt, der absoluten Ablehnung von Gewalt: Welche Strukturen sollte eine moderne Demokratie zur Verteidigung deren Grundwerte bieten?
Wie gesagt, gegen deinen fundamentalen Pessimismus lässt sich nicht argumentieren, da Du alles - insbesondere das aktuelle politische System und dessen Vertreter - nur aus einer negativen Perspektive deutest. Politische Veränderungen sind nach deiner Logik auf den reinen Machterhalt zurückzuführen; die Möglichkeit, dass sich gewisse Überzeugungen (z.B. die Aufgezählten) zunächst in einer Gesellschaft sedimentieren, und die Politik als Teil dieser Gesellschaft diesem Kollektivbewusstsein (und damit ihrer eigenen Überzeugung) sodann lediglich folgt bzw. entsprechend entscheidet, erscheint dir völlig unmöglich. Die einseitige Verengung politischer Entscheidungen auf eine Herrschaftsintention blendet m.E. einen erheblichen Teil der Realität völlig aus. Und auf dieser Basis ist es, wie gesagt, müsig hier weiter zu diskutieren; wir werden uns nicht einig.
Welche Erklärung denn zu welchem Problem? Wenn ich innerhalb Deutschlands im Sinne des Grundgesetzes handel ist alles in Ordnung. Wenn innerhalb Deutschlands zur Wahrung dieses Grundgesetzes und der damit verbundenen Gesellschaftsform die Polizei als ausführendes Organ fungiert ist alles in Ordnung. Wenn Richter bei Übertretungen Streitfälle schlichten und gegen oder für jemanden entscheiden, nach dem Grundgesetz, dann ist das in Ordnung.Erst bei einem ausreichendem Distanzverhalten zum Untersuchungsgegenstand, i.S. von Wissenschaftlichkeit, fällt auf, dass intentionale Zuschreibungen wie bei dir oder auch Onkelhitman, keine abschließende (!) Erklärung bieten.
Onkelhitman schrieb:Welche Erklärung denn zu welchem Problem?
Es ist schrecklich, sich vorzustellen, daß (sic!) Menschen selbst miteinander Funktionszusammenhänge bilden, in denen sie zum guten Teil blind, ziellos und hilflos dahintreiben.
Norbert Elias
Ich sage, in Teilen habt ihr beide Recht, vernachlässigt aber beide den m.E. weitaus einflussreicheren Part bei sozialen Veränderungen: den eigenen Wesensgehalt von Gesellschaften.
Es ist der Wandel der Gesellschaft in eine reine Konsumgesellschaft und Geldgesellschaft. Jegliche Befriedigung von Gefühlen wird über Besitz ausgelebt. Wer das Neueste hat ist der King. Solange nichts Neues herauskommt. Aber warum macht man das? Weil man wertschätzung für die eigene Person möchte. Weil man, letztlich, Akzeptanz möchte. Man möchte beliebt sein. Bei MENSCHEN. Man möchte Gefühle haben, VON MENSCHEN. Man möchte "Freunde" haben, auch wenn das Wort schon sehr ausgedünnt ist. Es geht also um ein Begehren nach Emotionen. Und das wird momentan jedenfalls durch Konsum gemacht. Wollte jeder Mensch sich in eine solche Abhängigkeit begeben? Wieviele Menschen gibt es sicherlich dort draußen, denen eine gute Freundschaft mehr wert ist, als der Fernseher? Und andersrum? Aber hat man denn die Macht es zu ändern? Es geht so, wie DerOlf es schreibt. Für sich selber geht das. Alles was jedoch darüber hinaus geht, das ist nicht machbar ohne selbst eine gewisse Macht zu besitzen und daher andere zu beeinflussen.Beispiel Konsum: Es ist nicht irgendeine externe Intention, die uns den Konsum aufoktroyiert. Sondern wir selbst tun dies, indem wir alle gegenseitig in Beziehung stehen und sich so eine Veränderung hin zum Konsumstreben entwickelt hat. Die einen mögen dies als negativ bewerten, so wie Du, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass hier keine fremde Macht am Werke ist, sondern Beziehungen innerhalb einer Gesellschaft. Was anderes ist der Hype zu Release der neue Konsolengeneration, die Werbung, das möglicherweise als Druck empfundene Gefühl innerhalb einer peer-group oder auch konkrete politische Entscheidungen nicht - alles sind Beziehungen bzw. deren Resultate:
"Aber wen interessierts, solange ich nicht betroffen bin?" Das ist doch die weitreichende Meinung. Wie man auch auf die Bundeswehr z.B. sagen könnte: "Aber wenn Krieg wäre, Onkelhitman, würd'se aber ganz schön gucken oder?" Nein würde ich nicht. Warum auch? Wie gesagt, eine Auflösung der Bundeswehr muss nicht erfolgen, ich schrieb oben schon wie es anders ginge. Die Belange von Deutschland sind nicht mehr die Belange von Deutschland. Seit der Globalisierung und dem Euro ist immer Europa wichtig, die Welt ist wichtig. Wieso dann keine Europatruppe anstatt die Bundeswehr? Wenn ein anderes Euroland gefährdet wäre, dann siegen und fallen wir damit nämlich ebenso. Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind nicht abzuwägen und daher auch unberechenbar. Was dann Deutschland mit ner Bundeswehr soll weiss ich halt nicht.Nicht ein konkretes Individuum war hier handlungsleitend, sondern ein kollektiver Gedanke innerhalb der Gesellschaft.
Du musst den Feind definieren. Wenn man annimmt, dass die Gesellschaft sich wandelt und daher in einem Prozess ist, müsste man demnach auch annehmen, dass "der Feind" jeder x-beliebige sein kann. Pfff, lassen wir es die Onkelhitmans sein. Wenn morgen alle 82 Millionen Bürger in Deutschland etwas gegen Onkelhitman hätten, weil er den "Psychostrahl" hätte, so würde laut deiner Definition die Politik etwas gegen Onkelhitman tun. Um dies durchzuführen braucht die Politik ein ausführendes Organ. Das ist die Bundeswehr. Sollte also Onkelhitman zum Staatsfeind Nummer 1 erklärt werden, würde die Bundeswehr gegen Onkelhitman ausrücken.stelle ich nochmal, etwas präzisiert die Frage: Ausgehend vom Standpunkt des absoluten Gewaltverzichts, wie sollen moderne Demokratien, eingebunden in die aktuellen komplexen Integrationsebenen, außer durch ein Gewaltmonopol (zu dem ich die Bundeswehr zähle), ihre Verfassung gegenüber Feinden verteidigen?
Genau das Beispiel Irak und Saddam Hussein verdeutlicht unter welchen Voraussetzungen ein Bundeswehr Einsatz im Ausland NICHT zustande käme. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine Mandatierung der UN Voraussetzung für einen Auslandseinsatz der Bundeswehr. Und weder im Irak noch in Nordkorea gab bzw. gibt es ein solches Mandat.Onkelhitman schrieb:@diRAM
"Friedenserzwingende Maßnahmen" legitimieren demnach überall dort, wo es evtl. ein "Konfliktpotential" gibt. So wie der vorbeugende Angriff der USA gegen Saddam Hussein, welcher ja Massenvernichtungswaffen haben sollte. So wie ein evtl. Krieg gegen Kim Jong, der ja auch solche Waffen besitzt und mit der Keule winkt.
Und demokratisch legitimierten Vertreter. Wenn du ein grundsätzliches Problem mit parlamentarischer Demokratie hast, sollte das aber nicht auf die Art und Weise abfärben, wie die Bundeswehr entsandt wird. Ich versuche mir aber vorzustellen wie eine Volksbefragung zu einem Auslandseinsatz aussehen könnte, wenn allein schon die dafür notwendigen administrativen Vorkehrungen mehrere Monate in Anspruch genommen werden müssten. Und was wenn von allen Wahlberechtigten nur ein Bruchteil abstimmt? Wäre das dennoch der Wille des Volkes?Onkelhitman schrieb:"Wir" als Bürger haben aber nicht zu entscheiden, wann es soweit ist, einen "Vorbeugungskrieg" zu führen. Sondern das machen unsere Vertreter. Und ich weiss nicht, ob unsere Vertreter das entscheiden SOLLTEN.
Die Stelle im Grundgesetz möchte ich sehen und was das Bundesverfassungsgericht zum Arbeitslosengeld II gesagt hat ist mir ebenfalls bekannt. Aber um das Thema nur kurz anzureißen, dass Hartz 4 Sanktionen verfassungswidrig sind hat das Bundesverfassungsgericht NIE entschieden bzw. es hatte darüber bisher nicht zu entscheiden. In dem vielzitierten Urteil mahnte das höchste deutsche Gericht eine offenkundige Intransparenz und Willkür bei der Berechnung der Hartz-IV-Leistungen an und das diese überarbeitet werden müssten. Das Kürzungen des Existenzminimus verfassungswidrig seien ist eine freie Auslegung des Karlsruher Urteils und nicht herrschende Meinung.Onkelhitman schrieb:@Noxiel
Ich gebe dir zur Willkür das Stichwort: "Hartz4-Sanktionen", denn diese sind ja belegbar, beweisbar, vorhanden, und laut dem Grundgesetz Verfassungswidrig, da sie unter dem Existenzminimum die Leistungen verringern. Sie sind daher für die Personen (durch welche Umstände sie diese Sanktion auch bekommen haben) Existenzbedrohend. Sie greifen die Grundrechte und Werte daher an.
Eben aus Jux und Dollerei, aber mir fällt - ebenso wenig wie dir- auch für die nächsten grob geschätzt 50 Jahre kein seriöser Grund warum uns die genannten Länder plötzlich überrennen sollten. Daher sind solche konstruierten Beispiele a la "Was wäre wenn" für eine Betrachtung des Ist-Zustandes völlig belanglos.Onkelhitman schrieb:Es kann nur wirtschaftliche Gründe haben. Ein Krieg rein aus Jux und Dollerei wird keiner anfangen. Wirklich gefährlich werden kann uns aber nur eine Großmacht mit einer großen Armee. Und grundmäßig wäre nur der Terror zu nennen, der aber in allen Ländern gefährlich sein kann, oder wirtschaftliche Gründe. Die Schweiz wird uns nicht überrennen können. Daher gingen ansich nur Großmächte. Und gegen die könnten wir im Falle des Falles eh nichts reißen.
Deutschlands Interessen durchzusetzen beinhaltet z. B. auch deutsche Containerschiffe im Golf von Aden zu eskortieren. Oder Zivilbevölkerung aus Krisenregionen zu evakuieren. Alles unter Waffen und durchaus auch mit dem Vorsatz sie einzusetzen. Denkst du nicht, dass deine Kritik an der Bundeswehr reichlich eindimensional ist?Onkelhitman schrieb:@diRAM
Wenn Deutschland aber seine Werte und Ansichten, seine Gesellschaft nur erhalten kann, wenn sie außerhalb (!) Deutschlands ihre Interessen mithilfe von Waffengewalt (ob Offensiv durch Angriffe oder Defensiv durch die Stationierung von Truppen) durchsetzen möchte, so sehe ich das als falsch an. Und daher auch meine Meinung zur Bundeswehr allgemein.
Ja, ist es. Ist es doch bei den "normalen" Wahlen auch.Und was wenn von allen Wahlberechtigten nur ein Bruchteil abstimmt? Wäre das dennoch der Wille des Volkes?
Daher sind solche konstruierten Beispiele a la "Was wäre wenn" für eine Betrachtung des Ist-Zustandes völlig belanglos.
Nein, weil ich schonmal schrieb, dass wenn es keine Bundeswehr gäbe, es dafür eine Art von "Europaheer" geben sollte. In den Fällen die du aufzählst würde demnach sowieso eingegriffen werden. Nur eben nicht von der Bundeswehr.Deutschlands Interessen durchzusetzen beinhaltet z. B. auch deutsche Containerschiffe im Golf von Aden zu eskortieren. Oder Zivilbevölkerung aus Krisenregionen zu evakuieren. Alles unter Waffen und durchaus auch mit dem Vorsatz sie einzusetzen. Denkst du nicht, dass deine Kritik an der Bundeswehr reichlich eindimensional ist?
Noxiel schrieb:Genau das Beispiel Irak und Saddam Hussein verdeutlicht unter welchen Voraussetzungen ein Bundeswehr Einsatz im Ausland NICHT zustande käme. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine Mandatierung der UN Voraussetzung für einen Auslandseinsatz der Bundeswehr. Und weder im Irak noch in Nordkorea gab bzw. gibt es ein solches Mandat.
Eben aus Jux und Dollerei, aber mir fällt - ebenso wenig wie dir- auch für die nächsten grob geschätzt 50 Jahre kein seriöser Grund warum uns die genannten Länder plötzlich überrennen sollten. Daher sind solche konstruierten Beispiele a la "Was wäre wenn" für eine Betrachtung des Ist-Zustandes völlig belanglos.
Deutschlands Interessen durchzusetzen beinhaltet z. B. auch deutsche Containerschiffe im Golf von Aden zu eskortieren. Oder Zivilbevölkerung aus Krisenregionen zu evakuieren. Alles unter Waffen und durchaus auch mit dem Vorsatz sie einzusetzen. Denkst du nicht, dass deine Kritik an der Bundeswehr reichlich eindimensional ist?
diRAM schrieb:Daher halte ich es für möglich, dass das Aussetzen der Wehrpflicht Resultat eines veränderten Kollektivbewusstseins ist, ebenso wie die Abschaffung der Sklaverei, das Frauenwahlrecht oder die Aufhebung der Strafbarkeit von Homosexualität. Nicht ein konkretes Individuum war hier handlungsleitend, sondern ein kollektiver Gedanke innerhalb der Gesellschaft.