Die Sockelfrage: AM2+ oder AM3 Strategie

Harold Valorum

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Hoi alle zusammen,

nach langem hin- und her sowie gewissen Bauchschmerzen habe ich mich anstatt des stromsparenden Intel PDC E6300 für den stromfressenden AMD Phenom II X3 720 BE entschieden. Nun muss es aber auch ein neues Mainboard sein und nach vielem Lesen hier im Forum wird kontrovers diskutiert, ob man noch auf AM2+ setzen sollte. AM3 hingegen wär moderner, ermöglicht DDR3 und ist allerdings doch teurer. Gerade weil ich mein Budget schon mit der X3 720 überschreite, sollten Mainboard und Speicher das ganze nicht noch mehr in die Höhe treiben. Selbst wenn es einzeln nur 10-15 Euro sind ... es läppert sich zusammen. Ich muss also schon ne gute Begründung finden, mehr auszugeben als nötig wäre. ^^

Die Kombination CPU+Mainboard soll 3 Jahre halten, wenns länger ist bin ich sicher auch nicht böse. Selbiges gilt für die RAM-Riegel und den Großteil der anderen Hardware (vielleicht die Grafikkarte in 2 Jahren wechseln - die kann man ja dann in den neuen Aufbau übernehmen). Mir wäre es natürlich sehr recht, wenn ich in 3 Jahren auf das bestehende Mainboard inklusive RAM eine neue CPU aufsetzen könnte. Fraglich ist nur, wie wahrscheinlich das ist.

Ich habe bisher nur einmal auf ein vorhandenes Mainboard eine neue CPU aufgesetzt: als ich meinen ersten PC (ein 486er mit gloreichen 44Mhz und 4MB RAM ^^ und 512MB Festplatte) aufgerüstet habe. Danach habe ich stets CPU und Mainboard zusammen ausgetauscht, insofern war die Wiederverwendbarkeit des Mainboards auch vollkommen egal. Deshalb meine konkreten Bedenken, ob es sinnvoll ist mehr Geld für ein AM3-Board mit DDR3 RAM auszugeben, wenn es AM+ und DDR2 derzeit und für die nächsten 3 Jahre auch tun.


Das alles kristallisiert sich zu folgenden Fragen:
  • Wie lange ist denn die durchschnittliche Lebenszeit eurer Mainboards - wie viele Jahre bleiben sie im System, bis sie durch ein neues ersetzt werden? Wechselt ihr auch CPU und Mainboard zusammen aus?
  • Ist es überhaupt realistisch, in 3 Jahren eine moderne CPU auf ein älteres Mainboard zu setzen und auf die neuen Möglichkeiten moderner Mainboards zu verzichten? Kann einer orakeln, wie es um die Zukunft von AM3 bestellt ist?
  • Und als Kern dessen: Ja was nun, AM2+ und DDR2 (günstig und passend) oder AM3 und DDR3 (teurer und leistungsmäßig nicht deutlich besser)?
  • Welches Mainboard würdet ihr empfehlen für eure favorisierte Architektur (z.B. Gigabyte GA-MA770-UD3, 770)?
Um es mit Dr. Faust zu sagen: "Hier steh ich nun, ich armer Thor, und bin so klug als wie zuvor." :evillol:


- Harold
 
ich würde auf am3 setzen aus den bekannten gründen
soviel teurer is am3 nun auch nich die 10-20 euro beim ram sind ja auch nich so viel
als board das hier wenn man kein raid5 und cf braucht
http://geizhals.at/eu/a430932.html
Wie lange ist denn die durchschnittliche Lebenszeit eurer Mainboards - wie viele Jahre bleiben sie im System, bis sie durch ein neues ersetzt werden? Wechselt ihr auch CPU und Mainboard zusammen aus?
das board bleibt so lange im system wie es geht bzw das system bleibt solange in nutzung bis es kaputt geht;)
Ist es überhaupt realistisch, in 3 Jahren eine moderne CPU auf ein älteres Mainboard zu setzen und auf die neuen Möglichkeiten moderner Mainboards zu verzichten?
ja es ist möglich solange noch der selbe sockel behalten wird und es auch neue bios updates für neue cpus kommen
 
2-3 jahre, dann gibts meistens soviel neues, dann muss das mainboard raus :D

wenn dein budget knapp ist, kannst du ruhig auf ddr2 setzen, es wird nur generell am3 empfohlen, da es nicht deutlich mehr kostet, wenn es das budget aber nicht zulässt ist am2+ noch völlig ausreichend. wenn man sich die benchmarks hier bei cb anschaut merkt man den vorteil von ddr3 hauptsächlich bei winrar, divx und ähnliches und weniger beim zoggen^^

bei am2+ hast du halt den vorteil, dass du auch die derzeitigen am3 cpus draufsetzen kannst. wie genau das weitergehen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. ob das so bleibt, bis am4 kommt oder ob amd iwann aus kostengründen den ddr2 controller raus nimmt und damit die am3 cpus nicht mehr auf am2+ boards laufen, kann dir keiner sagen. fest steht aber, dass du von deinem x3 720 noch mindestens auf einen x4 955 aufrüsten kannst später mal, du also noch locker reserven hast für die bestehende plattform. und wenn du das board in 3 jahren eh in die tonne kloppst, sollte das auf jeden fall reichen. bis dahin gibts dann eh ddr4, octacore und 10tflop grafikkarten *g*
 
Mein Beitrag aus diesem Thread:
https://www.computerbase.de/forum/threads/low-budget-gamer-pc.605892/page-2
AM3-CPU haben einen DDR2 und DDR3 Controller integriert. d.h. die CPUs laufen sowohl auf AM3 Mainboards mit DDR3 als auch auf AM2(+) Boards mit DDR2. (anderum aber nicht AM2+ CPUs laufen nicht auf AM3 Boards).
Ein AM3-Board mit DDR2 Speicher geht nicht (bzw. gibt es nicht).
Momentan ist der einzige Unterschied halt, dass AM3 DDR3 bedeutet.

Akutell ists also theorethisch egal ob mal ein AM2 oder AM3 Board nimmt (mit einer AM3 CPU).
Ob sich das in der Zukunft ändert weiß ich nicht. angeblich sollen ja alle AM3 CPU mit beiden Speichercontrollern kommen (somit AM2+ Support). Wäre theorehisch denkbar, dass sich das irgendwann ändert. Beide Controller zu verbrauen sind im Prinzip ja nur extra Kosten.
Aber wahrscheinlich wechseln sie einfach wieder den Sockel (z.B. dann AM4) um dort exklusiv die nächsten CPUs (ohne DDR2 Controller) zu bringen.


Aber auch ohne "neue" CPUs bietet ein PII X4 955 BE wohl genug Leistung um über die nächsten 2-4 Jahre zu kommen. Und bei AMD kriegt man den sicher eines Tages sehr günstig.
Also wenns billig werden soll würde ich ruhig ein billiges AM2+ Board mit DDR2 Speicher nehmen.
Wobei der Aufpreis zu AM3/DDR3 überschaubar ist.

Für mich stellen sich nur 2 Fragen:
1. Reicht dir ein 955BE als Upgrade?
2. Sterben AM2+ und AM3 gleichzeitig? (Stichwort beide Ram-Controller in AM3 CPUs).

Wenn 32nm Quad CPUs oder sogar 6Kerner@32nm nur noch mit DDR3 kommen sollten und exklusiv für AM3 wäre es schon ärgerlich. Kommen diese CPUs dann nur für einen Nachfolgesockel (ohne Kompatiblität zu AM2+ und AM3) isses eh egal.

Soweit ich weiß hat AMD mal gesagt, dass alle AM3 Cpus mit DDR2 Controller sein werden. Über die Lebensspanne eines Sockels kann man (leider) im vorhinein keine Prognose stellen.
S939 hat mich kalt erwischt. ein paar Monate und schon war der weg...

Gruß

Doc
 
Wenn du deine HW so selten tauscht, dann könnte DDR3 die besere Alternative sein - ob es so sein wird wird sich zeigen.
Das MB wirst du dann aber wahrscheinlich sowieso tauschen müssen - es wird richtig veraltet sein ( wenn es so lange lebt )
 
Wenn du die Kombination mindestens 3 Jahre behalten willst dann kannst du auch AM2+ nehmen.
Wäre momentan ca. 25-30€ günstiger.
Und dann verscheppern oder, wie schon erwähnt, ein alten 4-Kerner nachrüsten.


Wie lange ist denn die durchschnittliche Lebenszeit eurer Mainboards

Halbes bis dreiviertel Jahr. Danach wird es entweder verkauft oder es ersetzt ein älteres.
 
Da würde ich ein kleines AM3-Board nehmen (770er-Chipsatz), beim DDR3 auf nicht zu hohe Spannung achten und bei der CPU nochmal auf den Athlon II 245 als Alternative schauen. Das sollte dann flott, günstig und sparsam sein. Bei der CPU kann man ja in nem Jahr mal schauen, was für Energiesparvarianten noch auf dem Markt sind.
 
Also ich kann dir nur sagen, wie ich es machen werde:
Ich kaufe mir jetzt ein günstiges Amd2+ board für ca 60 Euro und setze eine Amd3 Cpu drauf.
Die Leistung sollte eigentlich für die nächste Zeit aufjedenfall ausreichen.
Wenn es dann zu einem Umstieg kommen sollte, wäre das sobald usb 3, sata3 und ein neuer Sockel (zu einem angemessenen Preis) draußen sind.

Ist aber natürlich nur meine Taktik... keine Ahnung ob ich jetzt damit Glück habe oder nicht :D
 
Hoi zusammen!

Airbag würde auf das AM3-System setzen. Prinzipiell verstehe ich das (deshalb mach ich mir ja Gedanken drum), aber ob die Mehrkosten es wert sind, frage ich mich. Natürlich sind die einzelnen Komponenten nicht allzuviel teurer ... das Mainboard 15 Euro, die Speicherriegel 15 Euro ... aber wenn ich nach der Methode verfahre, schraub ich die Gesamtkosten immer höher. ^^ Allein durch den Prozessor (dessen deutliche Mehrleistung effektiv ja auch "nur" 30 Euro mehr kostet) und den höheren Preis der Grafikkarte bin ich schon über mein eigentliches Wunschbudget heraus. Natürlich hast du dann recht, wenn ich mir für 800 Euro einen Rechner zusammenstellen würde ... so aber sollten die Innereien nicht mehr als 350 Euro kosten - schließlich ist das ja nur eines unter vielen Hobbies.

He4db4nger, Peiper - danke für die Einschätzung. Meine Überlegung geht ja eh dorthin, dass in 3 Jahren einige Neuerungen eingeführt sein werden, die ein neues Mainboard notwendig machen. Halbes- bis Dreiviertel Jahr ... klingt nach Bastlernatur. :)

Anwalt Dr. Gonzo, ich habe eigentlich nicht vor, zwischendurch nochmal aufzurüsten. Es sei denn, sie werfen dann die Quads zu Dumpingpreisen heraus. ^^ Die drei Jahre über sollte der Prozessor sicherlich ausreichen, bisher konnte ich mit dem Dreijahresrythmus auch gut leben. Derzeit kann ich sogar X3:Terran Conflict "relativ" flüssig auf meinem AMD 4200+ mit einer GeForce 7600GT spielen. Es müssen nicht zwingend die allerhöchsten Qualitätseinstellungen sein. Aber du hast die interessante Frage aufgeworfen, ob ich auf der nächsten Boardgeneration noch den DDR2-RAM verwenden könnte. Meines Wissens geht das auf den AM3 Boards nicht. Bei DDR3-RAM wäres zumindest wahrscheinlicher, dass die Nach-AM3-Plattform diesen noch unterstützen würde. Dann sähe es nämlich wieder anders aus - wenn man sich denn die nächsten 4, 5 Jahre mit dem preisgünstigeren und damit in Zukunft weniger leistungsfähigen DDR3 begnügen könnte.

Robo32 - ich hoffe doch das das Mainboard 3 Jahre leben wird. :) Schließlich meine ich, bei Gigabyte etwas wertiges zu kaufen. Aber kurioser Weise scheint die Hardware immer weniger robust, je moderner sie wird. Meine allererste, jetzt gut 15 Jahre alte 512MB-Festplatte läuft immernoch. Aber in den letzten Jahren sind mir 2 moderne Festplatten im Alter von 2-4 Jahren verstorben.

Killermuecke, der Sparsamkeit, Leistung und des P/L-Verhältnisses wegen würde ich dann eher auf den neuen E6300 gehen. Aber von einem Zweikerner wurde mir abgeraten, weil längerfristig "mehr Kerne" wichtiger wären als "höherer Takt". Daher ja erst der Wechsel zum AMD Phenom II X3 und die leidigen Mainboardfrage. ^^

Marius90 - deine Taktik klingt sehr interessant. Die neue Boardgeneration würde wahrscheinlich die AM3-Prozessoren unterstützen, aber bleibt die Frage der DDR2 Unterstützung.


Soweit wie ich das jetzt überblicke, scheint sich für mich ein AM2+ Mainboard mit DDR2-Speicher am ehesten zu lohnen, da in drei Jahren ein kompletter Generationenwechsel wahrscheinlich ist. Der AM3 Sockel scheint also nur eine Zwischenlösung mit begrenzter Lebensdauer zu sein, was längerfristig vorhanden bleiben könnte wäre der DDR3-Speicher (aber: das was heute "leistungsfähiger" DDR3 ist, kann dann ne "lahme Krücke" sein). Und niemand hier hält die Idee für vollkommen verrückt und zeigt, dass AM3 zwingend ist. Ich kann nur hoffen, dass die Systeme im Zukunft noch modularer werden, dass man Hardwarekomponeten längerfristig nutzen kann. Im Zweifel nutz ich Mainboard, Speicher und dann hoffentlich billigen sparsamen Prozessor dann für ein Mediacenter. :p

Danke schonmal. :)


- Harold
 
Ich hätt da mal ne Frage *g*

Ich stell mir gerade ein komplett neues System zusammen, also wirklich komplett, habe dann also einen alten komplett PC übrig und stell mir die Frage, was ich mit dem anstellen soll. Ich klink mich mit meiner Frage einfach mal hier ein, da es auch um die AMD Sockelfrage im weitesten Sinn geht. Ich hoffe, das nimmt mir keiner übel.

Zur Zeit hacke ich auf der Kombination Gigabyte GA-MA69G-S3H und einem Athlon X2 5000+, also einer AM2 Kombination, rum.

Angeblich sollen ja AM2 und AM2+ in jede Richtung kompatibel sein, das heisst ich könnte also auf mein altes System einen PII X4 940 BE schrauben? Sorry, ich blick bei AMD im Augenblick überhaupt nicht mehr durch, wer mit wem kann, und wenn man sich die Foren so anschaut, bin ich da nicht der Einzige *g*. Sollte das nämlich wirklich gehen, wäre es für mich eine interessante Überlegung bei meinem neuen System nicht auf den 955er zu setzen, sondern auf i7 und das alte System mit dem PII X4 940 BE nochmal aufzumöbeln.


OK, Frage kann man streichen, geht nicht :(

laut Gigabyte gehen auf dem Board zwar PII´s, aber nur die Kleinen, das lohnt sich dann nicht ...
Was mich etwas verwirrt ist die Tatsache, das laut Gigabyte auf dem Board auch AM3 Sockel CPUs laufen sollen, oder versteh ich da was falsch? *klick*
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum sollen denn die AM3 Prozessoren nicht funktionieren?
Die sind Pin-Kompatibel und wenn es ein entsprechendes BIOS gibt werden die auch korrekt erkannt.
 
einige Boards unterstützen nur CPU's mit z.B. maximal 95Watt, daher wird dann der 955 nicht laufen da er 125Watt an Leistungsaufnahme hat.
 
fanaticNS schrieb:
einige Boards unterstützen nur CPU's mit z.B. maximal 95Watt, daher wird dann der 955 nicht laufen da er 125Watt an Leistungsaufnahme hat.

Der 955 hat eine TDP von 125 Watt. Der eigentliche Verbrauch liegt gemessen bei ungefähr 100 Watt. Undervoltet kriegt man ihn noch unter die 95 ;)
 
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