News Datenschützer: EU öffnet Büchse der Pandora

[-eraz-]: solange wir nicht genau wissen was gespeichert wird, was ich als extrem schwach bei Gesetzgebungsverfahren finde die uns alle betreffen, ist diese Diskussion sinnlos.

Weiss jemand genaueres ?
 
Liebe Computerbase, bitte ergänzt diese News noch um weitere Informationen. Ich vertrete zwar die gleiche Meinung wie der Autor der News (Autsch! Sollte eine News als Bericht nicht eigentlich wertfrei sein? Das ist sie augenscheinlich nicht!, bin aber der dringenden Meinung, dass wenigstens die "Guten" für ein differenziertes Bild mit weniger Halben Wahrheiten einspringen sollten:

- Es wird wirklich nur geloggt, wann, wer, mit wem und niemals das Was! Es wird also auch nicht mitgeloggt, wer wo gesurft hat. Das ist in der News missverständlich.
- Bewegungsprofile zu erstellen wird nach wie vor nicht erlaubt sein
- Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten können relativ frei entscheiden, was sie wie lange (6-24 Monate) speichern. Deutschland wird voraussichtlich alles "nur" 6 Monate speichern lassen.
- Die Staaten können den speichernden Unternehmen die Kosten erstatten. In Deutschland ist das nicht geplant.
- Die Daten dürfen nur bei Kapitalverbrechen benutzt werden, und keinesfalls zur Verfolgung von Filesharern oder Steuerhinterziehern oder sonstwas!!!
- Es wird voraussichtlich Ausnahmeregelungen für kleine Unternehmen geben. Beispielsweise wird wohl niemand verpflichtet, die Verbindungsdaten der Mails, die er über seinen eigenen kleinen Webspace schickt, zu speichern.


Womit wir beim Knackpunkt wären: Diejenigen, für die das System gedacht ist (Schwerstverbrecher wie Terroristen) schlüpfen mal wieder durch das Netz (die haben ihre eigenen Mailserver, und telefonieren kann man auch über Skype oder andere Dienste [reine Internettelefonie ohne "IP-Adresse" ist von der Datenspeicherung nicht betroffen]. Der Sinn dieses enormen Kostenaufwandes ist also in keinster Weise gegeben, und ich stimme allen zu, die sagen, dass das ein weiterer Schritt in Richtung Gläsener Mensch + Überwachungsstaat ist. Kein kleiner, und schon gar nicht der erste. Sondern ein weiterer gravierender. Und wenn man sich ein bisschen mit Orwells 1984 beschäftigt hat, sieht man das gleiche Bild wie jetzt: (Fast) Niemand wehrt sich, das uninformierte Volk nimmt die Stück-für-Stück-Beschneidung der eigenen Freiheit dankbar an.
 
hm, ich denke das es ein allgemeines Problem ist, dass die EU Staaten dazu neigen, jedwede Probleme mit mehr überwachung in den Griff zu kommen, und sich damit immer mehr von den demokratischen Grundsätzen wegbewegen. Als Schweizer bin ich von solchen Problemen nicht unmittelbar betroffen, weil ich sehe nur sehr wenig Chancen für so ein Gesetz in der Schweiz, weil der Souverän (Volk) dem nie und nimmer zu stimmen würde. Ich denke hier liegt unter anderem das Problem. Die Regierung kann am Volk vorbeiregieren, weil die Meinung des Volkes keine direkte Konsequenzen hat. Es fehlen die möglichkeiten von der Seite des Volks einfluss auf die Legislative nehmen zu können. Vorallem dann, wenn beide grosse Parteien darin verstrickt sind, gehen solche Falschentscheidungen unter. Die Wähler haben ja praktisch keine Möglichkeiten die jetzige Regierung zu bestrafen. Einige Abgeordnete werden vielleicht abgewählt, aber den mächtigen in den Parteien können sie keinen Denkzenttel verpassen.

Mein Rat an euch: Kämpft für mehr Mitsprache Rechte: Referendumsrechte, Initiativrechte. Das würde eure Regierung mehr an das Volk binden.

Just my 2 cents.
 
Was glaubt hier eigentlich fast jeder, er sei Mr. Wichtig, dass sich irgeneiner die Arbeit machen würde, die gespeicherten Daten von Mr. Wichtig noch mal durchzuprüfen? Sie werden nicht nach bisherigen Maßstäben gelöscht, sondern nach nem halben Jahr.

Für so gut wie jeden hier von uns, ist das kein Unterschied, es sei denn man heißt Dr. Thilo Weichert und hat soviel Langeweile, dass man aus dem ganzen Datenschutz ne olympische Disziplin macht.
Dr. Thilo Weichert schrieb:
Es ist erschreckend, welche grundrechtliche Verrohung bei den europäischen Justizministern festzustellen ist: Es wird als Sieg der Bürgerrechte verkauft, dass bei der auf Vorrat vorgenommenen Telekommunikationsüberwachung keine Inhalte und keine Bewegungsprofile erstellt werden sollen. Unseren Verfassungsministern ist wohl nicht klar, dass unsere freiheitlichen Verfassungen verbieten, die Menschen anlasslos staatlich bei ihren alltäglichen Verrichtungen zu überwachen und zu kontrollieren.
Oh, wie erschreckend. :eek: Na dann ändern wir halt die heilige Verfassung, tut imho nicht ganz so weh, wie der spontane Einsturz von Hochhäusern, verursacht durch mutwillige Fehlnavigation.

OK, Terroristen sind auch ned doof, aber es ist in meinen Augen kein Schritt in Richtung gläserner Mensch - son Quatsch. Eher ist es ein Schritt Richtung Abschreckung. Klar, der Terrorist nutzt Skype o.ä. (da hat man übrigens auch ne IP), aber das Riskio mal einen Fehler zu begehen, steigt durch logging o.ä. und wenn man sich mal die Aufdeckung von Kriminalfällen anschaut, dann wird doch einiges über die Fehler der Täter erreicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
@guillome
Stimmt, aber nur das zentrale Gateway wird vom Provider geloggt, da wir NAT benutzen.
Wer genau auf eine Seite surft wird durch's reine loggen nicht offenbart. Da braucht's schon etwas mehr.

@Benjamin_L:
Doch, das glaube ich. Zumindest im Moment laufen große anonymizer Dienste an der Uni Regensburg (CCC) und Dresden.

@eraz
Warte nur ab. Das kommt schneller als du gucken kannst.
Sobald die IP-Daten, und die reichen schon, personenbezogen geloggt werden und/oder die Provider gesetzlich dazu gezwungen werden die Logs ohne Grund den Behörden zugängig zu machen weiss Otto Schily ganz genau wann du wohin gesurft bist. Du solltest dann nicht mehr auf terror.de, anarchie-online.de oder merkelistdoof.de gehen, sonst wirst du gleich eingebunkert :D

Madden. schrieb:
Liebe Computerbase, bitte ergänzt diese News noch um weitere Informationen. Ich vertrete zwar die gleiche Meinung wie der Autor der News (Autsch! Sollte eine News als Bericht nicht eigentlich wertfrei sein? Das ist sie augenscheinlich nicht!, bin aber der dringenden Meinung, dass wenigstens die "Guten" für ein differenziertes Bild mit weniger Halben Wahrheiten einspringen sollten:

- Es wird wirklich nur geloggt, wann, wer, mit wem und niemals das Was! Es wird also auch nicht mitgeloggt, wer wo gesurft hat. Das ist in der News missverständlich.
- Bewegungsprofile zu erstellen wird nach wie vor nicht erlaubt sein
- Die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten können relativ frei entscheiden, was sie wie lange (6-24 Monate) speichern. Deutschland wird voraussichtlich alles "nur" 6 Monate speichern lassen.
- Die Staaten können den speichernden Unternehmen die Kosten erstatten. In Deutschland ist das nicht geplant.
- Die Daten dürfen nur bei Kapitalverbrechen benutzt werden, und keinesfalls zur Verfolgung von Filesharern oder Steuerhinterziehern oder sonstwas!!!
- Es wird voraussichtlich Ausnahmeregelungen für kleine Unternehmen geben. Beispielsweise wird wohl niemand verpflichtet, die Verbindungsdaten der Mails, die er über seinen eigenen kleinen Webspace schickt, zu speichern.

Ja, genau. Und die Mehrwertsteuer wird auch nicht erhöht, weil die SPD vor der Wahl gesagt hat, dass das mit ihr nicht zu machen ist.
Ein paar Kompromisse später wird sie nicht um 2 Punkte erhöht, sondern gleich um 4.
Ich traue Aussagen von Politikern schon lange nicht mehr. Und schon gar nicht den Beschlüssen zu dem Thema, wie sie jetzt vorliegen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Madden. schrieb:
- Es wird wirklich nur geloggt, wann, wer, mit wem und niemals das Was! Es wird also auch nicht mitgeloggt, wer wo gesurft hat.
das ist widersprüchlich!
wenn man weiß mit wem dann weißt du in der regel auch was. denn die adresse vom vfb stuttgart oder sport1 und dazu noch kicker lässt den rückschluss zu, dass du fußballfan vom vfb stuttgart bist. das ist nur mal ein beispiel. so könnte man das beliebig weiterspinnen. alleine die angesurften hosts lassen ein sehr detailierte sicht auf die person x zu!
sprich das was ergibt sich automatisch. das braucht man gar nicht loggen
 
MacGyver schrieb:
@eraz
*.* weiss Otto Schily ganz genau wann du wohin gesurft bist. *.*
Da Otto weiß garnix von mir, ich komm nämlich aus Österreich! :cool_alt: :D

Jedenfalls werden IP Daten schon lange Personenbezogen geloggt. Wie denkt ihr haben es die Behörden sonst geschafft schon soviele Illegale Internetsurfer rauszufischen (Kinderpornouser, Warez Anbieter, usw.)
 
sebbekk: Schön, dass du deine Rechte aufgeben willst, für eine Bedrohung die nicht existiert. Der Nutzen ist auch fragwürdig, also warum der ganze Mist ? Die Daten werden schon für 80 Tage gespeichert, wozu also noch mehr Datenmüll produzieren, den wir Konsumenten dann bezahlen müssen ? Soll mir erst mal jemand wirkliche Beispiele geben bei denen sich die momentane Praxis als Problem bei der Aufklärung erwiesen hat und nicht das nachlässige Verhalten irgendwelcher Behörden.
 
Wenn IPV6 am Start ist, und jede Maschine im Netz seine eigene, feste IP-Adresse hat, ist das alles eh hinfällig. Aber darum gehts doch gar nicht.

Wenn Provider dazu verpflichtet werden, ab sofort alle eingehenden Anfragen an 'kinderpornos.net' zu loggen, soll mir das Recht sein. Ich könnte sogar ernsthaft fragen: "Wieso ist das nicht schon längst so?"

Ich möchte aber nicht, dass alle Daten von mir pauschal geloggt werden. Denn es geht niemanden was an, wann ich mit wem Emaile oder Skype oder Telefoniere oder sonstwas. Wenn der Staat Interesse an meiner Person hat, darf er sich diese Daten ja holen. Nur die pauschale Speicherung einer ganzen Republik auf Kosten der Bürger - weil es machbar ist - halte ich persönlich für zu bedenklich, als dass ich hier einfach kopfnickend zustimmen kann.

Stellt euch mal folgendes Szenario vor:
Irgendwann in der Zukunft, sind alle Verkehrsdaten der Bundesbürger (inkl. Anwälten usw.) verfügbar. Nicht beim Staat! Nein, nein. Der braucht eine richterliche Verfügung um gezielt Dateneinsicht zu erhalten. Deswegen bleiben die Daten schön unter Verschluß beim Erfasser (Betreiber/Provider)
Und weil diese richterliche Dingsbums/Verfügung so kompliziert ist (man muss ja was erklären!), wird dann ein Gesetz erlassen, in dem die Erfasser/Provider/Betreiber melden müssen(!) sobald sich Daten in ihrem Bestand befinden, die bei Kenntnis davon, meldepflichtig wären.

OH HA!

Also wird der Provider rechtlich gezwungen, sämtliche Daten nach bestimmten Mustern zu durchsuchen. Genauso, wie es mittlerweile verboten ist, Downloadlinks zu mittlerweile verbotener Software vorzuhalten (im Bestand zu haben). Auch wenn dies ein Forum-Post von 1999 ist. Und somit alle Forenbetreiber ihre Foren nach solchen Links durchsuchen mussten!

Der schwarze Peter geht dann an die Provider, die verdächtiges Material melden müssen (IP-Blockwart) und der Staat kann fein sagen "Wir brauchen eine richterliche Verfügung - wir schnüffeln nicht grundlos".
Und diese Muster, nach denen gesucht wird, sind so flexibel wie ein neues Gummiband. Zudem muss man ja nicht drüber sprechen. Pssst!
 
Zuletzt bearbeitet:
also ich will nicht das mitgeloggt wird wenn ich mich mal im inet interessehalber ueber sprengstoff informiert habe und dabei auf seiten wie z.B. www.sprengstoff.de war (was ja nach dem neuen gesetzt geloggt wuerde).

ich will auch nicht dass wenn ich versehentlich durch irgenden einen verworrenen link auf na seite mit kinderpornos landen sollte gleich in ein kinderfickerprofil der polizei eingeordnet werde.

ich will auch nicht als verdaechtiger gelten weil irgend n kumpel von mir ueber mein handy mit jemandem der polizei als krimineller bekanntem telefoniert hat.

ich will auch nicht das meine handystandortdaten gesammelt werden und ich als potenieller zeuge gehandelt werde weil ich zum zeitpunkt x laut logdatei in der naehe eines raubueberfalls war.

ich will auch nicht . . . da gibts zig beispiele fuer . . . dass das machen einfach nich in den kopf will . . .
 
Lol, sollen sie doch.. sechs Monate speicherung aller Bewegungsdaten aller Bürger der EU.. wisst ihr, wie viel Daten allein innerhalb eines Tages anfallen? Wieviele gar in sechs Monaten? Dann muss das alles noch in Nutzdaten gewandelt werden, in eine übersichtliche Datenbank, wie soll man diese gigantische Datenmenge sonst angemessen durchsuchen? Wenn man schon nach einem bösen Terroristen sucht, will man ihn schließlich auch schnell finden und nicht erst Wochen auf die Analyse dieser Bewegungsdaten warten, abgesehen davon dass die Aufzeichnung auch fehlerhaft sein kann. Den Stab an Analysten möcht ich gern mal sehn.

Leider können die Politiker die wir wählen nach der Wahl nahezu alles tun und lassen was sie wollen und genau das tun sie auch. Sie beschneiden uns in unseren Rechten, schröpfen unser Portemonaie und machen uns gläsern, alles im Hintergrund dass es ja "für uns" ist. Pustekuchen.. Sie haben Macht und nutzen sie gnadenlos aus. Dass die noch nicht auf die Idee gekommen sind, dass diejenigen die ihnen die Macht geben (wir) sie ihnen auch wieder nehmen könnten...
 
Benjamin_L schrieb:
Schön, dass du deine Rechte aufgeben willst, für eine Bedrohung die nicht existiert. Der Nutzen ist auch fragwürdig, also warum der ganze Mist ? Die Daten werden schon für 80 Tage gespeichert, wozu also noch mehr Datenmüll produzieren, den wir Konsumenten dann bezahlen müssen ? Soll mir erst mal jemand wirkliche Beispiele geben bei denen sich die momentane Praxis als Problem bei der Aufklärung erwiesen hat und nicht das nachlässige Verhalten irgendwelcher Behörden.
Schön, dass Du glaubst, wir hätten in Deutschland überhaupt keine Sorgen, aber frag den lieben Otto mal, was allein unter ihm alles so vereitelt wurde. Wenn was passiert ist das Geschrei groß, aber wenn erfolgreich mal unser Arsch gerettet wird, sagen alle, das war ja auch Euer Job. super!

Datenmüll? Festplatten sind ja immer noch so unbezahlbar, oder worauf willst Du hinaus?

Dafür dass ich ohne Sorgen in der Öffentlichkeit bewegen kann o.ä. gebe ich gern ein Recht (und nicht alle) auf, das mir am A**** vorbei geht.
 
sebbekk schrieb:
Dafür dass ich ohne Sorgen in der Öffentlichkeit bewegen kann o.ä. gebe ich gern ein Recht (und nicht alle) auf, das mir am A**** vorbei geht.
Wenn du erstmal in die Luft gesprengt wurdest, kann die Polizei durch die Vorratsdaten eventuell schneller den Täter finden. Deswegen bist du aber trotzdem tot! :)
 
ich finds wiedermal lustig... seit jaaaaahren werden daten erfasst sei es in der wirtschaft um das kaufverhalten des einzelnen zu untersuchen, werden alle möglichen plätze überwacht per cam, kaum gehts an den pc und die kommunikation damit wird rumgejault und gemeckert als wenns kein morgen gäbe :lol:
falls es noch keinem aufgefallen ist, wir leben bereits seit jahren in einem überwachungs- oder bullenstaat.
und ich wiederhole es nochmal an dieser stelle: der EU beitritt hat mehr nachteile als vorteile gebracht.
 
@Kl0k:

Äh DE ist doch Gründungsmitglied, somit sind wir ihr nicht beigetreten.
 
Michael schrieb:
Wenn du erstmal in die Luft gesprengt wurdest, kann die Polizei durch die Vorratsdaten eventuell schneller den Täter finden. Deswegen bist du aber trotzdem tot! :)
Tja und wenn Du wenig später dieselbe Großstadt besuchst, in der sie meine Überreste vom Bürgersteig gekratzt haben, kannst Du ohne Angst zu haben die Stadt nach wie vor mit denselben unbekümmerten Augen wahrnehmen, mit denen viele auch ihre geliebten Datenschutzrechte betrachten und mir ne Blume als Dank an den Bürgersteig legen, denn man wird den Täter ja vielleicht schon nur wegen einer komischen Zahl gefasst haben.

Aber ich hab ehrlich gesagt nicht viel Peil weder von Grundrecht noch davon, was z.Zt. schon geloggt wird und was noch geloggt werden soll. Ich weiß nur, dass die Sache dazu dienen soll, unser Zusammenleben zu verbessern, was man der Misgunst vieler deutscher nicht nachsagen kann. (Also regt Euch auf, wenns da ist und scheiße ist, nicht aber wenn es noch gar keine Chance hatte und vielleicht gar nicht scheiße ist!)

Und damit bin ich hier auch raus, weil ich eben a.) zu wenig Ahnung hab und b.) eher dieser Thread hier schnell zur Büchse der Pandora wird. ;)
 
Vorm BVG klagen bringt wenn nur vorrübergehende Heilung.
Irgendwann werden die GG so geändert, das Total Überwachung erlaubt sein wird vom Staat, es ist nur eine Frage Zeit.
Ebenso wird irgendwann Verschlüsselung für die Normalbürger verboten werden, bin ich mir ziemlich sicher, das dürfen dann nurnoch die Behörden nutzen.
Und dann wird das BVG auch überflüssig....am Ende hilft dann nur Revolution.

PS: Ich werd den Tag feiern wenn Typen wie Otto Schily das zeitliche segnen! darauf hebe ich einen in ner Kneipe und geb ne runde auf meine Kosten aus!
 
Zuletzt bearbeitet:
sebbekk: Ohne Beispiele brauchst du mir gar nicht kommen um mir die Richtlinie unterzujubeln, ohne Hinterfragen akzeptiere ich nichts, schon gar nicht mit "Die Regierung wird schon wissen was sie macht". Wenn wir die Richtlinie brauchen, dann sollte uns Bürgern die sie betrifft auch glaubhaft gemacht werden, dass wir sie brauchen. Ansonsten musst du kritisches Hinterfragen dulden.
Auch was Festplattenplatz betrifft, die Milliarden GB die da anfallen müssen auch wo untergebracht werden. Auch wenn 250GB Platten derzeit "nur" 100€ kosten wird die Investition recht teuer.
 
Hmm ... gläserner Mensch und Datenspeicherung ... geht es hier nicht um mehr?

Vll. z.B. Demokratie? :confused_alt: Und zwar die, die seit langem nicht mehr vom Volk sondern nur noch vom Staat ausgeht (Sarkasmus und so)? Ihr beschwert euch über etwas, was nicht die Regierung sondern unter anderem wiedermal das Volk zu entscheiden hätte.

Wieso? Diese Regierung (ich meine explizit Deutschland, soll aber icht heißen das es in anderen Ländern besser ist) scheint meines Erachtens immer mehr Angst vor dem eigenen Volk zu haben. Was machen wir also, wir belauschen das Volk und unter einem Vorwand lassen wir das in die EU einfließen, und finden Aufgrund einer Gesetzmäßigkeit entsprechende Leute raus, die gegen den Staat arbeiten.

Paranoia?

Außerdem, wie ist das denn mit der Eindeutigkeit solcher Datenspeicherung, Person A schreibt Person B "Ich könnte dich hauen!", hat jetzt Person A der Person B eine Straftat angekündigt, nur weil hauen unter der Rubrik "Gewaltandrohung" steht? Und wenn, ist die Erklärung einer Gewalttat auch tätsächlich verbunden mit der Ausführung dieser? Es würde also ein Stapel an Indizien anfallen, und Aufgrund derer bekämpft man den "Terror"?

Oder glaubt ihr wirklich, das wenn erstmal (wenn nicht schon ist) die Technik zur Bestandsdatenspeicherung da ist, wirklich nur noch Daten zur Rückverfolgung gespeichert werden? Bis dahin wurde gleich noch ein neues Gesetz zur inhaltlichen Datenspeicherung erlassen. :evillol:

Ich könnte hier endlos weitermachen, aber das überlass ich euch ...
 
Ich habe auch vor zwei Wochen mal eine Mail an diverse Europaparlamentsabgeordnete geschickt, darunter auch alle meiner bayerischen. Bislang hat *eine* geantwortet und das nicht mal jemand aus meinem Bundesland. Ich finde das traurig wenn unsere "Vertreter" sich nicht mal um unsere Belange interessieren....

Sehr geehrter Herr Lebsanft

vielen Dank für Ihren Brief vom 28. November 2005 Ihre ablehnende Haltung gegenüber der wahllosen Speicherung von Verkehrs-, Standort- und Internetdaten teile ich.

Die Gruppe der Linkspartei.PDS im Europäischen Parlament hat gemeinsam mit der gesamten Fraktion der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL) in dieser Frage bereits eindeutig Stellung bezogen. Bei der entscheidenden Abstimmung über den sogenannten Alvaro-Bericht [legislative Entschließung des Europäischen Parlaments Nr.: P6_TA(2005)0348] am 27.09.2005 stimmte die Fraktion geschlossen für den Bericht und damit gegen die Initiative des Rates für einen Rahmenbeschluss über die Vorratsspeicherung von Daten. Aus unserer Sicht gab es nicht nur erhebliche Zweifel an der Verhältnismäßigkeit der vorgeschlagenen Maßnahme, vor allem sahen wir auch die Gefahr einer Verletzung von Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Der inzwischen vorliegende Richtlinienentwurf der Kommission ist nur insoweit eine Verbesserung, als das Europäische Parlament neben dem Rat als gleichberechtigter Ko-Gesetzgeber auftreten kann. Inhaltlich enthält der Vorschlag jedoch keine wesentlichen Veränderungen. Noch immer sollen bei einer einfachen Verbindung - unabhängig davon, ob sie zu Stande kommt oder nicht - die Rufnummer und Adresse des Gesprächspartners, die Dauer und die Art der Kommunikation (Telefonat, Fax, SMS), die Gerätekennung und beim Handy zusätzlich der Aufenthaltsort gespeichert werden. Auch alle Internetprotokolle, inklusive E-Mails, sollen gespeichert werden. Der Entwurf sieht keine Ausnahme für die Speicherung der Daten von Berufsgeheimnisträgern, etwa von Rechtsanwälten und Journalisten, vor. Auch ist zweifelhaft, ob die Anforderungen, die der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte gerade für die Rechtmäßigkeit von Datenüberwachungen und -speicherungen aufgestellt hat, erfüllt werden. Unklar ist bis heute, ob die Speicherung aller Kommunikationsdaten für einen Zeitraum von 12 bzw. 6 Monaten erforderlich ist und ob im Hinblick auf die Bekämpfung schwerer Kriminalität nicht andere Maßnahmen sinnvoller sind, als derart intensiv in die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger einzugreifen.

Aus all diesen Gründen ist der Richtlinienentwurf für mich nicht hinnehmbar, und ich gehe davon aus, dass die Fraktion ihn im Dezember im Plenum ablehnen wird.

Da damit zu rechnen ist, dass die Richtlinie trotz mancher Änderungen am Entwurf insbesondere von der übergroßen Mehrheit von Abgeordneten aus der EVP-Fraktion und der SPE-Fraktion unterstützt werden wird, hoffe ich, dass die öffentliche Diskussion in den einzelnen Mitgliedsländern intensiv fortgeführt wird, um die nationale Ausgestaltung und Anwendung der Richtlinie beeinflussen zu können.

Mit freundlichen Grüssen,

Dr. Sylvia-Yvonne Kaufmann, MdEP

weitere Information:
http://wiki.dataretentionisnosolution.com:81/index.php/Main_Page
 
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