News Dell: „Erwarten Sie nicht viele AMD CPUs in unseren Produkten“

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#41

rg88

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#42
fehlende Dockingstations find ich aber keinen echten Grund dagegen USB C geht schneller und ist dazu wesentlich sicherer... bei den Dockingstations verbiegen immer irgendwelche PINS...
Was habt ihr bitte für Anwender? :freak: Ich habe in den letzten 12 Jahren keine einzige Dockingstation tauschen müssen wegen defekter Pins, obwohl die Geräte mehrfach töglich ein und ausgesteckt werden. Egal ob HP, Dell oder Fujitsu. (und ich rede von hohen dreistelligen Zahlen. Typsiche Einsatzdauer ist 5 Jahre für den Laptop. Wenn die Dockingstation kompatibel ist mit dem Vorgängermodell wird diese beibehalten und entsprechend doppelt so lange genutzt).
Wenn was defekt ist, dann hat jemand Kaffee oder ähnliches reingeschüttet (in die Dockingstation oder den Laptop in eine entsprechende Pfütze gestellt) oder normaler Verschleiß bzw. technischer Defekt. Aber verbogene Pins hab ich dabei noch nie gesehen.

Abgesehen davon: Eine Dockingstation ist viel sauberer: Kein Gefummel mit dem Kabel einstecken. Alle permanant angesteckten Peripheriegeräte lassen sich sauber und ordentlich anschließen und die zugehörigen Kabel dauerhaft verlegen. USB-C-Dockingstationen sind ein Notbehelf, weils billiger ist.
Abgesehen davon ist eine USB-C-Station keine Dockingstation, sondern nur ein Port-Replicator.
Eine Kensington-Schloss-Sicherung lässt sich auch nur bei einer echten Dockingstation sicher verwenden.
 
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#43
Echt jetzt, "Hardware-Experte"?!

Das ist echt hart. Die Berichterstattung über DELLs AMD Politik mit diesem Tweet zu würzen und einen ehemaligen Mitarbeiter (CPU-Architekt!) von Intel (1997-2017) so zu bezeichnen ist.. wow. Keine Ahnung, da fehlen mir die Worte.

Ich hab da noch ein schönes Zitat von dem Hardwareexperten:

HW-E.png

;)
 

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#46
Waren groß. In der Praxis wird bei neuen Ausschreibungen bzw. großen Austauschaktionen bevorzugt HP genommen. (was ich beobachtet habe die letzten 2 Jahre. Sehr massiv nimmt der Dell-Anteil ab)
Japp, sehe ich auch so. Sie waren schließlich mal der größte. Aber unwichtig sind sie noch nicht, schon aufgrund ihrer laufenden Verträge.
Ergänzung ()

Nehmen wir an du hast begrenzte Kapazitäten wie AMD und kannst effektiv nur an 2 von 3 Hersteller liefern, an Lenovo (20% Marktanteil), HP (20% Marktanteil) oder DELL (15%+sehr Intelfreundlich). Da würdest du anstelle von AMD deine Ressourcen auf DELL lenken? Wohl eher nicht.
HP und Lenovo verkaufen seit langem AMD. Wichtig ist es neue Kunden zu gewinnen und das gelingt über eine breitere Produktpalette. Wenn ich bedenke wie schlecht die HP-Produkte mit AMD waren, obwohl die CPUs nicht übel waren.

Abgesehen davon kann AMD immer mehr CPUs herstellen, wenn sie wollen. Das wird immer sehr gern vergessen.
 
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fdsonne

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#47
Edith:

Anandtech hatte schon vor ner halben Ewigkeit einen Test zu Epyc, der übrigens sehr ausführlich war, geliefert.
Gerade bezogen auf Bereiche, bei denen selbst Intel zugibt, dass Epyc schneller als vergleichbare Intels ist:
"Nevertheless, it is interesting to see that Intel admits that there are quite a few use cases out there where AMD has an advantage. The AMD EPYC has a performance per dollar advantage in webserving and Java servers, for example."
Und jetzt rate mal was "webserving" und "Java servers" mit "synchronized heavily threaded workloads" zu tun hat...

Ich mein - Kritik an Aussagen ehemaliger MA von Herstellern ggü ehemaligen Konkurrenten ist sicher nicht verkehrt, nur warum kritisierst du und bringst selbst dann noch die Betätigung?
Webserver Load liegt Epyc doch sehr gut - das sind halt viele viele unabhängige kleine Aufgaben. In anderen abhängigen Aufgaben hindern dich die NUMA Nodes in der Anzahl von 4x pro CPU bei Epyc vs. 1x bei Intel maßgeblich an der Skalierung.


PS: du sprichst VMs an, gerade dort ist das äußerst zwiegespalten. 8x NUMA Nodes im Dual Epyc bedeuten optimalerweise max. 1/8tel des RAM und CPU count pro VM oder eben möglichst viel NUMA awere Software. Hast du diese nicht, zwingst du den Traffic durch die IF und läufst in Limits.
Bei 8x Nodes ist das im Extremfall noch schlimmer als bei gängigen Gamerbenches auf TR zwischen UMA und NUMA Mode. (2x Nodes) Rate mal warum der NUMA Mode dort meist schneller ist?? -> das OS versucht die Last auf einem Node zu halten. Der Rest liegt fast brach oder macht was abseits der gebenchten Software.

Was für AMD im Serverumfeld noch erschwerend hinzu kommt - kleinere bis mittelgroße Unternehmen tauschen Hardware meist nicht komplett, Virtualisierung ist mittlerweile gängige Praxis und ein Vendor-Mischbetrieb funktioniert in 2018 wie schon in 200x schon eher schlecht als Recht.
Auch fehlt im Portfolio irgendwie abseits HighEnd solide Brot und Butter Hardware, da die abgespeckten Modelle trotzdem auf 4x Nodes setzen. Die Limits bleiben also. Bspw. 512GB RAM in den Host damit ne 32GB Exchange Server VM nicht massiv IF Traffic verursacht ist nun nicht so ultra schön für den Geldbeutel. Selbst 1P Systeme wollen dann noch 256GB...

Mal schauen was AMD draus macht in Zukunft.
 

Ex4mp1e

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#48
Schade, dass er über die Gestaltung seines Portfolios überhaupt keinen Einfluss hat.

"Wir fangen an DELL-AMD-Systeme zu produzieren, sobald wir genug DELL-AMD-Systeme verkauft haben" oder wie?
Jain. Ich denke mit "Produkt-Portfolio" sind eher verschiedene CPU-Modelle gemeint.
Und wenn wir jetzt einfach mal ganz stumpf bei z.B. Alternate nach Desktop-CPUs suchen, finden wir 81x Intel und 53x AMD.
Im Serverbereich sogar 136 zu 37.
Klar, da sind vielleicht noch alte Architekturen dabei, verschiedene Ausführungen, bla bla.
Aber man sieht halt trotzdem ein deutlich breiteres Produktportfolio auf Intels Seite.

Ob man da als DELL-CTO deswegen jetzt groß rumtönen muss, dass Intel so viel besser als AMD sei, dazu will ich mich nicht wertend äußern, aber zumindest die Aussage des breiteren Portfolios muss ich Roese zugestehen.
 

rg88

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#49
Japp, sehe ich auch so. Sie waren schließlich mal der größte. Aber unwichtig sind sie noch nicht, schon aufgrund ihrer laufenden Verträge.
Jepp, absolut richtig. Aber so Verträge gehen 3-5 Jahre. Dann wird ein Großteil der Hardware aussortiert und neu angeschafft. Und diese Periode sehe ich seit letztem Jahr verstärkt. Da wird kaum noch Dell genommen bei Neuverträgen. Eben weil HP schlicht das bessere Angebot hat. Fujitsu hat auch noch ein überzeugendes Portfolio. HP gewinnt dann meist durch die Erfahrung mit den langlebigeren Monitoren und weil sie Drucker auch selbst fertigen.
 
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#50
@FoooBar:

Sehr qualifizierter Beitrag, trägt wirklich viel zur Diskussion bei.

@rg88:
Ja, wir dienen ja im Großhandel auch teilweise als Retailer für HP, Dell und Lenovo. Dell bewirbt seine Produkte seit letztem Jahr zwar sehr aggressiv, oftmals entscheiden sich (zumindest bei uns) die Kunden für HP. Diese bieten eben alles aus einer Hand und haben ein deutlich größeres Portfolio, wo die Kunden teilweise selbst über die Hardware entscheiden können.
 

rg88

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#51
Ob man da als DELL-CTO deswegen jetzt groß rumtönen muss, dass Intel so viel besser als AMD sei, dazu will ich mich nicht wertend äußern, aber zumindest die Aussage des breiteren Portfolios muss ich Roese zugestehen.
Hast du in deiner zwei minütigen Studie auch Tray und boxed zusammengerechnet oder ist das für dich ein unterschiedliches Produkt?

Zudem:
https://www.computerbase.de/2018-02/intel-coffee-lake-celeron-pentium-core-april/
Wenn man sich diese Abstufung der Produkte anschaut bekommt man schon ein großes Fragezeigen in den Augen, warum genau diese minimalen Unterschiede nun ein jeweils eigenständiges Produkt darstellen sollen :freak: Der Preisabstand ist auch minimal. Ein Drittel der Modelle könnte man hier getrost wegstreichen, ohne, dass irgendjemand etwas vermissen würde.
 
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#52
"...aber die Lücke zwischen beiden in Bezug auf Marktanteil und Anwendungsfälle sei weiterhin enorm. Das Portfolio von Dell werde sich deshalb nicht stark verändern."

"Wir fangen an DELL-AMD-Systeme zu produzieren, sobald wir genug DELL-AMD-Systeme verkauft haben" oder wie?
Besser hätte ich das nicht sagen können.
Die warten, bis AMDs Marktanteile steigen um dann Systeme mit AMD auf den Markt zu bringen ? Naja...
 

Ex4mp1e

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#53
Hast du in deiner zwei minütigen Studie auch Tray und boxed zusammengerechnet oder ist das für dich ein unterschiedliches Produkt?
Ich hab doch geschrieben: "Klar, da sind vielleicht noch alte Architekturen dabei, verschiedene Ausführungen, bla bla.
Aber man sieht halt trotzdem ein deutlich breiteres Produktportfolio auf Intels Seite."
Hab sie nicht zusammen gerechnet, aber beachtet. Also quasi.

Zudem:
https://www.computerbase.de/2018-02/intel-coffee-lake-celeron-pentium-core-april/
Wenn man sich diese Abstufung der Produkte anschaut bekommt man schon ein großes Fragezeigen in den Augen, warum genau diese minimalen Unterschiede nun ein jeweils eigenständiges Produkt darstellen sollen :freak: Der Preisabstand ist auch minimal. Ein Drittel der Modelle könnte man hier getrost wegstreichen, ohne, dass irgendjemand etwas vermissen würde.
Klar sind das nur marginale Unterschiede. Aber das macht mMn eben eine breite Produktpalette aus, wenn man nicht gerade 20x das Rad neu erfinden kann/will.
Ob man das jetzt braucht? Wer weiß.
Ob Dell das haben will? Scheinbar.
 
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#54
Dass Dell Spendengelder im dreistelligen Bereich von Intel bekam und unter Umständen auch noch bekommt, ist ja nun wirklich kein Geheimnis mehr. Ich bin jetzt einfach mal vermessen genug um zu behaupten, dass das auch noch weiterhin passiert.

Dass AMD Zen Multithreading schlecht beherrscht ist schlicht und ergreifend eine Lüge. Ich kenne Testergebnisse von PostgreSQL Datenbanken auf AMD-Basis und die sehen nicht schlecht aus.

Zu sagen, dass Intel zum Stand X besser sei als AMD, ist genauso wie zu sagen, dass POWER besser ist, als das Spielzeug von Intel. Es stimmt, aber im Normalfall steht die reine Leistung nicht im Verhältnis zum veranschlagten Preis.
 
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#56
hah :lol: dann scheiden sie sich in eigene bein. viele wünschen sich auch produkte mit amd cpus. verstehe nicht was dagegen spricht. man kann doch beides anbieten. als produkte hersteller würde ich das auch machen.

"Auch AMDs neue CPU-Prozessor-Reihe Epyc, basierend auf der Zen-Architektur, die der Konzern Mitte des letzten Jahres veröffentlicht hatte, sieht Dell somit nicht auf Augenhöhe mit Intels Prozessoren."

ach sowas. die tests sagen aber was anders. hat dell scheuklappen angesetzt oder schmiergelder von intel bekommen?!
 
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xblax

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#57
Was habt ihr bitte für Anwender? :freak: Ich habe in den letzten 12 Jahren keine einzige Dockingstation tauschen müssen wegen defekter Pins, obwohl die Geräte mehrfach töglich ein und ausgesteckt werden. Egal ob HP, Dell oder Fujitsu. (und ich rede von hohen dreistelligen Zahlen. Typsiche Einsatzdauer ist 5 Jahre für den Laptop. Wenn die Dockingstation kompatibel ist mit dem Vorgängermodell wird diese beibehalten und entsprechend doppelt so lange genutzt).
Wenn was defekt ist, dann hat jemand Kaffee oder ähnliches reingeschüttet (in die Dockingstation oder den Laptop in eine entsprechende Pfütze gestellt) oder normaler Verschleiß bzw. technischer Defekt. Aber verbogene Pins hab ich dabei noch nie gesehen.

Abgesehen davon: Eine Dockingstation ist viel sauberer: Kein Gefummel mit dem Kabel einstecken. Alle permanant angesteckten Peripheriegeräte lassen sich sauber und ordentlich anschließen und die zugehörigen Kabel dauerhaft verlegen. USB-C-Dockingstationen sind ein Notbehelf, weils billiger ist.
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Naja eigentlich ist USB-C für Docking schon gar nicht so verkehrt. Alle Peripheriegeräte kommen an den USB-Hub am Monitor und der Laptop wird dann mit nur einem USB-C Kabel zum Monitor verbunden. Darüber läuft dann Displayport, Ladestrom, USB, Audio etc. Bis auf Kensington Schlösser (wenn nötig) ist das von der Usability her nicht schlechter.

Die absoluten Vorteile sind aber, dass man jeden Laptop von jedem Hersteller theoretisch an jedem Arbeitsplatz docken könnte und auch die automatische Umschaltung zwischen Desktop und gedocktem Laptop müsste eigentlich möglich sein (wenn die Monitore das so implementieren).
 
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#58
Dell soll erstmal vernünftige Notebooks bauen, die Qualität stinkt etwas und Kühlleistung ist so schlecht dimensioniert dass man Nasenklammern oder eine Unfähigkeit zum schmecken benötigt.. Außer man nimmt gleich nen Precision.
 
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HP und Lenovo verkaufen seit langem AMD. Wichtig ist es neue Kunden zu gewinnen und das gelingt über eine breitere Produktpalette. Wenn ich bedenke wie schlecht die HP-Produkte mit AMD waren, obwohl die CPUs nicht übel waren.

Abgesehen davon kann AMD immer mehr CPUs herstellen, wenn sie wollen. Das wird immer sehr gern vergessen.
Grundsätzlich stimme ich zu. Jedoch verkauft DELL z. B. Notebooks mit AMD CPUs, allerdings noch alte Stoney Ridges. Es werden bei den aktuellen DELL Intel Notebooks auch AMD GPUs verbaut.
Eigentlich ist AMD bei DELL schon vertreten, jedoch nicht mit RavenRidge, dem m.M.n. konkurrenzfähigsten Produkt überhaupt.

Bzgl. eines größeren Absatzes an CPUs bin ich mir nicht sicher welche Kapazitäten AMD da tatsächlich bereitstellen kann. Natürlich nicht annäherend so viel wie Intel.
Bei den Desktop Prozis ohne iGPU vermutlich höhere Kapazitäten und bei den APUs + Mobile aufgrund der VEGA iGPU vermutlich deutlich weniger. Und da muss man eben schauen an wen man das Bisschen verkauft.
 
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#60
Wenn man den background der zu Wort kommenden beleuchtet ist der Artikel ein nettes Präsent an Intel - von einem Unternehmen das im Zusammhang mit Intel eine fette Kartellstrafe am Backen hat und einem ehemaligen und sicher gut abgefundenen Intel-Mitarbeiter. Der Schwabe würde sagen "des hat a G´schmäckle". Die Aussagen als solche mögen ja vielleicht sogar zutreffen - aber gemacht haben sie die Falschen.
 
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