Sammelthread Der Plattenspieler- und Vinylthread

DaBas schrieb:
Die VM95EN klingt doch hörbar zugeschnürter und löst schlechter auf. Klingt alles etwas muffiger und eingeschränkter, obwohl die EN als nackte Ellipse eher die etwas bessere Nadel. Gleiche Scheibe am 621 mit dem 520xEB hörbar sauberer aufgelöst und etwas breiter im Klang.
Kein Wunder, der Generator vom 520 boostet die Höhen ja auch kräftig. Das ging mir beim 440Mlb und VM540ML immer sehr schnell auf die Nerven, habe eigentlich immer mit zugedrehtem Höhenregler gehört. Der VM95-Generator ist da neutraler und gibt die Höhen eher so wieder, wie sie auch im Master sind. Dafür fehlt dem VM95 unterhalb von 10 KHz etwas, und ab 12 KHz fällt es dann auch wieder ab. Wenn man direkt von einem +4 dB Höhenboost kommt, klingt das im Vergleich natürlich sehr dunkel.

DaBas schrieb:
Dumpf, muffig und deutlich schlechter auflösend als die Originalen.
So klang das Shure M75 auch im Original, das war nie ein Auflösungswunder. Die Cleorec hat diesen Klangcharakter nicht geändert, aber hatte für eine getippte Rundnadel eine sehr saubere und auch weitestgehend nebengeräuscharme Abtastung.
 
mario_mendel34 schrieb:
Ich werde nie wieder ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich ein VM95ML oder VM95SH empfehle. Ja, es ist Mainstream, ja, es ist günstig, aber es ist verdammt gut. Deswegen wird es immer empfohlen.
Mit den TAs kann man schon gut hören. Mein ML spielt am TD318 mit einer IFI Zen Phono und das SH am JVC QL-Y5F, für diese Kombi ist vor kurzem eine Project S2 ultra eingezogen.

Wenn ich aufrüsten sollte, dann wird es wohl kein 1022 oder 1042, nachdem, was ich gelesen habe.

Da ich ohnehin AT-Fan bin, auch wegen des P/L-Verhältnisses, könnte ich mir vorstellen, mit AT auf ein MC umzusteigen.

https://www.hifi-schluderbacher.de/product/audio-technica-at-oc9xsh-28781/

Da könnte ich echt schwach werden. MC mit Shibata deutlich unter 600€.
 
Exit666 schrieb:
Da könnte ich echt schwach werden. MC mit Shibata deutlich unter 600€.
MC ist was Feines. Neulich ein Denon DL103 gehört. Und das klang auch schon sehr gut.
Nur haben MC Systeme halt den Nachteil, das man dort nicht mal eben die Nadel tauschen kann, wenn sie verschlissen ist. Dann wird es wieder teuer, da das ganze System dann neu muß (Retipping mal außen vor).

Und zum anderen kann nicht jeder Verstärker/Receiver/Phono Pre MC Systeme mit ihren LowOutput. Dann brauchst wieder einen geeigneten PhonePre. Mein alter Receiver kann auch kein MC. Da bleib ich dann doch lieber bei MM. Auch wenn sie qualitativ mit guten MC Systemen nicht mithalten können. Aber schlecht sind sie nun wirklich nicht. Jedenfalls wenn man nicht zu einem o815 Standart System greift. Auch mit MM geht schon viel.
 
Die S2/Ultra und der IFI können MC. Der IFI geht sogar bis 72 dB Gain. Dafür hat die Ultra vier schaltbare Eingangsimpedanzen (der IFI drei). Also Möglichkeiten sind schon da.

Der Nachteil mit der nicht austauschbaren Nadel ist mir bewusst. Ich hätte die Möglichkeit auf Retipping, da es unweit von mir jemanden gibt, der sich darauf spezialisiert hat.
 
DaBas schrieb:
MC ist was Feines. Neulich ein Denon DL103 gehört. Und das klang auch schon sehr gut.
Klassiker, das Rundfunksystem. Wenn man in den 70ern Musik im Radio gehört hat, war die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Platten mit einem DL102 abgetastet wurden. Es braucht nur leider einen relativ schweren Tonarm und passt nicht zu den gebräuchlichen mittelschweren.

MC-Systeme ist im Vinylbereich das eine, was mich noch reizen würde, damit hadere ich schon seit Jahren, mir mal eins zuzulegen. Die Einstiegshürde ist halt relativ hoch, weil ich da auch nochmal in einen Preamp investieren müsste.
 
Tonabnehmer und Stecker sind da, Azimuth- und Überhanglineal sind am Weg :) Dreher bau ich heute mal soweit schon um, hoffe der Rest kommt dann morgen, damit ich das die Woche noch in Betrieb nehmen kann :D
 
mario_mendel34 schrieb:
Fallbleistiftminen als Peilhilfe zum Justieren und doppelseitiges Klebeband zum Ankleben der Mine an einer geraden Kante des Tonabnehmers.
Der Tipp ist Gold wert, danke dafür :) Tonabnehmer ist eingestellt, macht auf den ersten Eindruck auch gleich mehr her.

Dafür komm ich jetzt mit dem Tonabnehmer nur noch bis zur Hälfte der Platte leichtgängig, danach wird's schwer und die (End)Abschaltung mag nicht mehr. Habs jetzt nur über die Eject Taste probiert, Tonarm fährt zurück, geht kurz runter, Plattenteller geht aus und dann Tonarm wieder hoch und Plattenteller an. Ich hoffe mal, wenn ich nochmal rein schaue findet sich da schnell was unkompliziertes (geh ich eigentlich nicht davon aus...)

Edit: also es hängt irgendwie mit der Bodenplatte zusammen, ohne geht alles problemlos. Ich hab aber grad absolut keine Ahnung, was da jetzt los ist.
 
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WhiteHelix schrieb:
Der Tipp ist Gold wert, danke dafür :) Tonabnehmer ist eingestellt, macht auf den ersten Eindruck auch gleich mehr her.
Sehr gern, ist aber auch nicht von mir, steht in der Anleitung von meiner Schablone.😉

WhiteHelix schrieb:
Edit: also es hängt irgendwie mit der Bodenplatte zusammen, ohne geht alles problemlos. Ich hab aber grad absolut keine Ahnung, was da jetzt los ist.
Würde da pauschal mal vermuten, dass da irgendwas gegendrückt.
 
@ WhiteHelix,

hole dir mal das Service Manuel für den Nordmende RP 1050 (OEM Sanyo TP 1010).
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Wenn der Tonarm schwergängig ist, sollte das eher ein mechanisches Problem sein.
 
Also ich kann bestätigen, es liegt zu 100% an der Bodenplatte. Wahrscheinlich/vermutlich drückt die irgendwie so auf das Gehäuse, dass sich das leicht verzieht. Ohne Bodenplatte bewegt sich der Tonarm sofort problemlos. Reicht auch schon, wenn das Gehäuse auf der Platte nur aufliegt. Ist eine Pressspanplatte, ganz gerade ist die schon lange nicht mehr. Ohne die Bodenplatte lässt sich der Tonarm auch sehr leicht von Anfang bis Ende durchbewegen.

Möchte ich jetzt tatsächlich auch nicht ausschließen, dass da schon immer das Problem mit den hängenden Platten lag 🤔 Mit zwei Kartons als Fußersatz (2 Komponeten stehen unten über) lief eine Testplatte jetzt anstandslos durch.

IMG_9540.jpeg

Bleibt die Frage, was nun :D entweder komplett neue Bodenplatte, oder ich Versuch mal eine Art Abstandshalter zwischen Gehäuse und Platte. Den könnte ich zumindest geteilt auch 3D drucken

Hier sieht man das sehr gut, das ist mit Bodenplatte. Ohne absolut Widerstandslos bis zum Ende.

 
Zuletzt bearbeitet:
In einem Anflug von Nostalgie habe ich mir mal eine neue Cleorec-Rundnadel fürs Shure M75 gekauft, kostet ja nicht viel. Auf der Box steht jetzt Made in Japan, ich könnte schwören, das stand da Ende der 2000er, wo ich meine erste Cleorec-Nadel gekauft hatte, noch nicht, aber sie klingt genau so, wie ich sie in Erinnerung habe: Sehr warm, gedämpfte Höhen, aber dafür sehr kräftiger Grundtonbass. Die Auflösung ist natürlich nicht besonders, man könnte sagen muffig und dumpf, aber genau das dämpft auch die Unsauberkeiten und Verzerrungen in der Abtastung. Diese Kombination wirkt wie ein natürlicher Low-Pass-Filter oder De-Esser, S-Laute, die mit einer besser auflösenden elliptischen Nadel zischeln würden, hört man hier entweder gar nicht oder nur sehr gedämpft. Und wenn S-Laute zischeln, dann ist das ein sehr weiches Zischeln, kein scharfes, was bei allen elliptischen Nadeln, die ich so hatte, immer war.

Was mich bei dieser Cleorec wieder wie damals bei meiner ersten begeistert, ist die Innenrillenperformance, es gibt nur sehr wenig Inner Groove Distortions. Kann aber auch hier nur sein, dass der Low-Pass-Charakter die Verzerrungen einfach nicht so prägnant hervorhebt. Aber das ist genau der Klangcharakter, der mich damals so für Vinyl angefixt hat, weswegen ich überhaupt mit dem Plattenhören angefangen habe. Darauf jetzt eine Sparkassen-Oldies-Platte, und alles ist wieder wie damals.😍
 
Hab mir nun auch mal ein Shure M75 in der Bucht gehöckert. Die älteren Shure Systeme werden ja für ihren warmen Klang gelobt. Hatte bisher noch kein Shure System im Bestand gehabt. Mal sehen, was da bei rum kommt. Hab hier noch je 1 Dual TK 231 und 235 (aka Dual TK24) rumliegen und da es ein M75 für Dual-Klick ist, sollte es ja nur eingeklickt werden.

Nadeln dafür gibt es ja wie Sand am Meer als Nachbauten. Wobei Jico da auch hochpreisige SAS Nadeln im Angebot hat, womit das M75 auch gut klingen soll. Bisher immer nur AT Systeme und eben ein umgelabeltes Excel QD-700C gehört. Wobei das letztere auch ein eher wärmeren Klang hatte mit einer Nachbau Rundnadel.
 
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