Sammelthread Der Plattenspieler- und Vinylthread

DJMadMax schrieb:
Und wie so oft werfe ich die immer wieder unterschätzte Goldring 1006 ins Rennen, die sich vor einer Ortofon Blue nicht verstecken muss.
Das günstigste was ich jetzt auf die Schnelle für ein Goldring 1006 gesehen habe, waren 239€ (System und Nadel). Sorry, aber über 200€ für ein System mit nackter elliptischer Nadel ist einfach Too Much.
Selbst Ortofon, die ja nun auch gut zulangen, ruft für ein 2M Blue System "nur" um die 180€ auf.
SonyFriend schrieb:
Mein CS 418 hat mich ja nur 250€ gekostet, ein 2M Blue kostet mindestens.150€, da frage mich ob es das 'wert' ist.
Da mußt ja nur die Nadel tauschen. Eine 2M Blue Nadel bekommst du ab 125€.
Ob dir der bessere Klang der Blue den Preis wert ist, kannst nur du alleine entscheiden.
Ich würde sagen ja.
 
DaBas schrieb:
Sorry, aber über 200€ für ein System mit nackter elliptischer Nadel ist einfach Too Much.
Selbst Ortofon, die ja nun auch gut zulangen, ruft für ein 2M Blue System "nur" um die 180€ auf.
Deiner Analogie nach müsste jede Nadel, egal was sie kostet, exakt gleich klingen, wenn der Schliff identisch ist.

Der extrem warme und voluminöse Klang spricht aber ganz klar für die Goldring. Der Preis ist vollkommen gerechtfertigt und ich kenne auch niemanden, der sie bisher gehört oder dein eigen genannt hat und etwas anderes behauptet.

EDIT:

Das fassts eigentlich perfekt zusammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DJMadMax schrieb:
Deiner Analogie nach müsste jede Nadel, egal was sie kostet, exakt gleich klingen, wenn der Schliff identisch ist.
Nein, das nicht, wobei die Klangfarbe eher vom Generator als von der Nadel selber kommt, aber einem elliptischen Schliff sind physikalische Grenzen gesetzt. Du kannst keinen elliptischen Schliff bauen, der die innerste Innenrille absolut perfekt abtastet, weil der Verrundungsradius der Nadel viel zu groß ist, um den extremen Rillenauslenkungen zu folgen. Man kann durch Politur, ganzer Diamant, Naturdiamant, Nadelträger, Nadelträgeraufhängung einiges optimieren, aber irgendwann limitiert immer der Verrundungsradius des elliptischen Schliffs. Dann brauchst du die schärferen Schliffe, um Verzerrungen und zischelnde S-Laute weiter zu verringern. Ich muss @DaBas zustimmen, das System ist einfach für diesen Schliff zu teuer, da wird eine richtig dicke Marge drauf sein.

Aber auch bei diesem Goldring 1006 handelt es sich ja nur um den Einstieg in die Serie, da kann man auch die Nadel vom Goldring 1042 draufstecken, das hat einen Fritz-Gyger-Super-Schliff. Damit dürfte schon deutlich mehr gehen.
 
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mario_mendel34 schrieb:
das System ist einfach für diesen Schliff zu teuer, da wird eine richtig dicke Marge drauf sein.
Wobei die 239€ ja der günstigste Preis ist.
Die meisten Händler rufen für das Systen zwischen 269€ und 279€ auf. Und das ist eben schon eine heftige Hausnummer für ein System, das nur einen nackten elliptischen Diamanten bietet.

Für das Geld bekommt man bei Audio Technica schon das VM540ML mit dem Microline Schliff. Rein von der Abtastung das bessere System. Aber eben auch einen ganz anderes Klangbild als das Goldring. Den kann man mögen oder aber eben auch nicht.

Von Goldring selber gibt es ab knapp über 300€ auch schon das 1012GX mit dem Gyger II Schliff, welches sich durch Nadeltausch zum Goldring 1042 upgraden läßt, welches zurzeit bei 385€ losgeht. Das sind dann aber schon Summen, wo man wirklich überlegen muß, ob man das wirklich ausgeben möchte. Ich höre nun wirklich viel Vinyl und habe entsprechend viel. Aber preislich ist das für mich dann doch schon zu viel. Auch wenn das 1042 sehr gute Kritiken aufgrund seiner guten Auflösung und dem warmen Klang bekommt. Aber 400 nur für ein System sind einfach eine Hausnummer. Zumal dann ja auch die entsprechende Kette mitspielen muß.
 
Wäre das eine einmalige Ausgabe, könnte man über solche Preise noch nachdenken. Aber die Nadel ist ja leider ein Verschleißteil. Beim VM95ML bin ich mittlerweile auf der 2. Nadel. Ich war 2019 sau froh, als die VM95-Reihe vorgestellt wurde, denn das VM540ML hat mir vom Klangbild überhaupt nicht gefallen, viel zu hell, und das Ortofon Vinylmaster Silver (aka 540 MkII) hat trotz Fritz-Gyger-Schliff schlechter abgetastet. Als ich damals das erste Mal mein frisch gekauftes VM95ML gehört hatte, ging für mich die Sonne auf.
 
Hängt stark vom Tonarm, der Positionierung, der gesamten Verkabelung und dem Vorverstärker ab.
Auch ist der Schliff nur ein Teil des Tonabnehmer. Die Aufhängung bzw Dämpfung, der Cantilever und der Generator spielen für die Tonalität und Eignung ebenfalls eine große Rolle.
 
Man kann aber selbst mit dem besten Tuning nicht erreichen, dass ein elliptischer Schliff so gut abtastet wie ein MicroRidge-Schliff. Das geht physikalisch einfach nicht. Ich hätte dieses Hobby schon in den 2010er Jahren aufgegeben, wenn ich nicht die besseren Schliffe für mich entdeckt hätte, weil mich die Verzerrungen der elliptischen Schliffe einfach genervt haben.
 
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Die teureren, hochwertigen Systeme sind ja schon insbesondere für extreme Modulation und oder anspruchsvolle Hörgewohnheiten die bessere Wahl, aber es handelt sich bei diesen Produkten auch nicht unbedingt um die kundenseitig vorausgesetzte Abtasttechnik auf die bei der Vinylproduktion abgezielt wird.
mario_mendel34 schrieb:
Du kannst keinen elliptischen Schliff bauen, der die innerste Innenrille absolut perfekt abtastet, weil der Verrundungsradius der Nadel viel zu groß ist, um den extremen Rillenauslenkungen zu folgen.
So ist es und die Physik kann man nicht überlisten aber "die innerste Innenrille" ist auch ein relativer Begriff.

Aus meiner Perspektive als praktizierender Vinyl-Schneiderling will ich damit sagen, dass diese engsten Abtastradien mit wirklich arg "gequetschter" Modulation nur bei extremen Spielzeiten bzw. Lautstärken wirklich unvermeidbar sind. Gute Schnitte sollten schon ganz bewusst nicht unnötig weit im Innenbereich enden, eben auch um eine möglichst breite Abtastkompatibilität zu erhalten (Obgleich es immer wieder mal Reklamationen gibt, weil die Platte dann "nicht voll aussieht").

Bei einer handelsüblichen modernen (also undynamischen) 20min Seite Rock/Pop lässt sich durch eine globale Pegelabsenkung von "nur" 1dB der Endurchmesser des Schnitts bereits um 1cm erhöhen. So opfern die äußeren Tracks zwar minimal Dynamik, aber der innerste Titel der Seite liegt dann ein gutes Stück weiter außen und zeigt so auch auf dem Fisher-Price-Dreher noch etwas Hihat und weniger Gefitschel auf den übertrieben spitz abgemischten S-Lauten.

Nur bei extremen Überlängen oder auf expliziten Kundenwunsch hin würde ich wirklich nah ans Etikett gehen, also in den Bereich rein wo wirklich nur noch nackte Feinschliffe in der Lage sind die Transienten einigermaßen sauber mitzufahren. Weiter außen auf der Platte und oder bei 45rpm ist der Unterschied zwischen bspw. grünem und rotem AT aber für die meisten wohl schon viel weniger ohrenscheinlich. Wie sehr man da den Unterschied wahrnimmt, das kommt natürlich immer aufs "Training" an.

Ist fast so ein bisschen wie beim Gaming, der eine "kann" nicht mehr unter RTX 4090 gehen, wenn er es einmal erlebt hat, anderen wiederum ist der eigene Anspruch den preislichen Kompromiss nicht wert. Beides total legitim.
 
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Es gibt auch schärfere Ellipsen, speziell wenn sie länglicher sind verzerren sie innen weniger.
Aber für mich nicht sonderlich relevant da ein Tangential Dreher sehr nahe am Schneidstichel ist und dadurch auch weniger verzerrt.

Technics hatte zb nichts schärferes als elliptische Nadel mit elliptisch 0,2 x 0,7.
Bin dann aber selbst mal auf Jico SAS gegangen. Aber keine 20h gespielt bis ich meine Dreher eingemottet habe
 
Viper_780 schrieb:
Es gibt auch schärfere Ellipsen, speziell wenn sie länglicher sind verzerren sie innen weniger.
Das stimmt, ich hatte mal eine hyperelliptische Nadel von Jico für das AT95, die war echt gut. War leider mal unaufwerksam und habe mir den Nadelträger verbogen. Aber in diesem Thread ging es die letzten Seiten ja um normale Ellipsen - 2M Red, 2M Blue, Nagaoka MP 110, Goldring 1006. Das ist Standard-Kost, mit der ABBA's Me and I oder Michael Jacksons Thriller ziemlich zerren würde (um nur mal 2 Beispiele aus meiner eigenen Plattensammlung zu nennen - ja, ich weiß, ziemlich Mainstream).

Viper_780 schrieb:
Aber für mich nicht sonderlich relevant da ein Tangential Dreher sehr nahe am Schneidstichel ist und dadurch auch weniger verzerrt.
Naja, der Grund für die Verzerrungen im Innenbereich wird durch den Tangential-Plattenspieler ja nicht behoben. Der behebt nur den tangentialen Spurfehlwinkel, der bei einem gut konstruierten Radialtonarm kein großes Problem ist. Aber die sehr hohe Informationsdichte im Innenbereich der Platte kann auch ein Tangential-Plattenspieler nicht lösen. Ich habe bei meinen Eltern selber einen Technics SL-DL5. Der braucht auch schärfere Schliffer, um Thriller sauber abzuspielen.😉
 
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Die Platte hab ich oft gehört, aber Verzerrungen hab ich nicht in Erinnerung. Evtl zu starke Trackingforce?
 
Die stelle ich mit einer digitalen Tonarmwaage ein, das kann ich ausschließen. Verzerren tut es aber auch eher bei zu wenig als zu viel Auflagekraft. Es sind ja nur meine Rundnadeln und elliptischen Nadeln, die am Ende dieses Tracks verzerren. Alle besseren Nadeln haben das bei mir ohne Verzerrungen geschafft: AT95 mit hyperelliptischer Jico-Nadel, AT440Mlb, AT-VM540ML, Ortofon Vinylmaster Silver, AT-VM95ML, AT-VM95SH.

Ein so dichter Musikmix mit generell schon sehr schwierig abzutastenden Vocals (Michaels dünnes Stimmchen wurde ja heftig processed) in der Innenrille - das geht mit normalen Ellipsen nicht. Vielleicht bist du da einfach nicht so empfindlich - mich macht das wahnsinnig.
 
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Nihil Baxxter schrieb:
Weiter außen auf der Platte und oder bei 45rpm ist der Unterschied zwischen bspw. grünem und rotem AT aber für die meisten wohl schon viel weniger ohrenscheinlich.
Besten Dank für deinen Einblick, hab die VM95E auch für meinen auf der Wunschliste und hab langsam schon angefangen zu zweifeln :D aber ich denke für den Aufpreis ist mein Setup dann auch einfach nicht mal ansatzweise Audiophil genug, noch dazu liegen bei mir quasi zu 99,99% „moderne“ Pressungen aufm Teller.
 
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mario_mendel34 schrieb:
Beim VM95ML bin ich mittlerweile auf der 2. Nadel. Ich war 2019 sau froh, als die VM95-Reihe vorgestellt wurde, denn das VM540ML hat mir vom Klangbild überhaupt nicht gefallen, viel zu hell.

Mir persönlich gefällt das 540ML gegenüber dem 95ML da besser. Genauso wie ich das 95SH dem 95ML vorziehe. Der Unterschied zwischen der 95ML und der SH ist jetzt nicht riesig. Aber im direkten Vergleich klingt die ML doch etwas stumpfer und dunkler. Das ist schon hörbar. Die Geschmäcker sind da halt verschieden.
Bei der 95ML bin ich auch bei der 2 Nadel. Die erste war nicht verschlissen, aber Aufhängung scheint hinüber zu sein, da sie komplett aufliegt. Stunden gespielt so um die 5-600 vielleicht.
Viper_780 schrieb:
Hängt stark vom Tonarm, der Positionierung, der gesamten Verkabelung und dem Vorverstärker ab.

Absolut richtig. Das System muß halt auch mit dem Tonarm harmonieren. Hatte zuerst die 95ML als auch die 95SH am Dual 621. Da war ich überhaupt nicht mit zufrieden. Insbesondere die SH klang da einfach nicht. Das klang kühl, nahezu emotionslos und flach. Zwar besser als die originale 242, was auch kein Kunststück ist, da die 242er ja auch nur eine gebondete Ellipse ist. Hab die Nadeln dann an den Telefunken TS 860 geschnallt. Da spielten beide Nadeln großartig auf. Was für ein Unterschied. Die Verkabelung ist an beiden Drehern noch die Originale mit DIN Steckern und auch keine DIN auf Cinch Adapter vorhanden.
 
Zu wenig Auflagekraft führt eher zu springen, zu viel zu Verzerrungen. Gerade für Verzerrungen bin ich extrem empfindlich und bei dem Track hab ich immer besonders gut hin gehört.

Üblicherweise mit dem 310MC oder einem EPC-P202C mit einfacher Ellipse gehört.
Sollte ich wieder eine rein analoge Anlage aufbauen werde ich darauf achten
 
Viper_780 schrieb:
Zu wenig Auflagekraft führt eher zu springen, zu viel zu Verzerrungen.
Nein, da liegst du falsch. Ich habe eine dhfi Nr. 2 mit dem berühmten Abtasttest. Bei weniger Auflagekraft fängt es früher an, zu verzerren. Das Erhöhen der Auflagekraft erhöht die Tracking ability. Erst, wenn der Nadelträger zu tief eintaucht und der Abtastwinkel dadurch überhaupt nicht mehr stimmt, gibt es wieder Probleme. Aber dazu muss man es auch wirklich übertreiben.

Ich könnte ja durchaus mal Musikbeispiele posten, ich weiß nur nicht, ob das hier konform mit Urheberrecht geht.

Es gibt allerdings auch extrem viele Pressungen von Thriller, ich habe eine frühe holländische Epic-Pressung. Vielleicht ist deine auch einfach nicht so hot geschnitten wie meine?

WhiteHelix schrieb:
Besten Dank für deinen Einblick, hab die VM95E auch für meinen auf der Wunschliste und hab langsam schon angefangen zu zweifeln :D
Das ist für den Anfang ein gutes System, lass dich da nicht irritieren. Zudem kannst du später auf die besseren Nadeln einfach durch Nadeltausch aufrüsten, die Systemkörper sind in der VM95-Reihe alle kompatibel. Sollte dir irgendetwas an Verzerrungen auffallen, was dich stört, kauf einfach die ML-Nadel und steck sie drauf. Das VM95E ist seit Jahrzehnten das beste Einsteigersystem am Markt, wenn ihr nur alle wüsstet, auf welcher Gurke ich zuerst Flohmarktplatten gehört habe - ich hätte einen guten Dreher mit VM95E mit Kusshand genommen.😂

DaBas schrieb:
Mir persönlich gefällt das 540ML gegenüber dem 95ML da besser. Genauso wie ich das 95SH dem 95ML vorziehe. Der Unterschied zwischen der 95ML und der SH ist jetzt nicht riesig. Aber im direkten Vergleich klingt die ML doch etwas stumpfer und dunkler. Das ist schon hörbar. Die Geschmäcker sind da halt verschieden.
Ja, ich bin extrem empfindlich, was Höhen angeht. Das VM540ML hatte selbst, wenn ich die Abschlusskapazität soweit reduziert hatte, wie es irgendwie ging, +4,5 dB bei 10 KHz. Das war mir einfach zu viel. Das VM95ML hat für mich exakt die richtige Dosis.
 
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DaBas schrieb:
Wobei die 239€ ja der günstigste Preis ist.
Die meisten Händler rufen für das Systen zwischen 269€ und 279€ auf. Und das ist eben schon eine heftige Hausnummer für ein System, das nur einen nackten elliptischen Diamanten bietet.
Und ich sage weiterhin, dass sie da jeden einzelnen Cent wert ist! Was die selbst aus einfachen Spielern rausholt, ist schon ne richtige Ansage.

Da könnte die auch nen Spiralkringelkackwurst-Schliff mit passend brauner Lackierung haben, es wäre mir vollkommen egal.

Klingen muss ne Nadel, gleichzeitig im Idealfall nicht allzu schnell abbauen und obendrein die Platten nicht nennenswert degradieren.

Aber das ist halt auch, wie mit meiner Gebraucht-Regallautsprecher-Standardempfehlung, die es für teils 30 Euro nachgeschmissen gibt, obwohl die es auch locker mit Neuware im Bereich von 500-1000 Euro aufnehmen können: ist immer erst vollkommen unmöglich und dummes Gewäsch, bis es dann doch einer wagt, dieses irre Geld (also die 30-50 Euro) auszugeben und dann kommt plötzlich nix mehr, weil man sich eingestehen muss, zuvor eventuell vollkommen engstirnig und voreingenommen argumentiert zu haben.

Habe ich schon unzählige Male erlebt und wird auch immer wieder geschehen.
 
DJMadMax schrieb:
Und ich sage weiterhin, dass sie da jeden einzelnen Cent wert ist! Was die selbst aus einfachen Spielern rausholt, ist schon ne richtige Ansage.
Um das einfach mal auszuprobieren, kostet mir das Goldring 1006 ehrlicherweise ein bisschen zu viel. Ich würde es gerne mal auf meine Testplatten, und auf normale Musikplatten loslassen. Vielleicht lasse ich es mir zu Weihnachten schenken, mal sehen.

DJMadMax schrieb:
Klingen muss ne Nadel, gleichzeitig im Idealfall nicht allzu schnell abbauen und obendrein die Platten nicht nennenswert degradieren.
Klang beiseite, Langlebigkeit und keine nennenswerte Degradierung von Platten bekommt man mit jedem MM-System, das ist auch der Konsens mehrerer Abnutzungsversuche auf Youtube. Die billigen Kofferplattenspieler mit Keramiksystemen und Auflagekräften bis 6 g degradieren nach 100 Abspielvorgängen die Platte hörbar, ein MM-System so gut wie gar nicht. Und egal, wie sehr man ein Album mag - ich glaube nicht, dass man für eine Platte auf 100 Durchläufe kommt. Darum braucht man sich wirklich keine Sorgen zu machen. Zumindest, wenn die Platten auch wirklich aus Vinyl sind. In den USA wurden ja haufenweise Singles mit Joghurtbechern gegossen.🤣
 
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mario_mendel34 schrieb:
In den USA wurden ja haufenweise Singles mit Joghurtbechern gegossen
In einem großen europäischen Presswerk werden mittlerweile auch Guss-Platten aus (Recycling-)PET angeboten. Offizielle Studien darüber, wie sich das klang- und abnutzungstechnisch vom gepressten PVC unterscheidet gibt's bisher nicht. Auf den ersten schnellen Eindruck wirkt's erst mal ziemlich gleichwertig. Das wäre auf jeden Fall ein prima Thema für eine eine Studien-Abschlußarbeit.
 
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mario_mendel34 schrieb:
Um das einfach mal auszuprobieren, kostet mir das Goldring 1006 ehrlicherweise ein bisschen zu viel. Ich würde es gerne mal auf meine Testplatten, und auf normale Musikplatten loslassen. Vielleicht lasse ich es mir zu Weihnachten schenken, mal sehen.
Ich wollte damit nicht sagen, dass ihr jetzt alle losstürmen müsst und euch unbedingt die einzig wahre Nadel, die ganz zufällig ich mein Eigen nenne, besorgen müsst. Du hast vollkommen Recht - einfach mal so zum Testen sind 250-300 Euro fernab dessen, was die meisten noch irgendwie als vertretbar ansehen würden.

Selbst als geplante Neuanschaffung ist es schwer, einen solchen Preis zu rechtfertigen, wenn man nicht irgendwo mal die Möglichkeit zum Brobehören mit möglichst identischem Equipment hatte und wenn dann nicht noch "grundlegende" Charakteristika mit einspielen, steht die subjektive Wahrnehmung und der "Pseudo-Klang" sowieso über dem, was letzten Endes tatsächlich aus dem Equipment herauskommt.

Ich kann nur weiterhin dazu raten, sich das System mal anzuhören, wenn man mal die Möglichkeit hat - gerne auf einem sehr einfachen Dreher mit ganz durchschnittlichem Verstärker-Lautsprechersetup dahinter. Gerade damit spielt die Goldring meiner Meinung nach ihr volles Potenzial aus, das auf besserem Ausgabeequipment nicht mehr nennenswert gesteigert werden kann.

Um dann z.B. von einer 2M Bronze zu profitieren, muss definitiv auch wieder der gesamte Rest der Kette überdacht werden.
 
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