DE vs Distribution, womit könntet ihr eher leben?

Mit was könntet ihr leben?

  • Fremde Distri mit gewohnter DE

    Stimmen: 32 40,5%
  • gewohnte Distri mit fremdem DE

    Stimmen: 25 31,6%
  • Weder noch, beides muss gewohnt sein

    Stimmen: 22 27,8%

  • Umfrageteilnehmer
    79
  • Diese Umfrage wird geschlossen: .
Chriz schrieb:
Bei Arch kann quasi jeder Döddel irgendwas ungeprüft ins AUR laden. Wenn ich dann als einfacher user komme und eine Software suche
Als "einfacher" User hast du beim AUR überhaupt nichts verloren. Da verzichtest du darauf, bis du genug Wissen hast, um damit umzugehen.
 
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Chriz schrieb:
Bei Arch kann quasi jeder Döddel irgendwas ungeprüft ins AUR laden. Wenn ich dann als einfacher user komme und eine Software suche, habe ich keine Ahnung was der code auf meinem PC alles macht!
Das gilt aber auch für die anderen Distros. Das gleiche Problem hast du bei Ubuntu mit den PPA, bei Fedora mit den COPR und bei openSUSE mit den OBS-Repos.

Zumal man das AUR nicht zwingend benutzen muss (sofern man keine saualte Nvidia-GPU hat), auch Arch hat seine eigenen Repos. Nennt sich core, extra und multilib (sowie die Testing-Auskopplungen davon). Auf Pure Arch sogar nichtmal ein AUR-Helper vorinstalliert, im Gegensatz zu Distros wie EndeavourOS oder CachyOS.
 
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Ich glaub, am Anfang des Linux-Abenteuers ist die Oberfläche entscheidender als die Distro.

Dann kommt das Distrohopping: Man lernt verschiedene DEs kennen, und nebenbei wird man auch vertrauter mit den distrospezifischen Unterschieden (Paketmanager, Update-Kadenzen, Init-Systeme). Außerdem verliert man die Angst vor dem Terminal.

Am Ende installiert man die Distro, die dem Usecase eines Systems am besten entspricht - mitsamt dem vertrautesten DE, oder Fenstermanager, oder reinem TTY.

Auf einer Kiste will ich z.B. mit Hyprland experimentieren: Da installier ich natürlich Arch.

Eine andere Kiste läuft als Server, der möglichst selten offline gehen sollte: Debian ohne grafische Oberfläche.

Eine dritte Kiste ist zum Daddeln: Bei einer nvidia-Grafikkarte (aktuelle Generation) muss ich nur darauf achten, dass es auch die neuesten Treiber in den Repos gibt, und die Distro entsprechend wählen. (Ubuntu, Fedora, Arch - völlig egal.)
Bei einer AMD-Grafikkarte ist es gleich ganz egal, welche Distro / welches DE ich installier, da ich sowieso nur Steam oder Heroic starte.
 
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Dass das AUR per default nicht aktiv ist habe ich nicht gewußt.
Wenn ich mir die Beiträge im Manjaro-userforum durchlesen ("manjaro, das einsteigerfreundliche Arch"), haben das sehr viele Linux-Einsteige aktiv. Wie das jetzt kommt weiß ich nicht, liegts an ChatGPT? an gut gemeinter Hilfe aus der community?.....


In dem Fall nehme ich das natürlich zurück. Grundlegend sollte man im AUR wissen, was man tut und warum das AUR anders ist als andere Paketquellen....
 
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Chriz schrieb:
In dem Fall nehme ich das natürlich zurück. Grundlegend sollte man im AUR wissen, was man tut und warum das AUR anders ist als andere Paketquellen....
Naja, was Paketquellen anbelangt - wer weiß schon, dass das LTS-Versprechen bei Ubuntu und darauf basierenden Distris nicht für die universe- und multiverse-Quellen, die aber einen Großteil der installierten Programme ausmachen, gilt?
 
bart1983 schrieb:
Hintergrund der Frage ist eine Gespräch das ich mit einem sehr langjährigen Linux-User hatte, der beläufig fallen ließ:
"DE ist mir egal, kenne die meisten. Kann mit allen umgehen. Deshalb ist mir die Distri wichtiger als DE".

Das ließ mich schon etwas ungläubig zurück. Denn bei mir ist es genau umgekehrt.

Möchte nun wissen wie das hier die User sehen.
Auch wenn ich mir echt kaum vorstellen kann das es viele von der "DE ist mir beinahe egal"-Faktion geben wird, hoffe ich es, denn dann können diese das vielleicht detailierter erklären.
Keine der Auswahlpunkte trifft auf mich zu. Worum gehts hier überhaupt? Privatnutzung?

Ich frag mich eher worin unterscheiden sich die ganzen Distris den so sehr? Die größten mir bekannten Unterschiede machen dann Systeme die explizit kein systemd nutzen, oder evtl. auf musl statt glibc gehen (Alpine). Dann noch so extreme Sonderlocken wie Guix, NixOS. Aber sonst? Wie ich ein Paket mit verschiedenen Packetmanagern installiere merke ich mir nicht, sondern schaue dazu ins Netz/man.
 
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Snakeeater schrieb:
Ich frag mich eher worin unterscheiden sich die ganzen Distris den so sehr?
  • Init-System (z.B. Debian --> systemd, Devuan --> SysVinit, Void Linux --> runit)
  • Paketmanager (Debian/Ubuntu --> apt, Fedora --> dnf, openSUSE --> zypper, Arch Linux --> pacman, ...)
  • Update-Zyklus (Point Release LTS/STS, Rolling Release)
  • Vorinstallierter Desktop (z.B. Gnome, Plasma, MATE, Cinnamon, ...) sowie deren ganzen Anwendungen
  • Immutable (Bazzite, SteamOS, Fedora Kinoite, Fedora Silverblue) vs. Mutable (die meisten anderen bekannten Distros)
  • Anderes Distro- und Paketkonzept (z.B. deklarativ --> NixOS)
Sind so die Hauptunterschiede, die ich kenne. Ansonsten unterscheiden sich die allermeisten Distros innerhalb einer solchen Distro-Familie schlicht darin, welche sonstigen Anwendungen (Steam, Spotify, OBS Studio, Lutris, LibreOffice ...) vorinstalliert sind und welche Shell das Terminal standardmäßig benutzt (die meisten bekannten Distros nutzen Bash, CachyOS hingegen benutzt standardmäßig Fish).
 
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Ich wähle eine Distro nicht wegen dem DE, denn für gewöhnlich haben ja die großen alle im Angebot. Da geht es um andere Qualitäten.
 
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mir fehlt als Auswahl definitiv
"ist mir egal, Hauptsache kein Windows" :D

Nein Spaß beiseite, ich nutze dauerhaft zwei Desktop Environments. KDE für die Freizeit und gnome zum Arbeiten.
Die Distro ist abhängig davon, was die Kiste machen soll:
  • Server - Debian
  • Mein PC - Arch
  • Frau PC - CachyOS
  • Tochter 1 NB - CachyOS
  • Tochter 2 PC - Win11 :grr: (Fortnite)
  • Familien Notebook - Fedora
  • HTPC / "Steam Machine" - Bazzite
  • Mutter PC (den ich "betreue") - Mint
 
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Arch-Distribution und KDE/Plasma, wobei ich schon seit nem halben Jahr bei CachyOS bin
und auch nicht mehr weg will.
Demnach muß für mich beides gewohnt sein :)
Auf den Servern Ubuntu-Server.
 
Hab hier auf dem Rechner ein FreeBSD. Hab aber noch ein Zweitrechner mit Debian stable, wenns mal nicht ganz so konservativ sein soll. :)
 
- Distri ist mir doch völlig egal
ob ich jetzt apt (Debian Basis), yast (SuSE) oder yum (RH Basis) update/upgrade eintippe interessiert mich nicht und anhand dieser Befehle erkenne ich, was ich da gerade unter den Fingern habe.
seitdem eigentlich alles (ok, SuSE hatte ich zum letzten Mal vor (weit) über 10 Jahren unter den Fingern) mit systemd läuft, kann man sich daran weiter hangeln.

- DE
ok, das ist eben bei Linux das größte Problem, WENN man den Kram denn braucht.
90% aller Linux Rechner "in meinem Dunstkreis" laufen eh nur mit Konsole/SSH.
von daher ist es mir auch völlig wumpe was da der Standard ist, ist eh nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Solange man noch irgendwie ein nicht komplett verschandeltes Terminal gestartet bekommt, ist aber alles gut.

und es wieder typisch, bei den Auswahlmöglichkeiten fehlt:
- muss intuitiv sein!
ich will einfach ein einfaches System, an das sich theoretisch jeder setzen kann und damit sofort produktiv arbeiten kann.
das funktionierte nach meinen Erfahrungen nur mit OS/2 und Next, heute kommt halt nur macOS da halbwegs ran.
 
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Mickey Mouse schrieb:
sofort produktiv arbeiten kann.
Für Produktivität hilft meiner Erfahrung nach hohe Anpassbarkeit, weil Arbeitsabläufe ja eine sehr individuelle Geschichte sind.
Die Fertig-Lösungen sind i.d.R. so gestrickt, das sie irgendwie auf jeden passen aber auf niemanden so wirklich. Wer so Standardabläufe hat, den holen diese Systeme schon ganz gut ab.
 
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Ich habe seit 01.06.2024 NixOS und kann blitzschnell DE wechseln. Momentan NixOS mit Hyprland. Habe ich bereits fast für jede DE eine configuration.nix und home.nix. Austauschen, Rebuild und fertig. Flake bin ich losgeworden, weil ich es nicht mehr brauche.

3 Alias habe ich: git offline commit, Einstellungen speichern und NixOS aktualisieren.
# Aliases für alle Shells
environment.shellAliases = {
gts = "cd ~/nixos-config && git add . && git commit -m \"$(date +'%Y-%m-%d %H:%M')\""; # git commit
nrs = "cd ~/nixos-config && nixos-rebuild build && nvd diff /run/current-system ./result && sudo nixos-rebuild switch"; # Einstellungen ändern
nru = "cd ~/nixos-config && sudo nix-channel --update && nixos-rebuild build && nvd diff /run/current-system ./result && sudo nixos-rebuild switch"; # NixOS Aktualisieren
};
 
Die GUI ist bei mir sicher nicht zweitrangig aber Vorrang hat der Unterbau. Der ist auf dem Produktivrechner schon viele Jahre Ubuntu LTS. Rolling Release käme mir da nicht drauf, PPA bleibt da wo es hin gehört, außen vor!
Bei der GUI habe ich tatsächlich öfters mal gewechselt und bin schlussendlich immer wieder bei Gnome hängen geblieben. Könnte mit XFCE oder einem stark angepassten KDE aber genauso gut leben.
 
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Hyourinmaru schrieb:
Das gleiche Problem hast du bei Ubuntu mit den PPA, bei Fedora mit den COPR und bei openSUSE mit den OBS-Repos.
Bei openSUSE wird der Open Build Service (fast) immer genutzt für die Distribution von Paketen. Unabhängig vom Repository, der Distribution oder Ziel-Architektur. Was du meinst sind vermutlich die verfügbaren User/Development Repos. Selbstverständlich sollten solche Pakete nicht „einfach so“ direkt genutzt werden, sondern idealerweise erst nach dem allgemeiner verfügbaren Release.
Um zusätzliche Repos zu den nach der Installation vorhandenen einzubinden muss ein mehrstufiger Prozess durchlaufen werden, kurzum sowas passiert nicht nebenbei oder aus versehen.

Mickey Mouse schrieb:
(…) apt (Debian Basis), yast (SuSE) oder yum (RH Basis) (…)
Als Hinweis. YaST ist nicht der Paketmanager sondern zypper, außerdem ist YaST mehr oder weniger end of life und Funktionalität wurde/wird durch andere Tools (z.B. Cockpit, Myrlyn, Agama) übernommen.
Die „neuen“ Tools sind in stetiger Entwicklung soweit ich es überblicke.

Mickey Mouse schrieb:
(… )macOS (…)
Ich finde Linux und macOS ergänzen sich gut hier im Haushalt. Jedes OS hat Stärken und Schwächen.
 
Auf Servern immer Rolling. Damit Probleme gleich auffallen.
Wenn man da nur alle halbe Jahre updatet, hat man gleich 20 Baustellen offen um die man sich kümmern muss.
 
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