News Dating-App: Grindr hat Daten über den HIV-Status weitergegeben

Frank

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#1
Die auf homosexuelle Männer spezialisierte Dating-App namens Grindr hat die Daten ihrer Nutzer mit zwei weiteren Unternehmen geteilt – darunter neben E-Mail-Adresse, IMEI und GPS-Daten auch den HIV-Status sowie den Zeitpunkt des letzten HIV-Tests, sofern der Benutzer diese Information in seinem Profil hinterlegt hat.

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#2
Jedem seine sexuelle Neigung wie er/sie es mag. Aber verraten und verkauft werden sollte niemand. Grindr sollte man meiden bei solch einer Einstellung.
Ist ja schon moderne daten-prostitution.
 
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#3
Das mit dem HIV-Status und GPS ist natürlich noch krasser als sonst, aber man kann sich sicher sein, dass jede Plattform wie Google, Facebook, Amazon Daten über das Geschlecht, die sexuelle Orientierung und Standort ebenfalls speichert und bei Werbung berücksichtigt. Und z.B. im Fall von Facebook auch ggf. Drittanbieter-Apps diese Informationen ebenfalls abrufen können.
 
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#4
Wie leichtgläubig Leute mit ihren persönlichsten Informationen umgehen. Unglaublich.

Die Amis machen ja auch gerne ihre Steuererklärungen via Apps von diversen Anbietern. Und was weiß ich sonst noch...
 

habla2k

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#5
Ich weiß nicht, was ich krasser finde. Dass man bei der App angibt ob man HIV hat, ob das vielleicht sogar eine geforderte Angabe ist oder aber, dass man diese Daten weitergegeben hat.
 

Ulukay

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#6
Wo ist die "Ich hab doch nichts zu verbergen!!!!!111einseins" Fraktion in den letzten Wochen eigentlich?
 
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#7
Naja, bei einer Dating-App Partner über seine HIV-Infektion zu informieren ist zwar einerseits leichtgläubig, aber den anderen poitenziellen Sexualpartnern gegenüber doch verantwortungsvoll.
 

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Rear Admiral
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#8
Bei einer Dating App - insbesondere für Schwule - macht eine Angabe zu HIV natürlich Sinn, sowas würde ich aber niemals ins Internet schreiben, das ist doch viel zu privat. Und Not tut es auch nicht. Das kann man dann ja mit dem potentiellen Sexualpartner klären, dann passiert auch sowas nicht. Am Ende kommen solche Daten in ein paar Fällen noch bei jemanden an, der sie gegen einem verwendet.
 
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homerpower

Rear Admiral
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#10
Mittlerweile gehen selbst Ärzte sowie Kliniken solche Daten weiter. Mir wurde eine Lebensversicherung verwehrt. Nachforschungen ergaben das hier Daten von einem Psychologen irgendwie an die Versicherung kamen... Die Zukunft hat schon begonnen.
 

Kaleo Meow

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#12
Das gay seiten/apps solche angaben haben ist nichts unnormales, in der regel geht es bei denen nur "um das eine" und das bitte so schnell und unkompliziert wie möglich, also ist das schon okay so. :3

aber der die heimliche weitergabe ist halt uncool, da muss die geldliche summe ja stimmen wenn sich die weitergabe lohnt, egal wie negativ der beifall auch wird. o.o
 
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#13
Jeder Nutzer ist selbst dafür verantwortlich, was er über sich selber preis gibt. Jeder sollte so sparsam wie möglich mit seinen persönlichen Daten umgehen und sich nicht ägern, wenn diese gehackt werden. Auch sind die Unternehmen, deren Geschäftsmodel darauf beruht, Daten zu verhökern, nicht für den Datenverlust zur Verantwortung zu ziehen. Der Nutzer wird nicht gezwungen, einen bestimmten Dienst zu nutzen bzw. persönliche Daten von sich preiszugeben. Wenn der das trotzdem tut, was sein eigenes Recht ist, darf er sich nicht wundern, wenn diese Daten im Netz umhergereicht werden.
 
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#15
Bei Grindr sollte jemand dafür ins Gefängnis wandern! Wie leicht man heutzutage die Daten verkauft und dafür einfach keine Strafe kassiert! Man wird einfach nicht bestraft heutzutage!
 

Tekkno_Frank

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#16

Lars_SHG

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#17
Bei Grindr sollte jemand dafür ins Gefängnis wandern!
....und bei Facebook nicht?

Ehrlich gesagt verstehe ich mal wieder unsere Beamten nicht. Wenn FB öffentlich bekannt gibt, dass sie Jahre brauchen um die Regelungen die ohnehin schon Gesetz sind umzusetzen, kann doch die einzig logische Reaktion darauf nur sein, dass man FB solange verbietet bis sie es in den Griff bekommen haben. Die Änderungen wirden dann sicherlich innerhalb von 2 Wochen doch fertig werden.

Und was diesen komischen Verein betrifft, wenn er sich schon mal was zu Schulden hat kommen lassen, kann man hier sicherlich den Weg der üblichen Privatklagen in den USA gehen. Dürfte der Laden nicht überleben......
 

Galatian

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#18
Also bei ArsTechnica war die Berichterstattung dazu deutlich nüchterner. Frag sich halt nur, ob die Amerikaner bei diesem Thema desensibilisierter sind oder wir Deutsche nur hysterisch. O-Ton dort: die Nutzerdaten werden selbstverständlich - wie bei so gut wie allen anderen Internetpräsenzen - anonymisiert ausgewertet, und da insbesondere kleinere IT Buden sich so eine Auswertung in-house nicht leisten können, wird dafür eben ein externer beauftragt, daher auch die „Weitergabe“. Was hier hysterisch hochgepusht wird, ist der Fakt über den HIV-Status, welcher weitergegeben wird. Und ehrlich gesagt finde ich das so unglaublich verlogen, weil wohl KEINER der Nutzer eigentlich sich vorher die AGBs durchgelesen hat und dabei sicherlich der anonymisierten Weitergabe zugestimmt habt. Und nun regt man sich wegen einen Punkt in diesem Datensatz auf, weil einem das dann doch auf einmal zu privat wird?

Genauso Panne wie der Aufreger über Facebook. Man tut doch nicht so, als wusste das vorher keiner...
 

BoardBricker

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#19
Ich glaube, jetzt kommt langsam der Zeitpunkt, an dem die Branche den Datenschutz für sich entdecken wird. Was bringen mir denn alle möglichen tollen Apps und Services, wenn man mittlerweile davon ausgehen muss, dass die (un-)absichtliche Weitergabe von meinen Daten eher die Regel als die Ausnahme ist.
Gehen die Nutzerzahlen stark zurück - das wünsche ich uns allen - und trifft das die Unternehmen finanziell, dann wird ein Umdenken stattfinden. Allerdings muss man dann auch bereit sein, für die Sicherheit der Daten zu bezahlen und nicht mehr den Anspruch haben, alles kostenlos nutzen zu können.
 

Krautmaster

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#20
Ein einfaches Akzeptieren der AGB sollte eben nicht zur Herausgabe von Daten ausreichen. Ich mein wie oft musste man bei FB oder Apple oder Google schon zustimmen um überhaupt was damit anfangen zu können. Dabei schaut doch kaum wer wirklich welche Daten dabei dann ganz legal an Dritte abwandern dürfen. Dazu braucht es nicht mal ein Datenleck.
 
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