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Denon PMA-560 Tonprobleme

Mopelt

Ensign
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Apr. 2015
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Hallo in die Runde,

ich habe mir bei Kleinanzeigen den Denon PMA-560 gebraucht gekauft um damit 2x Heco Music Style 800 zu betreiben.

Das Gerät ist natürlich Hornbein alt gewesen, hat aber beim Verkäufer funktioniert. Ich habe vor Inbetriebnahme das Gehäuse oben aufgeschraubt und die hohe, grobe Staubschicht mit einem sanften Pinsel entfernt und weggesaugt. Ich habe dann das Gerät in Betrieb genommen.

Nun zum Problem: Wenn ich das Gerät starte und etwas hören will, kommt erstmal nur ein verrauschter/verzerrter Ton auf einem der beiden/manchmal auf beiden Lautsprechern. Wenn ich dann etwas höher drehe an der Lautstärkeregelung kommt der "richtige" Ton und bleibt dann auch erstmal so. Wenn ich etwas länger in gleichbleibender Lautstärke höre, ist es aber auch so dass sich ein Lautsprecher dann manchmal wie ausschaltet bzw. wieder in den verzerrten "Modus" übergeht, bis ich die Lautstärke wieder erhöht habe. Auch habe ich das Phänomen, dass wenn ich den Balanceregler drehe, immer die linke Seite verzerrt/rauscht. Ich habe auch ein bisschen das Gefühl, dass nicht beide Lautsprecher gerade gleich laut sind, aber nur so 5-10%, dass man es kaum hört. Könnte auch dumme Einbildung sein.

Ich habe gelesen dass dieses Gerät auch wegen des alters selbst repariert werden könne, wenn das dran ist. Ich bräuchte eben nur hier aus der Runde die Expertise/Anleitung, was wie zu tun wäre. Ich kann auch Bilder schicken.

KI sagt übrigens folgendes:

  • Balance-Poti oxidiert
  • Lautstärke-Poti oxidiert
  • Lautsprecher-Relais verschmutzt
  • Kalte Lötstelle in der Endstufe
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Besten gehst Du damit zu einem Repairshop. Eventuell findet sich hier zwar jemand, der genau diese Geräte und deren speziell Macken kennt. aber sonst wird es nur auf allgemeine Tipps hinauslaufen. Die KI liegt da schon richtig.
Was hast Du denn dafür gezahlt? Lohnt sich der Aufwand?
 
Ich habe gebraucht das Gerät für 95 Euro geschossen, auch weil ich gelesen habe dass es trotz des alters ein gutes Gerät ist für mein Stereo Zweck. Beim Verkäufer laut aufgedreht hat natürlich alles funktioniert. Aber solche kleinen Macken bekommt man da natürlich nicht mit.
 
Ich würde die Potis erst mal mit Kontaktspray behandeln und sie dann mehrmals über den gesamten Einstellbereich drehen (bei ausgeschaltetem Amp).
Wenn das nix bringt, entweder Potis selber tauschen oder vom Profi (oder Reparaturcafe, falls es etwas passendes in deiner Region gibt) begutachten lassen.
 
@kartoffelpü Ich würde heute Abend ein Foto von dem geöffneten Gerät machen und hier rein stellen, damit ich weiß wo ich was reinsprühen soll :D

Reparaturcafe, noch nie gehört, muss ich gleich mal schauen in Erfurt.
 
Mopelt schrieb:
Beim Verkäufer laut aufgedreht hat natürlich alles funktioniert. Aber solche kleinen Macken bekommt man da natürlich nicht mit.
Dann könnte der Verkäufer Dich also auch bewusst getäuscht haben und Du könntest da noch mal vorstellig werden. 95€ finde ich da schon recht teuer für ein Gerät aus den 90ern mit offensichtlichen, altersbedingten Mängeln.
 
Mopelt schrieb:
Nun zum Problem: Wenn ich das Gerät starte und etwas hören will, kommt erstmal nur ein verrauschter/verzerrter Ton auf einem der beiden/manchmal auf beiden Lautsprechern.
Da sind entweder Elkos, oder die Potis fertig.
Hatte mal einen Sub der nach dem Einschalten gebrummt hat, und erst als er "warm" war, kam der Sound klar.

kartoffelpü schrieb:
Ich würde die Potis erst mal mit Kontaktspray behandeln
Kontaktspray ist immer ein zweischneidiges Schwert.
Viele dieser Mittel enthalten Säuren die die Potis über Zeit weiter schädigen.
Mopelt schrieb:
KI sagt übrigens folgendes:

  • Balance-Poti oxidiert
  • Lautstärke-Poti oxidiert
  • Lautsprecher-Relais verschmutzt <- Relais sind irR. eingegossen
  • Kalte Lötstelle in der Endstufe
Und das kann ich aus Efahrung mit meinem Technics SU-VX700 auch bestätigen. Habe jedes dieser Probleme bei diesem Amp bereits erfolgreich gelöst, allerdings mit Isopropanol oder Tausch der Potis. Der letzte Schritt waren die gebrochenen Lötstellen an der Rückseite des Amps die ich nachgelötet habe.
 
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Incanus schrieb:
Dann könnte der Verkäufer Dich also auch bewusst getäuscht haben und Du könntest da noch mal vorstellig werden. 95€ finde ich da schon recht teuer für ein Gerät aus den 90ern mit offensichtlichen, altersbedingten Mängeln.
Habe das leider über Kleinanzeigen BAR gekauft und der Typ (der hate TOP Zufriedenheit etc) hatte irgendwas in seinem Verkauftstext einen Standardtext mit "Gewährleistungsausschluss wird anerkannt bei Privatverkauf". Daher glaube ich nicht dass ich da irgend einen Anspruch noch hätte.
 
@Mopelt Du hast leider nicht geschrieben wie viele Eingänge du an dem Amp benötigst oder wie viele Quellen du anschließen möchtest, aber falls du keine Raumbeschallung, sondern Nahfeld (am Schreibtisch zBsp.) nutzt, wäre ein anderer Amp eventuell eine überlegung wert. Verstehe aber auch wenn man mehr auf analoge Technik mit wärmerem Klang setzt. :)
 
@coxon Hallo,

meinen PC habe ich über Klinke zu 2x Cinch an den Verstärker angeschlossen. Mehr soll da nicht dran. Auch kein Sub, da die Hecos tief genug spielen und ich durch den Denon eigentlich auch noch genug Reserven hätte wenn er richtig funktionieren würde.

Die Hecos stehen etwa 1,5 Meter von mir am Schreibtisch entfernt. Nicht optimal das weiß ich selbst. Aber manchmal halte ich mich im Hinterraum auf.
 
Mopelt schrieb:
Heco Music Style 800
Das sind aber auch Schmuckstücke, daher verstehe ich auch die Positionierung, macht Sinn. In diesem Fall wäre der Fosi vermutlich etwas zu klein für eine lautere Beschallung, sollte aber in deinem Fall genug Leistung für Medienkonsum bieten. Überlege dir, ob du dieses (verhältnissmäßig) kleine Investment als Übergangslösung probieren möchtest, oder doch auf eine etwas bessere Class-D Lösung setzen möchtest.

Ich hab hier ein umgebautes Pärchen Yamaha NS-G 20 mit Visaton Bass-Mittelton, Westfalica Technica Titanhochtöner und DIY-Weiche auf 8 ohm, und der Amp haut anständig Lautstärke raus. Bestimmt gibts aber Modelle die für deine Zwecke besser geeignet sind.
 
Ich habe in meinem TV Setup jetzt einen Argon Audio SA1 mit 2 Yamahas NS-555 und einem Klipsch RSW-12.

Ich hatte mich belesen dass der Argon für die Hecos nicht optimal wäre, weswegen ich zu einem "echten" Verstärker tendiert bin.
 
Mopelt schrieb:
Ich hatte mich belesen dass der Argon für die Hecos nicht optimal wäre
Könntest du das etwas näher erläutern? Von der Leistung her oder etwas anderem?
 
@coxon Einfach vom basslastigen Klangbild und den Leistungsreserven her. Ich hätte sowieso einen zweiten Verstärker gebraucht wegen des zweiten TV Setups, und dachte mit einem richtigen Stereoverstärker mache ich nichts falsch.
 
Mopelt schrieb:
dachte mit einem richtigen Stereoverstärker mache ich nichts falsch.
Hast du auch nicht. :)
Haken bei den 20-30 Jahre alten Geräten sind die, die deine KI-Suche bereits erwähnt hat. Elkos, Potis, Lötstellen, sonstige Kleinteile, Dioden, Widerstände.

Mein SU-VX wäre ein guter Match für deine Hecos, allerdings gebe ich meinen nicht her. :D
 
Dann muss ich mich wohl jetzt mal umschauen wie ich mein Problem löse. Der Verkäufer reagiert eben auch nicht bzw. denkt wohl dass der durch diesen Satz bei Kleinanzeigen raus wäre.

Muss ich mir überlegen ob ich das selbst repariert bekomme oder hier in Erfurt die 100 Euro ausgeben muss.

Was ich mir auch noch überlege, ob ich noch einen internen DAC in den PC einbaue, jetzt ist es eben direkt mit Klinke vom Mainboard verbunden (Gigabyte Gaming Z690).
 
Ich poste heute Abend mal ein Bild vom Innenleben, vielleicht sieht man da ja schon irgendwas grobes.
 
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Ein Video vom Fehlerbild wäre ganz nützlich, so lässt sich ein fertiger Poti besser beurteilen.
 
Mopelt schrieb:
Was ich mir auch noch überlege, ob ich noch einen internen DAC in den PC einbaue, jetzt ist es eben direkt mit Klinke vom Mainboard verbunden (Gigabyte Gaming Z690).
Intern würde ich da nichts verbauen. Zum Einen hat das Board schon einen sehr tauglichen Audio-Chip (Realtek® ALC1220-VB) zum Anderen kann man die Vorteile eines anderen DAC eher mit einem externen Gerät ausschöpfen.
 
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