Datensicherung über das Internet

awo

Lt. Commander
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Okt. 2005
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1.216
Hallo

ich hätte mal eine frage undzwar soll ich bei uns im Geschäft eine Datensicherung zwischen zwei Standorten einrichten!
An Standort 1 Stehen die Daten die gesichert werden sollen und an Standort zwei der Server auf den sie gesichert werden sollen!

kleines Bild:



Die Komplette Daten haben eine Größe von 60GB im Moment machen wir ein differentielles-backup! Das soll auch beibehalten werden!
Jetzt geht es um die hardware:
Ich dachte da an zwei 250GB Festplatten im Raid1. Sollte das raid Software oder Hardware seitig gemacht werden?
Nur fehlt mir noch das ausenrum sprich cpu etc eine Empfehlung?
Desweiteren über Welche Software soll das gemacht werden?
Im Moment nutzen wir easy2Sync

Am Anfang wird natürlich ein Grundbackup mit dem neuen backupserver an Standort 1 Gemacht und danach an Standort 2 verfrachtet!

Sollten noch fragen sein einfach fragen
 
Ich hab sowas zwar nicht nicht selber realisiert, würde mir aber mal folgende Lösung genauer angucken:

NAS am Backupstandort, bspw. "ALL6500 NAS Raid" für gut 200 EUR.
Auf dem Client dann ne Backupsoftware, wie die Opensource-Lösung "Areca".

Ablauf wäre dann:
* Areca erstellt dann die Backups (wahlweise differentiell oder inkrementell)
* Areca verschlüsselt das Backup (wichtig!)
* ... und überträgt die Backupdatei per FTP auf den NAS.

Vorteil: Kostengünstig, sowohl in Anschaffung als auch beim Unterhalt (NAS hat weniger Stromverbrauch als so ein ständig laufender PC).
 
Also ich versteh deine Frage nicht so ganz, bzw. vielleicht hast du dich etwas unglücklich ausgedrückt.

Besteht die Hardware bereits oder nicht?

Wenn ich dich richtig verstanden habe meinst du, das am Standort 1 ein Server steht, dessen Daten auf den Server am Standort 2 gesichert werden sollen.

Für was brauchst du dann Hardware?!

Du weißt aber schon, das du, auch wenn du eine 16000er Leitung hast "nur" ca 1Mbit/s Upload hast. Im besten Fall bekommst du somit 1GB in 2 bis 2,5 Stunden durch die Leitung.

Wenn es nur differenziell sein soll, kann es natürlich sein, das sich nicht so viel ändert...das müßtest du besser wissen. Wie groß ist denn jedes differenzielle Backup?
Easy2Sync ist doch nur so ein Robocopy-Aufsatz...also guckt nach änderungen und kopiert diese 1zu1, oder? Vielleicht wäre da eine ordentliche Sicherungssoftware besser geeignet, die das ganze dann auch noch komprimiert?! Wir benutzen Acronis True Image Server, weiß allerdings nicht ob der auch ins Internet sichern kann...zumindest kann er FTP...wenn du also ein FTP-Server auf dem Backup-Server einrichtest, sollte das so gehen. Oder du könntest eine VPN-Verbindung aufbauen, oder oder oder...
 
Ob Soft- oder Harwareraid ist bei RAID0/1/10 ziemlich egal. Der Unterschied ist hier wie der Name schon sagt, ich benötige die Software damit ich unter RAID Bedingungen darauf zugreifen kann. Bei echtem Hardwareraid, nicht die verkappten Softwarecontroller, sieht es etwas anders aus. Den kann ich mitsamt den Platten in jeden BUS kompatiblen Rechner stecken und habe gute Chancen an meine Daten zu kommen. ARRAX-Rebuilds, Hotspare etc. gehen ohne BS. Ansonsten macht Hardware nur bei so etwas wie RAID5 richtig Sinn.
Richtige Controller sind auch nicht gerade billig, z.B. 3Ware, Adaptec SAS, LSI Megalogic, ICP Vortex ...
Die Teile können dann meist SAS (Serial Attached SCSI) und S-ATA.
Übers Internet? da würde ich eine sichere, verschlüsselte Verbindung (VPN, stunnel,..) empfehlen.
Für VPN gibt es auch dedizierte Hardwarelösungen.
Dateiabgleich, neben diversen kommerziellen Lösungen funktioniert rsync (für Windows winrsync) sehr gut.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rsync
http://winrsync.sunsite.dk/
Zum 'Aussenherum', angesichts der zu erwartenden Datenrate via DSL Upstream, ist die ziemlich egal. sollte aber zuverlässig sein.
 
Hi

@gFACEK

Also die hardware für den 2 Server soll noch beschaft werden deshalb meine Frage zu der Hardware ;)
Also wenn der neue Server vorhanden ist kommt dieser erstmal in den standort1 um dort ein Grundbackup des Fileservers von Standort1 zu bekommen. danach soll er in zum Standort 2 und von dort aus jeden 2 oder 3 Tag sich ein differentielles-backup vom Fileserver an Standort 1 ziehen das sind nicht viele daten die verändert werden!

@HaveFun hört sich antürlich auch nicht schlecht an muss ich mir aber erstmal anschauen ob ich das hin bekomme


@Blackman werde ich mir auch anschauen! VPn ist kein Problem wird im moment über IpCOP realisiert!
mfg

awo
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt eigentlich, man könnte auch einfach nur nen "günstigen" NAS hinstellen, denn bei der Datenrate über DSL ist der Nachteil von günstigen NAS schon wieder unwichtig. Denn die meissten günstigen NAS bieten meisst im Besten Fall nur Datenraten von 5MB/s an...eher weniger! Aber bei 125KB/s ist das sicher nicht relevant.

Ansonsten zur Hardware: Du brauchst wirklich nix besonderes! Und fürs Raid sollte es auch reichen wenn du ein Software-Raid in Windows einstellst...
 
Was haltet ihr davon stat einem entfernten Backupserver lieber einen 2 an den 1 Standort zu stellen der die Backups inkrementell macht?
Also quasi doppelt gemoppelt hält besser
 
Mit dem zweiten Standort geht es doch vor allem darum, dass man im Fall von Feuer, Unwetter, Terroranschlaegen, Diebstahl oder aehnlichem nicht ohne Daten da steht.

Wenn es wirklich nur darum geht die Daten von Server1 vor Ausfall des selbigen zu schuetzen, dann reicht eigentlich schon ein NAS an Standort1.

Bei uns in der Firma haben wir es so geloest, dass 1TB-Platten an allen Rechnern haengen und jeder Rechner sein Backup (1x inkrementell, der Stand von vor 2 Wochen wird jeweils noch einmal extra gesichert, falls ein Update irgendwas zerschiesst) jeweils auf mindestens 3 Platten von anderen Rechnern ablegt.
Der Server und die wichtigen Computer sichern sich auf alle Platten.
Eine 1TB-Platte (auf die sich wirklich alle Rechner und Server sichern) steht in einem anderen Gebaeude an einem Laptop.
Der Server sichert sich zusaetzlich auf Band.

Das ist zugegebenermassen eine SEHR paranoide Konfiguration, aber wenn man wirklich auf die Daten angewiesen ist, dann muss das halt sein.
Sollten die Daten bei euch wichtig sein, dann wuerde ich empfehlen beides zu tun.

Den entfernten Server aufstellen als Absicherung gegen Brand, Huhwasser etc.
Einen Zweitserver an Standort 1 um auch jederzeit stressfreien Zugriff auf die gesicherten Daten zu haben.
Als alternative zum Zweitserver an Standort1 kannst du aber auch eine externe Festplatte an einer Stromschutzleiste nehmen.

Dann sind deine Daten gegen Serverausfall so gesichert, dass du nur die externe nehmen und wiederherstellen musst, ausserdem hast du kein Problem falls dir der Standort1 stiften geht oder jemand den Server mit externer Platte klaut.

Gruesse vom:
Jokener
 
Hi

Genau darum gehts das die daten gesichert sind sollte es brennen oder sonstiges!

Sicherlich ist der 2 Standort nicht schlecht aber leider sind die Internet Anbindungen nicht so Toll um ein Backup inkrementell zu machen da bleibt leider nur die möglichkeit eines differentielles Backups da alles über VPN laufen wird!

oder sehe ich das falsch?

eure Datensicherung wird denk ich mal bei uns nicht benötigt da wichtige daten nur auf dem Server Liegen und nicht auf den Client PC's!
Sicherlich kann ich meinem Chef den vorschlag machen das wir das backup hier auf ein inkrementelles umstellen mit einer NAS und am 2Standort ein differentielles machen! ist das sinvoll?


mfg

awo
 
Gegen Feuer (nicht gegen Diebstahl) gibt es auch Schutzgehaeuse fuer Computer.
Aber die sind teurer, da fuer High-Performance Systeme gedacht, als ein zweiter Server am Standort 2.

Jede weitere Backup-Methode erhoeht sicherlich die Datensicherheit.
Wenn du die Moeglichkeit mit dem Standort2 machen kannst, tu es.
Alles andere ist dann quasi nur noch Bonus, aber immer noch sinnvoll.
Wer aber keine Angst vor einem Ausfall des Servers hat, dem sollte eine Standort2-Loesung reichen...

Gruesse vom:
Jokener
 
alles kalr vielen dank dann wird woll nichts anderes übrig bleiben wie datensicherung über vpn
 
Die Datensicherung könnte ja z.B. uach über Nacht laufen ... obwohl ich fast denke, dass eine inkrementelle Sicherung in den meisten Büros nicht wirklich groß wird. Kommt natürlich drauf an, was das Unternehmen macht:
In einem typischen Büro mit Excel&Word-Dateien, und ggfs. einer "Text"-Datenbank der Unternehmenssoftware sind die täglich neuen und geänderten Daten ja echt gering. Und dann lassen sich Texte ja auch noch recht gut kompremieren.

Anders sieht es natürlich in Medien-Agenturen aus, in denen viel mit hochaufgelösten Fotos und Videos gearbeitet wird; das scheint bei dir ja aber bestimmt nicht der Fall zu sein, sonst hättest du ja jetzt bereits deutlich > 60 GB.

Ein guter NAS mit Raid und FTP am entfernten Standort dürfte es also durchaus tun.
 
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