Deutschland im Krieg - Raus aus Afghanistan?

Soll sich die Bundeswehr aus dem Afghanistan-Einsatz zurückziehen?


  • Umfrageteilnehmer
    230
SchaGur schrieb:
Es gibt gar keine Terroristen! Taliban und Al Quaida sind made by Usa!
In der Sendung wird das auch unterstrichen!

Auch jürgen todenhöfer sieht das so ähnlich und dieser war vor ort! http://www.youtube.com/watch?v=pAW5hH8yzw8&feature=related

Sich gegen den Krieg in Afghanistan auszusprechen ist nachvollziehbar und begründbar, die Existenz von "Terroristen" (wie man sie auch immer bezeichnen möchte) anzuzweifeln oder sich einzig und allein auf die klassische "hausgemacht"-Argumentationstruktur zurückzuziehen, ist bestenfalls unzureichend oder schlicht naiv.

MFG
 
1) sinnlos
2) sinnlos
3)....


sparen wir das geld lieber und stecken es in unser veraltetes bildungssystem - da profitieren dann wahrscheinlich mehr leute davon. wir versuchen in afg. zu helfen und bekommen zum dank noch steine durch die regierung in den weg geworfen - na danke, packt eure sachen und kommt alle nach hause - sollen die in ihrem afgahnistan doch machen was sie wollen


Sich gegen den Krieg in Afghanistan auszusprechen ist nachvollziehbar und begründbar, die Existenz von "Terroristen" (wie man sie auch immer bezeichnen möchte) anzuzweifeln oder sich einzig und allein auf die klassische "hausgemacht"-Argumentationstruktur zurückzuziehen, ist bestenfalls unzureichend oder schlicht naiv.

MFG

stimmt aber manchmal kommt die rechtfertigung: " das waren terroristen" doch zu schnell und erscheint unglaubwürdig. meine meinung über den terrorismus ist auch gespalten - das es ihn gibt keine frage, aber ob er diese form hat wie uns vermittelt wird wage ich irgendwie zu bezweifeln. es stimmt schon, vieles is made by USA, Israel oder sonstwem...
afgahnistan ist eher wegen seiner strategischen lage militärisch interessant (abwehrsystem u.ä), dies würde aber bei der breiten bevölkerung auf ablehnung stoßen, deswegen nimmt man dann doch lieber das terroristenargument um die leute auf seine seite zu ziehen
 
Zuletzt bearbeitet:
ThomasSilent schrieb:
- na danke, packt eure sachen und kommt alle nach hause -

Es geht eben nicht so einfach! Jetzt gibt es erstmal eine neue Strategie:

Schutz-und Ausbildungsbataillone …

Das bedeutet, Räume gewinnen und zu halten im „Partnering“ zwischen deutschen und afghanischen Sicherheitskräften.
Was das bedeutet?

Deutschland, Sommer 2010, Fahnen auf halbmast!

Zum Thema Terroristen made by USA, Israel, …. was ist mit solchen Typen wie
Eric Breininger?

Ist auch nur eine Erfindung?
 
nr23, mir ist klar das es nicht so einfach geht...hintendran stehen ja noch z.b die usa welche druck auf uns ausüben (z.b verlangen die amis eine deutsche truppenaufstockung)

Zum Thema Terroristen made by USA, Israel, …. was ist mit solchen Typen wie
Eric Breininger?

naja wer lesen kann ist wie immer klar im vorteil ;)
natürlich gibt es terroristen, aber sollten diese leute wirklich die möglichkeiten und beziehungen haben, welche uns z.b die amerikaner vermitteln wollen frage ich mich warum noch keine a-bombe auf ungläubige gefallen ist, schließlich ist der tot ja eine erlösung für jeden eifrigen terroristen. und mal ehrlich, es gibt genügend fälle in denen der terrorismus benutzt wurde um gewisse dinge (z.b gesetze o.ä) durchzusetzten. bestes beispiel ist ja der patriot act der vereinigten staaten....sehr zum vorteil des volkes...

aber es geht ja eher um den sinn oder unsinn des truppenaufgebots in anfgahnistan. ich persönlich sehe keinen sinn in diesem einsatz, nur weil z.b die usa meinen "ihr müsst euren beitrag leisten" sollen wir dann unsere soldaten verheizen - für was bitte!?!?!?!
das komische geplänkel da oben geht uns absolut nichts an zudem ja immer deutlicher wird das die afgahnische bevölkerung nicht wirklich hinter den vermeindlichen helfern steht, zu recht oder unrecht lass ich jetzt mal so dahingestellt. lächerlich finde ich vorallem den gedanken das sich die topterroristen in irgendwelchen berghöhlen im norden von afg. verstecken sollen. klar die hocken mit ihren lappis in ner höhle und planen die weltherrschaft oder zumindest die welt in den abgrund zu reißen. es ist für mich offensichtlich das es andere gründe für den afgahnistaneinsatz gibt, seien sie militärisch (strategische position oder sonstwas) oder politisch aber sicher nicht primär um den terror zu bekämpfen...
 
e-ding schrieb:
Sich gegen den Krieg in Afghanistan auszusprechen ist nachvollziehbar und begründbar, die Existenz von "Terroristen" (wie man sie auch immer bezeichnen möchte) anzuzweifeln oder sich einzig und allein auf die klassische "hausgemacht"-Argumentationstruktur zurückzuziehen, ist bestenfalls unzureichend oder schlicht naiv.

MFG

Naiv? sag mal ... Also wer heute nicht weis - das die Al qaida und die Taliban aus denn Usa stammen, dem ist nicht mehr zu helfen!

Taliban sind schulen der Usa / Al qiada = CIA Geheimdienstliste!

Es würden Engländer im Irak festgenommen, mit langen bärten und bomben - die sahen 110% wie Muslime aus! Die würden mit Panzern aus dem Irak befreit!
Ergänzung ()

ThomasSilent schrieb:
nr23, mir ist klar das es nicht so einfach geht...hintendran stehen ja noch z.b die usa welche druck auf uns ausüben (z.b verlangen die amis eine deutsche truppenaufstockung)



naja wer lesen kann ist wie immer klar im vorteil ;)
natürlich gibt es terroristen, aber sollten diese leute wirklich die möglichkeiten und beziehungen haben, welche uns z.b die amerikaner vermitteln wollen frage ich mich warum noch keine a-bombe auf ungläubige gefallen ist, schließlich ist der tot ja eine erlösung für jeden eifrigen terroristen. und mal ehrlich, es gibt genügend fälle in denen der terrorismus benutzt wurde um gewisse dinge (z.b gesetze o.ä) durchzusetzten. bestes beispiel ist ja der patriot act der vereinigten staaten....sehr zum vorteil des volkes...

aber es geht ja eher um den sinn oder unsinn des truppenaufgebots in anfgahnistan. ich persönlich sehe keinen sinn in diesem einsatz, nur weil z.b die usa meinen "ihr müsst euren beitrag leisten" sollen wir dann unsere soldaten verheizen - für was bitte!?!?!?!
das komische geplänkel da oben geht uns absolut nichts an zudem ja immer deutlicher wird das die afgahnische bevölkerung nicht wirklich hinter den vermeindlichen helfern steht, zu recht oder unrecht lass ich jetzt mal so dahingestellt. lächerlich finde ich vorallem den gedanken das sich die topterroristen in irgendwelchen berghöhlen im norden von afg. verstecken sollen. klar die hocken mit ihren lappis in ner höhle und planen die weltherrschaft oder zumindest die welt in den abgrund zu reißen. es ist für mich offensichtlich das es andere gründe für den afgahnistaneinsatz gibt, seien sie militärisch (strategische position oder sonstwas) oder politisch aber sicher nicht primär um den terror zu bekämpfen...




Was ist die Wahrheit? Beantworte jeder für sich die frage - Deutsche sterben in Afgahnistan für Peipleins und die für Banken! Und wenn jetzt einer sagt: Ok wir brauchen halt das Gas und das Öl - dann sage ich - dieses wird doch genommen und uns verkauft - nur die haben denn reinen gewinn!

Kein Afgahne hat je denn Westen angegriffen - Es gab in Saudiarabien gabs ein treffen - mit Wiederstands Afgahnen - die wollten selber die Al qaida bekämpfen: Das sagt auch Peter Scholl Latour. Hier nochmal: http://www.youtube.com/watch?v=kQWv-Cyt0FQ&feature=related
Ergänzung ()

Nr23 schrieb:
Deutschland, Sommer 2010, Fahnen auf halbmast!

Zum Thema Terroristen made by USA, Israel, …. was ist mit solchen Typen wie
Eric Breininger?

Ist auch nur eine Erfindung?




Was wenns nur ein Vmann ist?

Das hier ist sicher keine erfindung: https://www.computerbase.de/forum/t...us-aus-afghanistan.723123/page-4#post-7676742
 
Zuletzt bearbeitet:
SchaGur schrieb:
Naiv? sag mal ... Also wer heute nicht weis - das die Al qaida und die Taliban aus denn Usa stammen, dem ist nicht mehr zu helfen!

Öhm, in Afghanistan sind die Taliban in erster Linie Paschtunen und Paschtunen gabs schon, als in Boston noch Teaparty gefeiert wurde. Dass es zu Zeiten russischer Besatzung Unterstützung aus den Staaten gegeben hat, ist kein Geheimnis, dass die Taliban und Quaida heute von irgendwelchen westlichen Geheimdiensten gesteuert werden, halte ich allerdings für sehr weit hergeholt.

MFG
 
Ich bin für eine Aufstockung der Truppen. Wir müssen definitiv Präsenz zeigen. Ein Freund meiner Familie ist in Afghanistan stationiert, und nach all dem, was er erzählt hat, finde ich, dass es definitiv nötig ist die Truppen aufzustocken. Es ist schon erschreckend, wie wenig Respekt einige Linke an den Tag legen. Militärisch sind wir nach den USA, zusammen mit England und Frankreich weltweit am besten ausgerüstet, somit brauchen wir uns vor ein paar Kameltreibern nicht verstecken.

Was manche Leute wirklich vergessen: Die Aussage "Das ist nicht unser Krieg" ist einfach nur purer Egoismus. Gerade ein so starkes Land wie Deutschland ist gerade dazu verpflichtet in weltweiten Krisen mitzuhelfen.
 
Ja ok, wenn das Erfolg zeigt bei dem Aufbau einer Regierung in Afghanistan?

Föderale Staaten von Afghanistan wäre evtl. eine Lösung, da Afghanistan eben wie ich weiß von Warlords und Lokalmatadoren versplittert regiert wird.

Da aber eine echte Regierung noch nie existiert hat im Unterschied zu D wo die Aliierten nach ihrem Einmarsch und den Nürnberger Prozessen eigentlich nur schon vorhandenes Gedankengut gekonnt einsetzen mussten, habe da meine Zweifel ob das funktioniert, ohne fremde Besatzer.

Gekonnt argumentiert Obama zur Zeit: Wir wollen keine Terroristen mit Atomwaffen also schaffen wir die Atomwaffen ab.

Folge: Wir wollen keinen Krieg mit Terrorgruppen, also produzieren wir auch keinen?

Demokratisierung mit Waffengewalt finde ich eben so ein Thema in dem Zusammenhang. Wird mir jeder vernünftige hier absprechen das das einfach so ok geht. Wird das ein Kreuzzug?
 
Zuletzt bearbeitet: (Erg)
Nun geht ja endlich die Diskussion zwischen SPD und CDU los, ob Schießen und Erschossen werden in der Wüste mit militärischem Gerät per definitionem Krieg ist. Losgetreten hat das nach meiner Beobachtung unser lieber Herr zu Guttenberg mit seiner Beerdigungsrede.
Sehr begrüßenswert!
Schwach dagegen finde ich die Reaktion der SPD, die nun ein neues Mandat verlangt, wenn man es plötzlich mit Krieg zu tun habe. In meinen Augen blöde Rhetorik von ehemaligem Koalitionspartner, um am linken Rand zu wildern. Wenn ich bewaffnete Soldaten irgendwo hinschicke, damit sie ein Land befrieden(!) ist das nie eine "Polizei"aktion, sondern stets Krieg.
 
dustyOn3 schrieb:
Ich bin für eine Aufstockung der Truppen. Wir müssen definitiv Präsenz zeigen.

Ok, und was machen wir dann dort genau? Was genau ist das Ziel der Bundeswehr in Afghanistan?

dustyOn3 schrieb:
Gerade ein so starkes Land wie Deutschland ist gerade dazu verpflichtet in weltweiten Krisen mitzuhelfen.

Welche Krise hatten wir in Afghanistan, bevor einmarschiert wurde?

Wenn es nur um "Krisen" oder Menschenrechtsverletzungen ginge, sollten wir auch rasch in Darfur, Somalia, Indonesien, Tschetschenien, Thailand, Nordkorea, die Golfstaaten, Israel, Nepal, ja im Grunde 2/3 Asiens und Afrikas einmarschieren und ..äh..mithelfen.

Die öffentlich kommunizierte Intension und auch das was man den Soldaten erzählt, mag ja durchaus nett klingen aber mal ehrlich, der Grund weshalb "wir" noch dort unten sitzen hat etwas Geostrategie zu tun und nicht mit Mädchenschulen, Brunnen oder Demokratie.


MFG
 
e-ding schrieb:
Öhm, in Afghanistan sind die Taliban in erster Linie Paschtunen und Paschtunen gabs schon, als in Boston noch Teaparty gefeiert wurde. Dass es zu Zeiten russischer Besatzung Unterstützung aus den Staaten gegeben hat, ist kein Geheimnis, dass die Taliban und Quaida heute von irgendwelchen westlichen Geheimdiensten gesteuert werden, halte ich allerdings für sehr weit hergeholt.

MFG

In Afgahnistan seit den 90ern ja, wie schon früher von mir geschrieben hat die Talibanbewegung ihren Ursprung in Saudi-Arabien und ist über Pakistan Anfang 90er Jahre in Afgahnistan eingefallen. Sprichwörtlich denn es gab in den 90ern kriegerische Zustände zwischen den Warlords und ethnischen Gruppen. Zu der Zeit wurde Kabul völlig zerbombt, die Taliban gingen als Sieger in weiten Teilen Afgahnistans vom Felde. Nur die Regionen der "Nordallianz" bliebem vom Talibanterror verschont. Die Taliban gab es vor den 90ern nicht.

dustyOn3 schrieb:
Ich bin für eine Aufstockung der Truppen. Wir müssen definitiv Präsenz zeigen. Ein Freund meiner Familie ist in Afghanistan stationiert, und nach all dem, was er erzählt hat, finde ich, dass es definitiv nötig ist die Truppen aufzustocken.

Die UdSSR hatte in Afgahnistan zur Höchstzeit knapp 115.000 Soldaten stationiert gehabt, das hat genau nichts gebracht. Die Soldaten waren auf dem Lande und in den Bergtälern willkommene Opfer - die Opferzahlen der UdSSR waren entsprechend hoch.
Die ISAF hat derzeit 71.000 Soldaten in Afgahnistan im Einsatz.
Mehr Truppen, das zeigt die Intervention der UdSSR ist kein Garant für Erfolg - erst Recht wenn man die Kontrolle verloren hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
dustyOn3 schrieb:
Militärisch sind wir nach den USA, zusammen mit England und Frankreich weltweit am besten ausgerüstet, somit brauchen wir uns vor ein paar Kameltreibern nicht verstecken.
So ähnlich wird die USA im Vietnam Krieg auch gedacht haben :D Von der UdSSR ganz zu schweigen, die kennen sich in Afghanistan
ja schon bestens aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz genau..

Man muss sich immer fragen bei allem was in der Politik geschieht:

Wem nutzt das?

Ich glaube keine Sekunde lang, dass es den Verantwortlichen wirklich um Hilfe geht.
Hier geht es eher um Solidarität innerhalb der NATO, politische Spielchen und so weiter..
Um Hilfe für die Bevölkerung geht`s da nicht.
Außerdem wollen die auch vielleicht gar keine "Hilfe".
Hier werden Länder "zwangsbeglückt".

"Ihr habt Öl? Oh wartet, wir retten euch..und euer Öl."

Die Soldaten sind da sicher weil sie in dem Glauben zu helfen da runter gehen..

Aber wenn man sieht wie schlecht die Bundeswehr da ausgerüstet ist, und man ihr ja auch offen vorwirft, sie tue zu wenig..und die Politiker nach wie vor sich drum winden, das Wort "krieg" zu benutzen, dann ist doch klar, dass die Hilfe da gar keine Motivation ist.
 
Immerhin: Die aktuelle Umfrage von BBC und CO bestätigt in Afghanistan ein Besserung der Stimmung in der Bevölkerung. Wobei sie sich in Deutschland dem Thema Afghanistan gegenüber die Stimmung im allgemeinen verschlechtert hat. Liegt das jetzt an den Särgen die ankamen?
 
sunset_rider schrieb:
Schwach dagegen finde ich die Reaktion der SPD, die nun ein neues Mandat verlangt, wenn man es plötzlich mit Krieg zu tun habe. In meinen Augen blöde Rhetorik von ehemaligem Koalitionspartner, um am linken Rand zu wildern. Wenn ich bewaffnete Soldaten irgendwo hinschicke, damit sie ein Land befrieden(!) ist das nie eine "Polizei"aktion, sondern stets Krieg.
Diese Diskussion über Krieg oder nicht Krieg ist extrem entscheidend für den weiteren Verlauf des Auftrages. Wird es offiziell zum Krieg deklariert wird sofort die deutsche Polizei abgezogen.
Das bedeutet keine Ausbildung der ANP Da dies die Aufgabe der Bundespolizei ist! Schlecht für uns, schlecht für AFG.

Haetzer schrieb:
... die Pfeifen Armee Bundeswehr w...h 0,80 € kostet, würde ich einmarschieren! ;)
 
Nr23 schrieb:
Wird es offiziell zum Krieg deklariert wird sofort die deutsche Polizei abgezogen.
Das bedeutet keine Ausbildung der ANP Da dies die Aufgabe der Bundespolizei ist! Schlecht für uns, schlecht für AFG.

Ich glaube, dass eine Polizei, wie sie bei uns strukturiert ist und funktioniert dort definitiv nicht funktioniert. Da es keinen klassischen Rechtsstaat gibt, gibt es auch keine Akzeptanz der Exekutive. Gesetze werden durch die Stammesfürsten gemacht, die soetwas wie Gewaltenteilung nicht kennen.
Ich bin daher eher skeptisch, dass die Ausbildung aghanischer Polizisten einen großen Effekt hat.

Der Artikel geht auch auf das Problem ein:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,686968,00.html

MFG
 
Ich glaube eher, dass sich ein Großteil der deutschen Bevölkerung von den verantwortlichen Regierungen, salopp gesagt, verarscht fühlt.

Die Regierung hat hier über Jahre das Bild der Brunnen- und Schulenbauer versucht zu verbreiten und das auch mit Erfolg geschafft, weil sich die meisten Deutschen herzlich wenig für ihre Armee interessieren und dementsprechend kein großes Interesse herrschte an der Arbeit der Soldaten da unten.

In den letzten beiden Jahren ist dieses Gebilde, was sich Rot-Grün, Schwarz-Rot und nun auch Schwarz-Gelb geschaffen hatten, zerfallen und hier bei uns, merken plötzlich viele Leute das deutsche Soldaten dort unten kämpfen und nun muss man sich plötzlich damit auseinandersetzen, dass diese Soldaten auch den Feind bekämpfen, im Klartext, töten.
Aber mit Sachen, die so schrecklich sind, setzt man sich nicht gerne auseinander. Und jedesmal wenn Särge aus Afghanistan kommen, wird man, vermute ich, immer wieder feststellen können, dass sich die Stimmung verschlechtert, weil die Leute sich damit auseinadersetzen müssen.
Hätte man von Anfang an Tacheles gesprochen, wäre die Stimmung jetzt vielleicht nicht so schlecht.


Jetzt aber zum eigentlichen Thema

Raus aus Afghanistan? Ja, aber wer sofort schreit, hat auch unrecht. Vielleicht war es ein Fehler nach Afghanistan zu gehen, aber nun sind wir dort unten. Und müssen dort auch die Suppe auslöffeln, die wir uns eingebrockt haben.
Nach Afghanistan zu gehen, war eine Entscheidung der Verantwortlichen hier in Deutschland. Man hätte sich in der NATO auch querstellen können, die basiert immer noch auf dem Einstimmigkeitsprinzip, sprich, wenn einer nicht will, geht keiner, zumindest nicht unter NATO-Flagge. (Die USA geben zwar den Ton an, aber beim Irakkrieg hat man auch nein sagen können)
Hat man aber nicht, der Bundestag hat damals auch nicht nein gesagt, dieser schickt nämlich die Truppen nach zB. Afghanistan.
Damals übrigens war an "die Linke" noch garnicht zu denken und viele die den Afghanistaneinsatz zu verantworten haben, sind jetzt Mitglieder der Linken und fordern den Abzug. So kann man auch sein Fähnchen in den Wind hängen.

Also zurück zum Suppe auslöffeln.
Dieses Land braucht vorallem Dingen eins. Stabilität. Und die gilt es so schnell wie möglich herzustellen. Siehe die ganzen neuen Programme, wie zB das Partnering oder schon älter die Ausbildung der Polizei und auch der afghanischen Streitkräfte. Sind diese beiden in der Lage Stabilität für Afghanistan zu erzeugen, dann kann man bei uns und unseren Verbündeten darüber nachdenken die Truppen schrittweise zu reduzieren und den Afghanen die komplette Verantwortung zu übergeben. Was danach geschieht steht nicht in unserer Macht, sondern liegt alleine in den Händen der Afghanen.

Wenn die Amerikaner allerdings an ihrem Plan festahlten 2011 mit dem Abzug zu beginnen, dann wird die Bundeswehr auch 2011 mit dem Abzug beginnen und garantiert das Land verlassen haben, bevor es der letzte amerikanische Soldat verlässt.
Sollte man an 2011 festhalten, denke ich, wird das Abenteuer Afghanistan 2014 für die Bundeswehr beendet sein, ob das reicht, um ein Land zu stabilisieren, dass seit 30 Jahren nur den Krieg kennt, bezweilfe ich stark.


Warum wir dort unten sind:

-Afghanistan als Rückzugsgebiet für Terroristen unbrauchbar machen (Schwierig bis unmöglich durch die ganzen Gebirge.)
-Menschenrechte für Afghanistan (das Ziel, das für jeden Konflikt der letzten Jahrzehnte herhalten musste)
-der NATO-Bündnisfall wurde ausgerufen, auch ein Grund.

Ganz im speziellen für Deutschland:
Der eigenen Stimme im Weltsicherheitsrat mehr Gewicht verschaffen und einen ständigen Sitz in diesem Gremium erhalten.
Hier denke ich, liegt der Hase begraben. Es würde außenpolitisch einen enormen Machtgewinn bedeuten.
Und gerade Außenpolitik ist für uns als "Exportnation" sehr wichtig, unser Wohlstand fußt auf unserer Exportwirtschaft, deshalb sind wir auf freie Handelswege angewisen und auf gute Beziehungen zu "potenziellen Kunden"

Gibt sicherlich noch mehr Gründe offzielle, sowie inoffizielle, aber das sind meiner Meinung nach die Wichtigsten.


Die Soldaten die jetzt im Einsatz sind, sehen sicherlich auch, dass sie dort helfen können und es auch machen.
Aus freien Stücken sind aber eher die wenigsten dort unten. Da bekommt man halt einen Befehl und dann geht man.
Sicherlich kann man den auch verweigern, ABER dann wird es sicherlich schwierig nach Ablauf der Verpflichtungszeit zum Berufssoldaten zu werden. Ganz davon abgesehen, dass man ja auch irgendwie die eigenen Kameraden im Stich lassen würde, die ja trotz der Gefahren gehen.
Das zusätzliche Geld ist meiner Meinung nach, der einzige positive Nebeneffekt für den Soldaten, alles Geld der Welt bringt einem Nichts, wenn man dann in einer Kiste zurück kommt.

So jetzt hab ich genug geschrieben.
 
Uii ist ja richtig amüsant hier.. die einen glauben Al-Quiada seinen den Gruppe der CIA die nächsten denken Terroristen sind Amis :D
Wao selten so gelacht :D

ThomasSilent schrieb:
nr23, mir ist klar das es nicht so einfach geht...hintendran stehen ja noch z.b die usa welche druck auf uns ausüben (z.b verlangen die amis eine deutsche truppenaufstockung)
Aha wie üben die den Druck auf uns aus ? Das hätten sie wenn dann ja wohl 2003 gemacht, und da hat es auch nicht geklappt. Weil Herr Schröder lange wusste das Bush nur hinter dem Öl her ist und alles andere erfunden war.

dustyOn3 schrieb:
Militärisch sind wir nach den USA, zusammen mit England und Frankreich weltweit am besten ausgerüstet, somit brauchen wir uns vor ein paar Kameltreibern nicht verstecken.
Unsere Soldaten sind definitiv besser Ausgerüstet als die Amis. Die Amis haben nur eines, Masse. Technologisch ist das nix neues oder es ist z.B. von uns gekauft.

kleinDENGO schrieb:
So ähnlich wird die USA im Vietnam Krieg auch gedacht haben Von der UdSSR ganz zu schweigen, die kennen sich in Afghanistan
Seit doch bitte vorsichtig mit den Russen und Vietnam. Das sind a) ganze andere Pflaster b) ganz andere Zeiten.
Es mag sein, das die Amis in Vietnam besser ausgerüstet waren, jedoch haben so nichts gelernt, oder wollten es nicht. Frankreich ist an genau den gleichen Problemem gescheitert. Warum sie daraus nicht gelernt haben erschliesst sich mir nicht.

MfG
 
Ich hab das Gefühl, dass der Widerstand gegen den Krieg erst mit dem Tod von Bundeswehrsoldaten richtig in Fahrt gekommen ist. Da beschleicht mich der Verdacht, dass manche inzwischen glauben, durch all die Technik, Panzerung, Robotik und vielleicht auch durch den jahrelangen Frieden in Deutschland selbst, könnte man 2010 Krieg führen, ohne das Mütter ihre Söhne betrauern.

Wie lächerlich das ganze geworden ist, hab ich den letzten Wochen verfolgt:
"Kurt Beck zeigt sich schockiert vom Tod dreier Soldaten." (klar)
"Angela Merkel erstmals auf Trauerfeier." (wichtig)
Der Spiegel macht eine minutengenaue Chronologie daraus, was passiert ist. (muss man wissen)

An der Stelle wurd's dann irgendwann zuviel. Kriegen wir als nächstes auch einen Bericht, wenn sich ein Soldat den Fuss bricht? Ich versteh das ganze nicht. Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass man friedensverwöhnt ist und kein Gespür mehr dafür hat, was Krieg eigentlich bedeutet UND das sich die meisten Deutschen gar nicht klar machen, wieviel Krieg zur Zeit auf der Erde eigentlich passiert. Die Sache mit Myanmar war ein paar Tage in den Nachrichten, die Toten beim Putsch in Kirgistan mussten leider gegen irgendeine Casting-Show zurückstecken und niemand weiß so recht, warum man eigentlich Bundeswehrsoldaten irgendwo hinschicken muss. Nein, einige bezweifeln sogar den Sinn, heutzutage noch eine Armee zu haben, wo ja doch nur Milliarden versickern, die bei Bildung und dererlei fehlen.

Vergessen die Menschen so schnell? Verdrängt man auch die Tatsache, dass zu viele Menschen weder in Frieden leben, noch fließendes Wasser oder Zugang zur einer Grundschule haben?
Kein Wunder, dass das Militär immer mehr Mittel in Drohnen, Kampfroboter und autonome Verteidigungssysteme investiert. Ein Fehler, ein paar Tote und vor dem weißen Haus bzw. dem Bundestag marschieren Menschen, die den Tod von ein paar Soldaten beklagen.
 
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