Die Befruchtung des Weltalls?

@Die wilde Inge: Naja damit hätten wir wenigstens mein Nahrungsmittel-Problem gelöst XDDD

Edit: Interessant wäre es erst wenn man z.B. Mikroben findet/erschafft die auf unseren Mond überleben und sich dort vermehren können...
 
Supererde ist ein Planet der unserer Erde sehr ähnlich ist, aber ein vielfaches ihrer Größe besitzt.

Rein mathematisch MUSS es Leben geben, welcher Art es auch immer sein musss, bei der größe des Kosmos. Nur ist die Frage wie sieht es aus und in was für einer Entfernung wir dieses finden können.

Vor kurzem wurden auch Lebensformen auf einem Kometen entdeckt.


Sinn macht es für mich nicht grade, da

1. das Leben sich dadurch entwickelt eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit besitzt
2. bis sich eine Art Leben entwickelt hat, die vielleicht unserem ähnlich ist, können Millionen von Jahren vergehen.
3. genauso könnte dieses vorhandenes Leben angreifen und zerstören

Das ganze hat so eher den eindruck als wäre es wie bei einem mann der in der Gegend rumhurt um seine Gene zu verbreiten, damit er vielleicht doch noch einen Nachfahren zeugt.

Nur ist die Chance viel geringer und könnte dazu auch noch schaden.

Zumindest denke ich so bei jetzigen Wissenstand und den Möglichkeiten die wir haben, Leben zu erschaffen.
 
Hier unterliegen die Forscher einem "gefährlichen" Gedankenspiel. Aus UNWISSENHEIT heraus will man Bakterien auf andere Himmelskörper schicken.

Wer ein wenig Biologie kennt weiß daß eine Fremdeinführung locales Leben zerstören kann, da dieses "Ökosystem" nicht gegen den neuen Feind gewappnet ist . Da wir ja NICHT WISSEN ob fremde Planeten schon eine Form Leben (nicht notwendigerweise unserem gleich) gebildet haben wäre das ein zerstörerischer Akt.

Ich habe nichts gegen die "Befruchtung" von leblosen Himmelskörpern. Aber die müssen erstmal erforscht sein, und da sind wir noch weit davon entfernt. Der Mars ist der am besten erforschte fremde Planet, und wir wissen praktisch nichts über sein Ökosystem und OB es überhaupt eine Form von Leben dort gibt, weil wir noch nicht in die Tiefe gegangen sind.

Sich also anzumaßen einfach mal Sonden auf uns völlig unbekannte Himmelskörper zu schicken ist etwas unverantwortlich.

Ich verspüre durchaus den Wunsch daß wir als Menschen überleben und auch im Weltall verbreiten, das ist die natürliche Ordnung. Nur sollten wir das dann auch selbst bewerkstelligen, Bakterien irgendwo blindlinks hinzuschicken ist nicht der richtige Weg.
 
homerpower schrieb:
Gibt es den Planeten in der nähe auf denen die Mikroben gute "Überlebensbedingungen" haben ? Richtige Temperatur, "Nahrungsquellen" usw ?

Wie definierst du denn "Überlebungsbedingungen"? Die, die wir für uns als lebenshervorbringend definieren? Das ist mMn nur ein sehr schmales Spektrum, wo Leben entstehen kann.

homerpower schrieb:
Brauchen nicht die meisten Mikroben Sauerstoff & Kohlenstoff usw ? Hab mal von Bakteriengelesen die nur mit Schwefel leben gelesen... die haben wohl auf vielen heißen Planeten bessere Chancen.

Du brauchst Kohlenstoff für DNA (die Nukleinsäuren und Zucker bestehen überwiegend aus Kohlenstoff) und ebenso Stickstoff und Schwefel (für Aminosäuren). Aber wenn du im Periodensystem der Elemente unter Kohlenstoff schaust, findest du auch Silizium. Auch Silizium kann 5 starke kovalente Bindungen haben. Also ist auch eine Lebensform, die auf Silizium, statt Kohlenstoff basiert, möglich.

Es gibt auch eine ganze Gruppe Extremophiler Bakterien. Diese gedeihen zB tief im Meer, bei solch hohen Drücken, die wir nichtmal vorstellen könnenl. Und genau dort, am Grunde des Meeres, bei Thermalquellen, da wimmelt es nur so von Leben.

Ein weiteres Beispiel sind die thermophilen Bakterien auf der Erde bei sehr heißen Geysiren. Deren Polymerase arbeitet bei 95°C optimal, unsere Proteine degradieren bereits ab 50-65°C. Und genau dieser Fund ermöglichte es uns, die PCR (polymerasenkettenreaktion) zu erfinden, denn dort arbeitet die Polymerase eines Extremophiles, nämlich von Thermus aquaticus.

homerpower schrieb:
Weil die Kapseln Wahllos durch die Gegend schicken ist wohl ziemliche schwachsinnig... Wenn dann schon bei dem Aufschlag die meisten zerstört werden und der Restlichen einfach bei -50 °C gefrieren xD

Die gefrieren wohl sowieso, da es im Weltall eine sehr niedrige Durchschnittstemperatur gibt (weit unter -200°C). Sprich, die werden eh gefroren transportiert, aber das halten die Mikroben locker aus ;)
 
Solange dabei keine Steuergelder verblasen werden, ist mir das Schaffen einiger verrückter Exzentriker, die siche Wissenschaftler schimpfen, egal.

Außerdem landen rein statistisch >>99% in schwarzen Löchern oder in Sonnen. :D
Da mache ich mir keine großen Sorgen.
Die restlichen paar Prozent-Bruchteile an Sonden, die tatsächlich von einer Planetengravitation eingefangen werden, verglühen beim Atmosphären eintritt (wenn es eine Atmosphäre gibt) oder zerschellen beim Aufprall.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Yidaki

du studierst nicht reinzufällig chemie bzw biologie oder ?
 
Ich finde das Geld würde woanders nötiger gebraucht werden, wir haben ganz andere Probleme mit denen wir uns auseinandersetzen sollten. Aber wenn es so sein soll, soll es wohl so sein. Hab zu der Sache an sich keine Meinung, evtl. ist's Quatsch, vielleicht sogar Bestimmung...
 
aha.

deine kommentare hören sich doch sehr fundiert an deswegen..(du gehörst du nicht etwa zu "denen" xD )

edit : Harald FTW ^^ hab den mal in münchen liv egesehen nur en autogramm konnte ich mir nicht besoregn xD
 
@Yidaki: Thx für die Antworten ))
Also mit Überlebensbedingungen mein ich die Bedingungen erfüllen, welche die Mikroben benötigen um sich zu vermehren... ansonsten macht es ja überhaupt keinen Sinn...
 
Herr Grinsegrün schrieb:
Ich finde das Geld würde woanders nötiger gebraucht werden...

Das ist ja immer das Totschlagargument schlechthin. Dabei wird vergessen daß Grundlagenforschung sowie praktische Erforschung von Extremtechnologien zwar kurzfristig kaum Erfolge bringen, aber langfristig die Grundlage für alle weiteren Entwicklungen sind.

Das bisschen Geld das in die Weltraumforschung geht wird von anderen Budgets weit weit übertroffen. Es gibt so ein berühmtes Chart, wo man sieht WIE WENIG Forschung GESAMT (also alle Forschung der Menschheit) überhaupt im Vergleich zum Gesamtbudget ausmacht (glaub 3%, davon sind dann 0,1% Raumfahrt).

Dieses Argument ist also leider nur ein populistisches, und Derivate aus dieser Forschung werden kaum thematisiert.
 
Naja @ TE diese Hypothese ist schon ziemlich alt. Und Artikel die auf focus und Spiegel stehen messe ich sowieso keine wirklich Bedeutung bei.
Dann bitte schon eher ein Zeit-Artikel oder halt gleich Fachzeitschriften wie Nature oder Sience und da die Letters, die sind auch für nicht NWler mit ein bisschen nachlesen verständlich.
 
luckysh0t schrieb:
deine kommentare hören sich doch sehr fundiert an deswegen..(du gehörst du nicht etwa zu "denen" xD )

Ich bin keiner von "denen", keine Angst ;)

homerpower schrieb:
@Yidaki: Thx für die Antworten ))
Also mit Überlebensbedingungen mein ich die Bedingungen erfüllen, welche die Mikroben benötigen um sich zu vermehren... ansonsten macht es ja überhaupt keinen Sinn...

Das Problem ist hier, dass wir nicht einmal wissen, was optimale Bedingungen sind. Die Bedingungen, die wir auf der Erde vorfinden, begünstigen das Leben, wie wir es kennen. Alles, was du siehst, ist nur deshalb genau so entstanden, weil das die optimalen Lösungen für die Probleme sind, mit denen wir zu tun haben.

Gäbe es einen Planeten, der fast identisch zu unserem Planeten wäre, aber kleiner, oder größer, hätten wir wohl andere Kräfte der Gravitation. Somit auch ganz andere Lebewesen, vielleicht länger, dünner, filigraner aufgrund der leichteren Gravitation oder massigere, stabilere Lebensformen bei höherer Gravitation.

Wie du siehst, wenn man auch nur eine Komponente ändert, kommt bzw. kann was ganz was anderes rauskommen und wird es auch. Und in den unendlichen Weiten des Weltalls gibt es eine sehr hohe Anzahl an Möglichkeiten, die realisierbar sind.
 
@ Yidaki
homerpower meint bestimmt die Bedingungen müssten dann ja für genau diese Mikroben die da transportiert werden ideal sein, wenn man denn wollte, dass diese sich vermehren, auf Himmelskörper mit anderen Bedingungen wo potentiell andersförmiges Leben entsanden sein könnte, bräuchte man keine irdischen Mikroben schicken, die würden ja draufgehen, oder?

btw: was zählt denn als intelligentes Leben? die Säugetiere, die's auf der Erde vor 20 Millionen Jahren gab noch nicht?
 
Und eben aufgrund dieser vielfältigen Bedingungen halte ich es doch für sehr engstirnig, nur immer von Leben auszugehen, wie wir es kennen. Wie Yidaki ja geschrieben hat, kann leben auch auf ganz anderen Grundstoffen basieren, als das "hierzulande" gängig ist, vor einiger Zeit hat man ja auch Bakterien gefunden, die eben Stoffe der DNA mit Schwefel ersetzt haben. Wenn wirklich auf anderen Planeten fremdartiges Leben entsteht / entstehen soll / enstanden ist, warum soll das nicht vollständig andere Grundsätze haben.
Und wie die wilde Inge schon geschrieben hat: Was wäre wenn solche Sonden dann tatsächlich wo ankämen und dann ist da bereits Leben im entstehen... Dann wird da alles total durcheinander geschüttelt und womöglich zerstört oder bestenfalls total verändert.
Das wäre dann mal "Naturverschmutzung" in Reinstform...
Die Annahme, dass die geschickten Mikroben da passende Lebensbedingungen vorfinden, wie simpsonsfan gerade darauf eingegangen ist, natürlich vorausgesetzt, denn sonst würde wohl von vornherein nicht viel damit werden...

Fazit:
Ich halte das Ganze für völligen Schwachsinn. Mal abgesehen von jeglichen Abwägungen ob es nun möglich ist oder nicht, und welche Konsequenzen das dann hat, geht es doch der MEnschheit nichts an, dass sich das Leben ausbreitet, es steht nicht in unserem Verantwortungsbereich, wir müssen nicht dafür sorgen meine ich. Solche Ansichten halte ich für etwas kurzsichtig. Wollten halt mal wieder ein paar aufstebende Forscher für Aufsehen sorgen... bestenfalls, ansonsten kann man nur den Kopf schütteln, aber es kommen ja immer wieder Forscher auf ziemlich "abenteuerlustige" Ideen ;)
 
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TNM schrieb:
Das ist ja immer das Totschlagargument schlechthin. Dabei wird vergessen daß Grundlagenforschung sowie praktische Erforschung von Extremtechnologien zwar kurzfristig kaum Erfolge bringen, aber langfristig die Grundlage für alle weiteren Entwicklungen sind.

Du hast vollkommen recht, woanders wird das Geld noch mehr aus den Fenster geworfen.
Aber speziell das hier, die Früchte die es dann einmal trägt (falls es sie trägt) wird die Menscheit wohl nicht mehr miterleben.

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen und alles versuchen... irgendwann ist unsere Zeit abgelaufen, das ist mit allen Dingen in diesem Universum so und stehen wir gewiss nicht drüber. Da ändern auch Mikroben nichts.
Wie hier schon erwähnt wurde, kann man auch Schaden mit so was anrichten. Wenn man sich umschaut...
Alles was wir kennen harmoniert irgendwie (die Natur) alles scheint nach einem Plan zu laufen. Nur WIR, wir brauchen unsere eigenen Pläne!
Die Kulturen ide wir als Krankheiten/Viren in unserem körper bezeichnen, verhalten sich genau so... :)

Ich bin jemand der mehr fürs Hier und Jetzt ist, statt sich mit solchen Zukunftssorgen zu plagen, über die man großteils eh nur wild spekulieren kann.
Aber wer Spaß dran hat... ist ja nicht so als ob es mich stört oder aufregt.
 
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Ist es dann, wie der Forscher sagt, nicht unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass das Leben, egal wie es dann aussieht und sich entwickelt fortbestehen bleibt? dass es sich ausbreitet?

Das Weltall ist so alt, vielleicht gab es vor 20 Millionen Jahre irgendwo schon leben, aber heute sehen wir nichtmehr davon. ich rede von imtelligenten Leben.

vielleicht ist es die einzige Chance, Leben im WEltall zu verbreiten und so das All mit mehr Leben zu füllen, falls es nicht schon welches gibt.

Unsere Pflicht?? Mit Sicherheit nicht! Zudem was ist wenn diese Kapseln auf einen Planeten antreffen der schon "bewohnt" ist??
Kann doch sein, dass diese, vllt weiterentwickelte Spezies, dies als Einfall bzw. Angriff ansieht (ich drifte jetzt nicht in iwas fiktives / fantasierendes ab) zudem haben wir wirklich das Recht, falls iwo bereits Leben herrscht, dort Lebewesen hinzuschicken bzw. Bakterien??

Ich denke bei der ganzen Geschichte spielt die Moral auch eine große Rolle.

Zudem liegt das ganze Thema bzw das Vorhaben und dessen Ziel, weit über unserem Vorstellbaren.

Wie gesagt, keinen Plan was das bringen soll, falles es überhaupt funktioniert.
 
Sorry-aber dieses Vorhaben ist ABSOLUT Sinnlos und Hirnbefreit !
 
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