News Deutsche Großstädte bald bei Street View

Mike Lowrey schrieb:
@gedon

Du darfst so viele Fotos von öffentlichen Dingen machen wie du willst, du darfst sie aber nur veröffentlichen, wenn Personen unkenntlich gemacht wurden, da diese ein Recht auf das eigene Bild besitzen

Ja, gut, das ist die Sache mit den Personen, das ist mir schon klar. Das erklärt aber immernoch nicht, wieso das erhöhte Stativ erlaubt ist. Ist denn Wiki noch aktuell oder veraltet?
 
Naja, Google könnte theoretisch sehr gut Häusern Namen zu Ordnen. Ob Telefonbücher, Whois-Einträge, GoogleMail etc. - an die Daten zu kommen ist da nicht das Problem ;)

Und nein, wir müssen Google nicht dafür dankbar sein eine Zensierfunktion eingefügt zu haben, besteht der Zweck doch nur darin sich vor Klagen zu schützen.

CDU Poltiker befürworten das Projekt sicher auch. Mit den Daten der Kriminaldatenbank füllen, und voilà - der perfekte Onlinepranger.

GEZ kann sich auch in Zukunft einen Besuch sparen und in Google View nach Antennen und Satellitenschüsseln ausschau halten - wirklich vielseitig einsetzbar.

Arbeitgeber können sich schon im Vorfeld informieren wie das soziale Umfeld ist seines zukünftigen Mitarbeiters ist. Und der Staat kann nach teuren Sportwagen als Indiz für Steuerbetrug suchen ...

Aber genug mit den Weltverschörungstheorien - ich habe nichts gegen Street View. Das mag zum einen daran liegen dass ich sowieso nicht betroffen bin. Zum anderem aber auch daran, dass bei der Masse an Daten ich schon ein riesen Egozentriker seien müsste um zu glaube von nun an wurden sich Millionen für mein Haus interessieren.

Vor Einbrechern habe ich da auch keine Angst - die spähen sicher zuerst die zensierten Häuser aus, die scheinen ja was zu verbergen zu haben ;)

Was mir mehr Angst macht ist mit welchen Daten Street View in Zukunft verknüpft werden könnte - doch solange Google nicht Facebook kauft bin ich ich da für's erste optimistisch.
 
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Deine Aussage ist in sich unlogisch.
Nö ist es nicht.

Es gibt rechtlich keine Handhabe gegen Google, deswegen wir so ein Gehampel gemacht dme Image von Google zu schaden.

Dein Wohnraum ist geschützt, dass schließt aber nicht deine Fassade als öffentlich zugänglicher Teil ein.

Das erklärt aber immernoch nicht, wieso das erhöhte Stativ erlaubt ist.
Meines Wissens nach gibt es kein explizites Verbot von stativen, nur die Zugänglichmachung über andere Wege wie Leitern, problematisch bleibt da aber eh die Frage, ob ein höheres Auto/LKW rechtssicher das Stativ ersetzen kann, vermutlich ja.
 
Ich freu mich drauf. So virtuelle Städtereisen machen mir einfach Spaß und bei mir gibt es nichts abzufotografieren, was Passanten nicht auch sehen könnten.
Haters gonna hate.
 
@Mike Lowrey Das Thema ist mittlerweile auch durch die gewöhnliche Presse und wohl auch durch das Fernsehen gegangen.

Ich stimme dir zu, Google geht vergleichsweise sorgfältig mit den Daten um.

@klaerchen: Nein, nein, seine Aussage ist logisch, denn die Ansicht eures Hauses von der Straße aus, hat wirklich nichts mit eurer Privatsphäre zu tun.

Du willst den Goatse in den Garten stellen? Das ist Erregung öffentlichen Ärgernisses, ich hab dich gewarnt.

Zum Abschluß:
Herr, laß die Vernunft siegen!

Der ist dir gut gelungen, wirklich! Blasphemie kommt immer gut.
 
Das ganze hat etwas von "Ich habe nichts gegen Onlinedurchsuchungen, denn ich habe nichts zu verbergen"...
 
Schon lustig, wie einige sich hier echauffieren, dass ihr Haus bzw ihre Wohnung von vorn fotografiert wird und dieses Bild öffentlich einsehbar ist.

Ich verstehe gar nicht den Gedankengang, wenn jemand argumentiert, das wäre ein Eingriff in seine Privatsphäre. Mit der gleichen Argumentation könnte er ja mal versuchen Spaziergänger und Passanten vom Fußweg vor dem Haus zu vertreiben oder sie zumindest davon abhalten, in die Richtung seines Hauses zu schauen. Wie absurd das ist...

Und wenn ich grad lese, dass da jemand "Onlinedurchsuchungen" anspricht. Hallo? Hier wird wohl alles durcheinandergeworfen. Es wird durch Streetview niemandem ins Fenster geschaut, es wird nicht live alles mitgeschnitten oder überwacht. Es ist ein einmaliges Foto, von der Hausfassade. Paranoia scheint ja sehr verbreitet zu sein.

Und das Argument mit dem Dieb, der sich online das Objekt aussucht... ist so ungefähr so willkürlich wie es nur geht. Abgesehen davon, dass es schon von einem anderen User entkräftet wurde, da die Außenansicht des Hauses nichts über Sicherheitsmechanismen sagt und ein Dieb sich wohl nicht auf ein Foto von wer weiß wann verlassen kann, ist außerdem IMMER der Missbrauch von Techniken möglich, die der Mehrheit nützen. Diese Techniken zu verbieten wäre aber der falsche Ansatz, sonst hätten wir keinen Computer, kein Internet, kein Telefon. Kriminelle können dank Internet und Telefon viel leichter ihre Machenschaften planen. Na und? Willst du jetzt eben diese beiden Sachen verbieten?

Ich möchte übrigens mal erwähnen, dass ich für das historische Seminar der Uni Hannover mehrere Straßen in Berlin ( Viertel Spandauer Vorstadt ) quasi genauso fotografiert habe, wie das für Streetview passiert. Mit dem Unterschied, dass wir in unserer Kartierungsgruppe auch noch für jedes Haus notierten, in welchem Zeitraum es errichtet wurde und wie die einzelnen Etagen genutzt werden.
Auch diese Ergebnisse werden öffentlich gemacht werden, nicht bei Google, aber im Internet.
 
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Irgendwie scheint das hier nicht ganz in die Köpfe zu gehen.
Was hat "Durchsuchen" des Vorgartens (indem wohl eh keine peinlichen Sachen sein sollten, eben weil sie jeder sehen kann, der vorbeikommt) mit Online-Durchsuchungen von PCs zu tun?
Beim Vorgarten passiert die "Durchsuchung" sowieso tagtäglich...

Für das eine braucht die Polizei sich nur vor deine Haustür zu stellen, für das andere muss nen Trojaner oder ähnliches her.

€dit:
Du kannst beim Vorgarten nichts verbergen, also hast du da auch nichts zu verbergen :D
 
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Forum-Fraggle schrieb:
Oder wie wäre es mit Kameras im Schlafzimmer, bzw. in das Schlafzimmer hineinschauen?

Blöd nur, dass die Kameras nicht so einen tollen Dynamikumfang haben. Versuch doch mal bei Sonnenlicht (unter diesem Licht macht Google gewöhnlich die Bilder) von draussen eine Fassade zu fotografieren und dann in die Fenster zu schauen. Du wirst sehen, dass du nix siehst :D Wenn du Glück hast siehst du in dem Pixelbrei (da kein Zoom) undefinierbare Konturen. Fensterglas hat auch noch diese äußerst unangenehme Eigenschaft zu spiegeln. Da kann ich jetzt blind irgendein Foto aus Streetview ziehen und sehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den Fenstern mehr von der Straße, als von der Inneneinrichtung.

"Riesen Egozentriker", wie es hier einer nannte, trifft den Nagel auf den Kopf. Tut mir Leid, aber für die breite Öffentlichkeit (Millionen...) sind wir alle wirklich uninteressant.
 
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@Advanced89
Ne, das ganze hat eher was von:
"Heutzutage ist Datenschutz voll wichtig .. außerdem ist das voll gebildet, für sowas zu kämpfen .. und außerdem ist Google groß und mächtig, da hab ich Angst vor ... deshalb finde ich Streetview total doof und sauge mir irgendwelche Scheinargumente aus den Fingern, um das schlecht zu reden."
 
@Mike Lowrey: Also, dass das Stativ als genehmigte Anbaute am Fahrzeug dafür sorgt, dass es juristisch komplett als Fahrzeug zu bezeichnen ist, ist vorstellbar. Trotzdem merkwürdig, dass man ein Auto ansich nicht als Hilfsmittel ansieht.
 
Sobald ich mein Haus sehe, wird Google von mir verklagt. Es kann doch nicht sein, dass Google ungefragt mein Haus online stellt. Sie müssten sich von jedem die Erlaubnis einholen, nicht umgekehrt.
 
Bei uns in Offenbach am Main sind die auch rumgefahren, weiss jemand ob das dann auch dabei sein wird, obwohl es nicht in der liste der 20 städte auftaucht?
 
Goatse - Bitte?

War ja klar, daß nicht zum Thema eingegangen wird und stattdessen eine Aussage, die sarkatisch von mir geschrieben wurde, als Aufhänger gemacht wird. Habe nichts anderes erwartet...
Hätte ich das nicht geschrieben, wärst Du wahrscheinlich gar nicht auf meine Aussagen/Meinungen eingegangen. Und sag' jetzt bitte nicht, es hätte etwas mit Freiheit, etwas nicht beantworten müssen zu tun.

@Mike Lowrey
Nö ist es nicht.
Es gibt rechtlich keine Handhabe gegen Google, deswegen wir so ein Gehampel gemacht dme Image von Google zu schaden.
Dein Wohnraum ist geschützt, dass schließt aber nicht deine Fassade als öffentlich zugänglicher Teil ein.

@LiveWire
Mit einem 2,5 - 3m hohen Kameramast, fotografiert man nicht nur die Fassade! Außerdem hat das mit Anstand zu tun, wenn man vorher fragt, ob darf oder nicht. Und wenn ich millionen "Fassaden" fotografiere, dann müssen millionen von Menschen gefragt werden. Google, Du und Co. machen es sich zu(!) einfach.
Außerdem werden ja nicht nur Häuser aufgenommen, sondern alles(!) was vor die Linse kommt! Oder bin ich neuerdings Freiwild außerhalb meines Hauses?
Ergänzung ()

Styx schrieb:
...
Tut mir Leid, aber für die breite Öffentlichkeit (Millionen...) sind wir alle wirklich uninteressant.
Und warum machen sie es dann?
 
Karten bedeuten Macht, früher wie heute. Ob es nun Landkarten sind, oder Fotos von gesamten Städten. Es gibt heute noch Kartenmaterial die nur den Militärs vorbehalten sind und welche für zivile Zwecke. Klar finde ich es auch interessant, mal kurz durch die Städte zu ziehen und mich um zuschauen, aber wenn ein Konzern dann mal die Möglichkeit hat alle Daten die er so sammelt zu verknüpfen und ein Profil zu erstellen, dass bis vor die eigene Haustüre geht, dann wird es schon bedenklich. Und das tolle daran ist, er macht es einfach. Mann kann zwar Widerspruch einlegen und deine Daten mit Name, Anschrift etc. an Google zwecks Retusche einschicken, aber dann wissen die erst recht wo du wohnst. Manchen mag das egal sein, mir jedenfalls nicht, obwohl ich auch nichts zu verbergen habe.;)
Ich finde es ja auch toll dass alles umsonst ist, obwohl es bestimmt einiges an Aufwand für Google bedeutet alles abzufilmen und Netz verfügbar zu machen. Google ist schon eine Bereicherung für uns alle. Unglaublich dass man mit Werbung so viel Geld machen kann.:evillol:
 
beckenrandschwi schrieb:
Sobald ich mein Haus sehe, wird Google von mir verklagt. Es kann doch nicht sein, dass Google ungefragt mein Haus online stellt. Sie müssten sich von jedem die Erlaubnis einholen, nicht umgekehrt.

http://www.rechtsanwaltmoebius.de/urteil/bgh_urteil_I-ZR-54-87_foto-haus-eigentum.html

"a) Das Berufungsgericht hat die Ansicht vertreten, das Fotografieren eines Hauses von einer allgemein zugänglichen Stelle außerhalb des Grundstücks stelle keine Eigentumsstörung dar, weil es an einer unmittelbaren und fühlbaren Einwirkung auf das Eigentum fehle. Es hat weiter ausgeführt, die gewerbliche Verwertung der Fotografie sei auch nicht als Eingriff in eine mit dem Eigentum verbundene Nutzungszuweisung anzusehen."

Wenn dir die Straße gehört, von der Google fotografiert, reden wir weiter!
 
I N X S schrieb:
Bei uns in Offenbach am Main sind die auch rumgefahren, weiss jemand ob das dann auch dabei sein wird, obwohl es nicht in der liste der 20 städte auftaucht?
Die sind mir auch mal entgegen gefahren (italienische KFZ-Nummer).
 
Bist du dir sicher? Bei mir wars glaub ich ein ganz normales Berliner Kennzeichen
 
Als ich die Onlinedurchsuchung erwähnt habe hatte ich keinen direkten Vergleich im Sinn.
Es geht mir viel mehr um die Tatsache, dass vielen die nötige Portion Skepsis zu fehlen scheint.
Auch wenn man nichts zu verbergen hat geht es niemanden etwas an, was ich auf meinem PC habe. Darauf wollte ich hinaus.

Konti schrieb:
@Advanced89
Ne, das ganze hat eher was von:
"Heutzutage ist Datenschutz voll wichtig .. außerdem ist das voll gebildet, für sowas zu kämpfen .. und außerdem ist Google groß und mächtig, da hab ich Angst vor ... deshalb finde ich Streetview total doof und sauge mir irgendwelche Scheinargumente aus den Fingern, um das schlecht zu reden."
Siehe oben.

Viele hier haben fast schon blindes Vertrauen. Gerade Google ist ja wohl nicht wegen seiner Datensicherheit bekannt.

Bisher hat mir auch noch niemand genau sagen können, was ihm so schwer fällt zu akzeptieren, dass Menschen ihre 4 Wände nicht im Internet sehen wollen.
Ich akzeptiere ja auch, dass ihr das bei euren Wohnungen okay findet.
 
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