Datenschutz: Mikrofon stumm = 100% stumm?

Lauch86

Lt. Junior Grade
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Hallo zusammen,
wie ja jetzt bekannt wurde, dass die PS5 Teile des Sprachchats lokal aufnimmt und ohnehin "immer" mithört, stelle ich mir die Frage was das Stummschalten eines Mikrofons allgemein bringt. Reicht softwareseitiges Abschalten des Mikrofons, egal in welchem Tool oder Device aus, um ein permantentes Mithören zu vermeiden?

Wenn ich bspw. in MS Teams mein Mikrofon ausschalte, kommt sobald ein Geräusch erkannt wird das Overlay, dass mein Mikrofon stumm ist. Aber wie soll die Software das erkennen, wenn das Mirkofon doch zu 100% inaktiv sein soll.

Ich habe das ungute Gefühl, dass solche Tools oder Geräte einfach IMMER mithören. Habt ihr das gleiche Gefühl? Ich kann mir schon vorstellen, dass gerade Sprachaufnahmen von Firmenmeetings wirtschaftlich hoch interessant sind. Nein, ich bin kein Aluhutträger nur allgemein um meine Daten besorgt.

Zumindest im Falle der PS5, finde ich das bedenklich. Diese wird ja nunmal auch zum Großteil von Kindern bespielt.
 
Für 100%ige Gewissheit sorgt nur ein Hardwareschalter bzw. ganz abstecken.
Per Software wird das Mikrofon nur stummgeschaltet, nicht komplett abgeschaltet bzw. deaktiviert.
 
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Schroedi schrieb:
Ich kann mir schon vorstellen, dass gerade Sprachaufnahmen von Firmenmeetings wirtschaftlich hoch interessant sind.

Deswegen haben auch Unternehmen, denen dies bewusst und wichtig ist, passende Besprechungsräume, die gut abgeschirmt sind und niemand Handy etc. mitnehmen darf.
 
wenn du es per Software ausschaltest, kommt das Hardwaresignal ja dennoch an.
Entsprechend kann die Software natürlich weiterhin alles Mithören.
Die Frage ist ja nur, was macht die Software mit den Informationen?
Werden sie aufgezeichnet?
nutzt man die um bei bedarf ein Overlay einzublenden?
....

Daher sollte man nur Software einsetzen der man vertraut.
 
Das gleiche mit der Kamera. Sie zu deaktivieren reicht evtl aus, um den Gesprächspartner kein Bild mehr zu zeigen, aber ob und was noch erfasst wird, weiß nur die Software. Darum hat Mark Zuckerberg seine Kamera und sein Mikro ja auch abgeklebt. Und der hat mit Sicherheit mehr Wissen über das Sammeln von Daten als wir.

1603281908557.png


Also immer abkleben oder abstöpseln, softwareseitig ist das nur ein Symbol auf dem Bildschirm, mehr nicht.
 
Treiber nicht zu installieren bzw. zu deinstallieren ist auch gut - auch wenn das Angriffsfläche offen lässt.
 
@Fu Manchu

Nur ist Mark Zuckerberg halt auch ein Prioritätsziel für ungewollte Attacken, allein schon aus Wirtschaftsspionagegründen. Die Lösung ist einfach und simpel und schnell erledigt, so dass auch ein geringes Potential schnell weiter gesenkt ist. In dieses Foto wird viel zu viel hineininterpretiert und auch vergessen, dass an 99,9% der Menschen kein solches Interesse besteht wie an Zuckerberg...

Man kann davon ausgehen, dass eine Kamera/ein Micro am Laptop eines Durchschnittsmenschen aus ist, wenn die Software das sagt. Es besteht dann halt die Möglichkeit, dass dies umgangen wird, nur die Frage ist, wer sollte da daran Interesse haben, diesen Aufwand zu betreiben. ist ja nicht mal eben gemacht. Bleiben noch ggf. Bugs in der Software, aber auch die Gefahr ist überschaubar.
 
Mustis schrieb:
...Nur ist Mark Zuckerberg halt auch ein Prioritätsziel für ungewollte Attacken, allein schon aus Wirtschaftsspionagegründen. ...

Wer ein Ziel ist und wer nicht, ist erst mal nicht die Frage - sondern, ob ein Mikro (und evtl. Kamera) wirklich aus und stumm ist, wenn die Software es sagt. Und Mark und ich vermuten, dass das nicht der Fall ist.

In einem anderen Forum lese ich grad über personalisierte Werbung, welche plötzlich den Inhalt wechselt. Da hat sich jemand über Solaranlagen unterhalten, sein Handy lag in der Nähe und wenig später taucht Werbung für Photovoltaik auf. Ob das ggf. ein urban myth ist, weiß ich nicht, aber man kann es ja mal testen.

Und was ist denn eine ungewollte Attacke. Gibt es auch gewollte?
 
Ja da wird viel erzählt im Netz, kann man glauben oder nicht. Wer glaubt, dass irgend eine Werbefirma die Möglichkeiten hat, sämtliche Mircos anzuzapfen und permanent auszuwerten und das in Echtzeit, nun ja bitte. Mein Handy liegt immer bei mir und hat noch nie irgendwie Werbung angezeigt über das, was ich mich grad unterhalte. Wohl aber wenn ich die Tage vorher mal danach gesucht habe oder so.

Das eine Kamera oder ein micro wirklich nur dann aus ist, wenns physisch vom Strom bzw. dem Übertragungsweg getrennt ist, sollte jedem halbwegs intelligenten Menschen klar sein.

Und natürlich gibt's gewollte Angriffe. White Hat Attacken? Viele Firmen beauftragen entsprechende Firmen/Experten, ihre Netze oder Geräte gezielt zu attackieren um Schwachstellen zu finden.
 
Ich sehe auf dem Bild keinen Zuckerberg. Das ist einfach irgendein Bild zu dem ein Name geschrieben wurde. Man hätte auch "Laptop von Donald Trump" drunter schreiben können und es hätte den gleichen Wahrheitsgehalt (Null).

Das Zuckerberg an so einem Gerät und in dieser Umgebung arbeitet kann ich mir btw. auch nicht vorstellen. Das ganze stinkt nach Fisch und Fakeversuch.

Fu Manchu schrieb:
Und was ist denn eine ungewollte Attacke. Gibt es auch gewollte?

Aluhut absetzen und Wörter richtig sortieren.
 
Er sitzt dort. Warum implizierst Du, dass das sein Gerät ist? Das Bild ist 4 Jahre alt...
 
h00bi schrieb:
Einfach im Gerätemanager deaktivieren....

Da wären wir wieder bei der Ausgangslage - Deaktivieren per Software und die Frage danach, ob das Gerät wirklich deaktiviert ist oder doch noch im Zugriff sein könnte.

Es geht hier auch nicht um Paranoia oder Verfolgungswahn, noch um möglich Angriffe auf wichtige oder unwichtige Personen - sondern um die technische Frage, ist ein Mikro (Kamera) wirklich deaktiviert oder gibt es Möglichkeiten der Aktivierung und des Zugriffs.

--//-- schrieb:
...Aluhut absetzen

sagt derjenige, der sich extra für diesen Beitrag neu anmeldet (Okt 2020) und sogleich erst mal alles als Fake abtut.
 
Fu Manchu schrieb:
Deaktivieren per Software
deaktivieren per Betriebssystem ist - wenn man es ganz genau nehmen möchte - auch per Software, ja.
Aber es ist eine Ebene (oder sogar zwei) unter Anwendungssoftware und funktioniert, das ist in Fachkreisen unbestritten.
 
Ich halte das Deaktivieren im Geraetemanager fuer ausreichend.
Man kann dann mit sher grosser Sicherheit davon ausgehen, das Drittherstellerprogramme, also alles was auf die Treiber, bzw die Windows API angewiesen ist, nicht auf die Kamera zugreifen kann.
Bei Programmen die Adminrechte brauchen, also die Kamera selber aktivieren koennten muss man eh aufpassen.

Klar kann Windows selber in der Theorie die Kamera dennoch verwenden. Aber wenn man derart Misstrauisch gegenueber Windows ist, sollte man es nicht benutzen.
 
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