Der zweite Schaden durch Entladung?

Blumentopf1989

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Moin,

vor 4 Monaten hat mein MSI Z690 Edge Wifi DDR4 in Teilen das Zeitliche gesegnet.
Von jetzt auf gleich hatte ich massive Soundprobleme (Kratzen, Verzerrungen, Aussetzer), dies spiegelte sich auch bei LatencyMon wieder, dazu kam noch Probleme mit dem vorderen USB C Port. Damals hatte ich das Netzteil bzw. das PCI-E 5.0 Kabel in Verdacht, da ich dies eingesteckt hatte und danach die Probleme auftraten. Die andere Idee war, dass ich unbemerkt eine elektrische Ladung beim Verlegen durch das System gejagt hatte.

Nun habe ich 3 Monate nach Austausch vom Mainboard, CPU und RAM wieder ein ähnliches Problem. Bei jeglichen Umbauten habe ich nun aber stets darauf geachtet, dass ich vorher ans Ventil der Heizung oder an die Pins in der Steckdose fasse, um mich zu entladen. Dennoch habe ich wieder mit der Zeit wieder ähnliche Probleme bekommen. Nun habe ich die Bodenschutzmatte vom Ikea bzw. das Gehäuse an sich im Verdacht. Nach dem Aufstehen vom Stuhl hatte ich immer wieder vermeintliche Entladungen, leider war die Bodenschutzmatte auch unter dem PC Gehäuse. Mein Fractal Meshify 2XL hat ja aber Kunststofffüße mit Gummieinfassungen, eigentlich sollte da ja dann nicht durchkommen oder? Und am Gehäuse selbst habe ich ja null verändert. Ich hatte jetzt auch immer den Netzschalter am Netzteil ausgeschaltet und den Stecker gezogen.
Oder kann ich wirklich zwei Mal so viel Pech gehabt haben, dass es wirklich unabhängig davon aufgetreten ist? Beides waren/sind MSI Mainboards gewesen. Klar ist das alles irgendwie Stochern im Nebel, es ist jedoch hart frustrierend für mich.
Ich bin schon am überlegen mir so etwas zu kaufen: https://www.amazon.de/Minadax-Erdun...rds=erdungsarmband&qid=1680176251&sr=8-9&th=1
 
Das wird wohl nur ein Sachverständiger beurteilen können. Kann auch genauso gut einfach ein Qulaitätsmangel sein, wenn ich mir das Board so anschaue würde mich das auch nicht wunder. (Die Optik scheint wohl das wichtigste bei der Entwicklung des Boards gewesen sein )
 
Blumentopf1989 schrieb:
Nun habe ich die Bodenschutzmatte vom Ikea
Ja, die ist für ESD ziemlich kacke. Deswegen nutze ich sie auch nicht mehr.

Das überträgt sich aber nicht auf das Case, wenn das nicht mit blankem Metall auf der Matte steht.
So ein Armband mit Krokodilklemme gehört in jedes PC Werkzeug.
Obs nun gleich mit Schuko Adapter sein muss.... Ich nutze den immer, ich bastel aber auch oft mit Elektronik.


Das Problem an ESD Schäden ist, dass man bei einem Schaden quasi ohne detailierte Analyse nie weiß ob es nun ein ESD Schaden ist. Die Dunkelziffer ist aber hoch!
 
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Wenn das wieder massive Soundprobleme sind, beide Boards haben ALC4080 und der ist für diverse Probleme
bekannt. Kann man bei Igorslab nachlesen. Kann ein Zusammenhang mit USB-Geräten oder RGB-Steuerung
bestehen (siehe diverse Artikel bei Igorslab).
 
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Schon mal die Polung der Steckdose gecheckt? Ich hatte vor Jaaaahren mal Ausfälle im System und erst nach Anschaffung einer Mehrfachleiste mit "Fehlermeldungs-LED" bemerkt, das da was nicht stimmte. Ich musste den Stecker umgekehrt reinstecken, dann war das Licht aus. Bin aber kein Elektriker, vlt. war es auch nur eine Fake LED, aber danach gab es keine Ausfälle mehr...
 
CastorTransport schrieb:
Schon mal die Polung der Steckdose gecheckt? I
Wechselspannung, es gibt so gesehen keine Polung. Und ob die Phase nun links oder rechts ist, ist egal, da Wechselspannung.
 
Elektrische bzw. statische (Auf) Ladung kann sowas durchaus verursachen.

Wenn deine Hauselektrik intakt ist, sollte aber über das geerdete Gehäuse nichts ins innere gelangen (Faradayscher Käfig), auch nicht bei der Matte, über ein USB Kabel kann das theoretisch schon passieren.

Zum Thema Einbau, Ich weiß, daß das einige wieder aufregen wird, ich baue seit 20 Jahren immer zuerst das NT ein, und schalte es zwar aus, aber schließe es 230V seitig an, dann ist das Gehäuse immer geerdet, und ich somit auch.

Du könntest versuchen deine Matte zu erden, am besten über nen 1 Megaohm Widerstand mit dem Erdungskontakt einer Steckdose verbinden, oder versuchsweise über das PC Gehäuse.

P.S. es ist schon sinnvoll die Phase der 230V Leitung zu schalten, wie weiter oben erwähnt , mit deinen Problemen hat das aber nichts zu schaffen. Der PC läuft ja mit Gleichspannung und dem NT ist das egal.
 
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h00bi schrieb:
Ja, die ist für ESD ziemlich kacke. Deswegen nutze ich sie auch nicht mehr.

Das überträgt sich aber nicht auf das Case, wenn das nicht mit blankem Metall auf der Matte steht.
So ein Armband mit Krokodilklemme gehört in jedes PC Werkzeug.
Obs nun gleich mit Schuko Adapter sein muss.... Ich nutze den immer, ich bastel aber auch oft mit Elektronik.
Naja ich habe das Gehäuse auch auf selbige abgelegt, somit war am Ende auch der Rahmen mit ihr in Berührung :-/
Naja wo soll ich die Krokoklemme sonst sinnvoll anschließen? Es muss ja auch in der Nähe zum Gehäuse sein. Da erscheint mir der Adapter fast am einfachsten. Und du nutzt quasi so einen wie ich verlinkt habe?

Tom-S schrieb:
Wenn das wieder massive Soundprobleme sind, beide Boards haben ALC4080 und der ist für diverse Probleme
bekannt. Kann man bei Igorslab nachlesen. Kann ein Zusammenhang mit USB-Geräten oder RGB-Steuerung
bestehen (siehe diverse Artikel bei Igorslab).
Mein Sound läuft über eine extra Soundkarte, die Störgeräusche habe ich aber sowohl bei der Creative Z als auch bei der externen Creative X4 gehabt, somit besteht das Problem schon vorher beim Mainboard/CPU in meinen Augen.

Noninterlaced schrieb:
Zum Thema Einbau, Ich weiß, daß das einige wieder aufregen wird, ich baue seit 20 Jahren immer zuerst das NT ein, und schalte es zwar aus, aber schließe es 230V seitig an, dann ist das Gehäuse immer geerdet, und ich somit auch.
Dann ist die Hardware geerdet, du wenn du reingreifst ja aber noch nicht, heißt die Entladung geht ja doch durchs System und erst dann in die Steckdose?
 
Skudrinka schrieb:
Wechselspannung, es gibt so gesehen keine Polung. Und ob die Phase nun links oder rechts ist, ist egal, da Wechselspannung.
Jain.
Man kann die Polung schon feststellen, bspw. kann man bestimmte Messungen mit einem Messgerät nur machen, wenn der Schukostecker "korrekt herum" eingesteckt ist. Unser Fluke-Gerät ist da jdfs. so.
Inwiefern die verwendeten Geräte/Verbraucher darauf auch "achten", kann da was sein. Ist aber sehr untypisch.
 
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Blumentopf1989 schrieb:
Und du nutzt quasi so einen wie ich verlinkt habe?
Ja.
Blumentopf1989 schrieb:
Naja wo soll ich die Krokoklemme sonst sinnvoll anschließen?
Am Schutzleiter einer Steckdose, Steckdosenleiste oder eines Verlängerungskabels.
Sauberer ist es natürlich mit so einem Adapter.
 
Spillunke schrieb:
Man kann die Polung schon feststellen, bspw. kann man bestimmte Messungen mit einem Messgerät nur machen, wenn der Schukostecker "korrekt herum" eingesteckt ist.
Korrekt, es gibt auch haufenweise USVs die dann meckern.
 
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Hast noch das gleich Netzteil? Wenn ja liegt es wahrscheinlich an diesem.
 
Blumentopf1989 schrieb:
Dann ist die Hardware geerdet,
Das stimmt, aber erstens ist der geerdete PC meist näher als ein Heizungsrohr, und zweitens, statische Aufladung entsteht primär durch Reibung, das dauert normalerweise etwas bis die sich aufbaut.

Wenn du wirklich sicher sein willst, musst du ein Erdungsarmband anschließen und tragen.
 
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_Sebu_ schrieb:
Die beschriebenden Fehler könnten auch Interrup-Konflikte sein.

Interrupt_Probleme_lösen
Ja kenne ich, meine Werte sind im "neuen System" ok, dennoch habe ich Soundverzerrungen aktuell wieder. Tatsächlich sind meine Werte aber inzwischen schlechter als im ganz frischen Zustand nach dem ersten Verbauen. Ich habe auch schon Windows neu aufgesetzt, daran liegt es nicht.
Das abändern über das Tool verändert bei mir aber so oder so nichts, die Soundkarte bleibt im gleichen Modus, auch wenn ich bei MSI den Haken setze.

h00bi schrieb:
Ja.
Am Schutzleiter einer Steckdose, Steckdosenleiste oder eines Verlängerungskabels.
Sauberer ist es natürlich mit so einem Adapter.
Die Bodenschutzmatte fliegt raus, ist eh nach 5 Jahren durch.
Dann kaufe ich mir mal das verlinkte Produkt, besser als immer wieder 500€ für ein neuen Mainboard auszugeben.
baytheway schrieb:
Hast noch das gleich Netzteil? Wenn ja liegt es wahrscheinlich an diesem.
Vergessen zu schreiben, ist auch getauscht worden, leider nicht sofort da nichts gescheites verfügbar war. Aber am Anfang war da kein Problem, tatsächlich habe ich aber zwischenzeitlich 4 verschiedene Netzteile getestet und dadurch glaube ich auch einige "Unruhe" ins System gebracht. Leider sin diverse Netzteile nicht wie angegeben am Ende Semi Passiv oder sie tragen den Namen BeQuiet und sind alles nur nicht das was der Name verspricht.
 
Blumentopf1989 schrieb:
Vergessen zu schreiben, ist auch getauscht worden, leider nicht sofort da nichts gescheites verfügbar war.
Also hast du das neue MB usw, mit dem alten eventuell defektem Netzteil betrieben?
 
@baytheway In Teilen ja, dennoch war zu dem Zeitpunkt kein Fehler vorhanden, der ist erst jetzt gekommen wo ich selbiges nicht mehr verwende. Wirklich mit Sicherheit kann ich ja eh nicht sagen ob es am Netzteil lag. Corsair beschränkt sich ja auch darauf zu sagen es ist alles ok solange es den fake Selbsttest besteht.
Ergänzung ()

CastorTransport schrieb:
Schon mal die Polung der Steckdose gecheckt? Ich hatte vor Jaaaahren mal Ausfälle im System und erst nach Anschaffung einer Mehrfachleiste mit "Fehlermeldungs-LED" bemerkt, das da was nicht stimmte. Ich musste den Stecker umgekehrt reinstecken, dann war das Licht aus. Bin aber kein Elektriker, vlt. war es auch nur eine Fake LED, aber danach gab es keine Ausfälle mehr...
In wie fern kann ich das denn checken?
 
Zuletzt bearbeitet:
Noninterlaced schrieb:
Zum Thema Einbau, Ich weiß, daß das einige wieder aufregen wird, ich baue seit 20 Jahren immer zuerst das NT ein, und schalte es zwar aus, aber schließe es 230V seitig an, dann ist das Gehäuse immer geerdet, und ich somit auch.
Da meckern aber nur jene, für die Strom wieder pure Magie ist. Sofern die Schrauben genügend Kontakt über das freiliegende Gewinde herstellen können, ist daran überhaupt nichts auszusetzen.

@Blumentopf1989
Es benötigt schon eine enorme Menge an Strom bzw. in dem Fall eher Spannung, um aufgrund einer Entladung (ESD) elektronische Bauteile am PC zu zerstören. Das wäre auch nicht mehr mit einem kurzen "Bitzeln" zu vergleichen, wie man es von der Wolldecke kennt. Das wäre so schmerzhaft, dass du definitiv danach keinen PC mehr weiterbauen würdest und vermutlich ordentliche Verbrennungen an der Haut aufweisen kannst.

Ich will damit nicht sagen, dass "natürliche" ESD vollkommen harmlos sind: Vorsicht ist besser als Nachsicht. In deinem Fall jedoch würde ich jede Wette eingehen, dass die Defekte nichts mit einer unzureichenden Entladung deinerseits zu tun haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
DJMadMax schrieb:
Es benötigt schon eine enorme Menge an Strom bzw. in dem Fall eher Spannung, um aufgrund einer Entladung (ESD) elektronische Bauteile am PC zu zerstören.
Genau das ist das Problem. Die Spannung kann bis in einige kV hochgehen und dann ist auch wenig Strom für einen ernsthaften Schaden nötig.

Ich sehe die Geschichte aber auch als übertrieben an. Bei mehreren hundert Geräten ist mir noch kein derartiger Schaden oder vermutliches Phänomen vorgekommen.
 
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<NeoN> schrieb:
Genau das ist das Problem. Die Spannung kann bis in einige kV hochgehen und dann ist auch wenig Strom für einen ernsthaften Schaden nötig.
Du brauchst ja immer beides. Spannung ist ohne Strom ungefährlich und Strom ist ohne Spannung ebenfalls ungefährlich - etwas pauschalisiert ausgedrückt. Selbst, wenn man sich bei einer Wolldecke auf- bzw. entläd, kann das schnell in die mehrere Zehntausende Volt gehen, das wissen viele ja gar nicht.

Und trotzdem: der Strom, der dabei insgesamt fließt, ist in der Regel viel zu gering, als dass man damit Computerhardware schädigen könne. Ich will damit nicht sagen, dass man jetzt ununterbrochen CPU und Mainboard zum sich Entladen benutzen soll, aber es gibt unzählige Tests dazu im Netz, die allesamt belegen, dass man es schon dramatisch darauf anlegen muss, mit einer extern herbeigeführten Spannung+Stromstärke aktuelle Hardware zu zerstören.
 
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