Sammelthread Der Plattenspieler- und Vinylthread

mario_mendel34 schrieb:
das hat eine gebondete elliptische Nadel, der sind rein physikalisch in der Innenrille schon Grenzen gesetzt.
Alles richtig. Die elliptischen Ndeln der VM95 Serie, also die 95E und die 95EN lösen im Innenrillenbereich nicht mehr ganz sauber auf. Sie stoßen da an ihre Grenzen und fangen an zu zischeln. Hingegen ist das bei der ML und auch bei der SH Nadel nicht der Fall (sofern richtig justiert). Ich habe hier aber auch noch die VM 520EB. Also ebenfalls eine elliptisch gebondelte Nadel. Diese spielt deutlich besser als die elliptischen Nadeln der VM95 Serie. Kosten aber auch preislich das Doppelte der VM95E Systems. Soll heißen, auch elliptische Nadeln können gut abtasten. Oder anders gesagt: You get what you paid for.

DJMadMax schrieb:
In meinem Fall ist das hauptsächlich 70er und 80er Hardrock, Metal (auch neuer), aber auch tonal audiophiles Material von z.B. Yello oder entsprechend gemasterte Platten von Bernie Grundman und ähnlichen Konsorten.
Das höre ich ja nun auch sehr viel. Und mittlerweile ist es so, das ich Hardrock und Metallplatten vorzugsweise über die VM520EB abspiele. Vinyl von Yello, das durch die Bank weg fast immer sehr guten Pressungen sind, hingegen fast immer auf der VM95SH oder VM540ML. Oder auch Vinylscheiben von Schiller. Das klingt einfach verdammt gut. Eine elliptische Nadel fällt da deutlich zurück, das sie einfach nicht so fein auflösen können wie Nadeln mit ML oder Shibata Schliff.
 
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DaBas schrieb:
Soll heißen, auch elliptische Nadeln können gut abtasten. Oder anders gesagt: You get what you paid for.
Das stimmt zwar, aber selbst die beste elliptische Nadel wird nie so gut abtasten, wie ein guter Kontaktschliff. Man kann zwar durch gute Qualitätskontrolle, optimale Politur, richtige Wuchsrichtung des Naturdiamanten, optimaler Nadelträger etc. optimieren, aber irgendwann limitiert selbst bei der besten elliptischen Nadel immer der Verrundungsradius. Das Ortofon M20E war zwar besser als alle meine anderen elliptischen Nadeln, konnte aber der hyperelliptischen Jico-Nadel für das AT95 nicht das Wasser reichen.
 
@Armadillo5367
Ich will dir das nicht madigreden, aber bist du sicher, dass Vinyl für euer Szenario das richtige ist? Ich stelle das jetzt einfach mal so in den Raum.

Es geht euch nicht um die Akustik - kann es gar nicht, wenn man sich das Bild deiner Räumlichkeit sowie die jetzt getroffene Beschreibung bzgl. "tief in unserer Arbeit" dafür herannimmt.

Was spricht denn auch nur entfernt dagegen, eure JBL Partybox einfach weiterhin mit irgend einer x-beliebigen Youtube/Spotify/Whatever-Playlist zu füttern? Es is für euch vom Handling so viel einfacher, so viel günstiger und so viel sinnvoller.

Vinyl hört man ganz bewusst und in aller Regel nicht nebenher während der Arbeit oder während man Hausarbeit betreibt und schon dreimal nicht, wenn man nicht einmal annähernd im Stereodreieck sitzen kann, das bei euch zudem so klein ist,d ass eigentlich gar kein Spaß aufkommen kann.

Aber wie gesagt: ich wills nicht madigreden. Tut, was ihr nicht lassen könnt, aber ich sehe hier einfach überhaupt keinen Mehrwert für euren Einsatzzweck.
Ergänzung ()

DaBas schrieb:
Das klingt einfach verdammt gut. Eine elliptische Nadel fällt da deutlich zurück, das sie einfach nicht so fein auflösen können wie Nadeln mit ML oder Shibata Schliff.
Wenn sich die Möglichkeit ergibt, erweitere ich dahingehend definitiv mal meinen Horizont. Ich habe gerade gesehen, dass die Goldring 1006, die ja aktuell meine Haus- und Hofnadel für alles ist, ebenfalls elliptisch geschliffen ist.
 
Endlich wieder LP hören...
 

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Hey...
Welches Ortofon-System is' da montiert?
 
Zemblanity schrieb:
Sorry, ich hasse diese Gruppe.
So weit würde ich nicht gehen... aber klanglich empfinde ich es auch nicht zwingend als erstrebenswert, ne Beatles-Platte aufzulegen. Da gibts deutlich abgefahreneres Zeug, womit das Equipment auch mal gefordert wird :)
 
Zemblanity schrieb:
Und warum liegt da keine Platte auf dem Plattenteller? Leeres Cover eines Albums einer schrecklichen Band gekauft? :--P
Sorry, ich hasse diese Gruppe.
Das ist aber schon ziemliches Gatekeeping. Da hat sich @SonyFriend gerade einen neuen Plattenspieler gekauft, freut sich und möchte diese Freude im dazugehörigen Thread teilen, und stellt, damit das Setup nicht so nackig aussieht, eine Compilation-Platte einer Band, die die weitere Entwicklung des Classic-Rock-Genres nachhaltig beeinflusst hat, drauf, und die Reaktion ist sowas. Da wird er sich wahrscheinlich zweimal überlegen, zukünftig nochmal hier zu posten.

DJMadMax schrieb:
So weit würde ich nicht gehen... aber klanglich empfinde ich es auch nicht zwingend als erstrebenswert, ne Beatles-Platte aufzulegen.
Eine gut erhaltene frühe Pressung von Abbey Road klingt schon ganz vernünftig, das schreckliche Ping-Pong-Stereo davor ist allerdings wirklich furchtbar. Bei den meisten Beatles-Alben ist die Mono-Abmischung deutlich besser, aber die wurden außerhalb von England kaum veröffentlicht.
 
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Ich verstehe es nicht. Es freut sich ein User, das er endlich wieder Vinyl hören kann und dann wird hier über die Platte gemeckert. Die Musikgeschmäcker sind zum Glück nun einmal verschieden. Ich persönlich mag die Beatles auch nicht wirklich. Andere hingegen schon. So What ? Warum muß denn gleich darüber hergezogen werden ? Modern Talking z.B. wäre da schon ein ganz anderes Kaliber ;)

Das Ortofon 2M Red ist Standardkost. Gebondete Elipse. Für den (Wieder)Einstieg kann man da schon Musik mit hören. Mittelfristig würde ich aber über die Anschaffung des 2M Blue oder noch besser 2M Bronze nachdenken. Insbesondere letzteres ist deutlichst hörbar besser als das 2M Red. Aber leider Ortofon typisch recht teuer.

Der CS 418 ist ja das Einstiegsmodell von Dual (Dual GmbH, hat nichts mit der damaligen Dual und auch nichts mit der Fehrenbacher GmbH (inzwischen nach Verlust der Dual Lizenz insolvent) zu tun) und unterscheidet sich vom CS 518 nur im Tonarm, welcher beim 518 kardanisch gelagert ist, was einen leicht besseren Klang ergibt. Für den CS 418 werden neu knapp über 500€ aufgerufen. Für das Gebotene empfinde ich das zu teuer. Der 418 ist ja nur ein rein manueller Dreher. Am Plattenende wird hier noch nicht einmal der Tonarm angehoben. Auch wenn das Drumherum stimmig ist und ein brauchbares System mit recht guter Upgrademöglichkeit verbaut ist, sind über 500€ für solch minimalistische Ausstattung zu viel.
 
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Hmm, der Beitrag von @Zemblanity war wohl eher ironisch gemeint - da is' ja 'n angedeutetes Emoji bei. 🤷‍♂️

@DaBas: Du, laß MT in Ruhe! 😉​
 
500€ hab ich natürlich nicht gezahlt, sondern gebraucht die Hälfte.

Ich stand lange vor der Wahl, wieder in Vinyl einzusteigen, aber schlussendlich wollte ich nicht viel zahlen, da der Umfang meiner LP-Sammlung nur 2-stellig und darin keine audiophilen Highlights sind.
Ich besitze mehr (SA)CDs und DVD/bluray/UHDs, werde wohl wenig weitere LPs kaufen.

Der Dual ist es geworden, weil er in meinem Budget lag, in der Nähe abholbar und neuwertig ist.
Er ist umschaltbar auf einen eigenen Vorverstärker, falls Aktivboxen angeschlossen oder der Amp keinen Phono-Vorverstärker hat.

Das blaue Album war mein erstes gekauftes in den 70ern und lag jetzt auch als erste Scheibe wieder auf dem Teller.
 
Zuletzt bearbeitet:
DaBas schrieb:
Es freut sich ein User, das er endlich wieder Vinyl hören kann und dann wird hier über die Platte gemeckert.
Es ist aber, wie ich bemerkt hatte, gar keine Platte auf dem Plattenteller. Vielleicht gibt es ja einen Markt für leere Plattencover für all die Jungspunde, die Vinyl ganz toll finden. Was weiß ich denn? Ich bin alt und als ich meinen Musikgeschmack entwickelte, gab es nur 7"es, 10"es und 12"es. CDs kamen erst später.
Meine erste CD war übrigens diese: https://www.discogs.com/release/2886547-Kipper-Jones-Ordinary-Story
Discogs führt zwar auch eine LP-Pressung auf, aber die gab es damals dort, wo ich Platten kaufte, nicht.
Was meine erste Vinylschallplatte war, weiß ich nicht mehr. Vielleicht war's sogar irgendein Europa-Hörspiel (https://de.wikipedia.org/wiki/Europa_(Label))...ich habe wirklich keinerlei Erinnerung mehr daran. Wahrscheinlich war das alles so peinlich, dass ich das erfolgreich verdrängt habe.
 
SonyFriend schrieb:
Ich stand lange vor der Wahl, wieder in Vinyl einzusteigen, aber schlussendlich wollte ich nicht viel zahlen, da der Umfang meiner LP-Sammlung nur 2-stellig und darin keine audiophilen Highlights sind.
Das ist in der Tat nicht viel und dafür ist der Dreher auch völlig ausreichen.
Neuerscheinungen auf Vinyl kaufe ich auch kaum noch, weil die Preise dafür einfach völlig überzogen sind.
Dafür gehe ich auf Flohmärkten und schau dort nach gebrauchten Vinyl. Da finde ich meistens immer noch was, was auch preislich im Rahmen liegt. Wie das hier letzten Sonntag.

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DaBas schrieb:
Das Ortofon 2M Red ist Standardkost. Gebondete Elipse. Für den (Wieder)Einstieg kann man da schon Musik mit hören. Mittelfristig würde ich aber über die Anschaffung des 2M Blue oder noch besser 2M Bronze nachdenken. Insbesondere letzteres ist deutlichst hörbar besser als das 2M Red. Aber leider Ortofon typisch recht teuer.

Worin besteht denn der Unterschied der 2M Red zum Blue oder gar Bronze? Was passiert denn klanglich?
Ich muss gestehen, dass ich mich darin nicht eingelesen hab.
Mein CS 418 hat mich ja nur 250€ gekostet, ein 2M Blue kostet mindestens.150€, da frage mich ob es das 'wert' ist.
 
SonyFriend schrieb:
Worin besteht denn der Unterschied der 2M Red zum Blue oder gar Bronze? Was passiert denn klanglich?
Ich muss gestehen, dass ich mich darin nicht eingelesen hab.
Weniger Verzerrungen, vor allem zur Plattenmitte hin. Bei Schallplatten nimmt die Klangqualität konstant ab, je weiter man ans Ende der Seite kommt. Mit einem schärferen Nadelschliff kann man diesen Effekt etwas hinauszögern, aber nicht ganz beseitigen. Mit dem 2M Blue wird da aber noch nicht viel passieren, das ist genauso ein elliptischer Schliff wie beim 2M Red, nur als ganzer Diamant statt gebondet. Man bräuchte mindestens das 2M Bronze, das hat einen schärferen Schliff.

Ich habe in diesem Beitrag Klangbeispiele unterschiedlicher Nadelschliffe gepostet, zwar mit einem Audio-Technica-System, aber das kann man auch auf andere Tonabnehmer-Serien übertragen. Die Qualität des 2M Red sollte in etwa dem des AT-VM95E (evtl. etwas besser, aber nicht wesentlich) entsprechen.
 
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mario_mendel34 schrieb:
Die Qualität des 2M Red sollte in etwa dem des AT-VM95E (evtl. etwas besser, aber nicht wesentlich) entsprechen.
Das ist so ziemlich richtig. 2M Red gebondete elliptische Nadel, das AT VM95E ebenso. Das Gegenstück zum 2M Blue bei der VM95 Serie wäre die VM95EN. Der gleiche Nadelschliff für das VM95E, nur das die EN ein "nackter" Diamand ist. Ebenso wie das 2M Blue.

Bei gebondeten Nadeln ist der Diamant auf den Nadelträger aufgeklebt, während bei den "nackten" Nadeln der Diamant im Nadelträger eingefaßt ist. Dadurch klingen die nackten Nadeln etwas besser. Sie bieten etwas mehr Auflösung. Der Unterschied ist recht gering. Ob das den (bei der VM95 Serie) den fast 100% tigen Preisaufschlag rechtfertig, sei dahingestellt. Die 95E für ca.50€, die EN 100€. Ich meine nein.

Anders sieht das bei der 2M Bronze bzw. der VM95ML aus. Beides sind ebenfalls nackte Diamanten. Beide haben jedoch einen viel schärferen Schliff (MicroLine). Dadurch tauchen die Nadeln tiefer in die Rille ein und lösen deutlich besser auf. Das ist auch deutlich hörbar. Es werden Details hörbar, welche bei einem elliptischen Schliff nicht wahrnehmbar sind. Das ist ungefähr so, als wenn eine Orchester hinter einem dicken Vorhang spielt (elliptische Nadel) und dann ohne Vorhang.

Aber da du wie du sagtest nur sehr wenige Platten hast, lohnt ein Nadelupgrade kaum. Der Aufpreis ist da recht hoch. Und wirklich schlecht klingt ja das 2M Red (und auch die VM95E) nun auch nicht. Wenn du aber mal deine Scheiben mit einer ML Nadel gehört hast, möchtest du bestimmt nicht wieder zurück.
 
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DaBas schrieb:
[...] möchtest du bestimmt nicht wieder zurück.
Dann möchte er aber bestimmt auch 'nen anderen Dreher. 😉 Und mehr Vinyl. 🙋‍♂️
Aber so soll's ja sein, so entwickeln sich Leidenschaften. 😇
 
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Och....man kann auch mit recht einfachen Drehern sehr gut Musik hören. Sehe ich ja hier am Dual 505-3.
Ganz einfacher manueller Riemenmtriebler mit null Schnick-Schnack. Selbst mit der Werksnadel DN 165 klingt der nicht wirklich schlecht. Hab die DN 165 (aka Ortofon OM 10) gegen eine OM 20 ersetzt. Klingt wirklich gut.

Aber mit dem Vinyl geb ich dir recht. Wenn man da erst mal hört, wie gut das mit einem besseren System klingen kann, wird der Wunsch nach mehr Vinyl defenitiv kommen
 
User007 schrieb:
Dann möchte er aber bestimmt auch 'nen anderen Dreher. 😉 Und mehr Vinyl. 🙋‍♂️
Aber so soll's ja sein, so entwickeln sich Leidenschaften. 😇
Das dachte ich mir auch, daher lohnt sich ein besseres System ja definitiv :D

Und wie so oft werfe ich die immer wieder unterschätzte Goldring 1006 ins Rennen, die sich vor einer Ortofon Blue nicht verstecken muss.
 
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