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Defektes Dateisystem auf externer 2,5" HDD

sidewinderpeter

Lt. Commander
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Mai 2008
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1.058
Ich habe ein Problem mit meiner externen 2TB Seagate, die zuletzt jahrelang problemlos über USB an der Fritzbox lief und auch über VPN zu erreichen war.
Beim Umzug habe ich sie neulich einfach abgesteckt(dumm, ja!) und seitdem ist offenbar das Dateisystem hinüber, zumindest liefert CHKDSK da Fehler. An und für sich ist die Festplatte zwar funktionstüchtig, also wenn ich sie direkt an meinem Rechner habe, aber es gibt einzelne Dateien und Verzeichnisse, auf die der Zugriff ewig dauert und das bremst mich bei der Datensicherung(etwa 1TB voll) massiv aus.
Es ist mir zwar bisher schon gelungen, einen guten Teil der Daten zu sichern, indem ich möglichst kleine Tranchen kopiere und hoffe, dass da keine kaputte Datei dabei ist. Allerdings ist das bei über 300.000 Dateien und 1TB recht müßig. Probiert habe ich darüber hinaus "Data Recovery Mini Tool" und "Recuva", aber auch die hängen sich letztlich auf.

Gibt es noch irgendwelche schlauen Tipps? Zu DOS-Zeiten hätte ich in so einem Fall(kaputte FDD) zu PC Tools 7.0 gegriffen, damit konnte ich eigentlich das Meiste retten, auch wenn einige Dateien danach fehlerhaft/unvollständig waren. Das war aber auch FAT12 und nicht NTFS...
 
lass chkdsk weg, das macht eine rettung im zweifelsfall unmoeglich.

Check bitte zuerst die smartwerte, zum beispiel mit crystal disk info.
Wenn da etwas anderes als "gut" steht, solltest du mit ddrescue ein image ziehen. ddrescue bleibt wenn alles gut geht, nicht an defekten sektoren hängen, überspringt diese und versucht erst am Ende sie noch zu lesen.

Aus dem Image kann man dann daten retten
 
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Vlt mal mit nem Linux probieren, ein Backup ist wohl nicht vorhanden?
 
Unten das Ergebnis von CDInfo. Nein, ein zentrales Backup gibt es leider nicht, nur einzelne Unterverzeichnisse hatte ich schon mehrfach gesichert. Ich wollte mir mittelfristig immer ein Raid (0)1, (0)5 oder 10 NAS zulegen, kam aber nie dazu...ist ja auch ne Kostenfrage, weil ich im Idealfall mindestens 4 HDD plus das 4-Bay-NAS brauche. Für einen "Privatmann"?

1787836420796.png
 
sidewinderpeter schrieb:
Gibt es noch irgendwelche schlauen Tipps? Zu DOS-Zeiten hätte ich in so einem Fall(kaputte FDD) zu PC Tools 7.0 ...

Sorry aber ehrliche und harte Worte, da es nicht das erste Mal scheint, dass du durch einen defekten Datenträger Datenverluste hast.
Warum lernst du nicht daraus und speicherst Daten Redundant?
Überlege dir anständige Backup-Konzepte.
 
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Hake es als Lehrgeld ab.

In Zukunft, wenn es wichtige Daten sind, Backups anlegen.
 
sidewinderpeter schrieb:
Unten das Ergebnis von CDInfo.
Gepaart mit der Info, dass es je nach Ordner langsam wird:
Wenn kein Backup existiert - SOFORT eines anlegen. Wirklich SOFORT - nicht warten. Ernsthaft.

Mach dann mit HDDScan einen Extended Smart Test.
(Menüpunkt Tools => SMART Test => Extended)
1787837660003.png

Das läuft ein paar Stunden und lass den PC währenddessen nicht ausgehen.
Die HDD führt jetzt einen autonomen Selbsttest durch.

Ansonsten gilt als einfache Faustregel:
Meldet CDI "Vorsicht" ist es Zeit den Datenträger auszutauschen.
 
Als Privater braucht man normalerweise kein RAID, stattdessen sollten man sich eher auf ein Backup konzentrieren. Das ist das wichtige
 
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Ganz ehrlich wuerde ich das Kopieren unter einem Windows lassen. Das rasselt immer in Ewigkeiten wegen defekter Sektoren und das staendige Versuchen des Zugreifens. Und keine Test die die HDD zusaetzlich belasten.

Wenn Du hast, nimm ein Live-Linux und mach per ddrescue ein Image von der HDD.

Code:
sudo ddrescue -d -r1 /dev/sdx /pfad/zum/ziel.img /pfad/zur/logfile.log

  • /dev/sdx: Quell-Festplatte (bzw. Partition)
  • /pfad/zum/ziel.img: Die Zieldatei für das gesicherte Image
  • /pfad/zur/logfile.log: Die Protokolldatei, speichert Fortschritt speichert, erlaubt das Fortsetzen bei Unterbrechungen
  • -d: Direkter Festplattenzugriff für bessere Geschwindigkeiten und das Umgehen des Betriebssystem-Caches.
  • -r1: Einmal versuchen defekte Sektoren zu lesen
Wenn Du das hast, scheuen wir weiter. @sidewinderpeter
 
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mchawk777 schrieb:
Mach dann mit HDDScan einen Extended Smart Test.
(Menüpunkt Tools => SMART Test => Extended)
Bitte nicht..
Da sind knapp 1000 pending sectors. Da sollte man wie von @BFF beschrieben ein image machen und nicht noch weiter drauf herum arbeiten. Chkdsk war da schon ziemlich kontraproduktiv

Und bitte lass die Platte auch nicht einfach laufen, bis du Platz für ein Image und die Bedienung von ddrescue klar hast
Ergänzung ()

Tom-S schrieb:
Kann man denn tatsächlich ein Image von einer HDD mit 957 aktuell ausstehenden Sektoren machen?
Die Platte ist irgendwie ganz kurz vor Totalschaden.
Meistens. Habs auch schon 5 stellig gesehen.
Aber super lang macht die es vermutlich nicht mehr. Aber besser einmal strukturiert, als zufällig probieren bis sie hängt
 
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@sidewinderpeter

Zum kopieren auf eine neue Platte kann man auch "SyncBackFree" verwenden, dann muss man nicht alles in kleinen Schritten machen.

Im besten Fall findet man auch Dateien die ggf. unlesbar oder beschädigt sind.
 
madmax2010 schrieb:
Bitte nicht..
Da sind knapp 1000 pending sectors. Da sollte man wie von @BFF beschrieben ein image machen und nicht noch weiter drauf herum arbeiten. Chkdsk war da schon ziemlich kontraproduktiv
In Bezug auf den Stressfaktor, den die HDD erleidet hast Du natürlich recht.
...und Backups sollte man IMMER vorher anfertigen.

Aber danach wird der interne, extended SMART-Test nichts kaputt machen, als eh schon kaputt ist.
Eher umgekehrt - die Pending Sektors werden mit Prüfungen aktiv angegangen.
Ist ja kein chkdsk.

Hätte ich definitiv konkretisieren sollen.
 
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Solange noch keine Uncorrectable Sectors identifiziert wurden, kannst du selbst mit viel Mühe m.E. nicht mal feststellen, welche Dateien betroffen sind.

Mein Rat wäre, ein Image zu erstellen und dann einen Long Smart Test zu machen. Dann sollten US bzw. Bad Blocks vermerkt werden.
 
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mchawk777 schrieb:
...
Aber danach wird der interne, extended SMART-Test nichts kaputt machen, als eh schon kaputt ist.
...
Wenn die Aufhängung der Köpfe bereits irreparabel beschädigt ist, ist es wichtig, ddrescue so schnell wie möglich zu starten, weil die Wackelaufhängung mit jeder weiteren Bewegung brechen könnte und deswegen jede Bewegung genutzt werden sollte, möglichst viel vom Image des Datenträgers zu erstellen. ddrescue schiebt dabei auch explizit die Sektoren, die es nicht sofort lesen kann, auf, statt das Laufwerk, wie es normalerweise funktionieren würde, den defekten Sektor sofort neulesen zu lassen, damit möglichst vieles noch gerettet werden kann. Der Extended SMART Test führt Last auf die Mechanik, ohne zur Image-Erstellung beizutragen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass man dann 0,0 % des Images fertig bekommt, bevor die HDD entgültig nichts mehr macht.

Make no mistake, es besteht in solchen Situationen die Möglichkeit, dass die HDD bereits in einem irreparablen Zustand ist und das Abfallen des Kopfes vom Arm nur noch eine Frage der Anzahl der Kopfschwingungen ist.

Wenn das Image von ddrescue fertig erstellt ist - dann und erst dann kann man den Extended test starten, um zu gucken, ob der Datenträger nach dem Neuzuweisen der Blöcke noch in einem benutzbaren Zustand ist. Dafür lässt man den Extended Self test dann mehrere Male durchlaufen, und schaut, ob sich die Anzahl der neuzugewiesenen Sektoren mit jedem mal noch weiter erhöht oder stabil bleibt. Wenn sie sich konmtinuierlich weiter erhöht, hängt der Schreib-Lese-Kopf schon im Wackelmodus und die HDD ist Toast.
 
MountWalker schrieb:
Wenn die Aufhängung der Köpfe bereits irreparabel beschädigt ist, ist es wichtig, ddrescue so schnell wie möglich zu starten,
Deine Meinung.
Erster Schritt bei Datenrettung ist immer ein Sektor-für-Sektor-Imagebackup.
Danach kann man ruhigen Gewissens einen Extended Smart Test laufen lassen.

Bei Laien mit Linux-Kommandozeilen-Tools zu kommen ist noch mal eine anders Sache.
 
mchawk777 schrieb:
Sektor-für-Sektor-Imagebackup.
Wenn man eine Minitool-Lizenz kauft, macht man das und muss sich nicht um "oh hilfe, die Kommandozeile bringt mich um" kümmern.
 

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