Deutschland im Krieg - Raus aus Afghanistan?

Soll sich die Bundeswehr aus dem Afghanistan-Einsatz zurückziehen?


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XRJPK schrieb:
Uii ist ja richtig amüsant hier.. die einen glauben Al-Quiada seinen den Gruppe der CIA die nächsten denken Terroristen sind Amis :D
Wao selten so gelacht :D

Terroristengruppe liegt im Auge des Betrachters, die Geschichte der CIA ist schon lang und ob die so keusch stets operierten wissen wir nicht, wie auch - ist ja schließlich ein Geheimdienst.
Ein Venezuela und Hugo Chavez berichten das die Lage im Nachbarland Kolumbien und in den reichen Gebieten im Land ernst ist und man Indizien für US-Intervention hat, womöglich CIA - ist das keine Verletzung der Rechte des Landes und somit ein "terroristischer" Akt? ^^
Wenn man will kann man es so sehen.
Aber da Hugo Chavez als Linksdiktaktor abgestempelt ist und in der westlichen Hemisphäre ordentlich in Verruf geraten ist (Bush setzte Venezuela auf die Achse des Bösen), kann man mit ihm wohl nicht ankommen.
Noch aber ist es in Südamerika relativ ruhig, abgesehen von Kolumbien und Teilen Mittelamerikas. Aber der Blick auf Südamerika ist schon interessant.
Bolivien hat ein hammerhartes Gesetz verabschiedet, Ressourcen im Land sind Allgemeingüter - Abbau muss Naturverträglich, Transparent und im Wohle der Gemeinschaft ablaufen. Da wundert es auch nicht das Bolivien und Venezuela einen neuen Klimagipfel abhalten. Bolivien hat vor einiger Zeit das Erschließen von Ölfeldern im Regenwald für einen Ölkonzern verweigert. Das ist kein linkes Gespinne was da Bolivien treibt, in Großbritannien setzen sich manche dafür an in der UN Rechtscharta "Ecocide" einzubringen - das geht in die Richtung wie es Bolivien verabschiedet hat.


XRJPK schrieb:
Seit doch bitte vorsichtig mit den Russen und Vietnam. Das sind a) ganze andere Pflaster b) ganz andere Zeiten.

Das Pflaster Afgahnistan unterscheidet sich kaum. Natürlich war das Warum für UdSSR in Afgahnistan einzufallen anders als die der NATO.
Die UdSSR hatte ebenfalls den Gedanken den Afgahnen zu helfen, auch die war nicht in allen Bevölkerungsteilen unwillkommen aber der Eingriff/Verbesserungen waren nicht auf die Ethnien und Mentalitäten der Afgahnen zugeschnitten - zu plötzlich verlief alles, z.B. Schule für Mädchen.
Es war schon für Teile Afgahnistans grenzwertig das Mädchen von heut auf Morgen in die Schule gehen mussten, dann auch noch die Freiheit hatten in beliebiger Kleidung zu gehen konnten (also auch in Rock) - war für die Stammesalten ein Schock! So ein Eingriff von heut auf Morgen, ohne so eine Entwicklung mit zeitlicher Entwicklung und Anpassung zu bewirken, kann nur noch hinten los gehen.
Zu viel Ärger hatte man sich eingeheimst. Und mit den steigenden afgahnischen zivilen Verlusten hat man das bisschen Rückgrat der Bevölkerung verspielt und als die Truppen anfingen Vergeltungsschläge durchzuführen (nachdem die "Mujahedin" durch Stinger aus der USA die tollen Mi-24 vom Himmel holen konnten), war das Blatt erst Recht verloren.
Wo befindet sich die NATO heute? Anfangs Willkommen, zivile Opfer (von den ISAF-Truppen zu verschulden) Afgahnistans stiegen seit der 2001 an - ohne das sich die Grundsituationen verbessert haben. Der Rückgrat der Afgahnen für uns ging mehr und mehr verloren, der Ärger auf uns steigt - sogar im ehemals frieglichen Nordosten Afgahnistans, da wo unsere Bundeswehr stationiert ist. Die Gründe sind vielfältig, an erster Stelle muss man wohl die Korruption in Regierungs- und Entscheidungsstellen nennen. Die Hilfe versickert oder kommt stark beschnitten an. Karsai selbst ist kein Unschuldslamm, zumindest sein Bruder soll im Drogengeschäft tätig sein (bei New York Times gabs ein Artikel dazu). Gesetze sind Bedeutungslos. Wir tragen aber Mitschuld, Deutschland hat klare Bedingungen für Entwicklungshilfe (z.B. Rechtsstaatlichkeit, Teilhabe des Volkes an politischen Entscheidungsprozessen, soziale Marktwirtschaft, demokratisch) - die hat man bei Afgahnistan wohl um fast 100% heruntergefahren.
Bei der Korruption Afgahnistans, so scheint es, konnte sich ungehindert entwickeln - die NATO scheint Entwicklungsgelder nicht an Bedingungen/Soll-Erfüllungen geknüpft zu haben.


Odium schrieb:
Wie lächerlich das ganze geworden ist, hab ich den letzten Wochen verfolgt:
"Kurt Beck zeigt sich schockiert vom Tod dreier Soldaten." (klar)
"Angela Merkel erstmals auf Trauerfeier." (wichtig)
Der Spiegel macht eine minutengenaue Chronologie daraus, was passiert ist. (muss man wissen)

So sind unsere etablierten Medien.
Diese Nachrichten kommen immer wieder gut an und die Mehrheit der Leser lassen sich die selbe Leier und Art wieder und wieder gefallen. Die wenigsten sagen das kennen wir schon, wo bleibt der Blick hinter die Kulisse, Situation und die Wahrheit?
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee. Und soweit ich weiß hat uns Afghanistan nie angegriffen. Wenn es darum geht Schulen zu schützen und Brunnen zu graben, dann soll Deutschland im Rahmen einer UN-Mission Soldaten schicken.
Was unsere Truppen dort treiben ist mir rätselhaft. Für eine Offensive gegen die Taliban will sich keiner der Verantwortlichen in Berlin durchringen (tote Soldaten sind nicht gut für den Wahlkampf) und zum Schutz von zivilen Einrichtungen sind es zu wenige und zu schlecht ausgerüstet.
Für mich ist die ganze Afghanistan Aktion reiner Schwachsinn, ausgedacht von ein paar machtgeilen Hardlinern der CDU/FDP um bei der Bush-Regierung Sympathiepunkte zu sammeln (Irak wollten wir unter Schröder ja nicht) und um so einen Sitz im Sicherheitsrat zu ergattern. Unsere Bundeswehr hat dort nichts zu suchen.
 
Die ISAF-Mission steht unter dem Mandat der Vereinten Nationen. Ohne VN-Mandat wäre das Ganze wahrscheinlich auch nicht vom Bundestag abgesegnet wurden.

Die "Machtgeilen Hardliner der CDU/FDP" sind 1998 abgewählt wurden und Rot-Grün ist an die Macht gekommen. Rot-Grün hat die Bundeswehr 2001 nach Afghanistan geschickt. FDP und CDU haben aber sicherlich dem ganzen Unternehmen zugestimmt unter dem Eindurck der Anschläge auf das World Trade Center vom 11.09.2001. Genau weiß ich es aber nicht, ob FDP und CDU zugestimmt haben.

Mfg
 
So sah es Westerwelle vor dem Deutschen Bundestag, Rede vom 10.2.2010:
Die verheerenden Anschläge des 11. September im Jahre 2001 waren nicht allein ein Angriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika; sie waren ein Angriff auf die Grundlagen und die freiheitlichen Werte der Völkergemeinschaft. Die internationale Gemeinschaft hat mit beispielloser Geschlossenheit auf diese Herausforderung reagiert. Auch Deutschland folgte dem Aufruf des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, der die Situation in Afghanistan als Bedrohung für den Weltfrieden einstufte.

Da steht noch mehr, was offiziell gilt: www.auswaertiges-amt.de
 
Ich sags ma so: Es interessiert mich recht wenig... Jedoch sollte man mal überlegen WARUM die Soldaten dort sind und WARUM dort Soldaten sterben. Momentan bin ich eher für eine Aufrüstung der Truppen (Nicht an der Masse, aber an Material, Ausbildung und am wichtigsten -> "RECHTE" (nicht Rechtsradikale....).

Dann könnte man über einen Rückzug der Truppen reden ...

Und warum brauch ein Soldat mehr Rechte? Hier ein Beispiel:

Unbekanntes Fahrzeug nähert sich Truppenlager und reagiert nicht auf Zureden oder Warnschuss.

Folgendes kann ein Deutscher Soldat nun tun:
- Das Leben der Truppe und sich selbst riskieren, da es JEDER sein kann
- Sein eigenes Leben gefährden und schießen, mit der Gefahr im Knast zu landen / Arbeitslos zu werden usw usw...

Ich hoffe, dass jemand das ganze mal aus diesem Gesichtspunkt sieht. Mein Ausbilder bei der BW sagte folgendes zu uns: "Ich hoffe ihr seit NIE in der Situation schießen zu müssen, beides wird euer Leben versauen"...
 
Ich bin der Meinung, dass die Bundeswehr in Afghanistan bleiben sollte.
Ich finde es zwar nicht richtig, wenn man beschließt in ein Land einzumarschieren um dort im Endeffekt die Rechte des eigenen Landes durchzusetzen, ob das jetzt gut ist oder schlecht, aber jetzt ist es nuneinmal passiert und die Bevölkerung dort scheint mir größtenteils zufrieden damit zu sein.
Desweiteren finde ich es falsch zu sagen,"Die Soldaten sterben, deshalb müssen wir raus da", das ist nuneinmal in einem "Krieg" so, die Soldaten sind sich dieses Risikos auch bewusst.
Krieg wird das ganze übrigens nicht genannt, weil man keine Polizisten, welche ja in diesem Fall als Ausbilder fungieren, in ein Kriegsgebiet schicken darf.
 
Odium schrieb:
Vergessen die Menschen so schnell? Verdrängt man auch die Tatsache, dass zu viele Menschen weder in Frieden leben, noch fließendes Wasser oder Zugang zur einer Grundschule haben?
Kein Wunder, dass das Militär immer mehr Mittel in Drohnen, Kampfroboter und autonome Verteidigungssysteme investiert. Ein Fehler, ein paar Tote und vor dem weißen Haus bzw. dem Bundestag marschieren Menschen, die den Tod von ein paar Soldaten beklagen.

Jo ist echt total unverschämt! Da sterben Menschen und andere beschweren sich auch noch! Gibs ja nicht!


Alter... jedes Menschenleben sollte dir genauso viel Wert sein wie dein eigenes... ihr könntet genauso gut im Körper des anderen stecken(Glück,Zufall,Gene blablabla). Aber vllt reden wir mal weiter wenn du Kinder hast oder mal ein Kind aufwachsene sehen....Und reflektieren solltest du auch mal ein wenig, was is wenn das einer deiner Kollegen oder Freunden,Verwandten wäre? Würdest du dich immer noch aufregen? Pfeife echt...
 
e-ding schrieb:
Ich glaube, dass eine Polizei, wie sie bei uns strukturiert ist und funktioniert dort definitiv nicht funktioniert. Da es keinen klassischen Rechtsstaat gibt, gibt es auch keine Akzeptanz der Exekutive. Gesetze werden durch die Stammesfürsten gemacht, die soetwas wie Gewaltenteilung nicht kennen.
Ich bin daher eher skeptisch, dass die Ausbildung aghanischer Polizisten einen großen Effekt hat.

Bleibt immer noch die handwerkliche Ausbildung der Polizisten. Auch wenn die Strucktur wie wir sie in BRD haben nicht funktioniert, so haben sie doch am Ende Polizisten die wissen wie rum man eine Pstole hält (z.B. den Lauf nicht an den Kopf von friedlichen Demonstranten) oder wie ein proffesioneller Zugriff erfolgt (also nicht einfach mir der AK in die Menge feuern).

Verzeiht mir meine Polemik. Aber unsere Jungs bringen denen vielfältige Sachen bei, nicht nur die Befehlskette.
 
Es muss doch um drei Dinge gehen.

1. Erfüllt der Einsatz die Sicherheitsaspekte gegenüber uns (Schutz vor Terror)
2. Akzeptieren die Afghanen das Engagement
3. Können wir in Afghanistan helfen?

Zu 1.
Habe gehört, dass das erledigt eigentlich schon erledigt ist. Al Kaida sei im schwinden. Sicherheit durch Krieg ist eh meine ich fraglich.

Zu 2.
Scheinbar akzeptieren es viele momentan, aber...

Zu 3.
was wollen wir dort den verändern Bzw. Können wir etwas verändern? z.B. Brauchen die eine Polizeiausbildung nach westlichem Muster? hatten die das bisher nicht? Das war doch nicht die Intension dorthin zu gehen. Eine Garantie dass die Taliban nicht zurückkommen gibt es so meine ich nicht.

Das sagt mir als unmündiger Bürger einfach, dass der Einsatz mir inzwischen mehr als fragwürdig ist.

Aber jetzt gibts erstmal Panzerhaubitzen aus Deutschland. Panzerhaubitzen gegen Aufständische Im Gebirge? Das erschließt sich mir nicht.
 
Dieser Krieg ist nicht nur verloren, der schickt uns alle in die Hölle.

Tote werden verehrt. Tote sind Tote. Da gibts nix. Das Leben zählt als einzigstes. Nicht umsonst beten wir zum Auferstanden.

Schweres Geschütz, gegen wen denn? Ist Gutenberg fähig?
 
Da kann man immer nur auf "Die Anstalt" verweisen.
Da wurde das in der letzten ausführlich behandelt.. :D

Unser "Gummi"-Minister Guttenberg..:D
 
Knallharte wirtschaftliche Interessen lasten auf den Schultern Unschuldiger Verbrecher, Totengebeine...
 
Gott ey ... wirtschaftliche Interessen sind wenn ihr mal nachdenkt UNSERE Interessen, die Interessen eines jeden von uns! ... Oder lebt ihr etwa nicht in einem Wirtschaftskreislauf? Ö.ö
D

Meine Meinung, ungeachtet "knallharter wirtschaftlicher interessen" - Lasst uns dort bleiben.
 
Gut, entschuldigung, dass ich was gesagt habe...
 
Prom07 schrieb:
Gott ey ... wirtschaftliche Interessen sind wenn ihr mal nachdenkt UNSERE Interessen, die Interessen eines jeden von uns! ... Oder lebt ihr etwa nicht in einem Wirtschaftskreislauf? Ö.ö
D

Meine Meinung, ungeachtet "knallharter wirtschaftlicher interessen" - Lasst uns dort bleiben.

Welche wirtschaftlichen Interessen wären das in Afghanistan jetzt konkret? Wie profitiere ICH persönlich davon?

MFG
 
Wenn man etwas weiter ausholt dann war wohl Aufghanistan nur das (nötige) Vorspiel für den Irak.
 
Welche wirtschaftlichen Interessen wären das in Afghanistan jetzt konkret? Wie profitiere ICH persönlich davon?
Du warscheinlich persoenlich nicht, aber dein so geliebtes Vaterland das Soldaten in den Tod schickt, damit ein paar Firmen Munition herstellen koennen und auch mal wieder ein paar Waffen bauen koennen. Von dem Finanziellen Schaden wird halt einfach mal abgesehen.
Und das dabei halt auch mal ein paar unschuldige ueber den haufen geschossen werden, wird dann als Risiko eingegangen. Sterben 3 deutsche Soldaten, ist Weltuntergang. Sterben 100 Zivilisten, tja pech gehabt, selber schuld, brauchen zu dem Zeitpunkt ja nicht da gewesen zu sein...
 
die Geschichte der CIA ist schon lang und ob die so keusch stets operierten wissen wir nicht, wie auch - ist ja schließlich ein Geheimdienst.

Oh doch, da ist die Geschichtsforschung schon ziemlich weit. Es gibt unzählige Verbrechen, in denen die CIA verwickelt war und vermutlich nach wie vor ist.
 
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