Sammelthread Der Plattenspieler- und Vinylthread

@Viper_780
Zieh mal 265er Michelin PilotSport 5 auf den Mazda 2 mit 100 PS. Die Reifen sind über jeden Zweifel erhaben, aber wenn am Fahrzeug nicht ein paar andere Dinge mitspielen, hat man davon rein gar nichts.

Wenn ich letztlich mit eher durchschnittlichem Dreher, VV, weniger gut gemasterten Platten etc. arbeite, dann bringt mir auch der teuerste Tonabnehmer nichts.

Ich würde z.B. behaupten, dass du den Unterschied einer Half Speed Mastered Brothers in Arms gegenüber einer herkömmlichen, günstigeren Pressung mit einem weniger guten Vorverstärker gar nicht in Gänze wahrnehmen würdest.
 
Nichts hinkt so sehr wie ein Autovergleich - es tut mir leid aber das was du schreibst macht doch keinen Sinn. Hattest du in der Schule nicht etwas Physik?

Schön zu wissen was du über mich hältst und dass ich keine Pressungen unterscheiden kann. Weißt du überhaupt was ich für einen Vorverstärker besitze? (ich glaub hier hab ich nie darüber geschrieben)

Können wir wieder zu den Fakten kommen?
Von welchen Phono Pre sprechen wir? Was für eine Kapazität hat die Verkabelung und die Stecker zwischen Generator und dem Phonovorverstärker?
Wie korrigierst du die Fehler die bei einer einfachen Nadel entstehen zwischen Innen- und Außenseite der Rille? Wie kommst du zu den Informationen die Tiefer in der Rille stecken?
 
@Viper_780
Du warst nicht direkt damit gemeint, es war allgemein gesprochen. Es gibt also überhaupt keinen Grund, sich künstlich zu echauffieren, keine Sorge :) Ersetze das "du" halt durch ein "man" und beim "würdest" am Ende des Satzes lässt du die letzten zwei Buchstaben weg, damit's grammatikalisch passt. Dann sind wir hoffentlich alle wieder glücklich.

EDIT:
Wenn du der Meinung bist, dass man bestmögliche Nadeln auf nur mittelmäßige Plattenspieler an mittelmäßigen Vorverstärkern mit mittelmäßigen Verstärker-Lautsprecher-Kombinationen hängen sollte und damit dann auch nur mittelmäßig gepresste Platten hören sollte, dann ist das vollkommen okay und deine persönliche Meinung.

Nichts weiter, als dass die gesamte Kette wenigstens im Grunde aufeinander abgestimmt sein sollte, habe ich von Anfang an geschrieben.

Ich erspare dir erneute Autovergleiche, aber auch, wenn du es nicht wahrhaben willst: dort verhält es sich ganz genauso.

PS: Auch habe ich nie behauptet, dass du einen weniger guten Vorverstärker hättest oder überhaupt über deinen VV gesprochen. Ich habe echt keine Ahnung, was dir gerade für ne Laus über die Leber gelaufen ist, aber an mir soll's nicht liegen: ich entschuldige mich für all das Leid, das ich dir gebracht haben mag und gelobe Besserung.
 
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DJMadMax schrieb:
Ich kann nur weiterhin dazu raten, sich das System mal anzuhören, wenn man mal die Möglichkeit hat - gerne auf einem sehr einfachen Dreher mit ganz durchschnittlichem Verstärker-Lautsprechersetup dahinter. Gerade damit spielt die Goldring meiner Meinung nach ihr volles Potenzial aus, das auf besserem Ausgabeequipment nicht mehr nennenswert gesteigert werden kann.
Ich bin gerade wirklich am Überlegen, ob ich mir das Goldring mal zum Durchtesten kaufe, und danach wieder weiterverkaufe. So habe ich das mit CPUs und Grafikkarten ja auch schon gemacht, warum soll das nicht auch bei Tonabnehmern funktionieren? Mit einfachen Plattenspielern kann ich aber leider nicht dienen, neben dem Dual 704 habe ich noch einen Audio Technica AT-LP120X, der auch schon einen guten Tonarm mit kardanischem Tonarmlager und einen sehr laufruhigen Direktantrieb hat.

Ich würde das Teil allerdings mit meinen Testplatten auch objektiv bewerten, da mich diese blumigen Klangbeschreibungen bei Tonabnehmertests immer nerven. Man kann mit Frequenzgang, Abtastfähigkeit und Kanaltrennung so einen Tonabnehmer durchaus auch objektiv bewerten. Musiksamples kann ich ja trotzdem hochladen, wenn man die kurz hält, sollte das ja mit dem Urheberrecht klar gehen.

Viper_780 schrieb:
Wie korrigierst du die Fehler die bei einer einfachen Nadel entstehen zwischen Innen- und Außenseite der Rille?
Die Spurwinkelfehler gelten für aber für alle Nadeln, egal ob einfach oder fortgeschritten, denn die kommen von der Tatsache, dass die Lackfolien oder Kupferplatten tangential geschnitten, aber mit einem Radialtonarm auf einer Kreisbahn abgetastet werden. Diese Spurfehlwinkel sind nicht verantwortlich für die Verzerrungen im Innenbereich. Die komme von der höheren Informationsdichte, da der Rillenumfang einer Umdrehung rapide abnimmt, aber die gleiche Klanginformation reingestopft wird. Das ließe sich mit höherer Drehzahl kompensieren, daher gibt es ja auch 45 RPM. Verzerrungen durch tangentiale Spurfehlwinkel würden nicht linear ansteigen, da am Anfang der Plattenseite bereits eine Abweichung von der Nulllinie besteht, die zunächst bis zum ersten Nulldurchgang immer kleiner wird, danach wieder ansteigt, dann bis zum zweiten Nulldurchgang wieder kleiner wird, und erst nach dem zweiten Nulldurchgang stärker abweicht. Die meisten Schablonen haben den zweiten Nulldurchgang ausreichend weit innen, dass man damit jede herkömmliche Platte abspielen kann, ohne dass da hörbare Verzerrungen entstehen.
 
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Da ich immer noch mit dem Gedanken spiele, mir das Goldring zum Testen zu kaufen, habe ich jetzt in Vorbereitung auf den Cartridge-Shootout das Ortofon Vinyl Master Silver (international verkauft unter dem Namen Ortofon 540 MkII) vom AT-LP120X auf meinen Dual 704 ummontiert. Das kostet bei William Thakker inzwischen 475 €, ich habe es vor 8 Jahren noch für 360 € gekauft, aber selbst da war es quasi schon EOL. Das System hat wirklich einen richtig schön ausbalancierten Klang, knackige Bässe, klare Höhen, aber ohne Midrange zu opfern, dadurch kommen Stimmen wirklich richtig schön plastisch rüber, da patzen die Audio Technicas immer ein wenig. Frequenzgang geht auch quasi linear bis 20 KHz, ohne die für MM-Systeme so typische Resonanzglocke. Man liest oft, dass ein so ausgewogener Frequenzgang sonst nur bei MC-Systemen zu finden ist.

Generell spielt es auch schön verzerrungsarm, nur ab und zu rutscht dem Silver doch der ein oder andere leicht unsaubere S-Laut durch, ich war auch damals nach dem Kauf deshalb schon ziemlich enttäuscht. In einer idealen Welt würde man die exzellent trackenden Nadeln der Audio Technicas mit dem Ortofon-VM-Generator kombinieren. Alles nicht so einfach.
 
Schade, dass Shure sich verabschiedet hat von den Abtastsystemen. Meine persönliche Referenz ist immer noch das alte V-15 V.

Hyperelliptischer nackter Stein, Beryllium-Träger, 0.75g Auflagekraft.

Mittlerweile nur noch ein letztes davon haben wir im Schneidstudio noch im Einsatz. Damit werden nur noch punktuell Lackfolien abgetastet, oder ab und zu mal eine reklamierte TP. Wenn ein Schnitt selbst unterm V-15 zerrt, dann und nur dann ist er wirklich zu heiß :)
 
Nihil Baxxter schrieb:
Wenn ein Schnitt selbst unterm V-15 zerrt, dann und nur dann ist er wirklich zu heiß :)
So soll es sein, ich würde mir wünschen, mehr moderne Platten wären so geschnitten. Bei vielen, die ich mir zuletzt gekauft hatte, hatte ich das Gefühl, dass die so geschnitten sind, dass sie auch in billigen Keramiksystemen nicht verzerren, super dumpf und nochmal De-Esser drauf. Aber vielleicht liegts auch an meinem Musikgeschmack, das waren alles Platten des Labels New Retro Wave.
 
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Ja das kommt halt immer auch aufs Produkt und oder den Kunden an, wieviel Sicherheitsmarge man da einbaut.

Wenn eine Platte eher für die breite Masse gedacht ist, dann ist man schon gut beraten beim Schnitt nicht ganz so weit in den Grenzbereich des Machbaren rein zu gehen, denn mit "auf einem 500€ System zerrt es aber nicht" kann man dann nur bedingt argumentieren.

Es gibt Platten von mir, da wurde trotz mehr als locker realisierbaren 45rpm auf 33rpm bestanden, entgegen der ausdrücklichen Empfehlung, weil es der Käuferschicht nicht zugemutet wurde, auf 45rpm umzuschalten.

Viele moderne Platten limitieren aber auch allein schon aufgrund der Spielzeit. Bei 23min Viereck pro Seite stellt sich weniger die Frage, wie laut es kann, sondern eher wie leise es muss.
 
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