Vorab sorry für den Offtopic-Ontopic Eskapade für "Lass das Kind nicht an deinen Rechner"
AAS schrieb:
Du tust so, als ob Kinderkonten und ein paar einfache Richtlinien “jahrelange Erfahrung” brauchen – empfiehlst aber im nächsten Satz Linux-Installation und KVM-Switch.
Genau, ich empfehle nicht auf eine Lösung zu setzen, die Kenntnisse, Pflege oder Wartung irgendeiner braucht um up2date zu sein und empfehle ein Eintasten-Rechner-Umschaltgerät und ein Linux, was genau so kompliziert zu installieren ist wie ein Windows?
AAS schrieb:
Und zur Einordnung: Ich rede nicht aus “Home-Meinung”, sondern aus Praxis – seit ~15 Jahren Sysadmin/IT (habe nicht nur Jahre gesammelt sondern auch sehr viel Erfahrung), und ich habe das in sehr unterschiedlichen Umgebungen gesehen: vom Startup mit improvisierter IT bis zum Großunternehmen mit klaren Standards, Management und Compliance.
Es spricht niemand jemandem irgendeine Meinung ab, aber deine Aussage mit Home ist dann doch wieder so Kindergartenmoppelkotze:
Deine 15 Jahre Praxis sind jetzt wo etwas besonderes? Da habe ich mehr und wahrscheinlich ebenso vielfältig und andere noch viel viel mehr, ist doch kein Wettbewerb hier, sondern Meinungsaustausch. Deshalb einfach solche Aussagen sparen, kannst damit nicht gewinnen, verlieren oder deine Meinung bekräftigen.
AAS schrieb:
Der Grundsatz ist überall gleich: Risiken reduziert man nicht primär durch zusätzliche Hardware, sondern durch Trennung von Accounts/Rechten, saubere Datenablage und Backup/Restore-Fähigkeit. Hardware-Trennung kann helfen, ersetzt das aber nicht.
Alles im Rahmen der Mittel und wir wissen hier gar nichts was Anspruch/Datenhaltung/Umgang mit dem Gerät und Fähigkeiten betrifft.
Evtl. wird hier brav nach 3-2-1 gesichert, alles ist sauber dokumentiert und es kann nichts passieren.
Hardwaretrennung mit Kindern ist und bleibt aber die einfachste organisatorische Maßnahme und das lassen sich die Leute evtl. noch gefallen.
Wenn du soviel aus der Praxis kennst, wirst du wissen dass 99% der User immer den einfachsten Weg wählen und bequem sind, wenn da etwas mit Aufwand kommt, wird der wenn möglich vermieden.
Du scheinst hier die Profibrille nicht senken zu können, die Leute arbeiten evtl. den ganzen Tag am Rechner mit ihrem Gastaccountrechten und 2-3 Verzeichnissen und 2 Programmen und haben dann sicher nicht noch abends Bock dies das und jenes machen zu müssen oder denken da überhaupt dran.
Als Profi in der IT ist das ganze viel einfacher, weil es aus der Gewohnheit schneller von der Hand geht und ja auch dem täglichen Arbeiten entspricht.
AAS schrieb:
“Cola im Rechner” oder “aus Versehen wichtige Datei gelöscht” sind genau die Beispiele, die für Backups und gegen falsche Sicherheit sprechen. Das kann auf dem Kinder-PC passieren, auf dem Arbeits-PC, oder auf dem Zweitrechner – ohne Backup ist es in jedem Fall ein Problem. Mit Backup ist es ein Restore und gut.
Kein Backup kein Mitleid, gilt immer, galt immer, gilt immer. Wüsste nicht, warum man da hier überhaupt drüber sprechen muss. Macht trotzdem ein Ärgernis, wenn man etwas wiederherstellen muss und sich da hätte sparen können, wenn man den Kinderrechner mit dem Kind genutzt hätte.
AAS schrieb:
Bei mir daheim ist der Aufwand nach der Ersteinrichtung praktisch null: Microsoft-/Google-Kinderkonten, Bildschirmzeiten, App-/Web-Restriktionen. Und ich gehe sogar noch weiter: Windows-Geräte laufen bei mir gemanagt (Intune), dazu DNS mit automatisierten Blocklisten – auch bei meinen Eltern. Ergebnis: deutlich weniger Supportfälle als früher, weil nicht ständig irgendwas “verbastelt” wird und die Standards konsistent sind.
Wie gesagt Super für dich dass du das für euch durchziehst, trotzdem musst du da Aufwand (und sei es nur Geld an MS im Abo berrappen) betreiben um deine Standards an Standards anzupassen oder aktuell und sicher zu halten. Blinder Technikglaube an "Habe ich mal eingestellt nach bestem Wissen und Gewissen und den Rest rettet dann MS wohl" hält nicht auf Ewig und ist kein Garant auf Vollständigkeit.
Meine Eltern haben mir zum Glück nicht so ein zugesperrtes System vor die Nase gesetzt, sondern ich durfte mich da relativ frei austoben. Endete dann in diversen Neuinstallationen / Hausaufgaben neu eintippen / ... aber das gehörte halt dazu. Da war man dann selbst schlauer und hat erst mit den Kids über die Nutzung, Gefahren und Möglichkeiten gesprochen und dann hiess es allerdings doch wieder: "Kein Backup kein Mitleid, hier ist die passende CD / USB-Stick zum Neuinstallieren, aber pass auf bei ...".